HyWeb - Gazette

Der Newsletter von L-B-Systemtechnik GmbH (LBST) und dem Deutschen Wasserstoff-Verband (DWV) · 4. Quartal 2004 – 8. Jahrgang
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L-B-Systemtechnik GmbH

Reinhold Wurster: LBST Wasserstoff-Experte seit 1983 Werbung


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Das aktuelle Zitat (21.12.2004)

Bundesregierung stellt Kraftstoffstrategie vor (21.12.2004)

Brennstoffzellen-Bündnis Deutschland ruft Politik auf, Strategie zur Markteinführung umzusetzen (21.12.2004)

Brennstoffzellen-Entwicklungen in NRW (21.12.2004)

Japan setzt auf Brennstoffzellen-BHKW für die Hausenergieversorgung (21.12.2004)

HY-CO ERA-NET gestartet (21.12.2004)

Gedankenfutter zu Weihnachten (21.12.2004)

Das aktuelle Zitat (03.12.04)

Weltweit größte Wasserstofftankstelle in Berlin eröffnet (03.12.04)

GM und Dow gehen in die zweite Runde des größten Brennstoffzellen-Programmes im Industriebereich (03.12.04)

Hydrogen on ice (03.12.04)

Österreichische Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative gestartet (03.12.04)

Fortschritte in der Membranentwicklung (03.12.04)

Ford stellt neuen Brennstoffzellen-Focus fertig (03.12.04)

Neu in h2cars.de (03.12.04)

 

 

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Angebot: 4 gebrauchte Kopressoren (je 2 Wasserstoff und 2 Sauerstoff) sowie 120 Ventile zu verkaufen - Info

 

Interessante Projekte HyNet - the European Thematic Network on Hydrogen (englisch)

European Integrated Hydrogen Project - EIHP (englisch)

www.innovation-brennstoffzelle.de
Allgemeine Informationen zu den Themen Energie, Wasserstoff und Brennstoffzellen.
(Website des Bewag Innovationspark Brennstoffzelle, realisiert von HyWeb)

www.h2guide.de
Projektführer Wasserstoff vom Deutschen Wasserstoff-Verband.

Wasserstoff-Projekt am Flughafen München (H2MUC)


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Impressum

Redaktion Matthias Altmann, L-B-Systemtechnik GmbH (LBST), webmaster@HyWeb.de
Artikel AFH - Association Française de l'Hydrogène
DWV - Deutscher Wasserstoff-Verband (DWV)
MA - Matthias Altmann, LBST
VB - Volker Blandow, LBST
JS - Jörg Schindler, LBST
RW - Reinhold Wurster, LBST
PS - Patrick Schmidt, LBST
WW - Werner Weindorf, LBST
WZ - Werner Zittel, LBST
UB - Ulrich Bünger, LBST
LR - Lutz Reichelt, LBST
Anschrift siehe Impressum HyWeb

weitere Newsletter The Hydrogen & Fuel Cell Letter (in englisch)

Clean Fuels and Electric Vehicles Report (in englisch)

NHA Advocate (in englisch)

Fossile News Gazette Aktuelles über sich verknappende fossile Energieressourcen auf der Seite www.energiekrise.de

Monthly Technology Updates (in englisch) von Fuel Cells 2000

Fuel Cell Industry Report (in englisch)


 

 

Das aktuelle Zitat

Interview-Frage: Toyota baut inzwischen mit die modernsten Dieselmotoren und punktet mit serienreifen Hybridautos.

"Darf ich es anders ausdrücken: Wir sind erstaunt und vielleicht auch nicht darauf vorbereitet, welche technologische Speerspitze Toyota inzwischen aufgebaut hat. Sie haben Diesel und Hybrid genannt, schlimmer ist: Wenn Sie sich etwa mit der Brennstoffzelle beschäftigen, werden Sie feststellen, dass fast die gesamte Technologie bereits mit Toyota-Patenten belegt ist. Das heißt: Toyota hat auch schon die Zukunft voll im Visier."

