Unternehmerinitiative Umwelt

Deutsche Sektion des European Business Council for a Sustainable Energy Future

 

 

Bonn, 28. November 1997

Klimaerklärung 1997 zur Konferenz von Kioto

Die Abwägung der wissenschaftlichen Erkenntnisse legt einen erkennbaren menschlichen Einfluß auf das globale Klima nahe. Darauf weist der IPCC-Bericht von Ende 1995 bei aller Unsicherheit im Detail deutlich hin. Der diesem Bericht zugrunde liegende Prozeß im Rahmen der Wissenschaft stellt ein historisch einmaliges Verfahren zur Einbindung allen Fachwissens zur Begründung politischen Handelns dar. Deshalb hat sich die Politik im Jahr 1992 in Rio und bei der Sondergeneralversammlung der Vereinten Nationen zu fünf Jahren Rio im Juni diesen Jahres dazu verpflichtet, durch entschiedenes Handeln die drohenden Probleme zu begrenzen.

Zukunftsorientierte Wirtschaftsunternehmen bereiten sich darauf vor, angesichts dieser veränderten Rahmenbedingungen in Zukunft verstärkt zu mehr Effizienz bei Erzeugung und Einsatz von Energie sowie zum Einsatz risikoarmer erneuerbarer Energieträger beizutragen. Viele der benötigten Techniken stehen zur Verfügung. Entscheidend ist eine rational begründete und verläßliche Rahmensetzung durch die Politik. Dann kann Klimaschutzpolitik auch wichtige Impulse für die Zukunftschancen der Bereiche Energieeffizienz, Kraftwärmekopplung, Erneuerbaren Energieträger, Kommunikations- und Verkehrstechnologien geben. Die 3. Vertragsstaatenkonferenz zur UN-Klimakonvention in Kioto/Japan im Dezember diesen Jahres bietet die Möglichkeit für solche Rahmensetzungen.

Für Unternehmen und Investoren ist es von zentraler Bedeutung, daß das Ergebnis völkerrechtlich verbindlich ist. Für deutsche Unternehmen ist es - angesichts des ehrgeizigen deutschen CO2-Reduktionszieles und der Selbstverpflichtung der Deutschen Wirtschaft - außerdem wichtig, daß Treibhausgas-Reduktionsziele für alle Industriestaaten beschlossen werden. Deutschland hat sich selbst verpflichtet, den Ausstoß des wichtigsten Treibhausgases CO2 gegenüber 1990 bis zum Jahr 2005 um 25 Prozent zu verringern. Angesichts der vor uns liegenden Herausforderung begrüßen wir diese Selbstverpflichtung. Die Führungsrolle einzelner Staaten ist für eine umfassende Klimapolitik dringend erforderlich. Eine solche Vorreiterrolle im Einsatz gegen den globalen Klimawandel ist vor allem dann sinnvoll, wenn die anderen nachziehen. Dafür sprechen sowohl die Globalität des Klimaproblems als auch Wettbewerbsargumente. Unterstützenswert ist deshalb die Verhandlungsposition der EU, daß alle Industrieländer einzeln oder gemeinsam den Ausstoß von CO2, Methan und N2O zusamen um 15% bis 2010 gegenüer 1990 reduzieren sollen. Sobald die Industrieländer gezeigt haben, daß sie mit der Umsetzung dieser Maßnahmen ernst machen, sollten im nächsten Schritt Maßnahmen beschlossen werden, um den Anstieg des Treibhausgasausstosses in den Schwellenländern zu begrenzen.

Die sich hier gemeinsam zu Wort meldenden Unternehmerverbände fordern die Bundesregierung auf, sich mit allen Kräften für ein solches „Kiotoprotokoll" einzusetzten. Sie ihrerseits werden alles tun, um ihren Beitrag zu leisten, damit das mutige nationale 25%-Reduktionsziel für CO2 bis zum Jahr 2005 erreicht wird.

 

Unternehmerinitiative Umwelt

  • Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (AbL), Rheda-Wiedenbrück
  • Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer e.V. (ASU), Bonn
  • Bundesdeutscher Arbeitskreis für umweltbewußtes Management e.V. (B.A.U.M.), Hamburg
  • Bundesverband Junger Unternehmer e.V. (BJU), Bonn
  • Förderkreis Umwelt FUTURE e.V., München
  • Modell Hohenlohe Fördergemeinschaft betrieblicher Umweltschutz, Waldenburg
  • Umweltinitiativen der Wirtschaft in Ostwestfalen-Lippe, Bielefeld
  • UnternehmensGrün-Verein zur Förderung umweltgerechten Wirtschaftens e.V., Stuttgart
  • Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels e.V. (BGA), Bonn

c/o

Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer e.V. (ASU)
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Deutsche Sektion des European Business Council for a Sustainable Energy Future

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