HyWeb - Gazette
Der Newsletter von HyWeb und dem Deutschen Wasserstoff-Verband (DWV) ·4. Quartal 2002 6. Jahrgang ã L-B-Systemtechnik GmbH
Interessante Projekte HyNet - the European Thematic Network on Hydrogen (englisch) European Integrated Hydrogen Project - EIHP (englisch)
www.innovation-brennstoffzelle.de
Allgemeine Informationen zu den Themen Energie, Wasserstoff und Brennstoffzellen.
(Website des Bewag Innovationspark Brennstoffzelle, realisiert von HyWeb)Übersicht deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellenprojekte (in englisch)
www.h2guide.de
Projektführer Wasserstoff vom Deutschen Wasserstoff-Verband.Brennstoffzellenantrieb für städtische Nutzfahrzeuge Bayerischer Brennstoffzellen-Bus
Tip: Speichern Sie diese Seite (http://www.HyWeb.de/gazette) unter Ihren Favoriten. So kommen Sie immer direkt zur Wasserstoff-Gazette.
Oder: Sie bekommen bei jeder neuen Ausgabe der Wasserstoff-Gazette eine e-mail mit den neuen Überschriften. Anmeldung per e-mail (webmaster@HyWeb.de); bitte Namen, Firma etc. nicht vergessen.Tip: Benutzen Sie die "Such"-Funktion Ihres Browsers (bei Netscape und Microsoft unter "Bearbeiten"), um die Gazette oder das Archiv nach Stichwörtern zu durchsuchen.
Tip: Wenn Sie nur einen oder mehrere bestimmte Artikel aus der Wasserstoff-Gazette ausdrucken wollen, markieren Sie den gewünschten Bereich und wählen Sie beim Drucken folgende Optionen: unter "Datei", "Drucken" aktivieren Sie unter "Druckbereich" die Option "Auswahl" (Microsoft) bzw. "Markierung" (Netscape).
Impressum
Redaktion Matthias Altmann, L-B-Systemtechnik GmbH (LBST), webmaster@HyWeb.de Artikel AFH - Association Française de l'Hydrogène
CCG - Climate Change - Gazette
DWV - Deutscher Wasserstoff-Verband (DWV)
MA - Matthias Altmann, LBST
VB - Volker Blandow, LBST
RW - Reinhold Wurster, LBST
WZ - Werner Zittel, LBST
UB - Ulrich Bünger, LBSTAnschrift siehe Impressum HyWeb
weitere Newsletter The Hydrogen & Fuel Cell Letter (in englisch) Clean Fuels and Electric Vehicles Report (in englisch)
NHA Advocate (in englisch)
Climate Change - Gazette (in englisch) Neues zum Thema Klimaveränderung aus Politik, Wissenschaft und Industrie
Fossile News Gazette Aktuelles über sich verknappende fossile Energieressourcen auf der Seite www.energiekrise.de
Monthly Technology Updates (in englisch) von Fuel Cells 2000
Fuel Cell Industry Report (in englisch)
LBST-Studie: Klimagasemissionen von PKW-Antrieben und Kraftstoffen
HyWeb, 20.12.02: Im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen hat die L-B-Systemtechnik untersucht, wie groß das Potenzial der unterschiedlichen konventionellen und alternativen PKW-Antriebe und -Kraftstoffe zur Reduktion der klimarelevanten Emissionen ist.Die 278 seitige Studie ist jetzt im Volltext verfügbar unter www.lbst.de/antriebskonzepte. Die Zusammenfassung am Anfang erlaubt einen schnellen Überblick über die umfangreichen Ergebnisse der Untersuchung.
MA
GM und FedEx Express kündigen ersten kommerziellen Test eines Brennstoffzellenautos in Japan an
HyWeb, 18.12.02: Federal Express Corporation und General Motors Corp haben gestern einen ersten kommerziellen Test eines Brennstoffzellenautos in Japan bekannt gegeben. Ziel ist es, Erfahrungen mit Brennstoffzellenautos unter Alltagsbedingungen zu sammeln und auf dieser Basis das Fahrzeug weiterzuentwickeln.
FedEx Express wird ein Jahr lang an GMs HydroGen3 Brennstoffzellen Testprogramm teilnehmen. Das Fahrzeug wird zwischen Juni 2003 und Juni 2004 im normalen täglichen Einsatz im Raum Tokyo unterwegs sein. HydroGen3 ist das erste Brennstoffzellenauto mit Flüssigwasserstoff-Speicherung auf japanischen Straßen.
MA
Opel präsentiert HydroGen3
HyWeb, 18.12.02: Opel präsentierte Anfang Dezember im sonnigen Monaco gleich zwei neue Fahrzeuge der HydroGen Serie. Wie schon die Vorgänger basieren die beiden neuen Fahrzeuge auf dem Opel Zafira und unterscheiden sich nur im Speicherkonzept für den Kraftstoff. Der HydroGen3 liquid hat einen 68 Liter Tank für flüssigen Wasserstoff (4,6 kg) und erzielt damit eine Reichweite von etwa 400 Kilometern. Der HydroGen3 compressed hat einen 77,4 Liter Tank für Druckwasserstoff (3,1 kg) auf 70 MPa (700 bar) Niveau. Die Reichweite des HydroGen 3 beträgt damit 270 Kilometer.
Mehr Informationen über die Fahrzeuge finden sich unter www.h2cars.de.
VB/MA
Nissan präsentiert seriennahes Brennstoffzellenauto
HyWeb, 18.12.02: Kurz nach der Übergabe der ersten Fahrzeuge von Honda und Toyota hat auch Nissan mit dem X-Trail FCV3 sein erstes kommerzielles Brennstoffzellenfahrzeug vorgestellt. Es hatte erst vor wenigen Tagen die offizielle Betriebserlaubnis der japanischen Regierung erhalten.
Nissan möchte vor dem Verkaufsstart noch einige Optimierungen vornehmen, so dass mit der Übergabe der ersten Fahrzeuge in Kundenhand Anfang 2003 zu rechnen ist.
Mehr Informationen über das Fahrzeug finden sich unter www.h2cars.de.
VB/MA
Honda und Toyota geben erste Brennstoffzellenautos an Kunden
HyWeb, 18.12.02: Der 2. Dezember 2002 ist ein wichtiges Datum für die Automobilwelt: Die Präsidenten von Honda und Toyota übergeben in Anwesenheit des japanischen Premierministers Junichiro Koizumi die weltweit ersten kommerziellen Brennstoffzellenfahrzeuge. Nach einer ersten Probefahrt zeigte sich Koizumi erstaunt über die guten Fahreigenschaften und das sehr leise Motorengeräusch. Er wünschte sich, dass die Fahrzeuge so schnell als möglich in die Großserie gehen.
Vorerst werden für die Fahrzeuge monatliche Leasingraten von 6500 Euro (Honda) und 9500 Euro (Toyota) bei einer Mietdauer von 30 Monaten fällig. Die ersten Kunden sind japanische Ministerien, die nächsten Fahrzeuge werden von der Regierung von Kalifornien geleast. Jeweils mindestens 30 Fahrzeuge sollen so in Kundenhand gelangen. Bis 2005 sind an mindestens 9 Standorten in Japan Tankstellen geplant. Mit einer Reichweite von etwa 350 Kilometern, ergibt sich daraus ein durchaus praxistauglicher Betriebsradius.
Näheres zu den Technischen Daten der Fahrzeuge finden Sie unter www.h2cars.de.
VB/MA
Bilder von der feierlichen Übergabe:
Wasserstoff-Pipelines
HyWeb: 18.12.02: Der Transport von Wasserstoff in Hochdruckleitungen über Entfernungen bis zu einigen 100 km ist ein seit mehr als 50 Jahren erprobtes Verfahren.In Deutschland existieren zwei große Wasserstoff-Pipelinesysteme: eines im Ruhrgebiet, das von Air Liquide betrieben wird, und eines im Industriegebiet Leuna-Bitterfeld-Wolfen, das von Linde betrieben wird.
Die seit 1938 betriebene Pipeline im Ruhrgebiet hat eine Länge von 215 km, Durchmesser von 168 273 mm und wird bei einem Druck von bis zu 3 MPa (30 bar) betrieben. Während der gesamten Betriebszeit gab es bisher keinerlei nennenswerte Unfälle. Die Pipeline wird von mehreren industriellen Produzenten, vornehmlich aus dem Bereich der Chlorchemie, gespeist.
Die Wasserstoff-Pipeline im Raum Leuna mit einer Länge von 100 km wird im wesentlichen von einem Erdgasreformer mit einer Kapazität von 35.000 Nm³/h (wird derzeit erweitert) sowie von chemischen Produzenten aus der Region Bitterfeld gespeist.