Jürgen Stockmar, ehemaliges Vorstandsmitglieds für Technik bei Opel, Technology Review Dezember 2004, und Spiegel online 7. Dezember 2004

 

 

Bundesregierung stellt Kraftstoffstrategie vor
HyWeb, 21.12.2004: Die deutsche Bundesregierung hat in enger Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Wissenschaft eine in europäische und internationale Strategien eingebundene Kraftstoffstrategie entwickelt und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die folgende Übersicht basiert auf einem Redemanuskript von Dr. Martina Hinricher, Leiterin des Verkehrspolitischen Grundsatzreferats des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Wohnungswesen vom 4. November 2004. Auf den Internetseiten des BMVBW finden sich die ausführliche Kraftstoffstrategie sowie die ausführlichen Ergebnisse des Arbeitsprozesses „Kraftstoffmatrix“ und die entsprechenden Schlussfolgerungen im detaillierten Gesamtbericht der Expertengruppe zum Matrixprozess und in den Matrizen für 2010 und 2020. Die Kraftstoffstrategie ist Teil des "Fortschrittsbericht 2004: Perspektiven für Deutschland - Unsere Strategie für eine nachhaltige Entwicklung" (pdf, 0,8 MB) der Deutschen Bundesregierung.

Zentrale Herausforderungen

Ziele der Kraftstoffstrategie

Arbeitsprozess „Kraftstoffmatrix“

In der Expertengruppe "Kraftstoffmatrix" ist die relevante Industrie in Form der Mitglieder der Verkehrswirtschaftlichen Energiestrategie (VES) vertreten sowie eine Reihe von Verbänden, Behörden, Forschungsinstituten und die relevanten Bundesministerien.

Bewertungskriterien

Ergebnisse

Potenziale der Kraftstoffe und Antriebe bis 2010:

Potenziale der Kraftstoffe und Antriebe bis 2020:

MA

 

 

Brennstoffzellen-Bündnis Deutschland ruft Politik auf, Strategie zur Markteinführung umzusetzen
HyWeb, 21.12.2004: Das Brennstoffzellen-Bündnis Deutschland hat am 14.12.04 in der Landesvertretung Niedersachsen in Berlin eine Strategie für die Markteinführung der Brennstoffzelle vorgestellt. Im Rahmen eines Pressegesprächs wurde die wirtschafts-, sozial- und umweltpolitische Bedeutung der Brennstoffzellentechnologie mit den Abgeordneten des Deutschen Bundestages, Frau Kopp (FDP), Herrn Fell (Bündnis90/Grüne) und Herrn Bülow (SPD), mit Vertretern der Industrie und der Presse diskutiert. Die 21 Mitglieder des Brennstoffzellen-Bündnis Deutschland, Verbände und Initiativen, haben hiermit auf bundespolitischer Ebene einen ersten konzertierten Impuls für die Brennstoffzellen als Schlüsseltechnologie für Deutschland gegeben.

Weitere Informationen wie Pressemeldung und Markteinführungsstrategie finden Sie unter
www.brennstoffzelle-nds.de/BZ_Buendnis_Deutschland.html

MA

 

 

Brennstoffzellen-Entwicklungen in NRW
HyWeb, 21.12.2004: Nordrhein-Westfalen wird zukünftig eng mit dem amerikanischen Bundesstaat Kalifornien und der kanadischen Provinz British Columbia zusammenarbeiten. In einem "Memorandum of understanding" mit der California Enviromental Protection Agency in Sacramento und dem Ministerium für Energie und Bergbau Britisch Kolumbien in Vancouver vereinbarte NRW-Infrastrukturminister Minister Dr. Horstmann insbesondere einen intensiven Informationsaustausch, bessere Vernetzung sowie die Abstimmung gemeinsamer Entwicklungslinien und Strategien. Die Kooperation soll den Rahmen bilden für einen verstärkten Austausch zwischen Industrie und Wissenschaft. Dies ist das Ergebnis einer einwöchigen Reise in die USA und nach Kanada, auf der er von einer 10-köpfigen NRW-Delegation von Unternehmern und Wissenschaftlern begleitet wurde.

