HyWeb - Gazette
Der Newsletter von HyWeb und dem Deutschen Wasserstoff-Verband (DWV) ·3. Quartal 2002 6. Jahrgang ã L-B-Systemtechnik GmbH
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Weiterbildung für Brennstoffzellen
DWV, 27.09.02: Am 11. Juli 2002 wurde am Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) der Verein "Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle Ulm (WBzU)" gegründet. Seine Aufgabe ist die Durchführung von Weiter- und Ausbildungsprogrammen für Interessenten aus Handwerk, Industrie und Hochschule. Die Angebote sind insbesondere für Ausbilder, Lehrer oder sonstige "Multiplikatoren" vorgesehen. Außerdem können sich Öffentlichkeit sowie Vertreter von Politik, Wirtschaft und Presse am WBzU über die neue Technik der Brennstoffzelle und deren Anwenderpotentiale herstellerneutral informieren. Zur Veranschaulichung der Lehrinhalte werden am WBzU verschiedene Brennstoffzellen-Experimentiersysteme vorhanden sein. Zusätzliche Exponate aus Industrie und Forschung sollen die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Brennstoffzelle aufzeigen.Das Vorhaben wird mit 3,3 M durch das Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg sowie weiteren 1,5 M durch den Bund (BMWi) gefördert. Mit diesen Mitteln soll ein Neubau für das WBzU entstehen sowie der Betrieb für die ersten fünf Jahre sichergestellt werden. Baubeginn wird voraussichtlich Anfang 2003 sein. Erste Schulungsprogramme sind bereits für dieses Jahr vorgesehen. Bis zur Fertigstellung des Neubaus ist die Geschäftsstelle des Vereins am ZSW angesiedelt.
DWV
Polymerspeicher für Wasserstoff?
DWV, 27.09.02: Zwei herkömmliche Kunststoffe können bis zu 8 % ihres Eigengewichts an Wasserstoff speichern. Darüber berichtete eine Forschergruppe des koreanischen Instituts für Energieforschung in Taejon auf einem Treffen der American Chemical Society. Die Wissenschaftler um Sung June Cho untersuchten in ihrer Arbeit die Kunststoffe Polyanilin und Polypyrrol. Beide können bei Raumtemperatur bis zu 6 % ihres Eigengewichts an Wasserstoff speichern. Eine Behandlung der Kunststoffe mit Salzsäure erhöht die Speicherungskapazität sogar auf 8 %. Das Geheimnis liegt den Forschern nach in der elektrischen Leitfähigkeit der Kunststoffe. Dies erleichtert die Anlagerung von Wasserstoffmolekülen an der Oberfläche. Durch die Säurebehandlung wird die Oberfläche der Kunststoffe zudem durch Porenbildung vergrößert und die Speicherkapazität somit erhöht. Bevor man an die Konstruktion von Tanks auf dieser Basis gehen kann, muss allerdings noch untersucht werden, ob beide Stoffe den Wasserstoff nicht nur speichern, sondern auch kontrolliert wieder abgeben können. Chos Gruppe arbeitet bereits an derartigen Experimenten und hofft, erste Ergebnisse schon bald veröffentlichen zu können.DWV
Zucker in den Tank?