Foto: Wasserstoff-Pipeline in Leuna (Foto: Linde)
In Nordfrankreich/Belgien/Niederlande betreibt Air Liquide seit 1966 ein H2-Pipelinesystem mit einer Gesamtlänge von 330 km bei Drücken von 6,5 10 MPa.
Auch in den USA und Kanada werden Wasserstoff-Pipelines mit einer Gesamtlänge von rund 370 km betrieben. Weitere Wasserstoff-Pipelines existieren in Brasilien, Thailand, Großbritanien, Schweden und Südafrika.
Insgesamt werden weltweit rund 1.100 km Wasserstoff-Pipelines betrieben. Neben den Pipelines für gasförmigen Wasserstoff werden in den USA auch Pipelines mit flüssigem, tiefkalten Wasserstoff betrieben. Der Flüssigwasserstoff dient als Treibstoff für die Spaceshuttles.
Alle diese Fernleitungssysteme für Druckwasserstoff werden bei Umgebungstemperatur und trockenem Gaszustand mit einem sehr hohen Sicherheitsstandard betrieben. Aus diesen Erfahrungen kann zwar nicht automatisch auf künftige Hochdruckfernleitungen für Wasserstoff geschlossen werden. Aber zusammen mit den Erfahrungen und Kenntnissen aus dem Betrieb von Erdgasfernleitungen über Tausende von Kilometern bietet dies eine belastbare Basis für einen zukünftigen Fernleitungsbetrieb mit Wasserstoff.
Japan plant bereits eine wasserstofftaugliche Hochdruck-Fernleitung durch Rußland und China, die zuerst mit Erdgas betrieben werden soll.
MA
LBST feiert 20-jährigen Geburtstag
HyWeb, 09.12.02: Auf den Tag genau vor 20 Jahren wurde die Vorgängerin der L-B-Systemtechnik GmbH (LBST) unter dem Namen EAT-Systemtechnik GmbH in das Handelsregister eingetragen. Der Name wurde wenige Jahre später in Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH geändert.Ein halbes Jahr nach dem 90. Geburtstag von Dr. Ludwig Bölkow (HyWeb, 25.07.02), Gründer und Eigentümer von LBST und deutscher Luft-, Raumfahrt- und Wasserstoffpionier, begeht die LBST diesen im Wasserstoffbereich bemerkenswerten Geburtstag.
Im Lauf der 20 Jahre hat sich die LBST von einem gemeinnützigen "Think Tank" mit drei Mitarbeitern zu einem kommerziellen Strategie- und Technologieberater für nachhaltige Energie- und Verkehrssysteme mit einem 15-köpfigen Expertenstab entwickelt. Dies wurde 1998 auch formal manifestiert durch die Übergabe der Mitarbeiter und aller geschäftlicher Aktivitäten von der gemeinnützigen Ludwig-Bölkow-Systemtechnik an die kommerzielle L-B-Systemtechnik.
Wasserstoff war von Anfang an ein wesentliches Element der Arbeiten der LBST. Brennstoffzellen wurden Anfang der 1990er Jahre Teil der LBST-Arbeiten.
Die LBST hat sich als Berater von Industrie, Politik und Nicht-Regierungsorganisationen weltweit einen Namen gemacht. Bemerkenswert sind das hohe persönliche Engagement und die lange Erfahrung der LBST-Experten. Der dienstälteste Mitarbeiter, Reinhold Wurster, arbeitet seit 18 Jahren in der LBST, und die Hälfte aller Mitarbeiter sind seit über 10 Jahren dabei.
Zu den Kunden der LBST gehören die großen internationalen Automobilfirmen, führende internationale Energiefirmen, Industriegaseversorger, innovative kleine und mittelständische Unternehmen, Brennstoffzellenentwickler und andere Technologiefirmen. LBST berät die Europäische Kommission, die deutsche Bundesregierung, den deutschen Bundestag, verschiedene Regierungen deutscher Bundesländer sowie das japanische WE-NET.
Technologieorientiert unterstützen wir unsere Kunden durch die bestmöglichen Beratungsdienstleistungen, mit zukunftsfähigen Produkten und Dienstleistungen profitable Geschäfte in einer nachhaltigen Welt zu machen. Expertise, Erfahrung, Zuverlässigkeit und persönliches Engagement sind der Schlüssel zur LBST-Qualität.
"Auf Grund der fundamentalen Probleme und Tendenzen wird sich die Welt bereits im Lauf der nächsten Generation grundlegend ändern. Die LBST hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung nachhaltiger Konzepte und Produkte, die einen Beitrag zur Lösung dieser Probleme leisten können, mit ihrer Expertise und Erfahrung zu unterstützen", unterstreicht Dr. Ludwig Bölkow, Gründer der LBST.
Eine ausführliche Darstellung der 20 jährigen Entwicklung der LBST finden Sie in einer Rede, die der Geschäftsführer der LBST Jörg Schindler, anläßlich des 90. Geburtstages von Dr. Bölkow gehalten hat.
Einige Highlights der LBST-Arbeiten der letzten 20 Jahre:
- Buch "Entscheidungen für eine langfristige Energiepolitik" (1982), www.HyWeb.de/Wissen/pdf/BoBuch1982.pdf
- Initiierung und Entwicklung der Solar-Wasserstoff-Bayern (1986 - 1990)
- Errichtung des Solar-Wasserstoff-Systems in der Landwirtschaftlichen Lehr- und Versuchsanstalt Triesdorf, Bayern (1986 - 1990)
- Studie "Kostendegression Photovoltaik Stufe 1: Fertigung multikristalliner Solarzellen und ihr Einsatz im Kraftwerksbereich" (1988) für das deutsche Bundesministerium für Forschung und Technologie
- Projektmanagement und -überwachung des Euro-Québec Hydro-Hydrogen Pilot Project EQHHPP (1989 2000) unter Beteiligung von 80 Firmen und Forschungseinrichtungen aus 7 europäischen Ländern und Kanada
- Beiträge zur Enquête-Kommission des Deutschen Bundestags "Schutz der Erdatmosphäre" (1989 - 1990) in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik und Methanemissionen
- "Bedingungen und Folgen von Aufbaustrategien für eine solare Wasserstoffwirtschaft" (1990) und Untersuchung der "Chancen und Risiken bei einem verstärkten Wasserstoffeinsatz" (1992) für den Deutschen Bundestag
- NHEG Norwegian Hydro Energy in Germany A study investigating a closed circuit hydrogen transportation system between Norway and Germany (1990)
- Durchführbarkeitsstudie für einen räumlich begrenzten H2-Einsatz im Versorgungsgebiet der Stadtwerke München H2-Projekt (1991 1993) im Auftrag der Stadtwerke München und dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie
- Studie "Fortschrittliche Antriebskonzepte für Stadtbusse und Verteilerfahrzeuge mit niedrigsten Emissionen Stufe I: Analyse, Bewertung und Vorschlag für ein Pilotprojekt" für das deutsche Bundesministerium für Forschung und Technologie in Zusammenarbeit mit der deutschen Industrie (1993 - 1996)
- Bayerischer Brennstoffzellenbus: Machbarkeitsstudie und Projektkoordination (1994 - 2000), www.brennstoffzellenbus.de, im Auftrag von Linde, MAN, Siemens und dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie
- Studie "Solarfabrik '96 Ermittlung des Kostenrahmens für den Aufbau und den Betrieb einer Photovoltaikfabrik mit 5 MW bzw. 20 MW Jahresproduktion" (1995) für Greenpeace Deutschland
- Gründungsmitglied des Deutschen Wasserstoff-Verbands (DWV) (seit 1996)
- HyWeb das Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Informations-System im Internet (seit 1997), www.HyWeb.de
- Analyse von Einsatzmöglichkeiten und Rahmenbedingungen von Brennstoffzellensystemen in Haushalten und im Kleinverbrauch in Deutschland und Berlin (1998 - 1999) für das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), Bewag und Gasag
- Technisch-ökonomische und ökologische Beratung der Verkehrswirtschaftlichen Energiestrategie VES (1998 - 2000)
- Verschiedene Studien für das japanische WE-NET World Energy Network using Hydrogen (1998 - 2002)
- Koordination des European Integrated Hydrogen Project EIHP (1998 2004), www.eihp.org
- "Fossile Energiereserven (nur Erdöl und Erdgas) und mögliche Versorgungsengpässe aus europäischer Perspektive" (2000) für das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB); Internet-Präsentation zukünftiger Verknappungen fossiler Energieressourcen unter www.energiekrise.de (seit 1999)
- Studie "Vergleich verschiedener Antriebskonzepte im Individualverkehr im Hinblick auf Energie- und Kraftstoffeinsparung" (2001-2002) für das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen
- Well-to-Wheel Analysis of Energy Use and Greenhouse Gas Emissions of Advanced Fuel/Vehicle Systems A European Study (2001 2002), für General Motors/ Opel in Zusammenarbeit mit BP, ExxonMobil, Shell und TotalFinaElf, www.lbst.de/gm-wtw
- Koordination und Sekretariat von HyNet European Hydrogen Thematic Network (2002 2004), www.hynet.info
- Teilnahme am Projekt FCSHIP Fuel Cell technology for SHIPs (2002 2004)
- Zahlreiche Studien für Industriekunden.