Erste konkrete Vereinbarungen wurden bereits unterzeichnet:

MA

 

 

Japan setzt auf Brennstoffzellen-BHKW für die Hausenergieversorgung
HyWeb, 21.12.2004: In letzter Zeit überschlagen sich die Ankündigungen und Einschätzungen japanischer in Sachen Brennstoffzellen-Systeme für die Hausenergieversorgung.

Nippon Oil verkündete diese Woche den Verkaufsstart LPG betriebener Brennstoffzellen-Blockheizkraftwerke für die Hausenergieversorgung in Tokio sowie daran angrenzenden Präfekturen mit Beginn des Geschäftsjahres 2005 kommenden April. Ab 2006 sollen diese Systeme landesweit erhältlich sein. Die Brennstoffzellen-Systeme werden auf Leasingbasis für voraussichtlich 60.000 Yen/Jahr (ca. 450 EUR/Jahr) angeboten. Nippon Oil – Japans größter Raffineriebetreiber – erwartet ein Verkaufsvolumen von anfangs 150 Einheiten jährlich auf 100.000 Einheiten jährlich im Jahr 2013.

Die japanischen Firmen Tokyo Gas, Matsushita Electric Industrial und Ebara Ballard Corporation haben angekündigt in Kürze mit dem Vertrieb von Brennstoffzellen-Heizgeräten für die Hausenergieversorgung zu beginnen, wenn auch erst in einer begrenzten Stückzahl. Ende 2005 sollen 200 Einheiten mit 1kW elektrischer Nennleistung in den Versorgungsbereichen von Tokyo Gas installiert sein, in denen ein entsprechender technischer Service vorhanden ist. Ab Januar 2005 können sich Kunden von Tokyo Gas für die sogenannte „FC Partnership“ bewerben. Diese beinhaltet einen Leasingvertrag über 1 Millionen Yen (ca. 7.200 EUR) über 10 Jahre und ermöglicht den beteiligten Firmen Informationen über das Betriebsverhalten der Anlage und die Zufriedenheit der Kunden zu sammeln und so für die weitere Entwicklung von BZ-Systemen für die Hausenergieversorgung zugänglich zu machen. Im Rahmen ihrer Brennstoffzellenaktivitäten hat Tokyo Gas einen neuen Tarif für die BZ-Hausenergieversorgung eingeführt.

Bereits Anfang November hatte ein weiterer großer japanischer Mitbewerber, Toshiba, sein zukünftiges Engagement im Marktsegment Hausenergieversorgung angekündigt. Toshiba übernimmt die verbleibenden 49% Anteile der UTC Fuel Cells an einem gemeinsamen Joint Venture und integriert das Gesamtgeschäft in eine eigenständige Geschäftseinheit, die nun unter dem Namen Toshiba Fuel Cells Power Systems firmiert. Darüber hinaus plant Toshiba den Aufbau von Produktionskapazitäten für Brennstoffzellen-Heizgeräte der unteren kW-Klasse von Anfangs jährlich einigen hundert Einheiten auf bis zu 1.000 Einheiten jährlich in 2008.

Im kommenden Jahr wird das japanische METI ein Förderprogramm für Brennstoffzellen-Heizgeräte aufnehmen. Das Programm soll drei Jahre lang laufen und finanzielle Zuschüsse für die Installation und das Monitoring von bis zu 3,000 Brennstoffzellen-Heizgeräten bereitstellen.

Tokyo Gas und Toshiba gehen beide davon aus, dass mit einer breiten Marktdurchdringung im Bereich mehrerer 1.000 Einheiten/Jahr ab dem Jahr 2008 zu rechnen ist.

Photo: Tokyo Gas Co., Ltd.

PS

 

 

HY-CO ERA-NET gestartet

HyWeb, 21.12.2004: Mit dem offiziellen Startschuss am 1. Oktober beginnt die Arbeit des ERA-NETs Wasserstoff und Brennstoffzelle (HY-CO), das die Arbeit der European Hydrogen & Fuel Cell Technology Platform (HFP) ergänzen wird.

