HyWeb - Gazette

Der Newsletter von Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST) und dem Deutschen Wasserstoff-Verband (DWV) · 3. Quartal 2007 · 11. Jahrgang
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Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH

Reinhold Wurster: LBST Wasserstoff-Experte seit 1983 Werbung


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Das aktuelle Zitat (20.09.2007)

Neu auf H2Stations.org (20.09.2007)

hydrogen.tech 2007 – 200 Jahre Wasserstoff-Automobilität (20.09.2007)

DaimlerChrysler: Kleinserienfertigung des B-Klasse F-Cell ab 2010 (20.09.2007)

Air Products und HyGear kooperieren bei dezentralen Dampfreformern (20.09.2007)

HyPath plant Roadmap für Wasserstoffbusse (20.09.2007)

USA: Brennstoffzellenbusse genehmigt für Connecticut, Massachusetts und New York (19.09.2007)

NASA beendet Test von BMW Hydrogen 7 (18.09.2007)

Linde nimmt neue Wasserstoffverflüssigungsanlage in Leuna in Betrieb (18.09.2007)

Brennstoffzelle macht bei Ford aus Lackierdämpfen Energie (03.09.2007)

HyCentA: Grüner Wasserstoff aus Graz und Zweite Österreichische Wasserstoffkonferenz (29.08.2007)

Kanada: 20 Wasserstoffbusse für die Olympischen Winterspiele 2010 in Whistler (20.08.2007)

Samsung präsentiert Brennstoffzellen-Dockstation für Laptops (17.08.2007)

Südzucker und Fraunhofer-Gesellschaft kooperieren bei Entwicklung von Bioethanol-Brennstoffzellen (17.08.2007)

Indien: Kooperation von Reva und Indian Oil ungewiss (17.08.2007)

Argentinisch Patagonien: Südlichste Wasserstofftankstelle in Betrieb (17.08.2007)

Island: Mit SMART-H2 in Richtung grüne Wasserstoffzukunft (10.08.2007)

Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW veröffentlicht Übersicht über Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Produkte (08.08.2007)

Honda präsentiert den neuen FCX Concept in Gotland / Ein FCX geht an die bislang jüngste Brennstoffzellenfahrerin (26.07.2007)

ChangAn testet ersten chinesischen Wasserstoff-Verbrennungsmotor (23.07.2007)

Wasserstoffkompetenz-Zentrum Herten/NRW (19.07.2007)

Das aktuelle Zitat (12.07.2007)

Neu auf H2Stations.org (12.07.2007)

Vorankündigung: hydrogen.tech 2007 – 200 Jahre Wasserstoff-Fahrzeuge (12.07.2007)

"Très chic": die kanadische Wasserstoff-Installations-Vorschrift CHIC (11.07.2007)

GM gibt Gas bei Kommerzialisierung (10.07.2007)

Deutschland: Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie veröffentlicht Arbeitsprogramm (10.07.2007)

Proton Motor schafft Raum für höhere Fertigungskapazitäten (09.07.2007)

NHA: Katalog an Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Produkten online (06.07.2007)

British Columbia und Scandinavian Hydrogen Highways kooperieren (04.07.2007)

Belgien: Erste Schritte in Sachen Wasserstoff im Verkehr (02.07.2007)

Deutsches Förderprogramm für Mikrobrennstoffzellen startet mit 9 Projekten (02.07.2007)

Europäisches Parlament verabschiedet Deklaration "Green Hydrogen Economy" (02.07.2007)

 

 

 

 

Das aktuelle Zitat

"Aktuell wird der Forschungsbereich Fuel Cell Activities (FCA) mit seinen über 600 Mitarbeitern in die reguläre Serienentwicklung integriert und erhält damit eine zentrale Bedeutung innerhalb des Konzerns. Damit bereiten wir uns auf die Serienproduktion der Brennstoffzellen-Technologie vor."

Carl-Peter Forster, Präsident von GM Europe, Pressemitteilung, 3. September 2007

 

 

Neu auf H2Stations.org seit 12.07.2007:

• neu geplant: Arnhem (Niederlande)
• neu erfasst: Skaramanga (Griechenland), South Windsor, Wallingford (CT, USA), Pico Truncado (Argentinien)
• in Betrieb genommen: stationäre Tankstelle in Jamestown (Florida, USA), Selfridge (Michigan, USA), Minot (North Dakota, USA), Antwerpen, Brüssel (Belgien)

Aktuell sind 290 Tankstellen erfasst.

Link: www.H2Stations.org

PS

 

 

hydrogen.tech 2007 – 200 Jahre Wasserstoff-Automobilität
HyWeb, 20.09.2007: Die hydrogen.tech 2007 steht ganz im Zeichen von 200 Jahren Wasserstoff-Automobilität. Mit einem Patent und Demonstrator des Schweizers François Isaac de Rivaz begann bereits 1807 die Geschichte des Wasserstoffautos. Das Rivaz'sche Wasserstoffmobil absolvierte 1813 einen erfolgreichen Testlauf. Mit insgesamt 25 Zündungen von Hand gelang es eine Distanz von ca. 100 Metern zurückzulegen mit dem immerhin etwa 1t schweren Wasserstoffmobil.

hydrogen.tech 2007
Bild: Rivaz Wasserstoffmobil (H2mobility.org / LBST)

Um die aktuellen, fortgeschrittenen Entwicklungen soll es 2007 auf der hydrogen.tech 2007 gehen. Diese findet am 4. und 5. Dezember in München statt. Veranstalter ist der TÜV SÜD in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik.

Link: www.akd.tuev-sued.de

PS

 

 

DaimlerChrysler: Kleinserienfertigung des B-Klasse F-Cell ab 2010
HyWeb, 20.09.2007: Laut Nachrichtenagentur Reuters hat DaimlerChrysler während der Frankfurter Automesse (IAA) verlauten lassen, Anfang 2010 mit der Kleinserienfertigung des B-Klasse F-Cell zu beginnen. Noch ist nicht entschieden, wie die Autos den Kunden angeboten werden sollen, wahrscheinlich aber auf Leasingbasis. Die Kosten dieser Autos werden die von herkömmlichen Fahrzeugen allerdings noch bei weitem übertreffen, so Thomas Weber, Konzernchef für Forschung und Entwicklung bei Mercedes.