LBST wird auch in Zukunft Industrie, Politik und andere relevante gesellschaftliche Gruppen darin unterstützen, eine nachhaltige Welt aufzubauen!
MA
Powertech Labs: 70 MPa Wasserstofftankstelle in Betrieb
HyWeb, 05.12.02: Powertech Labs hat zusammen mit dem Mutterkonzern BC Hydro, Kanada, eine Druckwasserstofftankstelle für Wasserstofffahrzeuge mit einem 70 MPa Tanksystem (700 bar) in Betrieb genommen. Der Wasserstoff in der Tankstelle wird in einem Elektrolyseur erzeugt, komprimiert und bei 87.5 MPa in Druckzylindern gespeichert. Dies ermöglicht die Schnellbefüllung (innerhalb weniger Minuten) von Fahrzeugen mit einem 70 MPa Tanksystem. Die Powertech-Tankstelle ist eine die erste weltweit mit 70 MPa Schnellbefüllung.
Foto: Powertech
Die Anlage ist Teil eines 2,3 Mio US-$ Projekts unter dem Titel "Compressed Hydrogen Infrastructure Program" (CH2IP - Druckwasserstoff-Infrastruktur-Programm), das die technische Machbarkeit, die Wirtschaftlichkeit und die Sicherheit von Druckwasserstoff als Fahrzeugkraftstoff demonstrieren soll. Dieses Wasserstoff-Infrastruktur Demonstrations-Projekt von Powertech wird von einem Firmenkonsortium bestehend aus BOC, BP, ChevronTexaco, Dynetek Industries, ENRG, Fuel Cells Canada, Shell Hydrogen und Stuart Energy sowie den Regierungen der kanadischen Provinz British Columbia und von Kanada unterstützt.
Die 70 MPa Tankstelle dient der Weiterentwicklung von 70 MPa Tanksystemen für Wasserstoffautos.
Eine formelle Eröffnung der gesamten Wasserstoff-Anlage wird im Frühjahr 2003 statt finden.
MA
Wasserstoff-Speicherung in Lithium-Nitrid
DWV, 05.12.02: Lithiumnitrid ist ein neues Mitglied in der Gruppe der chemischen Verbindungen, die als Wasserstoffspeicher in Frage kommen. Eine Gruppe an der Universität Singapur fand, dass Li3N mehr als 9 % Wasserstoff aufnehmen konnte, allerdings bei Temperaturen von 255 °C. Dabei nimmt ein Li3N-Molekül im Durchschnitt mehr als drei Wasserstoffatome auf. Je nach dem Umgebungsdruck und der Temperatur gibt die entstandene Verbindung den Wasserstoff wieder frei. Die Arbeitstemperatur von 255 °C ist allerdings für die meisten praktischen Zwecke noch zu hoch. Die Forscher wollen das Material so verbessern, dass es auch bei moderateren Temperaturen angewendet werden könnte.Die selbe Gruppe hatte 1999 berichtet, an Kohlenstoff-Nanostrukturen Speicherfaktoren von bis zu 20 % gefunden zu haben. Später hatte sich allerdings gezeigt, dass der Gewichtszuwachs der Probe hauptsächlich auf atmosphärische Feuchtigkeit zurückzuführen war.
P. Chen, Z. Xiong, J. Luo, J. Lin, K. L. Tan: Interaction of hydrogen with metal nitrides and imides", Nature 420 (2002) 302-4
DWV
LBST-Buch: "Ölwechsel!"
HyWeb, 29.11.02: Wenn die Benzinpreise steigen, schäumt kurzfristig Empörung auf. Der Zorn gilt dann dem Staat und den Ölproduzenten. Aber hinter aktuellen Macht- und Wirtschaftsinteressen zeichnet sich am Horizont ein ganz anderes Problem ab: Wir stehen kurz vor dem Höhepunkt des Erdölzeitalters und die nächste Generation wird womöglich das Ende erleben. Colin J. Campbell, Frauke Liesenborghs (Global Challenges Network), Jörg Schindler und Dr. Werner Zittel (beide L-B-Systemtechnik; www.lbst.de) zeigen die grundlegenden Zusammenhänge und Fakten auf. Die Indizien sind eindeutig und widerlegen die auf jahrhunderte ausgelegten Prognosen der Ölkonzerne. Es gibt keinen Grund zur Panik, aber es ist höchste Zeit für eine sachliche und konstruktive Auseinandersetzung mit den Fragen der nachhaltigen Einstellung auf die in Zukunft zu erwartenden Umbrüche. Gleichzeitig wird in Szenarien aufgezeigt, wie erneuerbare Energien die fossilen ablösen können.Dieses Buch bietet die Voraussetzungen für eine detaillierte und kritische Auseinandersetzung mit den absehbaren Strukturbrüchen. Es behandelt die Geschichte der Erdölproduktion und unsere Abhängigkeit von dieser Ressource, die künftige Verfügbarkeit von Erdöl, sowohl geologisch als auch politisch-ökonomisch, sowie die Zukunft einer vorwiegend auf erneuerbaren Energien bauenden Energieversorgung mit Szenarien und Alternativen.
Das von Dr. Colin Campbell, Jörg Schindler, Dr. Werner Zittel und Frauke Liesenborghs verfasste Buch zur Situation der Ölversorgung ist ab Montag, den 2. Dezember 2002 im Buchhandel erhältlich. Es ist in der Reihe "dtv-Premium" Nr 24321 erschienen. Herausgeber ist Global Challanges Network (GCN). ISBN 3-423-24321-X
MA
ExxonMobil kündigt $100 Mio Investment in Forschung zu Klimagasreduktionen an
HyWeb, 29.11.02: Am 20. November hat ExxonMobil Corporation Plänen bekannt gegeben, 100 Mio US-$ in eine Projekt der Universität Stanford zu investieren, das neue Optionen wirtschaftlicher Technologien zur Energieversorgung und -nutzung erforschen soll, die die Emissionen von klimaschädigenden Gasen drastisch reduzieren sollen.Das "Global Climate and Energy Project (G-CEP)" unter dere Führung der Stanford Universität wird weltweit anerkannte Forschungsinstitutionen und internationale Industrieunternehmen wie ExxonMobil, General Electric und Schlumberger vereinen. Auch E.ON, Europas größter privater Energieversorger, sowie weitere Sponsoren haben Interesse bekundet, sich an dem Projekt zu beteiligen.
Die Ankündigung kommt laut ExxonMobil Pressemitteilung zu einem Zeitpunkt, da einige Wissenschaftler begonnen hätten, ein Forschungsprojekt vergleichbar dem Apollo-Projekt zu fordern, das Energieversorgung und Klimaschutz in Einklang bringen soll. General Electric teilt in seiner Pressemitteilung mit, dass jüngste Berichte von Wissenschaftlern einen dringenden Forschungsbedarf im Bereich alternativer Energien betonten, um eine extrem ernsthafte Energieverknappung in der Zukunft zu verhindern.
Am 21. November sagte Elissa Sterry, ExxonMobil Corp.'s Manager of Economics and Energy, dass fossile Energien, nicht Alternativen, den wachsenden Weltenergiebedarf der nächsten zwei Jahrzehnte decken würden, wie die Dow Jones Business News berichten. Öl und Gas würden in einer Welt wirtschaftlichen Wachstums und damit steigenden Energiebedarfs, insbesondere in den Entwicklungs- und Schwellenländern, die dominanten Energiequellen bleiben, fuhr er fort.