Vergleichbar mit anderen ERA-NET-Initiativen zielt HY-CO auf eine Verbesserung der Koordinierung nationaler Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten, in diesem Fall konkret für den Bereich Wasserstoff und Brennstoffzellen. Ziel ist die Etablierung eines dauerhaften, europäischen Forschungsbereiches (European Research Area – ERA). Die Wichtigkeit einer besseren Koordinierung nationaler Forschung zeigt sich allein durch die Verhältnisse der im Forschungsbereich aufgewendeten Finanzmittel. Trotz gestiegener Budgets für Wasserstoff- und Brennstoffzellen seitens der Europäischen Kommission wird immer noch ein Vierfaches dessen auf nationaler und regionaler Ebene bereitgestellt.

‚Abgesehen von einigen hochkarätigen Demonstrationsvorhaben in Europa, wie z.B. den Brennstoffzellen-Bussen, gibt es immer noch eine Menge zu tun. Vieles davon wird sich auf nationaler Ebene abspielen. Es lohnt sich dies koordiniert anzugehen. Dazu müssen wir in einem ersten Schritt feststellen, wo genau der Forschungsbedarf liegt‘, sagt Dr. Seitz, ERA-NET HY-CO Koordinator vom Forschungszentrum Jülich (Deutschland). Um dies zu erreichen werden die 21 HY-CO-Partner zunächst eine gemeinsame Informationsgrundlage schaffen und „best practice“ Ansätze austauschen. Dies mündet in der Identifizierung gemeinsamer strategischer Themenfelder. ERA-NET wird dann versuchen die Mitgliedsländer zu gemeinsamen Aktivitäten zu bewegen.

Auf die Frage warum sich Länder mit einem langen Forschungshintergrund dem internationalen Wettbewerb stellen sollten, antwortet Dr. Seitz, dass “diese Länder die Notwendigkeit für eine Öffnung verstehen müssen – sie müssen lernen, dass eine Wasserstoff-Infrastruktur nicht im Alleingang aufgebaut werden kann."

Weitere Informationen unter: www.hy-co-era.net

PS

 

 

Gedankenfutter zu Weihnachten

Graphic: Cover: Winning the Oil Endgame, RMI, 2004 

HyWeb, 21.12.04: Weihnachtszeit – Besinnungszeit und genau die richtige Zeit weitsichtige Bücher in beschaulichen Stunden zu lesen. Sollten Sie noch kein Geschenk für jemanden haben, der sich über den aktuellen Zustand der Energieversorgung und des Energieverbrauches gedanken macht, dann schauen Sie da einmal rein: Rocky Mountains Institut – RMI (Ed.), Winning the Oil Endgame – American Innovation for Profits, Jobs, and Security, Snowmass/Colorado, USA, 2004, ISBN 1-881071-10-3. Die Autoren zeichnen in diesem Buch einen Weg für die USA weg vom Öl. Ein solcher Weg liege auch im Interesse der Ökonomie. Die beschriebene Strategie der Verringerung des Ölbedarfs baut auf vier technologischen Pfeilern auf: Einer Verdoppelung der Energieeffizienz, dann der Ersatz durch Nachwachsende Rohstoffe, Einsparung von Erdgas und optional den Einsatz von Wasserstoff als Energieträger.

Das Buch des Rocky Mountains Instituts ist der letzte Neuzugang in einer ganzen Reihe von Publikationen über die Abhängigkeit von fossilem Öl und der Ölressourcen-Frage. Das Softcover-Buch kann sowohl für 40 US$ über das RMI bezogen werden, als auch kostenfrei von den Internetseiten des RMI heruntergeladen werden.

PS

 

 

 

Das aktuelle Zitat

"Wir müssen dahin kommen, das Auto um die Brennstoffzellentechnologie herum zu konstruieren, und nicht umgekehrt."

