HyWeb - Gazette
Der Newsletter von HyWeb und dem Deutschen Wasserstoff-Verband (DWV) · 4. Quartal 2000 4. Jahrgang ã L-B-Systemtechnik GmbH
Vaillant schreibt Diplomarbeiten-Wettbewerb in Deutschland aus (19.12.00)
Pazifischer Inselstaat Vanuatu will bis 2010 Wasserstoffwirtschaft etablieren (19.12.00)
Neuer Flüssigwasserstofftank von Linde verlängert Standzeit um Faktor 4 (19.12.00)
BSE setzt Energie frei (19.12.00)
Neue Projekte mit Festoxidzellen (19.12.00)
Gaz de France testet Heim-Brennstoffzelle von H Power in Frankreich; Kooperation H Power -- SGL Carbon (08.12.00)
DaimlerChrysler treibt mit Mitsubishi die Methanol-Brennstoffzelle voran (08.12.00)
Bundesregierung beschließt nationales Klimaschutzprogramm; 40 Mio DM für Brennstoffzelle (05.12.00)
VES entwickelt Strategie für die Einführung von Wasserstoff (05.12.00)
Renault und Nissan investieren in Brennstoffzelle (05.12.00)
CaFCP: Hauptquartier eröffnet, alle Fahrzeugfotos (03.12.00)
DaimlerChrysler zeigt das letzte Necar (10.11.00)
DaimlerChrysler und Ballard arbeiten an der Direkt-Methanol-Brennstoffzelle für Autos (10.11.00)
Baden-Württemberg fördert Brennstoffzellen (10.11.00)
USA: FuelCell Energy kooperiert mit Enron (19.10.00)
Die erste Brennstoffzellen-Lokomotive (05.10.00)
MTU entwickelt Brennstoffzelle für Schiffe und Eisenbahnen (05.10.00)
Luftverkehr verursacht mehr Emissionen als bisher gedacht (05.10.00)
Auszeichnung für Bielefelder Brennstoffzellen-Projekt (05.10.00)
MAN und NEOPLAN bündeln ihre Omnibusaktivitäten (03.10.00)
Honda FCX-V3 Brennstoffzellen-Auto für die California Fuel Cell Partnership (03.10.00)
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"Wasserstoff in Massenproduktion ist wichtig und ich will Wasserstoff auch als klimarelevantes Instrument unterstützen."
Frau Jorritsma, Ministerin für Wirtschaft sowie Vizeministerpräsidentin der Niederlande, US/EU Partnering Event on Environmental Technologies, Amsterdam, 29. November 2000
Vaillant schreibt Diplomarbeiten-Wettbewerb in Deutschland aus
HyWeb, 19.12.00: Eine neue Auszeichnung für Studierende, die eine Diplomarbeit über den Einsatz von Brennstoffzellen in der Heiztechnik schreiben, vergibt Vaillant. An dem von dem Heiztechnikunternehmen ausgeschriebenen Diplomarbeiten-Wettbewerb können sich Studierende der Fachrichtungen Versorgungstechnik, Elektro- oder elektrische Energietechnik an Fachhochschulen in Deutschland beteiligen. Eine hochrangige Jury von Experten aus Wissenschaft und Praxis ermittelt die beste Arbeit, dessen Verfasser/-in mit einem fünfmonatigen Praktikum bei dem Vaillant Entwicklungspartner Plug Power in Latham/New York ausgezeichnet wird. Das Praktikum bei Plug Power, einem der weltweit führenden Unternehmen in der Brennstoffzellen-Entwicklung, hat ein Gesamtwert von rund 40.000 Mark. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2001.
Auch der 2. und 3. Preis sind interessant: Teilnahme an einem einwöchigen Management-Training bei Vaillant.
Weitere Informationen finden sich auf der Vaillant Homepage.
MA
Pazifischer Inselstaat Vanuatu will bis 2010 Wasserstoffwirtschaft etablieren
HyWeb, 19.12.00: Am 13. September hat der Ministerrat (Council of Ministers) des pazifischen Inselstaats Vanuatu eine Resolution zu "Vanuatus Vision einer 100% Erneuerbaren Energiewirtschaft" beschlossen. Hier einige Ausschnitte der Resolution:
"Die Regierung von Vanuatu ist sich der Tatsache bewusst, dass die Welt am Beginn einer Energierevolution steht, in der erneuerbare Energien zur Produktion von Wasserstoff als Energieträger genutzt werden. [...]
Auf einer Konferenz im April dieses Jahres in Vanuatu, hat Vanuatu zusammen mit anderen Pazifik-Inselstaaten die Kommission für Asien und den Pazifik der Vereinten Nationen darüber unterrichtet, dass der wichtigste Punkt einer nachhaltigen Entwicklung die Umwandlung der derzeitigen Öl-basierten Energieversorgung auf eine Wasserstoffwirtschaft auf der Basis erneuerbarer Energien ist. [...]
Daher beschließt Vanuatu:
1) In Anbetracht der Tatsache, dass Vanuatu eines der am wenigsten entwickelten Länder der Erde ist, und dass die Importkosten von Erdöl und Erdölprodukten zur Sicherstellung der grundlegenden Energieversorgung nahezu den Wert aller unserer Exporte übersteigt, und dass unsere Nation nicht in der Lage ist, eine grundlegende Energieversorgung unserer Bevölkerung in ländlichen Gebieten zu vertretbaren Kosten sicherzustellen, [...]
2) Die Regierung von Vanuatu erbittet sofortige, bilaterale Unterstützung von Spendern, Experten im Bereich erneuerbare Energien und unseren regionalen Organisationen für die Vorbereitung einer Machbarkeits- und Umsetzungsstudie für eine integrierte, von Erdöl unabhängige Wasserstoff-Energiewirtschaft auf der Basis von erneuerbaren Energien für das gesamte Land. Wir suchen Unterstützung für die Erarbeitung einer ersten Design-Studie bis April 2001 und für den Beginn der Umsetzung spätestens beginnend im Dezember 2001. [...]