MA
Wasserstoff- und Brennstoffzellen Messe in Mailand, Italien
HyWeb, 29.11.02: Die erste italienische Messe und Konferenz, die ausschließlich dem Wasserstoff gewidmet ist, IDROGENO & FUEL CELLS 2003, findet vom 19. bis 23. Februar 2003 in der norditalienischen Stadt Mailand statt. Mailand ist die Haupstadt der Provinz Lombardei, einer der führenden Industrieregionen Europas. Die Lombardei leidet unter häufigen und lang anhaltenden Luftqualitätsproblemen. Das hat die Provinzregierung veranlasst, drastische Maßnahmen wie ein Verkaufsverbot für Benzin- und Diesel-PKW zu erwägen (HyWeb, 05.02.02).Weitere Informationen über die Messe finden sich unter www.idrogenoexpo.com
MA
Norwegische Umweltstiftung Bellona veröffentlicht "Hydrogen Report"
HyWeb, 28.11.02: Die 1986 gegründete Norwegische Bellona-Stiftung, eine Gruppierung technologieorientierter Umweltaktivisten, hat kürzlich einen Wasserstoff-Report veröffentlicht.In globaler Perspektive wird Wasserstoff als Energieträger von zentraler Bedeutung für die Reduktion von Treibhausgas- und lokalen Schadstoffemissionen sein, sagt Bellona. Bellona hofft, mit dem Report 6:02 "Hydrogen Status and Possibilities" (Wasserstoff Status und Möglichkeiten) die Akzeptanz von Wasserstoff Technologien als wesentlichem Bestandteil einer zukünftigen nachhaltigen Energieversorgung der Leser zu erhöhen.
Der Report ist online verfügbar unter www.bellona.no/en/energy/hydrogen/report_6-2002/index.html (in englischer Sprache).
MA
Dynetek startet Ventil-Geschäftsbereich
HyWeb, 28.11.02: Dynetek Industries Ltd. aus Calgary, Alberta, Kanada, hat einen neuen Geschäftsbereich "Ventile" aufgebaut."Diese zukünftigen Produkte werden speziell für den Bereich Druckwasserstoffspeicher entwickelt," sagt Robb Thompson, Präsident und CEO von Dynetek. "Unsere Kunden und Partner suchen Druckregler- und Ventiltechnik, die bei 70 MPa (700 bar) genauso funktionieren wie die heutigen Lösungen bei niedrigeren Drücken."
Dynetek hat für circa 1.5 Mio Euro Ventiltechnologie aufgekauft (inklusive Anlagen und Patenten). Nach Umstrukturierung und Einstellung neuen Personals hat der neue Geschäftsbereich "Ventile" jetzt seine Forschungs- und Entwicklungsarbeit aufgenommen.
MA
Amerada Hess übernimmt ehemaligen Nuvera-Anteil von Arthur D. Little
HyWeb, 28.11.02: Nuvera Fuel Cells, Inc., hat bekannt gegeben, dass Amerada Hess, New York, USA, den von Dehon, Inc., dem Überrest von Arthur D. Little, gehaltenen Anteil übernommen hat. Dadurch steigert Amerada Hess seinen Anteil auf 53%. Die übrigen Aktien werden von Gruppo DeNora, Mailand, Italien, gehalten.MA
Wasserstofftankstelle in Las Vegas eröffnet
HyWeb, 21.11.02: Die Unternehmen Air Products und Plug Power haben gemeinsam mit der Stadt Las Vegas und dem US- Energieministerium die weltweit erste Tankstelle eröffnet, an der Wasserstoff parallel zur Versorgung von Fahrzeugen auch zur Stromerzeugung eingesetzt wird. Das als Public Private Partnership organisierte Projekt soll unter anderem Möglichkeiten aufzeigen, wie eine kommerzielle Infrastruktur zur Versorgung mit Wasserstoff als sicherem und sauberem Energieträger aufgebaut werden kann.
Foto: Air Products
Der Wasserstoff wird vor Ort durch einen Erdgasreformer erzeugt und gasförmig gespeichert. An speziellen Zapfsäulen können Fahrzeuge sowohl mit gasförmigem Wasserstoff als auch mit einem Erdgas-Wasserstoff-Mix betankt werden. Die Stromerzeugung erfolgt über eine PEM-Brennstoffzelle mit einer Kapazität von 50 kW. Der so gewonnene Strom wird in das Stadtnetz von Las Vegas eingespeist.
Air Products verantwortet gemeinsam mit Plug Power und der Stadt Las Vegas Forschung, Entwicklung, Design, Bau und Betrieb der Anlage. Das Energieministerium fördert die Umrüstung von Fahrzeugen der Stadt Las Vegas auf den Betrieb mit Wasserstoff beziehungsweise mit durch Wasserstoff angereichertem Erdgas.
Das Projekt hat ein Investitionsvolumen von 10,8 Millionen US-$ und ist auf eine Laufzeit von fünf Jahren ausgerichtet.
MA
Associación Española del Hidrógeno (Spanischer Wasserstoff-Verband) [AeH2]
HyWeb, 15.11.02: Am 8. November fand in Madrid im Rahmen der Wissenschaftswoche (Semana de la Ciencia) die erfolgreiche Tagung zur Vorstellung der AeH2 statt. Die Einführungsansprachen wurden von Pedro Meroño, President der nationalen Energiekommission, und von Isabel Monreal Palomino, Direktorin des Instituts für Diversifizierung und Einsparung der Energie (Instituto para la Diversificación y el Ahorro de la Energía - IDAE) gehalten. Der Vortragsvormittag war in 2 Sitzungen gegliedert.
Die erste Sitzungsperiode (10:00 11:20) wurde von Antonio Luis Iglesias Martín, stellvertretender Generaldirektor für Energieplanung im Wirtschaftsministerium, moderiert. Es trugen vor: Antonio González García-Conde, INTA (Der Spanische Wasserstoff-Verband), Angel Perez Sainz, Leiter der Abteilung für Energiekonversionssysteme und Energietransport, der DG Research der EU (Wasserstoff und Brennstoffzellen im 6. Rahmenprogramm) und Reinhold Wurster, LBST (Die Situation des und die Erwartungen an den Wasserstoff im Automobilsektor: eine Herausforderung für Europa, download 2.3 MB pdf; in englischer und spanischer Sprache).
Die zweite Sitzungsperiode (12:00 13:45) wurde von Juan Antonio Alonso, Direktor für Förderung beim IDAE, geleitet. Es trugen vor: Rafael Luque Berruezo, Direktor der ARIEMA (Wasserstoff und Brennstoffzellen: aktuelle Situation und Perspektiven; technische, ökonomische und finanzielle Aspekte), Javier Brey Sánchez, GREENCELL (RES2H2: Integration erneuerbarer Energien Wasserstoff), Guillermo Wolff, Repsol YPF, und Angel Sáez, Air Liquide España (Wasserstofftankstellen), Miguel Fraile Gallo, IRISBUS-IVECO (Das Projekt CITYCELL: eine Herausforderungen für den Transport der Zukunft) und Alberto Vegas Serrano, INTA (FIRST: Anwendungen in abgelegenen Telekommunikationssystemen).
Abschließend fand eine Diskussionsrunde (13:45-14:15) mit dem Publikum statt. Die Zahl der Konferenzteilnehmer wurde auf etwa 300 geschätzt.
Die AeH2 startet bereits mit einer starken und beeindruckenden industriellen und institutionellen Mitgliederschaft bestehend aus Air Liquide, Ajusa, Aragonesas, Ariema, BP España, CEPSA, David FCC, Energía Hidroeléctrica de Navarra, Elcogas, Empresarios Agrupados, Endesa Generación, Gas Natural, Greencell, Index, Irisbus, Isofoton, Lomjas, Praxair und Repsol YPF.
Weitere Informationen über den spanischen Wasserstoffverband: www.aeh2.org.
RW
Plug Power übernimmt H Power
HyWeb, 15.11.02: Plug Power Inc. und H Power Corp. haben ihr Zusammengehen bekanntgegeben, wobei Plug Power H Power Aktien übernehmen wird mit einem Gesamtwert von rund 50,7 Mio US-$.Die Vereinbarung wurde von beiden Vorstandsgremien einstimmig angenommen. H Power Aktienbesitzer werden Plug Power Aktien im Wert von rund 4,70 US-$ pro H Power Aktie erhalten.
Nach Abschluss der Übernahme plant Plug Power, die beiden Firmen zügig zusammen zu führen und doppelte Bereiche zu schließen. Alle Bereiche werden an den Standort von Plug Power in Latham, New York, USA, verlegt. Einige von H Powers Verträgen und Vereinbarungen, unter anderem der mit Energy Co-Opportunity, Inc. ("ECO") und verbundenen Unternehmen, wird aufgelöst. Es sollen die existierenden Vertriebsabkommen von Plug Power mit GE Fuel Cell Systems und DTE Energy Technologies genutzt werden. Plug Power erwartet bei Beendigung der Übernahme noch rund 90 Mio US-$ in "Cash" zu besitzen, was die Weiterführung der Geschäfte bis 2005 ermöglicht.