DaimlerChrysler, B-Klasse, F-cell
Bild: DaimlerChrysler

PS/SG

 

 

Air Products und HyGear kooperieren bei dezentralen Dampfreformern
HyWeb, 20.09.2007: Air Products und HyGear haben eine Kooperationsvereinbarung getroffen, die den Verkauf und das Marketing kleiner dezentraler Dampfreformer (5-10 Nm³/h) für verschiedene Anwendungsbereiche vorsieht, darunter auch für Wasserstofftankstellen. Zum ersten Mal in die Tat umgesetzt
wird die Kooperationsvereinbarung von Air Products und HyGear bei einer Tankstelle, die bis Ende 2007 in Toulouse (Frankreich) errichtet werden soll. Diese Tankstelle ist Teil des von Gaz de France angeführten AltHyTude Projektes. Der Vertrag umfasst eine phasenweise Einführung von HyGear Produkten bei Kunden von Air Products.

PS/SG

 

 

HyPath plant Roadmap für Wasserstoffbusse
HyWeb, 20.09.2007: Das EU-Projekt HyFLEET:CUTE hat den Auftakt zu dem ein Jahr dauernden Projekt „HyPath“, angekündigt, im Rahmen dessen eine detaillierte Roadmap zur Kommerzialisierung von wasserstoffbetriebenen Bussen entwickelt werden soll. Mehr als 300 hochrangige europäische Entscheidungsträger werden persönlich angesprochen mit Vertretern aus Politik, Industrie und Kunden zusammen diese Roadmap zu entwickeln. HyPath soll spezielle Aktivitäten in der Zeit nach HyFLEET:CUTE betreuen – ab 2009 z.B. im Zusammenhang mit der europäischen Joint Technology Initiative (JTI) für Brennstoffzellen und Wasserstoff sowie anderen Programmen auf nationaler Ebene. Weiter Informationen über den Roadmap-Prozess und Möglichkeiten zur Interessensbekundung an einer Teilnahme unter:

http://www.global-hydrogen-bus-platform.com/hypath1/

PS

 

USA: Brennstoffzellenbusse genehmigt für Connecticut, Massachusetts und New York
HyWeb, 19.09.2007: Das US-amerikanische Northeast Advanced Vehicle Consortium (NAVC) gab aus Anlass der Unterzeichnung von Projektverträgen mit der Federal Transit Administration den Start von sechs neuen Projekten bekannt, die im Rahmen des nationalen Bus-Programmes abgeschlossen wurden. Dieses Programm hat zum Ziel den Weg hin zur Kommerzialisierung von Wasserstoffbussen zu konsolidieren und beschleunigen.

Die wesentlichen neuen Projekte im Rahmen des NAVC sind:

PS

 

 

NASA beendet Test von BMW Hydrogen 7
HyWeb, 18.09.2007: Anfang August dieses Jahres beendeten BMW North America und die NASA einen acht Wochen dauernden Test des BMW Hydrogen 7s. Der Test fand im Rahmen des Space Act Agreement zwischen NASA und BMW statt und unterstreicht den Willen beider Organisationen die Wasserstofftechnologie, deren Nutzung im Bereich innovativer Transportkonzepte sowie alternativen Energien voranzubringen. Während der Testphase hatte das NASA-Person vollen Zugang zu einer Flotte von BMW Hydrogen 7s, die mit flüssigem Wasserstoff betrieben werden vergleichbar dem für NASAs Space Shuttles. Betankt wurden die Fahrzeuge direkt auf dem Gelände der NASA durch die dort vorhandene Wasserstoffversorgung.

BMW Hydrogen 7s test at NASA Bild: BMW

100 Fahrzeuge vom Typ BMW Hydrogen 7s wurden bisher gebaut. 25 davon fahren im Rahmen von Testprogrammen in den USA. Weltweit hat die Flotte bereits mehr als 1,3 Millionen Meilen zurückgelegt. BMW ist derzeit der einzige Autohersteller, der bei der Speicherung des Wasserstoffes an Bord von Fahrzeugen Flüssigwasserstoff verwendet.

PS

 

 

Linde nimmt neue Wasserstoffverflüssigungsanlage in Leuna in Betrieb
HyWeb, 18.09.2007: Anfang dieses Monats hat Linde seine zweite Wasserstoffverflüssigungsanlage am Chemiestandort Leuna in Betrieb genommen. Das Investmentvolumen für die neue Anlage beläuft sich auf über 20 Millionen Euro. Die bis dahin einzige Anlage dieser Art steht in Ingolstadt und wird ebenfalls von Linde betrieben. Beide Verflüssigungsanlagen haben eine Produktionskapazität von je 3.000 l/h Flüssigwasserstoff (LH2). Dies entspricht etwa 5t LH2 pro Tag. Die Anlage wird von einer benachbarten Wasserstoffproduktionsanlage via Gaspipeline versorgt. Der Flüssigwasserstoff geht dann per Tanklastwagen an den Kunden.

Linde Verflüssiger Leuna 2007
Bild: Linde

Linde will die Nachfrage von Wasserstofffahrzeugen zunehmend durch nachhaltige Wasserstoffproduktion decken.

PS

 

 

Brennstoffzelle macht bei Ford aus Lackierdämpfen Energie
HyWeb, 03.09.2007: Ford Motor Co. Kauft eine FuelCell Energy Brennstoffzelle vom Typ DFC300MA für das Werk in Oakville, Ontario. Lösemitteldämpfe aus der dortigen Fahrzeuglackiererei sollen hiermit energetisch genutzt werden. Im Werk in Oakville fallen ausreichend flüchtige organische Verbindungen (VOCs) an um eine 300 kW Brennstoffzelle zu betreiben. Bisher wurden die Dämpfe in die Atmosphäre abgegeben. Das System ist multivalent ausgelegt, d.h. auf andere Brennstoffe kann automatisch gewechselt werden.

Das Brennstoffzellenkraftwerk wird durch Industry Canada und durch das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Handel in Ontario finanziert mit dem Ziel verstärkt alternative Energiequellen zu nutzen. Die Realisierung erfolgt gemeinsam durch FuelCell Energy und seinem Vertriebspartner Enbridge. Die Installation und Integration des Kraftwerkes in Fords Fertigungswerk wird durch Arencibia Associates organisiert.