3) 2010 ist das Zieljahr, an dem der Import von Erdöl und Erdölprodukten gestoppt werden soll und eine Wasserstoffwirtschaft etabliert sein soll. Bis 2020 wollen wir alle verbliebenen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor abschaffen und alle Fahrzeuge, Maschinen und Stromgeneratoren sollen auf der Basis von Brennstoffzellen und erneuerbaren Energien, wie Wasserkraft, Geothermie, Wind und Sonne, arbeiten. [...]" (Übersetzung: LBST)
Mehr Informationen finden sich unter www.hydrogenpacific.com/participants/vanuatu/vanuatuvision.html
MA
DWV/HyWeb, 19.12.00: Der Gemeinschaftsstand zu Wasserstofftechnologie und Brennstoffzellen auf der Hannover Messe 2001 (23. bis 28. April 2001), die größte derartige Präsentation der Welt, wird ihre Vorgänger aus den letzten sechs Jahren in jeder Hinsicht übertreffen.
Größer: Die Ausstellungsfläche ist mit zusammen 1600 m² etwa doppelt so groß wie bei der letzten Messe.
Zahlreicher: Derzeit haben sich 52 Aussteller fest angemeldet (2000: 32), mit einigen weiteren wird noch verhandelt.
Globaler: Die Aussteller kommen aus Deutschland und aus sieben weiteren Ländern; allein zehn Aussteller kommen aus den USA oder Kanada. Für die meisten davon ist dies die einzige Messepräsenz außerhalb Nordamerikas.
Umfassender: Mehr und mehr sind neben den Entwicklern und eigentlichen Brennstoffzellenherstellern die Zulieferer und Anwender vertreten, so dass das gesamte Gebiet zu sehen ist.
Weitere Informationen finden Sie unter www.fair-pr.com/hm01 oder bei der Arno A. Evers FAIR-PR, Post: Achheimstr. 3, 82319 Starnberg, Tel.: (08151) 99892-3, Fax 99892-43, e-mail info@fair-pr.com.
DWV/MA
Manhattan Scientifics und Aprilia kündigen gemeinsame Entwicklung von Brennstoffzellen-Fahrrädern an
HyWeb, 19.12.00: Am 7. Dezember haben Manhattan Scientifics und Aprilia S.p.A., einer der größten europäischen Hersteller von Motorrollern und Motorrädern, mitgeteilt, eine Vereinbarung über die gemeinsame Entwicklung eines Brennstoffzellen-Konzeptfahrrads geschlossen zu haben. In der Woche des 7. Dezember hat Aprilia das Fahrrad, eine Weiterentwicklung von Manhattan Scientifics' Hydrocycle (TM) (HyWeb, 25.08.00), auf der Bologna Motor Show (Italien) vorgestellt.
Das Konzeptfahrzeug ist dem Hydrocycle (TM) ähnlich. Es basiert auf einem elektrischen Aprilia Fahrrad und dem entsprechenden Antrieb. Aprilia hat die NiMH-Batterien durch das Brennstoffzellensystem, bestehend aus einer Novars Brennstoffzelle, dem Wasserstoffspeicher, der Druckreduzierer und der Steuerelektronik, ersetzt.
Von Aprilia wurde auch das Äußere des Fahrzeugs verändert, um das Brennstoffzellensystem aufzunehmen. Die Brennstoffzelle wird aus einem 2-Liter Druckwasserstoffspeicher gespeist und liefert eine Leistung von 670 Watt. Die Reichweite beträgt 70-100km mit einer Tankfüllung. Im Vergleich zur langen Batterieladezeit benötigt der Tankvorgang hier nur "Sekunden". Laut Aprilia ermöglicht die Brenstoffzelle auch eine deutliche Gewichtsreduktion und steigert die Reichweite. Potenziell werden auch niedrigere Kosten ermöglicht.
MA
Neuer Flüssigwasserstofftank von Linde verlängert Standzeit um Faktor 4
HyWeb, 19.12.00: Wie von Linde Gas AG am 6. Dezember mitgeteilt wurde, wurde ein neuartiger Flüssigwasserstofftank entwickelt, der deutlich längere Standzeiten ermöglicht. Bisherige Tanks müssen nach etwa drei Tagen, an denen das Fahrzeug nicht bewegt wird, Wasserstoff abblasen. Derartige Abdampfverluste lassen sich jetzt wirkungsvoll minimieren. Linde entwickelte hierfür ein spezielles Rückkühlsystem, das die reine Standzeit des Fahrzeugs bis zum Verlust durch Abdampfen auf mehr als 12 Tage verlängert.
Dahinter steckt folgendes, zum Patent angemeldete Verfahren: Umgebungsluft wird angesaugt, getrocknet und durch die beim Erwärmen des Wasserstoffs abgegebene "Kälte" verflüssigt. Die tiefkalte, verflüssigte Luft (-191°C) durchströmt einen Kühlmantel, der den Innentank umgibt und so wie ein Kühlschrank wirkt. Das Resultat ist eine deutliche Verzögerung der unerwünschten Erwärmung des LH2.
Bis Ende 2000 werden die letzten Tests zur Optimierung des neuen Rückkühlsystems abgeschlossen sein.
MA
BSE setzt Energie frei
DWV, 19.12.00: Durch das wegen der BSE-Gefahr erlassene Verbot der Verfütterung von Tiermehl bleiben die Erzeuger jetzt jährlich auf einigen 100.000 t dieses Stoffs sitzen. Auf Grund einer Bitte des Bundeslandwirtschaftsministeriums prüft RWE Power die Möglichkeit, Tiermehl zusammen mit Kohle in Kraftwerken zu verbrennen. Grundsätzlich sei das möglich, wie es in einer Pressemitteilung vom 30. November hieß. Die in den Kohlenkraftwerken erzeugten Temperaturen seien um einige 100 °C höher als in normalen Abfallverbrennungsanlagen, so dass organische Substanzen völlig zerstört würden.