Rudolf J. Kunze, Chief Technical Officer der Abteilung Product Development Europe von Ford Europa zur Financial Times Deutschland anlässlich der Vorstellung des Focus FCEV Hybrid am 11.11.04 in Hamburg

 

 

Weltweit größte Wasserstofftankstelle in Berlin eröffnet

HyWeb, 03.12.04 (kleinere Korrekturen am 06.12.04): Etwa 100 Vertreter maßgeblicher Automobil- und Energiefirmen sowie Nichtregierungs-Organisationen waren am 12. November dieses Jahres zur Eröffnung der neuen Wasserstofftankstelle nach Berlin gekommen. Neben konventionellem Benzin und Diesel können allein an dieser Tankstelle rechnerisch bis zu 100 Wasserstoffautos den Kraftstoff Wasserstoff tanken. Die Tankstelle am Berliner Messedamm firmiert unter dem Aral-Label und ist wahrscheinlich die mit Abstand größte öffentliche Tankstelle für flüssigen und gasförmigen Wasserstoff weltweit.

Getragen wird das Projekt durch die Clean Energy Partnership (CEP). Die Mitgliederliste umfasst Automobilfirmen (BMW, DaimlerChrysler, Ford und GM/Opel), Infrastrukturfirmen (Aral/BP, BVG, Hydro/GHW, Linde und Vattenfall Europe) sowie die Bundesregierung. CEP ist Bestandteil der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie Deutschlands. Die beteiligten Firmen wollen Erfahrungen bei der Herstellung, Anlieferung, Speicherung und Betankung von Wasserstoff im Alltagsbetrieb gewinnen.

Die Kernelemente der Wasserstofftankstelle bestehen aus einem stationären, super-isolierten LH2-Tank, der über ein Volumen von 10.000 Litern verfügt. Der Flüssigwasserstoff wird durch die Firma Linde angeliefert. Der Druckwasserstoff (CGH2) wird durch einen Elektrolyseur der Firma Hydro/GHW vor Ort hergestellt. Für den Betrieb der Tankstelle, die Wasserelektrolyse sowie die Wasserstoffverflüssigung wird erneuerbare Energie in Form von grünen Zertifikaten verwendet. Die beiden Zapfsäulen für die Betankung von Flüssig- und Druckwasserstoff sind für eine Schnellbefüllung ausgelegt. CGH2 kann mit bis zu 1.200 Nm³/h (@ 450 bar), LH2 mit bis zu 3.000 l/h getankt werden. Ein Upgrading der CGH2-Säule für 700 bar-Systeme ist möglich.

Die Ausgangsflotte besteht aus 16 wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen- und Verbrennungsmotor-Fahrzeugen der Firmen BMW, DaimlerChrysler, Ford und GM/Opel. Parallel dazu betreiben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) noch bis Ende dieses Jahres einen MAN-Linienbus mit H2-Verbrennungsmotor.

Das Projektvolumen für die Errichtung und den Betrieb der Wasserstofftankstelle wird von CEP mit insgesamt 33 Millionen Euro bis zum Jahr 2007 angegeben.

Ab Februar 2005 wird die Wasserstofftankstelle am Messedamm durch eine BVG-betriebene Servicewerkstatt komplettiert.

PS

 

 

GM und Dow gehen in die zweite Runde des größten Brennstoffzellen-Programms im Industriebereich

HyWeb, 03.12.04: Das gemeinsame Projekt von General Motors (GM) und Dow Chemical Company (Dow), das den zuverlässigen Einsatz von Brennstoffzellen im Automobil und zur dezentrale Erzeugung von Strom und Wärme demonstrieren soll, geht in die zweite Runde. Die 75kW Test-Brennstoffzelle von GM, die im Februar 2004 auf dem Dow-Produktionsgelände für chemische Grund- und Kunststoffe im texanischen Freeport installiert wurde (HyWeb, 23.05.03), wird um eine Pilot-Brennstoffzellenanlage erweitert. Diese wird eine Spitzenleistung von bis zu 1 MWe abgeben können. Die Integration in das Wasserstoff- und Stromnetz von Dow erfolgt auf der Basis der gemachten Erfahrungen in der ersten Projektphase.

Die Phase II des gemeinsamen Projektes umfasst die Demonstration des zuverlässigen Einsatzes von dezentralen Energieumwandlungsanlagen, die Optimierung der Zuverlässigkeit von Brennstoffzellen, die Möglichkeit einer gekoppelten Abwärmenutzung sowie ein Verständnis für den Einfluss durch Wasserstoffverunreinigungen. GM wird das Projekt nutzen um verschiedene Generationen ihrer eigenen Brennstoffzellentechnik unter kontrollierten, realen Bedingungen zu testen.