Mit einer Realisierung wird Anfang 2008 gerechnet. Ford und Detroit Edison, die gemeinsam die Rechte besitzen an der Reinigungs- und Separationstechnologie für Lackierdämpfe, planen bei positiven Erfahrungen das Konzept in anderen Fordwerken einzusetzen oder es als Lizenz anderen Herstellern zur Verfügung zu stellen, die ähnliche Lackierprozesse verwenden.

PS

 

 

HyCentA: Grüner Wasserstoff aus Graz und Zweite Österreichische Wasserstoffkonferenz
HyWeb, 29.08.2007: Um die Stellung der österreichischen Forschung und Entwicklung auf dem zukunftsträchtigen Gebiet der Wasserstofftechnologie sowie den Anschluss an internationale Forschungsaktivitäten zu sichern, wurde im Jahr 2005 in Kooperation mit einer Reihe österreichischer Partner auf dem Gelände der Technischen Universität Graz das HyCentA (Hydrogen Center Austria) errichtet. Neben den Prüfständen, die mit Anschlüssen für Stickstoff, Helium, flüssigen und gasförmigen Wasserstoff (bis ca. 1.6 MPa), sowie modernster Messtechnik und Sensorik ausgestattet sind, gibt es vor Ort auch Abgabestellen für flüssigen und gasförmigen Wasserstoff bis 40 MPa.

HyCentA Wasserstofftankstelle, Graz, 2007  Bild: HyCentA Research GmbH

Ab Oktober 2007 wird auf dem Gelände des HyCentA unter der Projektleitung der Joanneum Research Forschungsgesellschaft in Kooperation mit HyCentA und weiteren Industriepartnern „Die Öko-Wasserstoff-Tankstelle der Zukunft“ errichtet. Öko-Wasserstoff wird so vor Ort mittels Wasserelektrolyse aus Öko-Strom erzeugt. Der dabei anfallende Sauerstoff sowie die Wärme werden ebenfalls einer Nutzung zugeführt.

Joanneum Research veranstaltet in Kooperation mit dem HyCentA als Aktivität der HyCentA-Informationsplattform vom 26.-27. September 2007 die "Zweite Österreichische Wasserstoff-Konferenz" in Graz. Schwerpunktthemen bei dieser Konferenz sind Betrachtungen des Potentials von Wasserstoff als Energieträger der Zukunft, Neuentwicklungen bei Wasserstoff und Wasserstofftankstellen im Verkehrsbereich, sowie die Herstellung von Öko-Wasserstoff aus erneuerbaren Energien.

Links:
www.joanneum.at/ief/wasserstoff
www.hycenta.tugraz.at

www.H2stations.org

PS

 

 

Kanada: 20 Wasserstoffbusse für die Olympischen Winterspiele 2010 in Whistler
HyWeb, 20.08.2007: BC Transit, die Verkehrsbehörde der kanadischen Province British Columbia, hat einen Auftrag für den Bau einer Flotte von 20 Wasserstoff-Brennstoffzellen-Bussen vergeben. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 46,4 Millionen CAN$. New Flyer Industries aus Winnipeg, Kanada, wird die 20 Busse bis 2009 liefern. Ein Vorabmodell soll 2008 in Victoria, Kanada, getestet werden. Die Niederflurbusse werden eine Reichweite von 500 km, eine Spitzengeschwindigkeit von 90 km/h und eine Lebensdauer von 20 Jahren haben. Die drei wichtigsten Unterauftragsnehmer sind die ISE Corporation aus San Diego/USA, die für die Hybridtechnik zuständig sind, Ballard Power Systems aus Burnaby/Kanada, die die Brennstoffzellensysteme liefern werden, sowie Dynetek Industries aus Calgary/CAN, die das Wasserstoff-Speichersystem beistellen.

Im November 2006 stellte die Provinz British Columbia erstmals 10 Millionen CAN$ bereit für die Entwicklung des Buskonzeptes. 45 Millionen CAN$ hat der bundeseigene Fond "Public Transit Capital Trust" vorgesehen für die Flotte Wasserstoff-Brennstoffzellen-Bussen und der dafür notwendigen Infrastruktur an Wasserstofftankstellen. BC Transit wird die verbleibenden 34 Millionen CAN$ bereitstellen, die für den Betrieb der neuen Busflotte für eine Dauer von 5 Jahren veranschlagt werden.

Die neue Busflotte wird 2009 in Whistler operieren und dort einen für die Öffentlichkeit weithin sichtbaren Beitrag zu den Olympischen Winterspielen 2010 leisten.

PS

 

 

Samsung präsentiert Brennstoffzellen-Dockstation für Laptops
HyWeb, 17.08.2007: Samsung hat eine Dockingstation mit einer 1200 Wattstunden Brennstoffzelle für Laptops präsentiert. Mit dieser Brennstoffzelle kann das Notebook Samsung Sense Q35 bei angenommenen Betrieb von 8 Stunden pro Tag an 5 Tagen pro Woche bis zu einen Monat lang arbeiten, ohne nachgeladen werden zu müssen.

Ende 2005 hat Samsung einen Brennstoffzellenprototyp vorgestellt, mit dem ein Laptop 15 Stunden lang mit ca. 100 ml Treibstoff läuft. Samsung hat seine Anstrengungen verstärkt die notwendingen Sicherheitsstandards einzuführen um bis Ende nächsten Jahres Brennstoffzellen in den Markt zu bringen.

PS/SG

 

 

Südzucker und Fraunhofer-Gesellschaft kooperieren bei Entwicklung von Bioethanol-Brennstoffzellen
HyWeb, 17.08.2007: CropEnergies AG aus Mannheim, einem Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Südzucker AG, sowie mehrere Institute der Fraunhofer Gesellschaft kooperieren um die Nutzung von Bioethanol in Brennstoffzellen voranzubringen. Das gemeinsame Forschungsvorhaben zielt auf den Gebrauch von Bioethanol-Brennstoffzellen für portable/mobile Anwendungen, wie z.B. Mobiletelefone, Bordenergieversorgung für Lastkraftwagen, Busse und Autos, sowie Anwendungen im Freizeit- und Campingbereich genauso wie im stationären Bereich zur kombinierte Strom- und Wärmeversorgung ab.

CropEnergies ist einer der größten europäischen Bioethanolhersteller. Verschiedene Teile der Fraunhofer Gesellschaft sind in dem Vorhaben beteilegt, unter anderem das Fraunhofer-Team Direktethanol-Brennstoffzelle, das Fraunhofer Institut für solare Energiesysteme (ISE) und das Fraunhofer Institut für keramische Technologien und Systeme (IKTS).