Das Verwertungszentrum SVZ in Schwarze Pumpe in Brandenburg will Tiermehl und Tierfett zu Methanol verarbeiten. Das Unternehmen hat den Landwirtschaftsministerien der Bundesländer bereits seine Dienste angeboten. Aus einer Tonne Tierfett lässt sich etwa eine Tonne Methanol gewinnen. Als Rückstand bleibe lediglich eine verglaste Schlacke übrig, die als Bauhilfsstoff genutzt oder abgelagert werden könne. 25 t Tierfett aus Sachsen seien schon verarbeitet worden. Nach Angaben des Unternehmens vom 4. November könnten in den nächsten Jahren "mehrere 100.000 t Tiermehl verarbeitet werden".
Auch die Vergasung von Tiermehl zu Wasserstoff wird derzeit intensiv untersucht.
DWV
Neue Projekte mit Festoxidzellen
DWV, 19.12.00: Auf dem EnBW-Kraftwerksgelände in Marbach am Neckar entsteht im Rahmen eines amerikanisch-europäischen Demonstrationsprojekts eine 1 MW leistende Festoxid-Brennstoffzellenanlage von Siemens-Westinghouse groß genug, um eine Gemeinde mit 2000 Einwohnern mit Strom zu versorgen. Die rund 50 MDM teure Anlage wird voraussichtlich von 2002 an Energie für die im künftigen Energie- und Technologiepark Marbach angesiedelten Unternehmen liefern. (EnBW-Pressemitteilung vom 30. Oktober 2000)
Zwei weitere Systeme der selben Art werden in Kürze entstehen. Das eine wird bei der RWE Power AG im Meteorit Technologiepark in Essen installiert; es soll im Februar 2002 geliefert werden und im März den Betrieb aufnehmen. Das andere kommt zu der italienischen Edison Spa nach Sinetta Marengo, nahe Alessandria in Nordwest-Italien. Es soll im September 2002 geliefert werden und im Oktober starten. Beide zeichnen sich durch eine nachgeschaltete Mikroturbine aus, die den elektrischen Wirkungsgrad von 45 % auf 60 % erhöht. Beide Systeme werden etwa 300 kWel produzieren, wobei 250 kW auf die Zelle und 50 kW auf die Mikroturbine entfallen. (Siemens-Westinghouse-Pressemitteilung vom 6. Dezember 2000)
DWV
"Was spricht etwa dagegen, die gesparten Subventionen bei der Steinkohle eins zu eins umzuwidmen für den Aufbau einer solaren Wasserstoffwirtschaft? Das wären bis 2005 immerhin einige Milliarden Mark. [...]
Weil Brennstoffzellen im Prinzip in jeden Keller passen, sprechen manche schon vom 100.000-Keller-Programm (analog zum 100.000-Dächer-Programm für Photovoltaik). Vielleicht eine gute Idee für 2005."
Reinhard Loske, umweltpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, taz, 7./8. Oktober 2000
Gaz de France testet Heim-Brennstoffzelle von H Power in Frankreich; Kooperation H Power -- SGL Carbon
DWV/HyWeb, 08.12.00: H Power Corp. gab am 28.November bekannt, dass der nationale französische Erdgaslieferant Gaz de France eine KWK-Anlage für Ein- oder Mehrfamilienhäuser auf der Grundlage einer Brennstoffzelle von H Power mit Erdgasversorgung in ein Modellhaus eingebaut hat. Damit hat eine fünfmonatige Testphase für die Einheit begonnen. Das Haus liegt im Forschungs- und Entwicklungszentrum von Gaz de France in Saint-Denis La Plaine, nördlich Paris. Jegliche unvorgesehenen Bedürfnisse und Veränderungen während der Testphase werden registriert und in die Einheiten der nächsten Generation eingearbeitet; diese werden ebenfalls einen mehrmonatigen Test bei Gaz de France durchlaufen.
Am 23. Oktober gab H Power die Unterzeichnung einer Absichtserklärung ("Memorandum of Understanding") mit SGL Carbon aus Meitingen, Deutschland, für die gemeinsame Entwicklung von kostengünstigen Bipolarplatten aus Graphitmaterialien bekannt. Kostenreduktionen von bis zu 90% gegenüber heutigen Fertigungsverfahren für diese Komponente werden von den Partnern erwartet.
DWV/MA
DaimlerChrysler treibt mit Mitsubishi die Methanol-Brennstoffzelle voran
DWV/HyWeb, 08.12.00: DaimlerChrysler Japan und Nippon Mitsubishi Oil Co., der größte japanische Energielieferant, wollen gemeinsam den Einsatz von Brennstoffzellenfahrzeugen in Japan fördern und Fragen der Kraftstoffinfrastruktur klären. Nippon Mitsubishi unterhält in Japan 29 öffentliche "Eco-Tankstellen", die elektrischen Strom, Erdgas, Methanol und Flüssiggas anbieten. DaimlerChrysler testet Methanol, Wasserstoff sowie eine reinere Form von Benzin als Kraftstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge. In Japan sollen Brennstoffzellenfahrzeuge unter alltäglichen Bedingungen getestet werden. Das erste Brennstoffzellen-Testfahrzeug wird Methanol als Kraftstoff nutzen. Gleichzeitig werden aber nach einer DaimlerChrysler-Pressemitteilung in dem gemeinsamen Projekt auch weitere Kraftstoffe für die Brennstoffzelle untersucht. Ein genauer Projektplan, einschließlich der Anzahl der Testfahrzeuge und dem zeitlichen Ablauf des Programms, wird nun von beiden Unternehmen erarbeitet (HyWeb, 18.04.00).