DWV, 27.09.02: Zucker enthält ja eine Menge Wasserstoff, und kürzlich wurde über eine Methode entwickelt, ihn mit akzeptablem Wirkungsgrad heraus zu holen. Die Basis bildet pflanzlicher Zucker, Glukose, der in großen Mengen in Holzabfällen, Zuckerrüben und anderen Biomassen gespeichert ist. Er wird in Wasser gelöst und über einen Platin-Katalysator geleitet. Unter Drücken bis 54 bar und bei Temperaturen um 200 °C spalten sich die Glukosemoleküle auf. In Verbindung mit dem umgebenden Wasser können so bis zu 84 % der Glukose in Wasserstoff und CO2 umgewandelt werden. Auch die Reste sind noch energetisch verwertbar. Da nicht mehr CO2 frei wird, als die Pflanze vorher aus der Luft aufgenommen hatte, ist der Prozess klimaneutral. Bisher bekannte Verfahren für diesen Zweck benötigen Temperaturen von 800 °C und sehr viel mehr Energie. (R. D. Cortright u. a., Nature 418 (2002) 964-7)DWV
Kleine Zellen mit Hörnern
DWV, 27.09.02: Der japanische Elektronik-Konzern NEC will innerhalb von drei Jahren die Massenfertigung von Brennstoffzellen aufnehmen, die für tragbare elektronische Geräte gedacht sind. Sie sollen eine zehnmal längere Laufzeit als die bekannten Lithium-Ionen-Akkus ermöglichen. Möglich wird das unter anderem dadurch, dass die Elektroden aus "Nanohörnern" gefertigt werden, einer besonderen Art von Kohlenstoff-Nanostrukturen. Ihre riesige Oberfläche begünstigt die elektrochemischen Reaktionen. Ab 2004 soll etwa 1 t jährlich der Nanohörner hergestellt werden.DWV
Brennstoffzellen-Forschungszentrum in Michigan
DWV, 27.09.02: Die Regierung des US-Bundesstaates Michigan beobachtet mit einer gewissen Sorge die technischen Umwälzungen im Autosektor (Detroit liegt in Michigan). Noch in diesem Herbst sollen daher die Bauarbeiten an einem staatlichen Forschungszentrum für Brennstoffzellen beginnen. Doug Rothwell, Präsident einer Entwicklungsgesellschaft, sagte zu den Gründen: "Wir sollen sicher sein, dass der Übergang zur Wasserstoffenergie mit uns geschieht und nicht einfach über uns kommt." Der Staat hat 50 M$ für das Zentrum bereit gestellt, das "NextEnergy" heißen soll und nach Ann Arbor kommt. Dort soll es sowohl Forschungsarbeiten als auch Information der Öffentlichkeit geben.DWV
Neues Buch: Die H2-Revolution von Jeremy Rifkin
DWV, 27.09.02: Jeremy Rifkin hat sich in einer Vielzahl von Büchern mit den zukünftigen Entwicklungen in Wirtschaft und Technik und ihren Auswirkungen auf die Menschheit auseinander gesetzt. Sein neuestes Werk hat die Energie zum Thema. Im September machte er auf einer Vortragsreise durch deutschsprachige Städte dafür Werbung.Ob man das Buch mag oder nicht, hängt in erster Linie vom mitgebrachten Kenntnisstand ab. Vor allem beschäftigt sich der Autor auf gerade mal 30 von 300 Seiten mit dem Thema. Der Rest ist ein großer Bogen von der Steinzeit über das alte Rom, Mohammed, Gutenberg und James Watt bis zum 11. September. Viel ausführlicher als die Wohltaten des Wasserstoffs behandelt er den verderblichen Einfluss des Öls. Wer den großen Zusammenhang begreifen will, in dem die erneuerbaren Energien und der Wasserstoff stehen, der ist mit diesem Buch gut beraten. Wer fundierte technische Informationen sucht, der ist beim DWV oder vergleichbaren Quellen besser bedient. Noch dazu ist das Buch stark US-zentristisch. So lobt Rifkin einen 2001 im US-Senat eingebrachten Antrag, "die Kraftwerksbetreiber gesetzlich zu zwingen, Kunden mit eigenen Stromgeneratoren aus erneuerbaren Energien Strom abzukaufen." Das ist wirklich eine gute Idee - so gut, dass sie in Deutschland schon seit 2000 Gesetz ist (EEG). Auch die Übersetzung hätte man doch noch einmal von Fachleuten durchsehen lassen sollen. So kann "generation" auf Deutsch natürlich "Generation" bedeuten, aber "distributed generation" hat wohl eher mit "Erzeugung" (von Strom) zu tun.
Insgesamt besteht das Hauptverdienst von Rifkins neuem Buch darin, in aller Deutlichkeit zu zeigen, wie wichtig und dringend der fundamentale Wechsel im Energiesystem ist und welches Potential an gesellschaftlichen Veränderungen er birgt. Kommen wird er. Ob er über uns kommt oder wir ihn steuern, hängt von uns ab.