Die Aktienbesitzer beider Unternehmen müssen der Vereinbarung noch zustimmen. Außerdem stehen noch Zustimmungen von öffentlicher Seite aus. Es wird erwartet, dass die Übernahme spätestens bis Ende des ersten Quartals 2003 abgeschlossen sein wird.
MA
Innovationspreis-Brennstoffzelle "f-cell Award" für Vaillant
HyWeb, 08.11.02: Die Vaillant Hepworth Gruppe erhielt den mit 10.000 Euro dotierten "f-cell Award 2002 Gold" der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart. Die Preisverleihung fand im Rahmen des 2. f-cell Forum von 14.-16.10.2002 in Stuttgart statt.Mit dem Preisgeld will das Unternehmen Nachwuchswissenschaftlern ermöglichen, durch die zeitweilige Mitarbeit im Entwicklungsteam einen praxisnahen Einblick in diese zukunftsträchtige Technologie zu bekommen.
Neben Vaillant wurden das Unternehmen SFC Smart Fuel Cell aus München (f-cell Award 2002 Silber), das Fraunhofer Institut Solare Energiesysteme in Freiburg (f-cell Award 2002 Bronze) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart (Sonderpreis Baden-Württemberg) ausgezeichnet.
MA
Region Stuttgart und US-Bundesstaat Michigan vereinbaren Kopperation bei Brennstoffzelle
HyWeb, 08.11.02: Die Region Stuttgart hat mit dem US-Bundesstaat Michigan eine Kooperation bei der Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie vereinbart. Die beiden Partner wollen durch eine bessere Vernetzung von Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf beiden Seiten Innovationsprozesse beschleunigen.Michigan hat als der US-amerikanische Automobilstandort eine ähnliche Wirtschaftsstruktur wie die Region Stuttgart mit einem hohen Anteil des produzierenden Sektors und zahlreichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Der Kooperationsvertrag wurde im Rahmen des 2. f-cell Forum von 14.-16.10.2002 in Stuttgart unterzeichnet.
Michigan hat für Oktober den ersten Spatenstich für ein Brennstoffzellen-Forschungszentrum angekündigt (HyWeb, 27.09.02).
MA
Wasserstoff und Brennstoffzellen in der Präfektur Aichi, Japan
HyWeb, 06.11.02: Toho Gas Co., einer der großen Gasversorger in Japan, arbeitet an Technologien zur Wasserstoffproduktion und -betankung von Brennstoffzellenfahrzeugen. Toho Gas mit Hauptsitz in Nagoya, Prefektur Aichi, plant, die Technologie bis 2003/4 zu etablieren, um die Kraftstoffnachfrage durch BZ-Fahrzeuge befriedigen zu können.Toho Gas wird bei seinem Forschungsinstitut in Tokai, Präfektur Aichi, eine Wasserstofftankstelle errichten und alle Komponenten testen und weiterentwickeln. Die Tankstelle wird eine Kapazität von 40 Nm3/h Wasserstoff haben und täglich etwa 30 BZ-Fahrzeuge betanken können.
Toho Gas hat auch ein BZ-Hybridfahrzeug entwickelt. Der Prototyp ist ein kleines einsitziges Lieferfahrzeug für den Pizzaservice, ausgerüstet mit zwei 250 W PEM-Brennstoffzellen.
Vor einigen Monaten hat Toyota Motor Corporation, Toyota City, Präfektur Aichi, Japan, bekanntgegeben, dass Toyota auf der Japan International Exposition im Jahr 2005 einen BZ-Bus ausstellen und betreiben will. Die Organisatoren der Ausstellung planen, den Bus zum Besuchertransport auf dem Hauptgelände, dem Aichi Youth Park, einzusetzen.
Kürzlich hat Toyota den zweiten Hybrid-Brennstoffzellenbus auf der Tokyo Motor Show für Nutzfahrzeuge vorgestellt, der in Zusammenarbeit mit Hino entwickelt wurde. Der Bus wird bereits auf öffentlichen Straßen getestet.
Foto: Toyota
Die Regierung der Präfektur Aichi hat den Entwurf der "Aichi-Strategie für Auto und Umwelt im neuen Jahrhundert" vorgestellt. Diese enthält die Einführung von BZ-Autos im Jahr 2003. Die Regierung wird ein BZ-Auto von Toyota leasen und die Errichtung von Wasserstofftankstellen unterstützen.
MA
Wasserstofftankstelle und Brennstoffzellenbus in Kalifornien, USA
HyWeb, 06.11.02: Die California Fuel Cell Partnership (CaFCP) hat kürzlich ihre erste "Satelliten"-Wasserstofftankstelle in der San Francisco Bay Area eröffnet. Die Tankstelle produziert Wasserstoff aus Strom und Wasser in einem Elektrolyseur. Sie liegt auf einem Busdepot von AC Transit in Richmond, Kalifornien, USA. Die Anlage stammt von Stuart Energy aus Ontario, Kanada.
Foto: Stuart Energy
Die erste Aufgabe der Tankstelle ist die Versorgung von Fahrzeugen der CaFCP-Partner, die ihre Brennstoffzellenfahrzeuge in West Sacramento betreiben. Die zwei Standorte liegen 110 km auseinander. AC Transit plant, die Tankstelle in Zukunft für Demonstrationseinsätze von Brennstoffzellenbussen und für BZ-Lieferfahrzeuge zu nutzen. Ein Ausbau der Tankstelle würde die Betankung der BZ-Busse erlauben, die AC Transit im Rahmen seines BZ-Bus-Programms zusammen mit UTC Fuel Cells, ISE Research und Van Hool entwickelt.
SunLine Transit hat kürzlich den ersten Brennstoffzellenbus im öffentlichen Liniendienst eingesetzten Bus in Thousand Palms, Kalifornien, USA, in Betrieb genommen. Der mit Wasserstoff betriebene Bus wurde in Zusammenarbeit mit ThunderPower LLC, einem Joint Venture von ISE Research und Thor Industries, entwickelt.
Weitere Technologiepartner in dem Projekt sind UTC Fuel Cells und Quantum Technologies.
MA
Umfassende Well-to-Wheel Studie veröffentlicht
HyWeb, 31.10.02: Die umfassende Well-to-Wheel Studie von Opel/GM ist jetzt in vollem Umfang veröffentlicht, nachdem erste Ergebnisse im Mai präsentiert worden waren (HyWeb, 28.05.02). Sowohl die Studie selbst ("The Report", 135 Seiten) als auch der umfangreiche Anhang ("Annex Full Background Report", 412 Seiten) und eine Ergänzung ("Annex to Chapter 3 Full Background Report", 50 Seiten) stehen unter www.lbst.de/gm-wtw zum Download bereit.Untersucht wurden dabei für den Zeitraum um 2010 unter europäischen Bedingungen insgesamt 88 Treibstoffpfade (L-B-Systemtechnik) für 14 Kraftstoffe sowie 22 konventionelle und alternative Antriebskonzepte (Opel/ GM).
Die detaillierten Analysen wurden in Zusammenarbeit mit BP, ExxonMobil, Shell und TotalFinaElf durchgeführt.
Diese europäische Studie ist eine Nachfolgearbeit einer von General Motors und den Argonne National Labs im Frühjahr 2001 veröffentlichten Untersuchung, die auf nordamerikanische Verhältnisse zugeschnitten war und heute als Referenz in der weltweiten Diskussion zu Treibhausgas-Emissionen sowie Energieverbrauch im Zusammenhang mit dem Verkehr gilt.
MA
Europäische Kommission: hochrangige Gruppe zu Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien
HyWeb, 29.10.02: Wie bereits am 12. September in der HyWeb-Gazette berichtet, hat die Europäische Kommission eine hochrangige Gruppe zu Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien eingesetzt (HyWeb, 12.09.02). Hier der vollständige Text der offiziellen Pressemitteilung vom 10. Oktober:Eine neue hochrangige Beratergruppe für Wasserstoff- und Brennstoffzellen wurde heute in Brüssel vom Präsidenten der Europäischen Kommission, Romano Prodi, von der für Energie und Verkehr zuständigen Vizepräsidentin, Loyola de Palacio, und von dem für Forschung zuständigen Mitglied der Kommission, Philippe Busquin, ins Leben gerufen. Die Gruppe besteht aus Spitzenvertretern großer europäischer Automobil- und Energieunternehmen, Versorgungsbetrieben, Forschungsinstituten, Verkehrsunternehmen und politischen Entscheidungsträgern. Ihre Aufgabe wird es sein, die potentiellen Nutzeffekte der Verwendung von Wasserstoff- und Brennstoffzellen im Verkehrssektor, im Bereich der Energieerzeugung und in vielen anderen Bereichen zu bewerten und dazu beizutragen, den Weg für gezieltere Maßnahmen der EU in diesem Bereich zu bereiten. Mit ersten Ergebnissen wird bis Mitte 2003 gerechnet : ein vorausschauender Bericht" wird eine Agenda für die Wasserstoff- und Brennstoffzellenforschung sowie Einführungs- und Kommerzialisierungsmaßnahmen unter Berücksichtigung u. a. folgender Aspekte umfassen : Innovation, Marketing, Vertrieb und Infrastruktur, Sicherheit, öffentlich-private Partnerschaften und Investitionen in den Wasserstoffsektor.