Laut einer Reuters-Meldung vom 7. November hat Mitsubishi Motors Corp. mitgeteilt, möglicherweise zusammen mit DaimlerChrysler Brennstoffzellen-Autos zu entwickeln. DaimlerChrysler hat im Laufe dieses Jahres einen 34% Anteil an Mitsubishi übernommen. "Wir werden damit beginnen, an gemeinsamen Projekten mit DaimlerChrysler zu arbeiten, und die Entwicklung der Brennstoffzellen werden dabei diskutiert werden", wird ein Mitsubishi-Statement zitiert.
Der Methanolhersteller Methanex Corp. hat mit Mitsubishi Corp. und Mitsui & Co. eine strategische Allianz geschlossen, um den Gebrauch von Methanol in umweltfreundlichen Brennstoffzellenautos in Japan zu fördern. Die Gesellschaften wollen gemäß einer gemeinsamen Pressemitteilung von Ende November gemeinsam mit Behörden und dem privaten Sektor arbeiten, um mögliche Genehmigungshindernisse zu überwinden und den Beginn von auf Methanol gestützten Demonstrationsprojekten für Brennstoffzellenautos zu beschleunigen. Methanex (Vancouver, Kanada) ist der größte Methanolhersteller und -händler der Welt und erwartet, dass Japan eines der ersten Länder sein wird, die Brennstoffzellenautos im großen Maßstab einführen werden. Die Firma ist bereits Partner von DaimlerChrysler in ähnlich gelagerten Projekten in Kanada.
DWV/MA
Bundesregierung beschließt nationales Klimaschutzprogramm; 40 Mio DM für Brennstoffzelle
HyWeb, 05.12.00: Am 18. Oktober hat die Bundesregierung das nationale Klimaschutzprogramm beschlossen. Die Bundesrepublik behält das anspruchsvolle Ziel, den Kohlendioxidausstoß in Deutschland bis 2005 um 25% im Vergleich zu 1990 zu senken, bei.
Neben dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, einer neuen Energiesparverordnung, einem Programm zur Sanierung von Altbauten, einer Selbstverpflichtung der Industrie, der weiteren Förderung der Bahn, einer streckenabhängigen Autobahnbenutzungsgebühr, einer verstärkten Förderung verbrauchsarmer PKW, einem verstärkten Einsatz von Verbrauchsanzeigen und Leichtlaufölen bei Neufahrzeugen und der Einführung emissionsdifferenzierter Landeentgelte für Flugzeuge werden Brennstoffzellen-Technologie umfangreich gefördert. Für 2001 sind laut Hans-Josef Fell, forschungspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, werden im Jahr 2001 107 Mio DM zusätzlich für die Energieforschung und für Marktanreizprogramme für Erneuerbare Energien zur Verfügung stehen. Davon sind 40 Mio DM für Brennstoffzellen (mobil und stationär) vorgesehen.
Wie die Frankfurter Rundschau am 19. Oktober meldete, sind bisher schon folgende Projekte geplant:
- Unterstützung zur Anschaffung von mindestens 10 BZ-Bussen,
- Aufbau der erforderlichen Infrastruktur in drei Modellstädten,
- je 20 BZ-BHKWs in öffentlichen Gebäuden, kleineren Unternehmen, und Ein- und Mehrfamilienhäusern,
- Erforschung des Einsatzes von BZ in Lokomotiven.
MA
VES entwickelt Strategie für die Einführung von Wasserstoff
HyWeb, 05.12.00: In einem Vortrag von MAN Nutzfahrzeuge haben Herr Schaller und Herr Gruber im September auf dem VDA Technical Congress Zwischenergebnisse der Initiative "Verkehrswirtschaftliche Energiestretegie -- VES" (HyWeb, 01.02.00) preäsentiert. VES ist eine Initiative von Aral, BMW, DaimlerChrysler, MAN, RWE, Shell und Volkswagen sowie der deutschen Bundesregierung.
Als Zwischenergebnis hatte die VES im Januar drei alternative Kraftstoffe in die engere Wahl gezogen: Erdgas, Methanol und Wasserstoff.
"Da weder die Umwelt- noch die makro-ökonomische Bewertung eine Reihenfolge der drei Kraftstoffe (Erdgas, Methanol und Wasserstoff) ergab, hat die Task Force strategische Langfrist-Ziele als zusätzliche Kriterien berücksichtigt. [...]
Aus sicht der Partner hat Wasserstoff ein großes Potenzial zur Einführung und bietet die besten Voraussetzungen, die strategischen Ziele zu erfüllen. [...]
Die Task Force wird bis zum Ende des Jahres einen strategischen Vorschlag für die EInführung von Wasserstoff machen. Die Umsetzung soll von klaren strategischen Vorschlägen geleitet sein und wird eine Marktdurchdringung von 2,5% bis 2010 und von 15% bis 2020 des gesamten Kraftstoffabsatzes im Straßenverkehr in Deutschland ermöglichen. [...]
Außerdem wird die Task Force folgende Pläne entwickeln:
- Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur für den Verkehr
- Ein Umsetzungsprogramm in Absprache zwischen Fahrzeugindustrie und Energiewirtschaft
- Detaillierte Zeitpläne für die Umsetzung
- Notwendige Rahmenbedingungen (Staat, Gesellschaft, Wirtschaft)
- Ausweitung der Initiative nach Europa."
(zitiert aus oben genannter Veröffentlichung; Übersetzung: LBST).
MA
Renault und Nissan investieren in Brennstoffzelle
HyWeb, 05.12.00: Laut einer dpa-Meldung vom 30. Oktober hat Renault am selben Tag in Paris mitgeteilt, dass der Autohersteller und sein Tochterunternehmen Nissan Motors über 5 Jahre 85 Mrd. Yen (rund 1,8 Mrd. DM) in die Entwicklung einer Brennstoffzelle investieren wollen. Weitere Informationen sind bisher nicht verfügbar.
MA
CaFCP: Hauptquartier eröffnet, alle Fahrzeugfotos
HyWeb, 04.12.00: Am 1. November fand die offizielle Eröffnung des Hauptquartiers der California Fuel Cell Partnership statt (www.drivingthefuture.org). Dabei stellten DaimlerChrysler, Ford, General Motors (neues Mitglied seit 16. Oktober ebenso wie Toyota), Honda, Hyundai, Nissan und Volkswagen Brennstoffzellen-Autos und -Busse mit Wasserstoff-Speicherung vor.