Wenn Phase II die erhofften Ergebnisse liefert, ist ab 2007 mit Phase III eine Kommerzialisierungs-Offensive geplant. GM und Dow wollen dann bis zu 400 Brennstoffzellen mit einer Gesamtleistung von 35 MWe an verschiedenen Produktionsstandorten von Dow installieren.

PS

 

 

Hydrogen on ice

HyWeb, 03.12.04: Die Australian Antarctica Division (AAD) erhält vom Australian Greenhouse Office Fördermittel in Höhe von einer halben Millionen australischen Dollar (ca. 290.000 EUR) für ein Wind-Wasserstoff-Demonstrationsprojekt im antarktischen Mawson. Untersuchungsgegenstand sind Betriebs- und Sicherheitsaspekte im Umgang mit Wasserstoff sowie die Einsatztauglichkeit von Wasserstoff als Energieträger.

Im Rahmen des Projektes soll der Wasserstoff aus der Überschussenergie der beiden Windkraftanlagen in Mawson erzeugt, in Druckzylindern gespeichert und in einem Brennstoffzellensystem oder Verbrennungsmotor rückverstromt, für Heizzwecke sowie in einem Fahrzeug der Forschungsstation auf Bechervaise Island eingesetzt werden.

Das Hybridsystem wird in der Saison 2005-2006 installiert. Das Projekt soll die notwendigen Informationen liefern, um damit Modellrechnungen zu füttern, mit denen ein breiter Einsatz von Wasserstoff als Energieträger für die autarke Energieversorgung abgelegener wissenschaftlicher Einrichtungen durchkalkuliert werden kann.

Ultimatives Ziel des Wind-Wasserstoff-Demonstrationsprojektes ist, die gesamte Station mit allen Feld-Camps ohne jeglichen Einsatz fossiler Energieträger zu betreiben.

Bereits jetzt wird Wasserstoff durch dezentrale Elektrolyse von Wasser gewonnen. Dieser Wasserstoff wird als Füllung für die täglichen Wetterballonfahrten eingesetzt. Ein Teil der dafür notwendigen Energie stammt aus Stromüberschüssen der Windkraftanlagen.

PS

 

 

Österreichische Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative gestartet
HyWeb, 03.12.04: In seiner Sitzung am 17. November dieses Jahres hat der Österreichische Rat für Forschung und Technologieentwicklung die Fortführung und Fokussierung des A3-Technologieprogrammes sowie die Gründung der „Österreichischen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative“ beschlossen. Für die Entwicklung neuer Verkehrstechnologien und Kraftstoffe sollen nach Wunsch des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie der österreichischen Forschung insgesamt 15 Millionen Euro für die Jahre 2005 und 2006 zur Verfügung gestellt werden. Das Förderprogramm umfasst auch die nachhaltige Produktion des Sekundärenergieträgers Wasserstoff. Nicht Bestandteil ist der Themenkomplex der Hausenergieversorgung.

Das A3-Technologieprogramm „Austrian Advanced Automotive Technology“ wurde konzipiert für kooperative Forschungsprojekte zwischen industrieller, universitärer und außeruniversitärer Forschung. Es zielt auf innovative Entwicklungen in der österreichischen Automobil-Zulieferindustrie ab.

PS

 

 

Fortschritte in der Membranentwicklung
HyWeb, 03.12.04: Eine Reihe von Erfolgen in der Entwicklung fortgeschrittener Membrantechnologien wurden in den letzten Monaten gemeldet.

Asahi Glass

Nach Angaben von Asahi Glass ist es ihnen gelungen, die Haltbarkeit ihrer Membran-Elektroden-Einheiten (MEA) zu erhöhen. Die September 2004 vorgestellte MEA basiert auf einem fluorierten, protonenleitenden Kunststoffverbindung. Die Degradationsrate konnte um den Faktor 10 gesenkt werden im Vergleich zu üblichen MEAs. Mehr als 2000 Stunden bei 120°C erreiche die neue MEA bereits.