PS/SG

 

 

Indien: Kooperation von Reva und Indian Oil ungewiss
HyWeb, 17.08.2007: Laut der indischen Zeitung “The Hindu” verläuft das gemeinsame Projekt "Fuel Cell Car" der Reva Electric Car Company und der Indian Oil Corporation (IOC) im Sand. Eine vor zwei Jahren unterschriebene Absichtserklärung beider Parteien lief im Juni diesen Jahres aus, ohne von IOC weiter verfolgt worden zu sein.
Laut Absichtserklärung sollte IOC die Initiative bei einem Pilotprojekt zur Entwicklung von zwei Wasserstofffahrzeugen übernehmen, mit dem Ziel, die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger im Land weiter zu entwickeln. Außerdem sollte IOC die Wasserstoffinfrastruktur für die Demonstrationsprojekte anlegen.

IOC hatte eine Entwicklungsplan ausgearbeitet, um mit der Produktion, Lagerung und Verteilung des Wasserstoffs zu beginnen. Beide Firmen waren sich darin einig, eine Erstinvestition von zwischen 100 und 150 Millionen Rands zu tätigen, um die mit Brennstoffzellenfahrzeuge zu entwickeln, die bis 2010 auf den Markt gebracht werden sollten. Vertrauten Quellen zufolge hält das IOC das Projekt für nicht realisierbar.

PS/SG

 

 

Argentinisch Patagonien: Südlichste Wasserstofftankstelle in Betrieb
HyWeb, 17.08.2007: Im März 2007 ging Pico Truncados Wasserstoff-Demonstrationsanlage in Betrieb. Pico Truncado liegt in Argentinisch Patagonien in der Provinz Santa Cruz.

H2Truncado, Argentine Patagonia
Bild: H2Truncado

So wie es aussieht, ist die Wasserstoff-Demonstrationsanlage von Pico Truncado die am südlichsten gelegene dedizierte Wasserstofftankstelle. Sinn und Zweck der Demonstrationsanlage ist es, die Verlässlichkeit von Wasserstoff im Alltag zu testen. Der Wasserstoff wird durch Elektrolyse von Wasser hergestellt und via Pipelines an Kompressoren weitergeleitet, die ihn auf 20 MPa (200 bar) verdichten. Der komprimierte Wasserstoff kann vor Ort über einer Zapfsäule abgegeben werden. Strom wird aus einem Windpark in der Nähe bezogen, der eine installierte Leistung von mehreren Megawatt hat.

Links:
www.H2stations.org/overview/fillingdata/filling290.html
www.H2Truncado.com.ar

PS/SG

 

 

Island: Mit SMART-H2 in Richtung grüne Wasserstoffzukunft
HyWeb 08.10.2007: Seit drei Jahren sind die 2003 eingeführten Brennstoffzellenbusse von Mercedes und die Wasserstofftankstelle zuverlässig und sicher im Einsatz. In der Wasserstofftankstelle wurden mehr als 20 Tonnen Wasserstoff hauptsächlich an Busse, aber auch für andere Wasserstoffaktivitäten, abgegeben. Die Erfahrungen aus dieser Aktion waren für alle Partner von großem Wert, sie meinen, die Zeit sei nun reif für die Umstellung auf neue Produktionsbereiche und vorkommerzielle Aktivitäten.

VistaOrka – Mehrheitsaktionär des Projektträgers Iceland New Energy – hat mindestens 3,5 Millionen US $ bereit gestellt, um den nächsten Schritt in Richtung isländische Wasserstoffzukunft zu tun, die vollständig auf erneuerbare Energien setzt. Bei SMART-H2 (Sustainable Marine and Road Transport – Hydrogen Iceland) handelt es sich um eine unterstützte Markteinführung in gemischte Kundennischen. SMART-H2 schließt Wasserstoffautos, zugeschnittene APU Brennstoffzellensysteme an Bord von Schiffen, die Weiterentwicklung von Verteilungssystemen für Wasserstoff und genauso weitere Forschungsaktivitäten mit ein. Die Realisierungsphase beginnt im Juli 2007 und wird bis 2010 angesetzt. Neben Island werden auch andere internationale Partner an SMART-H2 teilnehmen.

Mitte Juli 2007 hat Quantum bekannt gegeben, dass sie den Zuschlag erhalten haben für die Lieferung von 10 Wasserstoff-Hybridfahrzeugen vom Typ Prius für das SMART-H2 Projekt. Kunden können diese Wasserstofffahrzeuge dann von VistaOrka entweder kaufen oder leasen. VistaOrka wird auch den technischen Service machen. Die ersten Kunden werden Unternehmen der Energiewirtschaft, Investmentfonds und der Autoverleih Hertz sein. Für die nächste Projektphase 2008/2009 sind weitere Wasserstofffahrzeuge geplant.

Auf einem Walbeobachtungsschiff, das bis zu 150 Passagiere aufnehmen kann und von Reykjavik aus operiert, wird ein Bordstromgenerator installiert. Er besteht aus einem 10-15 kW Hybrid Brennstoffzellensystem. Der Wasserstoff wird in Druckgasbehältern an Bord gespeichert. In einem Ausstellungsraum auf dem Schiff wird das Konzept von SMART-H2 und die Wasserstoffwirtschaft in Island vorgeführt.

Die Betriebsdaten werden gesammelt und in einschlägige Forschungsstudien einfließen. Diese Aktivität wird einen großen Teil von SMART-H2 ausmachen. Hierzu wurden Forschungsinstitute, Universitäten, Studenten von Master- und Promotions-Studiengängen benannt, um die Ergebnisse auch unter ökonomischen Gesichtspunkten auszuwerten.