Am 10. November wurde XCELLSiS neues Mitglied der CaFCP. Wie www.calstart.org am 29. November berichtet sind Hydrogen Burner Technology, Pacific Gas and Electric, Proton Energy Systems und Stuart Energy Systems neue assoziierte Partner der CaFCP.
Foto: CaFCP
DaimlerChrysler Necar 4 advanced, Druckwasserstoff-Speicher Foto: CaFCP
Ford Focus FCV, Druckwasserstoff-Speicher Foto: Privat
Opel Hydrogen 1, General Motors Brennstoffzellen-Van von 1966, beide Flüssigwasserstoff-Speicher, vor dem Gelände der CaFCP Foto: CaFCP
Honda FCX-V3, Druckwasserstoff-Speicher Foto: CaFCP
Hyundai Santa Fe FCV, Druckwasserstoff-Speicher Foto: CaFCP
Nissan Xterra, Druckwasserstoff-Speicher Foto: CaFCP
Volkswagen, Flüssigwasserstoff-Speicher Foto: www.fair-pr.com
DaimlerChrysler Nebus vor der LCGH2-Tankstelle der CaFCP MA
DaimlerChrysler zeigt das letzte Necar
DWV, 10.11.00: Die Ära der NECARs ist zu Ende - jetzt geht es auf die Serie zu. Als letztes Glied in der Kette der Konzept-PKWs stellte DaimlerChrysler am 7. November 2000 in Berlin im Beisein von Bundeskanzler Schröder sowie zahlreicher Politiker, Manager und Journalisten den NECAR 5 vor.
Der Bundeskanzler zeigte sich fasziniert von der Technologie, "die den Automobilverkehr voraussichtlich revolutionieren wird" und freute sich, dass auch der eine oder andere Bundestagsabgeordnete vor diesem Hintergrund eine ganz neue Liebe zum Auto gewonnen habe. Das Drei-Liter-Auto gebe es schon, das Ein-Liter-Auto sei angekündigt, aber das vor ihm stehende Null-Liter-Auto übertreffe sie alle. Wichtige Entscheidungen würden noch ausstehen und würden auch nicht allein in Deutschland getroffen, aber: "Sie können sich darauf verlassen, dass die Bundesregierung es an Unterstützung technisch und wirtschaftlich richtiger Konzepte der deutschen Automobilindustrie nicht fehlen lassen wird." In diesem Zusammenhang nannte er auch den Wasserstoff-Verbrennungsmotor sowie verbrauchsarme konventionelle Motoren. Die Brennstoffzelle werde auch eine wichtige Rolle in der stationären dezentralen Anwendung spielen.
Konzernchef Jürgen Schrempp betonte, erstmals in der 115-jährigen Geschichte des Automobils stehe in Europa ein Kraftstoff zur Verfügung, der nicht aus fossilen Brennstoffen stammt und sogar regenerativ erzeugt werden kann. "Nach zwei Ölkrisen haben wir die Verpflichtung, eine dritte zu verhindern". Dieser Durchbruch sei vergleichbar mit der Einführung des Benzinmotors ins Auto durch die Herren Daimler und Benz. Bei den Stadtbussen hält Schrempp für 2020 einen Marktanteil von 100 % für möglich.
Foto: DaimlerChrysler
Sowohl Forschungsvorstand Klaus-Dieter Vöhringer als auch Projektchef Ferdinand Panik kündigten für das Jahr 2002 die ersten Busse im normalen Betrieb und für 2004 die ersten PKW in Kundenhand an. Bis dahin werde sich der Investitionsaufwand auf etwa 2 Milliarden DM belaufen. Es werde sich allerdings bei den PKW um eine kleine Serie von höchstens 1000 Stück handeln, so Panik vor Journalisten. Im Jahre 2010 könnte man dagegen durchaus 100.000 Fahrzeuge pro Jahr verkaufen. Panik meinte, nach seinen Beobachtungen, besonders auch bei der Eröffnung des neuen Zentrums des California Fuel Cell Project in Sacramento eine Woche zuvor, gebe es unter den an der Entwicklung von Brennstoffzellen beteiligten Firmen drei Klassen. Die oberste bestehe aus DaimlerChrysler und Ford sowie Honda. Über das Honda-Fahrzeug, das in Sacramento vorgestellt worden war, äußerte er sich sehr positiv. Die Mittelklasse bestehe aus General Motors, danach folge der Rest. Über Toyota konnte er nichts sagen, weil diese Firma in Sacramento nichts gezeigt hatte.
Der NECAR 5 ist das erste Fahrzeug mit einem Methanolreformer, der im Passagier- und Kofferraum das normale Platzangebot des konventionellen Modells hat. Brennstoffzelle und Reformer sind etwa 30 % kleiner und leichter geworden, während die Leistung um 50 % gestiegen ist. Die Zelle ist erstmals das Modell Mark 900, das Neueste aus dem Hause Ballard (Ballard-Chef Razul war ebenfalls anwesend). Die Reichweite beträgt 500 bis 600 km. Zahlen zum Wirkungsgrad liegen derzeit noch nicht vor.
DWV
DaimlerChrysler und Ballard arbeiten an der Direkt-Methanol-Brennstoffzelle für Autos
DWV, 10.11.00: DaimlerChrysler setzt für die Markteinführung des Brennstoffzellen-PKW auf Wasserstoff in Form von Methanol, aber die aufwendigste und anfälligste Komponente dabei ist der Reformer, der daraus Wasserstoff macht. Einfacher wäre der Einsatz einer Direkt-Methanol-Brennstoffzelle, bei der die Spaltung des Moleküls in die elektrochemischen Prozesse der Brennstoffzelle integriert ist. Das gibt es im Labor schon länger, und DaimlerChrysler und Ballard wollen dieses System auch ins Auto bringen. Bei einem "Innovations-Symposium" am 8. und 9. November in Sindelfingen wurde sogar das erste Fahrzeug damit vorgestellt: zwar nur ein "Go-Cart" ohne Dach und für eine Person mit kurzen Beinen, aber es bewegt sich.