Der Präsident der EU-Kommission, Romano Prodi, erklärte: Dies ist eine wichtige Entscheidung für Europa. Die Wasserstofftechnologie wird nicht nur unsere Energieabhängigkeit und Treibhausgasemissionen verringern; langfristig wird sie auch unser Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell erheblich verändern und den Entwicklungsländern neue Chancen eröffnen."
Die für Energie und Verkehr zuständige Vizepräsidentin der Kommission, Loyola de Palacio, fügte hinzu: Ich suche neue und originelle Möglichkeiten, die Erdölabhängigkeit der Europäischen Union zu verringern und gleichzeitig einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Wasserstoff- und Brennstoffzellen sind eine solche Möglichkeit und können in nennenswertem Umfang dazu beitragen, dass wir unser politisches Ziel, 20 % der Kraftstoffe bis 2020 durch alternative Kraftstoffe zu ersetzen, erreichen. Außerdem bringt Wasserstoff bedeutende Möglichkeiten hinsichtlich der Versorgung mit nachhaltiger Energie (z. B. erneuerbare Energien) und für die dezentrale Stromerzeugung mit sich."
Das für Forschung zuständige Mitglied der Kommission, Philippe Busquin, erklärte: Um die strengen Zielvorgaben des Kioto-Protokolls zu erfüllen, wird die EU die Verwendung erneuerbarer Energiequellen ausbauen und Kraft- und Brennstoffe substituieren, auch durch Wasserstoff. Derzeit sind die Wasserstoff- und Brennstoffzellen zu teuer, weshalb wir einen einheitlichen Ansatz auf europäischer Ebene benötigen.
Durch die Zusammenführung von Industrievertretern, Forschern, Nutzern und politischen Entscheidungsträgern wollen wir zur Konsensbildung beitragen und gewährleisten, dass Europa die Entwicklung im Bereich der nachhaltigen Energie anführt."
Hin zu einer Wasserstoffwirtschaft
Die weltweite Elektrizitätsnachfrage dürfte sich bis 2015 verdoppeln. Wasserstoff wird nach und nach einen nennenswerten Beitrag zu einem umweltfreundlichen Verkehrswesen und zu einer umweltfreundlichen Elektrizitätserzeugung leisten: als einzige Emission entsteht dabei Wasserdampf. Um jedoch den Übergang von einer im Wesentlichen auf fossilen Brennstoffen beruhenden Energiewirtschaft zu einer stärker wasserstoffbasierten Energiewirtschaft vollziehen zu können, benötigen wir mehr Forschung, Know-how und Investitionen. Die hochrangige Gruppe wird die bisherigen Fortschritte bewerten, dazu beitragen, kurzfristige Maßnahmen für die Markteinführung von Wasserstoff zu konzipieren, und eine langfristige Wasserstoff- und Brennstoffzellenstrategie auf EU-Ebene ausarbeiten.
Prognosen für den Brennstoffzellenmarkt
In unabhängigen Marktstudien für Brennstoffzellen werden durchschnittliche jährliche Wachstumsraten von 40% bis 60% für den Brennstoffzellenantrieb im Verkehrssektor in den nächsten zehn Jahren prognostiziert. Der europäische Markt für Kraftfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb dürfte bis 2020 ein Volumen von 16,3 Mrd. und bis 2040 von 52 Mrd. erreichen. Was die Kraftwerke und die Energieerzeugung betrifft, so werden Europa und die Vereinigten Staaten ihre Energieerzeugungskapazitäten ersetzen und ausbauen müssen, insbesondere durch Mikrogeneratoren, die Haushaltsgeräte und entlegene Regionen versorgen. Die Brennstoffzellenvermarktung muss jedoch noch erhebliche technische und sozioökonomische Hindernisse überwinden, etwa die fehlende Infrastruktur für die Wasserstoffversorgung.
Notwendigkeit von Maßnahmen auf EU-Ebene
Die USA und Japan sind bei der Brennstoffzellenforschung weltweit führend. In den USA ist dies in erster Linie auf Anwendungen im Verteidigungssektor und in der Luft- und Raumfahrt zurückzuführen. Zu der Förderung der Brennstoffzellenentwicklung durch die US-Regierung gehören die Programme Freedom Car" (150 Mio. pro Jahr) und SECA (Solid State Energy Conversion Alliance", Fördervolumen 25-30 Mio. ). Japan unterstützt die Entwicklung der Brennstoff- und Wasserstoffzellentechnologie durch ein auf 28 Jahre angelegtes Programm (1993-2020) mit einem Gesamtbudget von 2,4 Mrd. .
In der EU sind die Anstrengungen auf diesem Gebiet nichtstrukturiert, unterfinanziert und zersplittert. Die öffentliche Finanzierung der Brennstoffzellenforschung in Europa wird auf etwa 50-60 Mio. pro Jahr geschätzt, was rund einem Drittel der US-Finanzierung und einem Viertel der Aufwendungen Japans entspricht. Die EU benötigt eine kohärente Strategie für die Brennstoff- und Wasserstoffzellentechnologie, um den Umstieg zu erleichtern und der Branche dabei zu helfen, ein besseres Kosten-/Nutzen-Verhältnis zu erreichen, damit der Sektor wettbewerbsfähig wird und Brennstoffzellen zu einem rentablen marktfähigen Produkt werden. Fragen wie die Betankung, Sicherheit und gemeinsame technische Standards müssen schnell angegangen werden.
Von der EU geförderte Wasserstoff- und Brennstoffzellenforschung
Im Fünften Forschungsrahmenprogramm der EU (RP5 1999-2002) waren 120 Mio. für die Wasserstoff- und Brennstoffzellenforschung eingeplant. Im Sechsten Rahmenprogramm (RP6 2003-2006) wird die Forschung im Energie- und Verkehrsbereich im Rahmen des vorrangigen Themenbereichs Nachhaltige Entwicklung, globale Veränderungen und Ökosysteme" gefördert, für den ein Gesamtbudget von 2.120 Mio. bestimmt ist. Geplant ist, die Mittel für die Forschung auf dem Gebiet der Brennstoffzellen, ihrer Anwendungen und der Wasserstofftechnologien gegenüber dem RP5 erheblich aufzustocken. Erste Aufforderungen für die Einreichung von Vorschlägen werden gegen Ende 2002 veröffentlicht werden, und spätestens bis Mitte 2003 werden Projekte anlaufen.
Die hochrangige Gruppe für Wasserstoff- und Brennstoffzellen
Die hochrangige Gruppe besteht aus führenden Vertretern der Wasserstoff-, Brennstoffzellen- und Verkehrsbranche und ist ein informelles Gremium mit beratender Funktion. Ihre Hauptaufgabe wird darin bestehen, die Kommission darüber zu beraten, wie die Aussichten und wirtschaftlichen Auswirkungen einer Umstellung auf eine nachhaltigen, auf Wasserstoff und Strom beruhenden Energiewirtschaft und der Einführung von Brennstoffzellen als Energieumwandler sind. Bis Mitte 2003 wird die Gruppe ein Papier vorlegen, in dem Ideen für gemeinsame europäische Maßnahmen skizziert werden, die für eine dynamische Brennstoffzellenindustrie und eine nachhaltige Wasserstoffenergiewirtschaft erforderlich sind. Auf diesen Bericht könnte ein ausführlicherer Aktionsplan mit einer Agenda für die strategische Forschung im Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellenforschung folgen.
Wasserstoff-Expo in Hamburg
DWV, 29.10.02: Zum zweiten Mal fand vom 10. bis zum 12. Oktober die "Wasserstoff-Expo" in Hamburg statt. 4200 m2 verteilten sich auf 118 Aussteller. Das Foto zeigt einen Blick in die Halle. Ins Auge fallen die Stände von Norsk Hydro (vorne), HEW / Hamburger Hochbahn sowie der Gemeinschaftsstand der Wasserstoff-Initiative aus Nordrhein-Westfalen (links daneben).
Foto: DWVDie Politik war vor allem durch Hamburgs Umweltsenator Peter Rehaag vertreten. Auf einem kleinen US-Pavillon präsentierte sich unter anderem die amerikanische National Hydrogen Association.