Jeremy Rifkin: Die H2-Revolution - Mit neuer Energie für eine gerechte Weltwirtschaft (aus d. Englischen), Campus Verlag, Frankfurt am Main 2002; ISBN 3-593-37092-2, 304 S. gebunden, 25,50
DWV
ZBT in Duisburg: Erster Spatenstich
HyWeb, 13.09.02: Am 21.8.2002 fand am zukünftigen Baugelände des neuen Gebäudes für das Zentrum für Brennstoffzellen Technik (ZBT) Duisburg der erste Spatenstich statt. NRW-Wirtschaftsminister Ernst Schwanhold, ZBT Geschäftsführerin Angelika Heinzel, Duisburgs Oberbürgermeisterin Bärbel Zielink, Hochschulrektor Ingo Wolff und DUEG Geschäftsführer Peter Waldow (von rechts nach links) vollzogen den Spatenstich auf Grund des starken Regenwetters symbolisch in der angrenzenden Sporthalle.
Das Zentrum für Brennstoffzellentechnik ("ZBT") wurde im November letzten Jahres als GmbH gegründet und ist damit das jüngste An-Institut der Mercator-Universität Duisburg. Die Leitung hat Prof. Dr. Angelika Heinzel. Bauherr ist die junge Duisburger Universitäts-Entwicklungsgesellschaft mbH DUEG, die als verlängerter Arm der Universität die Aufgabe hat, Forschungszentren zu gründen und zu betreiben.
Das Land Nordrhein-Westfalen fördert das ZBT mit insgesamt 15,34 Mio Euro. 3,9 Mio Euro werden für die Baukosten benötigt, für Investitionen und Betrieb des ZBT sind 11,44 Mio Euro vorgesehen. Das vierstöckige Institutsgebäude bietet etwa 2.450 m² Nutzfläche, auf denen u.a. zwei Labore und 40 Büros untergebracht sind.
Das ZBT Duisburg wird als Entwickler, Systemintegrator und Koordinator auf den Gebieten stationäre, mobile und portable Energieversorgung tätig sein. Dadurch wird ein breiter anwendungsbezogener Forschungsschwerpunkt mit den notwendigen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Flexibilität gewährleistet. Das ZBT versteht sich als Brückenbauer zwischen Theorie und Praxis und soll einen der zentralen Eckpfeiler des Kompetenz-Netzwerkes NRW bilden.
MA
Stuart Energy und Hamilton Sundstrand bilden strategische Allianz im Bereich PEM Elektrolyseure
HyWeb, 13.09.02: Stuart Energy Systems Corporation, Ontario, Kanada, und Hamilton Sundstrand Space Systems International, Inc., Connecticut, USA, Teil von United Technologies Corp., haben kürzlich mitgeteilt, eine strategische Allianz eingegangen zu sein zur gemeinsamen Entwicklung und Vermarktung von Wasserstoffproduktions-Systemen für den Fahrzeugbereich, Stromerzeugung und industrielle Anwendungen.Die Systeme werden auf der PEM-Elektrolysetechnologie von Hamilton Sunstrand basieren, die Stuart Energy in komplette Wasserstoffproduktions-Systeme integrieren wird.
MA
"Die Wasserstofftechnologie revolutioniert die Produktion und Speicherung von Energie."