(Foto: DaimlerChrysler)
Das System leistet 3 kW, schafft 35 km/h Spitze fährt mit einer Tankfüllung 15 km weit. Als Startbatterie kommt es mit einer Taschenlampenbatterie aus. Auch das mit einer Leistung von 6 kW bei 60 V weltgrößte System steht bereits im Labor. Ende 2002 wollen die Entwickler ein noch leistungsfähigeres Laborsystem mit Direktmethanol-Brennstoffzelle aufbauen und im Dauerbetrieb über mehrere Monate testen. Die Direktmethanol-Brennstoffzelle kann nach Firmenangaben in rund zehn Jahren einsatzfähig sein und wäre damit auch eine langfristige Perspektive für den Aufbau einer Methanol-Infrastruktur. Auch die Verbindung zu stationären und portablen Anwendungen wird mit Interesse gesehen.
DWV
Baden-Württemberg fördert Brennstoffzellen
DWV, 10.11.00: Eine große Zahl von baden-württembergischen Forschungseinrichtungen hat sich zur "Forschungsallianz Brennstoffzellen Baden-Württemberg (FABZ)" zusammen geschlossen. Das Gründungsstatut wurde von den beteiligten Einrichtungen am 8. November im Stuttgarter Wissenschaftsministerium im Beisein von Minister Klaus von Trotha unterzeichnet. Beteiligt sind:
- Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), Institut für Technische Thermodynamik (Stuttgart)
- Fraunhofer Gesellschaft, Institut für Solare Energiesysteme (Freiburg i. Br.)
- Max-Planck-Institut für Festkörperforschung (Stuttgart)
- Zentrum für Solarenergie-und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (Stuttgart und Ulm)
- Universität Karlsruhe, Institut für Werkstoffe der Elektrotechnik
- Universität Stuttgart mit fünf Instituten
- Universität Ulm mit zwei Instituten.
In der Forschungsallianz werden die Ressourcen der Institute gebündelt und zugleich die Forschungsaktivitäten des Landes Baden-Württemberg koordiniert. Der Technologietransfer in die Wirtschaft soll gestärkt werden. Ein Ziel ist auch die gemeinsame Einwerbung von Drittmitteln aus dem öffentlichen und nichtöffentlichen Bereich. Die Forschungsallianz hat unter anderem vereinbart, die apparative und personelle Ausstattung der Partner in gegenseitiger Abstimmung zu verbessern, um dadurch Synergieeffekte zu erzielen. Außerdem sollen Einrichtungen und Geräte untereinander einvernehmlich zur Nutzung bereitgestellt werden. Weitere Punkte sind die Durchführung gemeinsamer Projekte und Symposien und ein ständiger Informations- und Erfahrungsaustausch. Das eigenständige Arbeiten der Partner bleibt unberührt.
Auch Ministerpräsident Erwin Teufel zeigte sich an der Technologie interessiert, besonders an der mobilen Anwendung. Bei einem Besuch im Projekthaus Brennstoffzelle in Nabern bei Stuttgart am 8. November wies er darauf hin, dass in Baden-Württemberg konkrete Demonstrationsprojekte in der Entwicklung seien. Unter realistischen Bedingungen soll während einer Projektphase von zwei Jahren der Brennstoffzellenantrieb im öffentlichen Personennahverkehr erprobt werden. Im Rahmen dieses Projekts sollen drei Busse in Stuttgart eingesetzt werden. Wir sind von der preislichen Konkurrenzfähigkeit zu etablierten Technologien immer noch ein gutes Stück entfernt. Was ich heute gesehen habe, lässt aber darauf hoffen, dass das rasante Entwicklungstempo beibehalten werden kann. Diese Technik bietet ungeheure Chancen, die wir gemeinsam mit der Industrie nutzen wollen, so Teufel.
DWV
HyWeb, 23.10.00: Im Juni hat die niedersächsische Landesregierung (SPD) eine kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Rebecca Harms und Stefan Wenzel (Bündnis 90/Die Grünen) zur "Zukunftstechnologie Brennstoffzelle" beantwortet. Die kleine Anfrage beinhaltete die folgenden drei Fragen an die niedersächsische Landesregierung:
- "Wie beurteilt sie das Potenzial der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in der mobilen und stationären Anwendung in den nächsten Jahrzehnten?
- Was hat sie bisher getan, um Forschung, Entwicklung und praktische Anwendung im Bereich dieser Technologie zu unterstützen?
- Was will sie zukünftig tun, um Forschung, Entwicklung und praktische Anwendung im Bereich dieser Technologie zu unterstützen?"
Nachfolgend Ausschnitte aus der Antwort vom 21. Juni (die vollständige Antwort finden Sie hier als pdf-Datei):
- "Angesichts der Vielzahl der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und der Tatsache, dass in Niedersachsen keine Herstellerbetriebe ansässig sind, bedarf es keiner speziellen niedersächsischen Initiative zur Entwicklung von Brennstoffzellen. Die Landesregierung wird aber die Nutzung von Brennstoffzellen im Rahmen einzelner Projekte mit Demonstrationscharakter fördern."
- "Führend in der Entwicklung von Brennstoffzellen sind die USA, die auch Weltmarktführer sind. [...] Der Entwicklungsstand in Europa wird gegenüber den USA und Japan mittlerweile gleichhoch eingeschätzt."
- "Zu 1.: Die Landesregierung schätzt die Bedeutung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie für eine umwelt- und ressourcenschonende Energieversorgung als hoch ein, ohne aber die Ansicht zu teilen, dass die Brennstoffzellentechnologie den Energiemarkt innerhalb eines Jahrzehnts vollkommen verändern wird. [...]"