Der Stand von BMW war wieder einer der wichtigsten Blickfänge, was ja schon Tradition hat. Hier wurde in diesem Jahr die neueste Version aus der 7er-Reihe präsentiert. Der Fortschritt bei den Wasserstoffautos ist vor allem daran zu sehen, dass man sie immer weniger als solche erkennt. Und auch hier verkündete BMW die Botschaft, dass das Wasserstoff-Zeitalter nicht mehr kommt - weil es schon längst begonnen hat.
Foto: DWVEin Neuzugang bei den Ausstellern war Ford. Die Kölner zeigten den aktuellen Stand der Entwicklung eines Hybridautos (Brennstoffzelle mit Pufferbatterie) auf Basis des Modells Focus.
Foto: DWVEin Journalist zeigte sich beeindruckt von Umfang und Atmosphäre der Veranstaltung. Er fühlte sich an die ersten Messen zur Windenergie vor zehn Jahren erinnert. Sowohl die Veranstaltung als auch die Exponate waren damals recht bescheiden, verglichen mit dem heutigen Stand. Hoffen wir, dass Wasserstoff und Brennstoffzellen eine ähnliche Entwicklung nehmen.
DWV
Erste Wasserstoff-Tankstelle in Berlin
DWV, 29.10.02: Am 23. Oktober wurde auf einem Betriebshof der Berliner Verkehrs-Betriebe (BVG) im Stadtteil Wedding die erste Wasserstoff-Tankstelle der Stadt eröffnet. Dies war zugleich der Arbeitsbeginn des Wasserstoff-Kompetenzzentrums Berlin, in dem die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) als Betreiber und die TotalFinaElf-Gruppe ihre Forschungsarbeit für den Zukunftskraftstoff Wasserstoff konzentrieren. An der Station bekommt man sowohl tiefkalt verflüssigten Wasserstoff als auch komprimiertes Gas.
Foto: DWVLinde lieferte den Teil der Tankstelle für flüssigen Wasserstoff. Aus dem Vorratstank mit 18 m3 Inhalt wird die Flüssigkeit unterkühlt an die Fahrzeuge abgegeben; dieses Verfahren vermindert die Verdampfungsverluste.
Foto: DWVDas Gas wird von einem Membran-Hochdruckelektrolyseur der amerikanischen Firma Hogen unter 250 bar erzeugt und in Druckbehältern gespeichert. Der Durchlauf der Anlage beträgt derzeit 1 Nm3/h; die Erhöhung um den Faktor 100 ist bis 2004 geplant. Außerdem gibt es an der Tankstelle eine Info-Box für Besucher.
Die Anlage gehört zu einem von der EU geförderten Projekt, in dessen Rahmen ein Stadtbus einige Monate lang in Berlin im normalen Liniendienst eingesetzt werden soll, danach in Kopenhagen und Lissabon. Der Einsatz unter solch recht verschiedenen Bedingungen soll einen Vergleich ermöglichen und die Weiterentwicklung der Technologie fördern. Der Bus kommt von MAN.
Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf hob das innovative Potential der Stadt und ihrer Umgebung auf dem Verkehrssektor hervor, das durch dieses Projekt jetzt auch in einem europäischen Kontext stehe. Außerdem versprach er, der Senat werde alles tun, um der umweltfreundlichen Technologie zum Erfolg zu verhelfen.
BVG-Vorstandsmitglied Hans-Heino Dubenkropp erläuterte den zahlreichen Anwesenden, warum die BVG entgegen den Ratschlägen von vielen Seiten nicht auf das Erdgas setzte, als sie aufgefordert wurde, die Emissionen ihrer Busflotte zu verringern. Versuche ergaben, dass es mit der Umrüstung und auch der Sauberkeit der Motoren gut funktionierte. Probleme gab es allerdings beim Verbrauch und damit der Reichweite der Fahrzeuge sowie der Organisation der Versorgung. So wurde beschlossen, zunächst den Dieselantrieb durch CRT-Filter und schwefelarmen Treibstoff auf die Erfüllung der Euro5-Norm zu trimmen. Der nächste Schritt sind dann Busse mit Wasserstofftank und Elektroantrieb, der aus einer Brennstoffzelle gespeist wird. Die neue Tankstelle ist der erste Schritt dahin. Damit liegt die BVG genau auf der Linie, die der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) neuerdings allen seinen Mitgliedern empfiehlt.
In einer Expertenrunde vertrat ein Vertreter von Linde die Ansicht, dass Wasserstoff derzeit natürlich erheblich teurer sei als Benzin, doch könne man schon dann preislich gleichziehen, wenn nur 0,1 bis 1 % der im Verkehr verbrauchten Energie in Form von Wasserstoff bereitgestellt würden.
Im nächsten Jahr kommt gleich die zweite Tankstelle. Sie gehört zum Projekt "Clean Energy Partnership", in dem die BVG, Fahrzeug- und Kraftstoffhersteller die neue Technologie testen. Aral plant eine Station am Zentralen Omnibusbahnhof, ganz in der Nähe der Autobahn. Übrigens soll es dort auch Erdgas geben - und sogar Benzin. Die BVG plant die Beschaffung von Doppeldecker-Bussen mit Brennstoffzellen.
DWV
Erfolgreicher Brennstoffzellenbetrieb am Nordpol
HyWeb, 29.10.02: Axane, eine 100%ige Air Liquide Tochter zur Entwicklung von Brennstoffzellensystemen (Nuvera hat sich vor einiger Zeit zurückgezogen) hat unter den extremen Bedingungen des Nordpols erfolgreich eine Brennstoffzelle betrieben.Die 300 W PEM POLAR PAC (TM) Brennstoffzelle versorgte den französischen Entdecker Jean-Louis ETIENNE auf seiner Expedition. Er lies sich drei Monate lang vom Packeis treiben und sammelte dabei Daten über die Umwelt.
Das Brennstoffzellensystem war speziell für die extremen Bedingungen entwickelt worden. Hohe Zuverlässigkeit, geringe Geräuschentwicklung sowie einfache Handhabung waren die wesentlichen Entwicklungskriterien. Das System wurde mit Druckwasserstoff betrieben, der aus 300 bar Druckflaschen aus Kohlenstoff-Kompositwerkstoff, einer Entwicklung von Air Liquide, bereitgestellt wurde.
Die Brennstoffzelle wurde 500 Stunden ohne Probleme genutzt. Axane leistete per Internet rund um die Uhr technischen Support von den Labors in Sassenage in den französischen Alpen aus. Der Betrieb wurde mit Hilfe eines zweiten identischen Prototypen im Labor simuliert.
Axane setzt die Entwicklung von mit Wasserstoff betriebenen PEM Brennstoffzellensystemen für folgende Märket fort; erste kommerzielle Produkte sind für das Jahr 2003 geplant: Öffentlicher Personenverkehr (50 kW bis 400 kW), stationäre Anwendungen (>10 kW), portable Anwendungen/ kleine Stromgeneratoren und Kleinfahrzeuge (400 W bis 10 kW).
MA
60 Mercedes-Benz A-Klasse mit Brennstoffzelle für 2003
HyWeb, 29.10.02: Neben 30 Bussen wird DaimlerChrysler im nächsten Jahr auch eine PKW-Flotte testen. Nachdem verschiedene japanische Fahrzeughersteller bereits im nächsten Jahr Brennstoffzellenfahrzeuge in Kundenhand geben wollen, gibt nun DaimlerChrysler bekannt, ebenfalls eine Flotte von 60 Fahrzeugen in den Testbetrieb zu geben. Ausgewählte Kunden können Fahrzeuge leasen, während die Hersteller Erfahrungen im Alltagsbetrieb sammeln können. Im wesentlichen dürften die Fahrzeuge in Kalifornien und in Japan zum Einsatz kommen, einige allerdings auch im Rahmen der Clean Energy Partnership in Berlin sowie in einem Projekt in Singapur.Vorstandsmitglied Jürgen Hubbert bekräftigte bei der Vorstellung der Pläne, dass die 60 Fahrzeuge bereits einen seriennahen Charakter haben und das Versuchsstadium (der Necars) verlassen haben. Allerdings gebe es, wie bei anderen Herstellern auch, noch Probleme mit der Haltbarkeit, dem Gewicht und dem Preis. Größere Stückzahlen sieht Hubbert daher nicht vor 2010. Ziel sei es, eine Brennstoffzellen A-Klasse zum gleichen Preis wie ein konventionelles Fahrzeug anbieten zu können. Insgesamt werde DaimlerChrysler bis 2004 rund eine Milliarde Euro in die Weiterentwicklung investieren.