PolyFuel

Die Startup-Firma PolyFuel aus Silicon Valley zielt ebenfalls auf eine Verbesserung der protonenleitenden Polymer-Membrantechnologie ab. Die von PolyFuel entwickelte kohlenwasserstoffbasierte Membran ist nach Angaben von PolyFuel robuster, einfacher zu fertigen und 10-15% leistungsfähiger.

Atofina et al.

Im Rahmen eines vom US Department of Energy (DOE) finanzierten Forschungsvorhabens arbeiten Atofina, Johnson Matthey Fuel Cells, UTC Fuel Cells, das Georgia Institute of Technology und die University of Hawaii an der Weiterentwicklung des Werkstoffes PVDF (Polyvinyliden-Fluorid) als Membranmaterial. PVDF ist ein robustes Thermoplast, das für den Einsatz bei Temperaturen bis zu 120°C geeignet ist. In Verbindung mit einem nicht näher bezeichneten Polyelektrolyten konnte nach Angaben von Atofina eine Permeabilität für Wasserstoff erreicht werden, die bei etwa einem Drittel derer von Nafion liegt.

University of Tokyo / Japan Atomic Research Institute

Eine gemeinsame Forschungsgruppe des Japan Atomic Research Institute und der Universität von Tokyo entwickelte eine Membran, die mit einer niedrigeren Befeuchtung auskommt und gleichzeitig eine bessere Ionenleitung bietet. Bei einer Betriebstemperatur von 80°C und einer Luftfeuchte von 70% erwies sich die neue Membran etwa vier mal so leitfähig wie derzeit handelsübliche Membranen. Der neue Typ basiert auf einer Fluorverbindung mit einem erhöhten Anteil an Sulfon.

PS

 

 

Ford stellt neuen Brennstoffzellen-Focus fertig
HyWeb, 03.12.04: Ford Motor Company hat das erste Exemplar des neuen Brennstoffzellen-Focus fertiggestellt. Eine ganze Flotte davon wird noch folgen. Diese gehen in Demonstrationsprojekte weltweit. Der neue Focus FCV ist einer der ersten, der die Vorteile des Brennstoffzellen-Antriebes mit den Vorteilen eines Hybridsystems verbindet. Dies macht sich in einer verbesserten Performance bei gleichzeitiger Erhöhung der Reichweite bemerkbar.

Der Brennstoffzellen-Focus sieht von außen aus wie ein konventioneller Focus und ist vergleichbar in der Fahrweise. Unter der Motorhaube verbirgt sich das Hybridsystem. Im Zwischenboden befindet sich die Brennstoffzelle und Peripherie-Komponenten. Die Wasserstoff-Speicher sind im Kofferraum des Focus untergebracht. Die Brennstoffzelle des Focus FCV stammt von Allianzpartner Ballard Power Systems. Das Hybridsystem wird durch eine Nickel-Metallhydrid-Batterie ergänzt. Die Bremsenergie wird rekuperiert.

Fort stellt eine Testflotte an Focus FCVs für Demonstrationsprojekte in Kanada, Deutschland und den USA zur Verfügung. Die Fahrzeuge werden dort im Praxiseinsatz getestet. Im Rahmen des vom US Department of Energy ausgeschriebenen Projektes "Controlled Hydrogen Fleet and Infrastructure Demonstration and Validation Project" werden die Fahrzeuge in Michigan, Kalifornien und Florida fahren. Weitere Focus FCVs werden in Vancouver (British Columbia, Kanada) und Berlin im Rahmen von staatlich geförderten Demonstrationsvorhaben eingesetzt. Die Feldversuche sind darauf angelegt, die Entwicklung von Wasserstofftechnologien voranzutreiben.

PS

 

 

Neu in h2cars.de

In www.h2cars.de sind rund 20 neue Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Fahrzeuge mit Fotos und technischen Daten aufgenommen worden. Insgesamt sind jetzt 199 Fahrzeuge enthalten.