- Zu 2: Forschungsarbeiten finden an verschiedenen niedersächsischen Hochschulen statt und wurde im Rahmen der Mittelzuweisungen des Landes gefördert. 1998 wurde ein Pilot- und Demonstrationsvorhaben zur "häuslichen Versorgung mit innovativer dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung durch Fuel-Cell-Technologie" mit einem Darlehen von rund 635.000,-DM gefördert, so die Anwort. "Mit der Volkswagen AG steht die Landesregierung -- auch über ihre Vertreter im VW Aufsichtsrat -- in regelmäßigem Kontakt hinsichtlich des Stands der Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie."
- "Zu 3: Der Wissenschaftsrat hat in seiner Stellungsnahme zur Energieforschung 1999 festgestellt: 'Angesichts der großen Entwicklungspotentiale, die die Brennstoffzellentechnologie insbesondere unter Umweltgesichtspunkten bietet, sollte ihre Entwicklung weiterhin nachdrücklich gefördert werden.' [...] Die Landesregierung wird im Sinne der Empfehlungen des Wissenschaftsrates Forschungsaktivitäten unterstützen. Sie begrüßt daher Projektvorschläge, die gegenwärtig vom CUTEC-Institut [Clausthaler Umwelttechnik-Institut; Anm. d. Redaktion] in Zusammenarbeit mit den Hochschulen und der Automobilindustrie erarbeitet werden."
MA
USA: FuelCell Energy kooperiert mit Enron
DWV, 19.10.00: FuelCell Energy, Inc., Hersteller von Schmelzkarbonat-Brennstoffzellen, hat nach eigenen Angaben eine Allianz mit dem Erdgaslieferanten Enron North America geschlossen. Enron hat 5 M$ am Kapital von FuelCell Energy sowie Anrechte auf weitere 1,3 M$ erworben. Hauptzweck der Zusammenarbeit ist das gemeinsame Auftreten in Programmen der US-Bundesstaaten, in denen rationelle Energieverwendung und erneuerbare Energien gefördert werden. Energieerzeugung in einer Brennstoffzelle, die ohne Schadstoffe, mit relativ wenig CO2 und dezentral erfolgt, passt nach Meinung der neuen Partner genau zu diesen Anforderungen.
DWV
Die erste Brennstoffzellen-Lokomotive
DWV, 05.10.00: Die erste Brennstoffzellen-Lokomotive der Welt, die auch das erste Brennstoffzellen-Fahrzeug der Welt für den Einsatz unter Tage ist, wird vom 9. bis 12. Oktober in Las Vegas (Nevada, USA) auf der MINExpo INTERNATIONAL 2000 gezeigt. Diese alle vier Jahre stattfindende Messe für Bergbau ist die wichtigste ihrer Art. Das Fahrzeug wurde von der RA Warren Equipment entwickelt, der Brennstoffzellenteil von den Sandia National Laboratories; die Integration besorgte Atlas Copco Wagner. An dem Projekt sind insgesamt 20 Partner beteiligt; die Koordination liegt beim Fuelcell Propulsion Institute.
Foto: Fuelcell Propulsion Institute
DWV
MTU entwickelt Brennstoffzelle für Schiffe und Eisenbahnen
DWV, 05.10.00: Die DaimlerChrysler-Tochter MTU Friedrichshafen arbeitet nicht nur an Schmelzkarbonat-Brennstoffzellen für den stationären Einsatz. Wie der Geschäftsführungsvorsitzende Rolf A. Hanssen am 26. September auf der Schifffahrtsmesse SMM in Hamburg vor Journalisten sagte, hat das Unternehmen gerade damit begonnen, die PEM-Brennstoffzelle, die DaimlerChrysler mit der kanadischen Firma Ballard für das Automobil entwickelt, für die MTU-spezifischen Anwendungen zu adaptieren. Das Unternehmen denkt dabei speziell an die Schifffahrt und die Bahnanwendung.
Die Brennstoffzelle ist für MTU heute ein wesentlicher Bestandteil der Produktstrategie. Bei den stationären Schmelzkarbonat-Zellen rechnet man damit, ab 2004 die Serienproduktion aufnehmen zu können. Dieser Bereich soll dann innerhalb weniger Jahre einen nennenswerten Beitrag zum Gesamtumsatz beisteuern.
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Luftverkehr verursacht mehr Emissionen als bisher gedacht
DWV, 05.10.00: Der Luftverkehr trägt mehr zu den CO2-Emissionen bei als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis einer Schweizer Studie unter dem Titel Luftverkehr und Umwelt eine wachsende Herausforderung. Darin heißt es, dass Schweizer Flugpassagiere 1998 im In- und vor allem im Ausland 32 Milliarden Passagierkilometer nachgefragt haben, was 24 % des Gesamtverkehrs ausmacht. Der Beitrag zu den CO2-Emissionen wird mit 13 % beziffert. Unter der Annahme, dass sich die Nachfrage bis 2020 verdoppeln könnte, wird ausgeführt, dass die nationalen Anstrengungen zur Emissionsverminderung durch die zunehmenden Emissionen des Flugverkehrs entwertet werden. Zur Frage, wie dies zu vermeiden wäre, heißt es im Bericht, es werde die Aufgabe einer noch zu formulierenden Flugverkehrsstrategie sein, Maßnahmen der Nachhaltigkeit des Flugverkehrs zu formulieren.
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Auszeichnung für Bielefelder Brennstoffzellen-Projekt
DWV, 05.10.00 (Korrektur 06.10.00): Zwei Brennstoffzellen-Projekte sind am 29. September in Berlin mit dem Preis der Deutschen Gaswirtschaft in der Sparte Innovationspreis für zukunftsweisende Erdgasanwendung ausgezeichnet worden. Staatssekretär Rainer Baake vom Bundesumweltministerium übergab die Auszeichnungen.