Kontakt:
VistOrka, Hjalti Páll Ingólfsson, hpi@newenergy.is
Icelandic New Energy Ltd., Jón Björn Skúlason, skulason@newenergy.is

PS/SG

 

 

Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW veröffentlicht Übersicht über Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Produkte
HyWeb, 08.08.2007: Die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technik hat in vielen Bereichen deutliche Fortschritte in Richtung Markt erzielt. Eine nennenswerte Anzahl entsprechender Produkte ist bereits auf dem Markt verfügbar. Eine Übersicht über am Markt verfügbare Wasserstoff- und Brennstoffzellenprodukte hat nun das Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW der Energieagentur NRW herausgegeben, quasi das deutsche Pendant zur NHA-Produktdatenbank (siehe HyWeb-Artikel 3. Quartal 2007). Informationen über 40 Produkte und Produktkomponenten von 11 Unternehmen stehen derzeit auf www.brennstoffzelle-nrw.de zum Abruf bereit (siehe Rubrik „Brennstoffzellenprodukte“), allesamt Serienprodukte. Wer seine Produkte in der Übersicht vermisst, kann sich an Dr. Thomas Kattenstein von der Energieagentur NRW wenden (kattenstein@energieagentur.nrw.de).
Darüber hinaus steht seit Kurzem unter der Rubrik "Studium und Karriere" eine Stellenbörse rund um Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technik zur Verfügung.

PS

 

 

Honda präsentiert den neuen FCX Concept in Gotland / Ein FCX geht an die bislang jüngste Brennstoffzellenfahrerin
HyWeb, 26.7.2007: Die nächste Generation von Honda-Brennstoffzellenfahrzeugen des Typ FCX Concept hatte am 25. Juni 2007 sein europäisches Debüt am Gotland Ring in Schweden. Mit dem FCX Concept tritt Honda bei der Entwicklung von Brennstoffzellentechnologien in eine entscheidende Phase. Der FCX Concept stellt ein vollkommen neues Basiskonzept für Honda dar. Mit ersten Marketingaktivitäten für dieses neue Fahrzeug will Honda 2008 in Japan und den USA beginnen.

Honda FCX Concept debut Gotland 2007
Bild: Honda

Laut Honda liegt die Energieeffizienz des Fahrzeugs bei ca. 60%, das sei 10% besser als beim jetzigen FCX. Während in früheren Brennstoffzellenstacks von Honda Wasserstoff und Wasser bei der Stromerzeugung waagerecht durch die Zelle flossen, erfolgt dies beim FCX Concept von oben nach unten. Damit trägt die Schwerkraft dazu bei, den Abfluss des produzierten Wassers zu erleichtern, ein Schlüssel für eine höhere Performance des Brennstoffzellenstacks. Das neue Brennstoffzellenstack ist um 20% kleiner und um 30% leichter als das gegenwärtige Brennstoffzellenstack im FCX bei 14 kW mehr Leistung.

Honda V-Flow fuel cell concept
Neuer Stack mit vertikalem Wasserstoff- und Wasser-Fluss (links) im Vergleich zum alten Konzept (rechts). Bild: Honda

Das neue Brennstoffzellenstack ist um 20% kleiner und um 30% leichter als das gegenwärtige Brennstoffzellenstack im FCX bei 14 kW mehr Leistung. Der Antriebsmotor wurde in einem kompakteren Design in einer Linie zum Getriebe platziert. Die Leistungsfähigkeit stieg dabei um 15 kW. Alles in allem ist der Antrieb ca. 180 kg leichter als der des gängigen FCX und weist ein um ca. 40% geringeres Volumen auf. Die Kaltstartfähigkeit konnte beim FCX Concept auf bis zu -30°C verbessert werden, 10°C kälter als beim gängigen FCX. Als Hilfsstromquelle führt der FCX Concept eine kompakte Hochleistungs-Lithium-Ion-Batterie mit. Die Sitzbezüge und die Türverkleidung bestehen aus Honda Biofasern, einem strapazierfähigem Material auf pflanzlicher Basis.

Technische Daten des Honda FCX Concepts

Passagierzahl

4

Antrieb

Max. Leistung

95 kW (129 PS)

Max. Drehmoment

256 Nm

Typ

Honda AC-Synchronmotor

Brennstoffzellenstack

Typ

Honda PEM-Brennstoffzelle

Leistung

100 kW

Kraftstoff

Typ

komprimierter Wasserstoff

Speicher

Hochdruck Wasserstofftank (350 bar = 35 MPa)

Tankkapazität

171 Liter

Abmessungen (L×B×H)

4.760 × 1.865 × 1.445 mm

Höchstgeschwindigkeit

160 km/h

Energiespeicher

Lithium-Ion-Batterie

Reichweite

570 km (354 Meilen), Honda-Kalkulation basierend auf dem LA4-Fahrzyklus

Die 17-jährige Hollywood-Schauspielerin Q´orianka Kilcher erhielt im März dieses Jahres ein Honda FCX auf Leasingbasis. Damit ist sie die bis jetzt jüngste Fahrerin eines Brennstoffzellenautos. In der Zwischenzeit haben mehr Hersteller von Brennstoffzellen-Fahrzeugen Prominente als Imageträger ausgemacht.

Youngest fuel cell vehicle customer
Bild: Honda

PS/SG

 

 

ChangAn testet ersten chinesischen Wasserstoff-Verbrennungsmotor
HyWeb, 23.07.2007: Wie People's Daily Online berichtet hat China am 18. Juni 2007 seinen ersten eigenständig entwickelten Wasserstoff-Verbrennungsmotorgetestet. Die Entwicklung erfolgte seit 2005 durch ChangAn Auto Co. Ltd in Chongqing und war Teil des nationalen chinesischen Forschungsplanes mit dem Namen "863".

PS

 

 

Wasserstoffkompetenz-Zentrum Herten/NRW
HyWeb, 19.07.2007: Am 11. Juni fand in Herten (NRW) die konstituierende Sitzung des Projektbeirats für den Aufbau des Wasserstoffkompetenz-Zentrums Herten statt. Der Projektbeirat besteht aus 28 Vertretern aus den Bereichen Politik, Verwaltung und Industrie. Vorsitzender des Beirates ist Dr. Ingo Westen. Der Beirat wird die Stadt Herten im Aufbau des Wasserstoffkompetenz-Zentrums unterstützen. Ziel ist ein Netzwerk von Firmen und Institutionen für ein Engagement im Wasserstoffkompetenz-Zentrum zu gewinnen. Hierzu hat die Stadt Herten mit finanzieller Unterstützung durch das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW eine Studie erstellen lassen zur Potenzial- und Vermarktungsanalyse.