Philippe Busquin, EU Forschungs-Kommissar, Pressemitteilung der Europäischen Kommission, 10. September 2002
Europäische Kommission setzt hochrangige Gruppe zu Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien ein
HyWeb, 12.09.02: Bei seinem Besuch im Forschungszentrum Jülich am 10. September kündigte der für Forschung zuständige EU-Kommissar Philippe Busquin die bevorstehende Einsetzung einer hochrangigen Gruppe zur Wasserstofftechnologie an. Wasserstoff ist die saubere Energiequelle des 21. Jahrhunderts, die innerhalb der nächsten 20 Jahre unsere Autos und Kraftwerke antreiben und alle Stromquellen ersetzen könnte, von Mobiltelefonakkus bis hin zu Omnibusmotoren, so die Pressemitteilung der EU. Aufgabe der Gruppe wird es sein, die Entwicklung und Nutzung von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien zu fördern. Sie wird hochrangige Vertreter führender europäischer Forschungszentren, Vertreter von Herstellern von Brennstoffzellensystemen und -komponenten, Energieversorgungsunternehmen, Automobilbauern und Nahverkehrsunternehmen umfassen. Die Gruppe wird prüfen, welche Rolle diese Technologien in einem neuen Energiezeitalter" spielen könnten, und eine durchgängige Strategie für die Wasserstofftechnologie auf EU-Ebene entwerfen, die zu einer Industrieplattform für Wasserstoff führen könnte.Die Wasserstofftechnologie revolutioniert die Produktion und Speicherung von Energie", so Kommissar Busquin. Bislang haben wir beim Einsatz fossiler Brennstoffe versucht, die Förderung des wirtschaftlichen Wachstums mit der Minimierung der damit verbundenen Umweltbeeinträchtigungen in Einklang zu bringen. Eine breite Nutzung von Wasserstoff als Energieträger wird dieses Dilemma lösen. Doch können die Mitgliedstaaten und die Industrie diese Revolution nicht aus eigener Kraft vollziehen: Die Bemühungen erfolgen dezentral, die Mittel sind verstreut und die Kosten sind sehr hoch. Wir brauchen eine maßgebende Initiative auf EU-Ebene, um die verschiedenen Ansätze schlüssig zusammenzuführen. Die hochrangige Gruppe wird uns bei der Erreichung dieses Ziels unterstützen."
MA
Ölförderung in Großbritannien überschreitet Maximum
HyWeb, 06.09.02: Nach und nach setzt sich die Erkenntnis durch, dass Öl und Gas nicht nur prinzipiell begrenzt sind, sondern dass wir bereits erste Anzeichen von Verknappungen zu spüren bekommen. Namhafte Experten sehen in den starken Steigerungen der Öl- und Gaspreise weltweit und insbesondere in der Energiekrise in Nordamerika erste Anzeichen solcher Verknappungen.Besonders tückisch an dieser Situation ist, dass sich die Verknappungen nicht langfristig ankündigen, sondern sich "über Nacht" in starken Preisfluktuationen und mittelfristig in stark ansteigenden Preisen manifestieren.
Auch wenn es in unserer Wirtschaft kein "Frühwarnsystem" für die Verknappung von Energien gibt, so kann man doch Hinweise finden, ob eine Trendwende von "genügend Öl verfügbar" hin zu "Produktion kann Nachfrage nicht decken" bevor steht. Die aufmerksame Beobachtung langfristiger Trends in der Ölförderung und exploration gibt viel grundlegendere Anhaltspunkte als kurzfristige Preisfluktuationen.
Großbritannien und Norwegen bestreiten je etwa knapp die Hälfte der Rohölförderung in Europa; alle anderen Länder zusammen tragen nur etwa 10% bei.
Beitrag der einzelnen Ölfelder zur Förderung in Großbritannien (Quelle: Department of Trade and Industry, 2000; Analyse und Prognose: LBST); Vergrößern durch Anklicken
Der Großteil der Ölfunde in der britischen Nordsee erfolgte in den 70er Jahren. In diesen Jahren wurde auch die Förderung langsam hoch gefahren. Mitte der 80er Jahre wurde die Förderung dann auf Grund eines schweren Unfalls auf der Bohrplattform Piper Alpha für mehrere Jahre stark zurück genommen und stieg dann bis 1994 wieder auf etwa das vorherige Niveau an. Die nächsten Jahre brachten nur noch eine geringe Steigerung der Förderung. Neu erschlossene, jedoch schon lange bekannte Ölfelder konnten gerade noch den Rückgang der Förderung aus alten Feldern ausgleichen. Eine Steigerung der Förderung war kaum noch möglich.
Eine detaillierte Analyse aller Ölfelder durch die LBST (siehe Abbildung) zeigt deutlich das Maximum der Ölförderung in Großbritannien im Jahr 1999. Der Rückgang der Ölförderung aus den sich nach und nach erschöpfenden großen Ölfeldern kann durch die immer kleiner werdenden Felder nicht mehr ausgeglichen werden. Inzwischen geht die Produktion im zweiten Jahr in Folge um jährlich rund 8% zurück!
Ein ähnliches Bild ergibt die Analyse Norwegens. Es ist davon auszugehen, dass auch Norwegen sein Fördermaximum erreicht hat. Damit wird die Ölförderung in Europa in Zukunft stetig abnehmen und die Importabhängigkeit steigen. Deutschland hat sein Fördermaximum 1968 überschritten, die USA 1971. Außerhalb der OPEC wird damit die Ölförderung in naher Zukunft ihr Maximum überschreiten und zu sinken beginnen.