VB/MA
Auch Opel startet früher
DWV, 29.10.02: Eine Reihe von Autoherstellern haben den Beginn von Flottenversuchen mit ihren Wasserstoff-Prototypen vorgezogen, teilweise schon auf das Ende dieses Jahres. Auch Opel geht bereits Anfang 2003 mit einer kleinen Flotte von Brennstoffzellen-Autos an den Start. Die neue Antriebstechnik wird mit einer Kleinstflotte von sieben Fahrzeugen des Modells Zafira unter Alltagsbedingungen getestet. Opel-Vorstandsmitglied Claudia Martini sagte, GM habe sich zum Ziel gesetzt, weltweit der erste Autokonzern mit 1 Million Brennstoffzellen-Fahrzeugen im Markt zu sein. Die derzeit in Mainz-Kastel gebauten Prototypen und Motoren sollen dafür im gesamten Konzern eingesetzt werden. Martini forderte eine bessere Zusammenarbeit der Hersteller, um die neue Technik schneller zur Serienreife zu bringen. Bislang entwickeln GM (Opel), DaimlerChrysler sowie Toyota und Honda getrennt.DWV
"Bald werden Fahrzeuge mit solar produziertem Wasserstoff fahren. Auf diese Entwicklung muss man sich einstellen, um sie nicht zu verpassen."
Jürgen Trittin, Bundesumweltminister, die tageszeitung (taz), 25.09.2002
HyNet Wasserstoff Koordinatoren Workshop erfolgreich
HyWeb, 25.10.02: Am 23. Oktober fand in Brüssel ein von HyNet veranstalteter "Hydrogen EoI Coordinator Workshop" statt, um die europäische Wasserstoff-Forschungsgemeinde bei der Erstellung ihrer Forschungsanträge im ersten Aufruf des 6. Forschungsrahmenprogramms der EC (6. RP) zu unterstützen. Der Workshop fand in sehr angenehmer Atmosphäre in den Räumen des University Clubs nach ungewöhnlich kurzer Planungsphase statt. Ca. 70 Wasserstoff-Experten von der Kommission, Forschungsinstituten, Universitäten und der Industrie aus ganz Europa kamen zusammen.Die Vertreter der Kommission vermittelten einen sehr genauen Einblick in die Erfordernisse für die Antragstellung, obwohl das Programmkomitee der Kommission noch keinen endgültigen Bericht zum ersten Aufruf vorgelegt hat. Dessen Veröffentlichung ist für den 17. Dezember 2002 vorgesehen. Die EC-Vertreter wiesen noch einmal darauf hin, dass die neuen Instrumente des 6. RP, hier insbesondere das "Network of Excellence", noch nicht von allen Antragstellern im Rahmen der Themenfestlegung durch die "Expressions of Interest" verstanden wurden.
Die Diskussionen mit den Vertretern der EC als auch innerhalb der thematischen Arbeitsgruppen waren so intensiv, dass ein Großteil der Workshop-Teilnehmer sowei die EC-Vertreter bis zum Schluß blieben. Die fünf thematischen Arbeitsgruppen befassten sich mit Wasserstoff-Infrastruktur und Einführungsszenarien, Wasserstoff-Herstellung, Wasserstoff-Nutzung, Wasserstoff-Speicherung und Wasserstoff-Sicherheit. Ein erstes Ergebnis der Gespräche war die Mitteilung einiger Projektkoordinatoren, dass sie ihre Bemühungen künftig in einem Antrag bündeln wollen.
Weiter Informationen, so z.B. auch die Auswertung der wasserstoff-spezifischen EoI, und die Workshop-Unterlagen sind auf der HyNet Internetseite unter www.HyNet.info zugänglich. Einige Beiträge einzelner Projektvorschläge sind aufgeführt, andere werden in den nächsten Tagen noch nachgeliefert.
UB
Wasserstoffverteilung in Niederdruck-Gasnetzen
HyWeb, 25.10.02: Die Verteilung von Wasserstoff an kleine Verbraucher über Niederdruck-Gasnetze blickt auf viele Jahrzehnte Erfahrung zurück.Allerdings wurde und wird nicht reiner H2 verteilt, sondern Stadtgas, ein Gasgemisch mit hohem Wasserstoffanteil. Im 19. Jahrhundert wurden in vielen Städten Stadtgasnetze installiert. Anfänglich wurde das aus Kohle erzeugte Gas für die Straßenbeleuchtung verwendet, nach und nach kamen das Kochen und das Heizen hinzu. Stadtgas setzt sich je zu Rund der Hälfte aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid zusammen. Heute werden in Deutschland alle Niederdrucknetze mit Erdgas betrieben. Als letztes stellte Saarbrücken Anfang der 90er Jahr von Stadtgas auf Erdgas um.
In Stockholm, Schweden, dagegen wird auch heute noch durch ein rund 800 km langes Niederdrucknetz Stadtgas verteilt. 1972 wurde die Herstellung des Stadtgases von Kohle auf leichtes Naphtha, ein Erdölprodukt, umgestellt. Von den rund 42 schwedischen Stadtgasnetzen in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts sind nur noch zwei in Betrieb. Da Schweden so gut wie keine Erdgasversorgung hat, sind die übrigen still gelegt worden.
In Stockholm dagegen werden weiterhin bis zu knapp 900.000 m³ Stadtgas täglich durch das Niederdrucknetz zum Verbraucher geleitet. Gut die Hälfte davon ist Wasserstoff.
Stadtgasnetz in Stockholm; Quelle: Stockholm Energi; Vergrößern durch Anklicken
Eine Studie der L-B-Systemtechnik zusammen mit den Stadtwerken München zeigt, unter welchen Bedingungen existierende Niederdruck-Ergasverteilernetze mit Wasserstoff betrieben werden können. Dabei wurde insbesondere auch untersucht, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um verschiedene Zumischraten von Wasserstoff zu Erdgas realisieren zu können. Zwei prototypische Versorgungsgebiete wurden ausgewählt und im Detail untersucht.
Zumischungen von bis zu 5 Vol-% Wasserstoff im Niederdrucknetz sind ohne technische Änderungen sofort möglich. Zumischungen von bis zu 60 Vol-% Wasserstoff sind mit technischen Änderungen insbesondere in den Anwendungsgeräten der Verbraucher möglich. Bis zu 60 Vol-% Wasserstoff wird kein technisches oder regeltechnisches Neuland betreten, da dies dem Rückbau des Gasnetzes von Erdgas auf Stadtgas gleich kommt.
Metallrohre des Niederdrucknetzes sind grundsätzlich mit bis zu 100% Wasserstoff betreibbar. In der Umstellung von Erdgas- auf Erdgas/Wasserstoff-Mischbetrieb müssen ab 5 Vol-% Wasserstoff eventuell Dichtungen an Ventilen und geschraubten Verbindungen ausgetauscht werden. Ab dieser Grenze müssen auch die Gaszähler an den verminderten Brennwert des Gemisches angepasst werden.
Viele der Endverbrauchergeräte können ohne besondere Vorkehrungen für Wasserstoff-Zumischraten bis 35% eingesetzt werden, Geräte für den Einsatz mit Stadtgas sind grundsätzlich für einen Wasserstoff-Einsatz bis 60% verwendbar. Das Selbe gilt auch für die Armaturen und regeltechnischen Einrichtungen.
Der Betrieb des Niederdrucknetzes mit reinem Wasserstoff stellt Neuland dar. Dies gilt sowohl für die Regelwerke, als auch für die technischen Fragestellungen.
Sicherheitstechnisch gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen reinem Wasserstoffbetrieb und Mischbetrieb: Ab einem Anteil von 8% Erdgas im Wasserstoff kann kein Umschlagen einer Deflagration in eine Detonation erfolgen.
Die Dimensionierung des Erdgasverteilnetzes dürfte in den meisten Fällen für die Verteilung von reinem Wasserstoff ausreichen, da der geringere volumetrische Energiegehalt des Wasserstoffs durch höhere Strömungsgeschwindigkeiten zumindest teilweise kompensiert werden kann. Allerdings muss überprüft werden, ob dies möglicherweise zu höheren, nicht zulässigen Geräuschemissionen führt.
Endverbrauchsgeräte für reinen Wasserstoff wie z. B. katalytische Brenner sind entwickelt und in Demonstrationsprojekten wie dem energieautarken Solarhaus des Fraunhofer-Instituts für solare Energiesysteme getestet worden, aber bisher nicht kommerziell verfügbar.
Das prominenteste Endverbrauchsgerät für reinen Wasserstoff, die Brennstoffzelle, wird mit Hochdruck für den Markteintritt vorbereitet.
MA