Kontakt: Dieter Mende, H2Herten, E-mail: Dieter.Mende@H2Herten.de, Web: www.H2Herten.de

PS

 

 

Das aktuelle Zitat

G8 Arbeitssitzung 7. Juni 2007, Heiligendamm
Bild: BPA

"Wir [werden] unsere Regierungen ersuchen, eine breite Palette möglicher Maßnahmen und verschiedener Instrumente zu fördern, mit denen der Energiebedarf und die CO2-Emissionen des Verkehrssektors deutlich reduziert werden können; hierzu gehören etwa innovative Motorentwürfe, alternative Kraftstoffe, Stadtplanungsmaßnahmen, öffentlicher Verkehr, die bestmögliche Verbindung zwischen den Verkehrsformen, die Erhöhung des Anteils alternativer Kraftstoffe und alternativer Energieträger (Biokraftstoffe, Wasserstoff, LPG/CNG, Elektrizität, Hybridantrieb usw.) am Gesamtkraftstoffverbrauch; Kraftstoffdiversifizierung, beispielsweise synthetische und zellulosebasierte Biokraftstoffe sowie CO2-freier Wasserstoff, insbesondere in Verbindung mit der Brennstoffzelle, werden entscheidend zur Verringerung der CO2-Emissionen des Verkehrssektors beitragen […]"

G8-Deklaration, Paragraph Nr. 68 "Verkehr", 7. Juni 2007

 

 

Neu auf H2Stations.org seit 22. März 2007:

· Amsterdam Noord (Niederlande)
·
Ottawa, Kapuskasing (Kanada)
· Deutschland: Hamburg Alster, Hamburg Köhlbrand, Hamburg Flughafen, Düsseldorf Messe, Stuttgart Flughafen, München Detmoldstraße
· Porsgrunn (Norwegen)
· Schottland
· Türkei
· USA: Las Vegas (Nevada), Des Plaines (Illinois/USA), Oviedo (Florida/USA), Topton, Hopewell (Ostküste USA)

Link: www.H2Stations.org

PS

 

 

Vorankündigung: hydrogen.tech 2007 – 200 Jahre Wasserstoff-Fahrzeuge
TÜV SÜD logo LBST logo HyWeb, 12.07.2007: Die zweite hydrogen.tech Konferenz findet im Jubiläumsjahr 200 Jahre Wasserstoff-Automobilität statt. Nichtsdestotrotz werden auch dieses Jahr wieder aktuelle Entwicklungsfortschritte das Hauptthema der hydrogen.tech 2007 sein, die am 4. und 5. Dezember in München stattfindet. Veranstalter ist der TÜV SÜD in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik.

Kontakt: Ute Alius, ute.alius@tuev-sued.de, Tel. +49 (0)89 5791-1647

PS

 

 

"Très chic" – The Canadian Hydrogen Installation Code (CHIC)
BNQ logo HyWeb, 12.07.2007: Eine neue Vorschrift zur Installation von Wasserstofftechnologien (CHIC – Hydrogen Installation Code) wurde in Kanada veröffentlicht. Zuvor konnten Wasserstoffsysteme durch die zuständige Behörde nur im Rahmen eines für beide Seiten aufwendigen Ausschlussverfahrens genehmigt werden. Die Notwendigkeit für eine neue Vorschrift war daher seit Anbeginn bei den Regierungen von Kanada und Québec vorhanden, die beide die Entwicklung der neuen Vorschrift finanzierten.

Es wird davon ausgegangen, dass mit der neuen Vorschrift die Kommerzialisierung von Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologien erleichtert und das Vertrauen der Verbraucher in diese Technologien gewonnen wird. Beispielsweise definiert CHIC die Voraussetzungen für die Realisierung von Wasserstofftankstellen zur Betankung von gasförmigem Wasserstoff, egal ob der Wasserstoff an der Tankstelle oder zentral per Elektrolyse oder Gasreformierung hergestellt oder per LKW flüssig oder gasförmig angeliefert wird. Ebenfalls darin aufgeführt sind Richtlinien für die Installation von Notstrom-Brennstoffzellen oder -Generatoren in Privat- und Geschäftsgebäuden.

Der kanadische Hydrogen Installation Code ist ein nationaler Standard, der vom Bureau de normalisation du Québec (BNQ) herausgegeben wird als CAN/BNQ 1784-000. Erstellt wurde der Code durch ein technisches Komitee, angeführt von Randy Dey von CCS. CHIC wurde durch das Interprovincial Gas Advisory Council (IGAC) angenommen, dem 14 Genehmigungsbehörden auf allen Verwaltungsebenen in Kanada angehören.

Kontakt: bnqinfo@bnq.qc.ca

PS

 

 

GM gibt Gas bei Kommerzialisierung
HyWeb, 10.07.2007: General Motors (GM) schickt mehr als 500 Brennstoffzellenexperten aus seinen Entwicklungslaboratorien in Ingenieursbereiche um die Produktionsvorbereitungen voranzutreiben. Von den 500 Mitarbeitern werden mehr als 400 Brennstoffzelleningenieure der GM's Powertrain Group unterstehen und die Produktionsentwicklung der Brennstoffzellensysteme lancieren. Weitere 100 Mitarbeiter werden in GMs Global Product Development wechseln zur Integration der Brennstoffzelle in künftige GM-Modelle. Mehr als 150 Wissenschaftler und und Mitarbeiter im Programmsupport verbleiben GM's Research and Development Zentrum für die weitere Forschung an Wasserstoffspeichern, Brennstoffzellen und Kommerzialisierung fortzusetzen.

In einem nächsten Schritt werden wahrscheinlich Lieferverträge für Brennstoffzellenmembrane angekündigt, wie Burns in einem Interview mit Free Press mitteilte.

Chevrolet Equinox
Chevrolet Equinox (Image: H2mobility.org / GM)

Später in diesem Jahr wird das Brennstoffzellenfahrzeug Chevrolet Equinox im Rahmen des Projektes Driveway auf die Straße gebracht. Damit werden dann mehr als 100 Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Autos in New York, Washington, D.C. und Los Angeles in Kundenhand fahren. Darüber hinaus hofft GM bis 2010 insgesamt etwa 1.000 und bis 2015 etwa 100.000 Brennstoffzellenautos auf den Markt gebracht zu haben, so Larry Burns.

Kürzlich erst erschien der Sequel von GM, das als erstes Brennstoffzellenfahrzeug mit nur einer Tankfüllung Wasserstoff im inner- und außerstädtischen Verkehr mehr als 300 Meilen zurücklegte. Bei der Fahrt von der Honeoye Falls Anlage von GM (nahe Rochester) nach Westchester County (nahe New York) wurde dies öffentlich demonstriert.