Der eine Preisträger ist es der Prototyp einer Hausenergieversorgung auf der Grundlage einer PEM-Zelle mit einer elektrischen Leistung von 5 kW. Daran sind das ZSW in Ulm und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg maßgeblich beteiligt:
Foto: ZSW
Der andere Preisträger ist das Projekt in Bielefeld, bei dem eine Schmelzkarbonat-Zelle von MTU im Heizwerk der Universität betrieben wird. Bei der Anlage handelt es sich um die weltweit erste bei einem Kunden aufgebaute Schmelzkarbonat-Brennstoffzelle. Sie ist nach dem bei MTU entwickelten Hot Module-Prinzip aufgebaut.
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"Insgesamt müssen wir sehr viel schneller weg vom Öl und rein in die Brennstoffzelle."
Michael Müller, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, Berlin, 14.09.00, vwd
MAN und NEOPLAN bündeln ihre Omnibusaktivitäten
HyWeb, 03.10.00: Die MAN Nutzfahrzeuge AG, München und die Gottlob Auwärter GmbH & CO. KG, Stuttgart (Markenname NEOPLAN) haben sich grundsätzlich geeinigt, ihre Omnibusaktivitäten unter dem Dach einer neu zu gründenden Holdinggesellschaft zusammenzuführen, wie MAN am 21. September mitteilte. MAN wird alle Anteile an dieser Holding halten.
Beide Bushersteller werden ihre eigenständige Identität, die Markennamen sowie die jeweiligen Verkaufs- und Serviceorganisationen beibehalten. Synergien sollen vorrangig bei Einkauf, Produkt-Entwicklung und in den Fertigungsstrukturen, im Inland und im Ausland, realisiert werden.
Beide Bushersteller haben schon verschiedene Wasserstoff- und Brennstoffzellenbus-Prototypen realisiert (HyWeb, 09.05.00, 03.11.99).
In der Vergangenheit erreichten die beiden Hersteller zusammen einen Marktanteil von rund 35% in Deutschland. Europaweit wird die neue Busgruppe mit einer Produktion von ca. 8.500 Bussen und Buschassis sowie einem Umsatz von 2,5 Mrd. DM einen Marktanteil von ca. 15% erreichen.
MAN unterhält bereits seit langer Zeit Lieferbeziehungen zu NEOPLAN. Die Hälfte aller NEOPLAN-Busse wird mit MAN-Motoren ausgerüstet und MAN lieferte fahrfertige Buschassis für NEOPLAN-Exporte nach Afrika.
Die Umsetzung der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der zuständigen Gremien und Behörden.
MA
Honda FCX-V3 Brennstoffzellen-Auto für die California Fuel Cell Partnership
HyWeb, 03.10.00: Am 28. September hat Honda Motor Co., Ltd. das Brennstoffzellen-Auto FCX-V3 präsentiert, das im Rahmen der California Fuel Cell Partnership (CaFCP), die im November mit der Demonstration von Fahrzeugen beginnen wird, eingesetzt werden soll. Honda wird den potentiellen Brennstoffzellenmarkt in Japan und den USA durch Demonstrationseinsätze prüfen; der Einsatz im Rahmen der CaFCP in Kalifornien, USA, ist ein erster Schritt, um Hondas Brennstoffzellenforschung in das Stadium der Marktforschung zu bringen.
Honda unterstützt grundsätzlich die zukunftsorientierten Ziele und Ansätze der CaFCP, und plant die weitere Teilnahme an den laufenden Tests mit dem Ziel der Marktanalyse für Brennstoffzellen-Autos.
Foto: Honda
In dem Brennstoffzellen-Auto FCX-V3 hat Honda ein Brennstoffzellensystem mit integrierter Steuerung, einem kompakteren Fahrmotor und einem Fahrgastraum realisiert, der vier Fahrgästen Platz bietet. Das Fahrzeug hat verbesserte Startfähigkeiten und einen leiseren Betrieb als Vorgängermodelle, die es einem kommerziellen Produkt näher bringen. Der Antrieb enthält einen Brennstoffzellenstack von Ballard, der mit Wasserstoff aus Hochdruckspeichern gespeist wird und mit einem neu entwickelten Ultra-Capacitor kombiniert ist. Die Kombination aus kontinuierlicher Leistung aus der Brennstoffzelle und der Spitzenleistung aus den Ultra-Capacitors ergeben einen Antrieb mit hoher Beschleunigung und Dynamik. Zusätzlich wurde Bremsenergierückgewinnung implementiert, die Entladungsverluste reduziert und weitere Maßnahmen ergriffen, um den Kraftstoffverbrauch weiter zu senken.
Der FCX-V3 ist das neueste in einer langen Reihe von Fahrzeugen, die Honda mit dem Ziel entwickelt hat, die Umweltbelastung durch die Fahrzeuge zu reduzieren, indem die Emissionern reduziert, die Energieeffizienz gesteigert und/oder alternative Kraftstoffe eingesetzt wurden. Der FXC-V3 beinhaltet viele Technologien, die Honda im Laufe der letzten Jahre entwickelt hat, z.B. die Antriebsmotor-Technologien aus dem EV Plus Batteriefahrzeug, das Energiemanagement-System aus dem Insight Hybridfahrzeug und die Hochdruck-Gasspeichertechnologie aus dem Erdgasfahrzeug Civic GX. Außerdem ist Honda sehr aktiv in der eigenen Forschung und Entwicklung von Brennstoffzellenstacks, die das Herzstück des Brennstoffzellenantriebs darstellen.
Fahrzeug Höchstgeschwindigkeit 130 km/h Fahrzeuggewicht
1,750 kg Motor max. Leistung 60 kW max. Drehmoment
238 Nm Motor-Typ
Permanentmagneterregter Wechselspannungs- Synchronmotor Brennstoffzellen-Stack Stack-Typ PEM (Ballard) Leistung
62 kW Kraftstoff Typ Reiner Wasserstoff Speichermethode
Wasserstoff-Hochdrucktank (250 bar) Speicherkapazität
100 l MA