GM Sequel
GM Sequel (Image: H2mobility.org / GM)

Laut Nachrichtenticker Adfero hat Produktionschef Bob Lutz in einem kürzlich von GM veröffentlichtem Podcast angekündigt, dass General Motors seinen Schwerpunkt verändern wird und verstärkt auf Kraftstoff sparende Fahrzeuge setzt. Deshalb werden Konzepte, wie z.B. der Cadillac Sixteen, aufgegeben und die freigewordenen Mittel in Effizienztechnologien umgelenkt, wie z.B. der Entwicklung sowohl Kraftstoff sparenderer Autos als auch Alternativen wie Wasserstoff-Brennstoffzellen-Autos und Hybrid-Elektrofahrzeuge.

Link: Video "GM Sequel 300 Miles" [YouTube]

PS

 

 

Deutschland: Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie veröffentlicht Arbeitsprogramm
HyWeb, 10.07.2007: Seit Ankündigung eines Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) im März 2006 hat sich viel getan. Gerade wurde die aktuelle Version 2.1 des "Nationalen Entwicklungsplans", das Arbeitsprogramm des NIP, veröffentlicht. Dieser liegt sowohl in deutscher als auch englischer Fassung vor.

Das NIP hat eine Laufzeit von 10 Jahren (2006-2016) und ist mit insgesamt 500 Millionen EUR Fördervolumen ausgestattet, von denen 5 Mio. EUR im Jahr 2006, 39 Mio. EUR im Jahr 2007 und jeweils 40 Mio. EUR in den Jahren 2008 und 2009 bereitgestellt werden. Für den Zeitraum 2010-2016 werden 351 Mio. EUR im Rahmen der "Hightech-Strategie Deutschland" veranschlagt.

Das Arbeitsprogramm des NIP sieht folgende Investitionen vor:

Anwendung

Millionen EUR
(2007-2015)

Anteil
[%]

Anteil
[%]

Verkehr

F&E

658

57

54

Demonstration

478

42

Querschnitt

8

1

Summe Verkehr

1.144

100

Hausenergie

F&E

361

72

24

Demonstration

141

28

Summe Hausenergie

502

100

Industrie

F&E

80

32

12

Demonstration

170

68

Summe Industrie

250

100

Spezielle Märkte

F&E

69

31

10

Demonstration

152

69

Summe Spezielle Märkte

221

100

Gesamt

F&E

1.168

55

100

Demonstration

949

45

Gesamtsumme

2.117

100

Das NIP wird als Gesamtprogramm von der gerade in Aufbau befindlichen, bundeseigenen Programmgesellschaft NOW (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie GmbH) koordiniert. Die inhaltlich-organisatorische Umsetzung des NIP ist auf zwei Gesellschaften verteilt. NOW ist für die Bewertung und Auswahl von Demonstrationsprojekten zuständig, während der Projektträger Jülich (PTJ) für die Umsetzung der Forschungs- und Entwicklungsvorhaben verantwortlich ist. Die inhaltliche Kontrolle des nationalen Innovationsprogramms liegt bei der Koordinierungsgruppe des Strategierats, die als Beirat der NOW fungiert.

Link: Nationaler Entwicklungsplan Version 2.1 vom 30.04.2007 [Deutsch | Englisch]

PS

 

 

Proton Motor schafft Raum für höhere Fertigungskapazitäten
HyWeb, 09.07.2007: Proton Motor Fuel Cell GmbH wird ihren neuen Standort in Puchheim bei München haben. In der neuen Firmenzentrale des Brennstoffzellenexperten befinden sich künftig Verwaltung, Entwicklung sowie die Produktion unter einem Dach. Das Gebäude bietet Platz für etwa 100 Mitarbeiter und ausreichend Kapazitäten für künftige bauliche Erweiterungen. Mit dem Umzug an den neuen Standort schafft das bislang auf fünf Standort in Starnberg bei München verteilte Unternehmen eine wichtige Basis für die verstärkte Kommerzialisierung seiner Brennstoffzellentechnologie sowie für eine automatisierte Fertigung, was als wichtige Voraussetzung für eine kostengünstige Produktion von Brennstoffzellen-Komponenten und -Systemen gesehen wird.

Proton Motor, Still H2-Brennstoffzellen-Gabelstapler, 2007 Proton Motor, Puchheim, Eröffnung, 2007
Bilder: Proton Motor

PS

 

 

NHA: Katalog an Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Produkten online
HyWeb, 06.07.2007: Der US Wasserstoffverband (National Hydrogen Association – NHA) hat einen Onlinekatalog mit Produkten aus dem Bereich Wasserstoff und Brennstoffzellen veröffentlicht. Der Katalog lässt sich nach Hersteller, Anwendung, Produktnamen und Produktkategorie durchsuchen. Derzeit umfasst der Katalog 36 Produkte. Firmen können ihre Produkte kostenfrei einstellen.

Links (Webseite nur in englisch verfügbar):

Suchen >> http://www.hydrogenassociation.org/general/productsSearch.asp
Hinzufügen >> http://www.hydrogenassociation.org/general/productsAdd.asp

PS

 

 

British Columbia und Scandinavian Hydrogen Highways kooperieren
HyWeb, 04.07.2007: British Columbias Hydrogen Highway (BC Hydrogen Highway) und die Skandinavische Hydrogen Highway Partnerschaft (SHHP) haben eine Absichtserklärung unterschrieben, in der sie offiziell bekannt geben, in den zwei Regionen bei der Entwicklung von so genannten „Hydrogen Highways“ zusammenzuarbeiten, wie es auf einem Treffen während der Hydrogen and Fuel Cell Konferenz und Fachmesse in Vancouver Anfang Mai 2007 vereinbart worden war. Ziele der Partnerschaft beinhalten folgendes:

Mit der Absichtserklärung wollen die Beteiligten beider Projekte allfällige Hindernisse bei der kommerziellen Entwicklung von Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologien gemeinsam angehen.

Links:

www.scandinavianhydrogen.org
www.hydrogenhighway.ca

PS/SG

 

 

Belgien: Erste Schritte in Sachen Wasserstoff im Verkehr
HyWeb, 02.07.2007: Belgien hat seinen ersten Wasserstoffbus, es gibt eine erste Wasserstofftankstelle und ein erstes Wasserstoffauto fährt in Brüssels bzw. Antwerpen.

VanHool hydrogen fuel cell bus, Antwerp, Belgium, June 2007
Bild: VanHool

Seit dem 18. Juni 2007 können Passagiere zwischen Lier und Antwerpen einen Wasserstoff-Brennstoffzellen-Hybridbus nehmen. Der belgische Bushersteller VanHool und sechs weitere Partner haben den Bus gebaut. Während einer 6 Monate dauernden Demonstrationsphase wird der Bus im regulären Verkehrsbetrieb seinen Dienst leisten.

Total, H2 refuelling station, Brussels, Belgium, June 2007
Bild: Total

Am 12. Juni 2007 hat Total an der Tankstelle Anderlecht in Brüssel, Belgien, die erste Wasserstofftankstelle errichtet. Der Betrieb dieser Anlage ist vorläufig bis eine integrierte Tankstelle in der Brüsseler Gegend genehmigt ist. In der Tankstelle wird der Wasserstoff in flüssiger Form gespeichert und an BMW Wasserstofffahrzeuge ausgegeben. In der endgültigen Tankstelle wird der Wasserstoff Bussen und anderen Fahrzeugen sowohl flüssig, als auch gasförmig zur Verfügung stehen. Weitere Informationen hierzu auf H2stations.org.

BMW Hydrogen 7, Commissioners Piebalgs and Verheugen, May 2007
Von links nach rechts: EU-Kommissar Andris Piebalgs, Günther Verheugen sowie BMW Mitglied des Vorstandes Ernst Baumann (Bild: BMW)

Die erste Brüsseler Wasserstofftankstelle ist Teil eines Gemeinschaftsprojektes von Total, BMW und Linde. BMW hat eine mit Wasserstoff betriebenes Modell der bekannten 7er Serie weiterentwickelt, in seiner aktuellen Version "Hydrogen 7" genannt. Der Wasserstoff wird in flüssiger Form an Bord gespeichert und in einem entsprechend angepassten Vebrennungsmotor genutzt. Derzeit bietet BMW die erste Serie von 100 Wasserstoffautos ausgewählten, prominenten Kunden an. In Brüssel übergab BMW im Mai dieses Jahres ein Hydrogen 7 an die EU-Kommissare Andris Piebalgs und Günther Verheugen.

PS/SG

 

 

Deutsches Förderprogramm für Mikrobrennstoffzellen startet mit 9 Projekten
HyWeb, 02.07.2007: Im Rahmen einer Kick-off-Veranstaltung fiel am 15. Juni 2007 in München der Startschuss für Europas größtes Fördervorhaben für Mikrobrennstoffzellen. Rund 18 Millionen Euro Förderung stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bereit.

Neun Verbundprojekte werden durch das Programm "Leitinnovation Brennstoffzelle" gefördert: myPower (100W Direkt-Methanol-Brennstoffzellenystem), BZ-Battext (Brennstoffzellensystem als Batterie-Extender), DDMFC (Dampfbetriebende Direkt-Methanol-Brennstoffzelle), I² BRENN (Mikrobrennstoffzellenkaskade mit integriertem Wasserstoffspeicher), MIMEMIZ (Methanol-Mikroreformer und Hochtemperatur-PEM), MicroPower (Methanol-Mikroreformer und Hochtemperatur-PEM), ZiLuZell (Zink/Luft-Mikrobrennstoffzelle), Mobile und Portable Brennstoffzellen (Verbesserung von Peripheriekomponenten sowie der Systemintegration) und PemGen (PEM-Brennstoffzellen mit Wasserstoffmikrogenerator).

Allen Projekten gemein ist, dass sie auf industriell umsetzbare Produkte abzielen und sich dem Gesamtsystem widmen, bestehend aus Speicher, Energiewandler und Regelung bzw. Peripherie.

Link: www.mikrobrennstoffzellenzukunft.de

PS

 

 

Europäisches Parlament verabschiedet Deklaration "Green Hydrogen Economy"
HyWeb, 02.07.2007: Mit 420 Unterschriften hat das Europäische Parlament eine Deklaration verabschiedet, in der in Partnerschaft mit engangierten Regionen und Städten, kleinen und mittleren Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, ein grünes Wasserstoffwirtschaftssystem und eine dritte industrielle Revolution in Europa begründet wird.

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering, gab zu Beginn der Sitzung in Straßburg bekannt, dass die Deklaration mit der Unterschrift von über der Hälfte der Parlamentsmitglieder angenommen worden sei. Die schriftliche Erklärung fordert die Europäischen Institutionen auf:

Laut den Mitgliedern des Europäischen Parlaments nehmen globale Erwärmung und die Kosten für fossile Brennstoffe zu und sind im Zusammenhang mit der Debatte über die zukünftige Energiepolitik und den Klimawandel zu sehen, die das Europäische Parlament und die Europäische Kommission in Gang gesetzt hat. Eine Vision postfossiler Brennstoffe und einer Ära nach der Kernenergie sollte das nächste wichtige Projekt der Europäischen Union werden.

In der Deklaration werden fünf Schlüsselfaktoren für die Unabhängigkeit bei der Energieversorgung genannt: Maximierung der Energieeffizienz, Reduktion der Emissionen, die zur globalen Erwärmung führen, Optimierung der kommerziellen Einführung erneuerbarer Energien, Etablierung der Wasserstoff- Brennstoffzellentechnologie zur Speicherung erneuerbare Energien und die Schaffung von intelligenten Energieversorgungsnetzen zur Energieverteilung.

Download: "Declaration on Green Hydrogen Economy" [Deutsch | English]

PS/SG

 

 

 


Interessante Webseiten

www.H2Mobility.org
Alle H2/BZ-Fahrzeuge, -Flugzeuge, -Schiffe, -Züge, ...

www.H2Stations.org
Alle Wasserstoff-Tankstellen weltweit

www.infotools.HFPeurope.org
Datenbanken zu H2/BZ-Projekten, Centres of Excellence etc.

www.Innovation-Brennstoffzelle.de
Allgemeine Informationen zu den Themen Energie, Wasserstoff und Brennstoffzellen.
(Website von Vattenfall, realisiert von HyWeb)

www.H2Data.de
Grundlegende Wasserstoff-Daten

www.Energiekrise.de
Informationen zu fossilen Energiereserven

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