Das Überschreiten des weltweiten Ölfördermaximums ist für dieses Jahrzehnt zu erwarten.
Weitere Informationen zu diesem Thema sind im Internet unter www.energiekrise.de zu finden.
MA
"Das Kioto-Protokoll ist meiner Meinung nach ein Versuch, einen Blutsturz mit einem Heftpflaster zu stillen. Ich glaube, dass kein entwickeltes Land, das ernsthaft die Umweltprobleme analysiert, denen wir uns gegenüber sehen, guten Gewissens dieses Protokoll unterzeichnen kann. [...]
Damit die Gesellschaft weiterhin Fortschritte in Medizin, sozialer Verantwortung, Wissenschaft, Erziehung und Lebensqualität machen kann, muss sichergestellt sein, dass der pro-Kopf-Energieverbrauch immer weiter steigt. [...] Wir müssen unseren Energieverbrauch steigern, nicht senken. [...]
Unter den heute verfügbaren Technologien ist die Kernspaltung die einzig machbare, saubere Quellen großer Energiemengen."
Geoffrey Ballard, Gründer von Ballard Power Systems, Festrede des Banketts der 14. Welt-Wasserstoff-Energie-Konfernz, Hydrogen & Fuel Cell Letter, Juli 2002
GM eröffnet neues Entwicklungszentrum für Brennstoffzellen, präsentiert HydroGen 3
HyWeb, 07.08.02:Am 29. Juli hat General Motors ein weiteres Entwicklungszentrum für Brennstoffzellen eröffnet. Durch das in Honeoye Falls, New York, USA, gelegene Zentrum entstehen über 100 neue Arbeitsplätze im Bereich der Brennstoffzellenentwicklung. Primär wird man sich in Honeoye Falls mit der Vorbereitung für die Großserienfertigung von Brennstoffzellen beschäftigen.
Während der Eröffnungsfeier wurden alle bisher kommunizierten Ziele von GM nochmals bekräftigt: Ab 2004 wird es kommerzielle stationäre Brennstoffzellensysteme von GM geben, ab 2010 sollen Fahrzeuge in Großserie gefertigt werden und GM will der erste Hersteller sein, der eine Million Brennstoffzellenfahrzeuge auf die Strasse bringt.
Während der Veranstaltung machte Larry Burns, Präsident von GM, eine Probefahrt im neuen HydroGen 3, der mit einem 70 MPa (700 bar) Wasserstoff-Druckspeicher ausgerüstet ist und hier erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt wurde. Die Quantum Tanks wurden vom TÜV nach europäischen und nordamerikanischen Standards abgenommen.
VB/MA
Nissan verkündet Verkaufsstart für Brennstoffzellenfahrzeuge für 2003
HyWeb, 07.08.02: Zwei Jahre früher als geplant wird nun nach Toyota und Honda auch Nissan Brennstoffzellenfahrzeuge in Kundenhand geben.Über Stückzahlen und Preise gibt es noch keine Informationen, wohl aber über die Einsatzorte: Tokio, Yokohama und Kalifornien. Dies entspricht dem Vorgehen der anderen japanischen Hersteller, die alle auf Standorte mit entsprechender Tankstelleninfrastruktur angewiesen sind.
VB/MA
Ludwig Bölkow feiert 90. Geburtstag
HyWeb, 25.07.02: Dr. Ludwig Bölkow, Luft- und Ramfahrtpionier und früher Verfechter einer Wasserstoff-Wirtschaft, hat im Juni seinen 90. Geburtstag gefeiert.
Nach seiner ersten Karriere als Gründer und Leiter der Messerschmidt-Bölkow-Blohm GmbH (heute EADS) startete er seine zweite "Karriere" als Visionär und Verfechter einer verträglichen Energiezukunft. In den letzten 20 Jahren ist es Dr. Bölkow gelungen, wichtige Impulse in der energiepolitischen Debatte zu setzen.
Die Diskussion über das Waldsterben Ende der 70er Jahre und die frühe Diskussion der Klimaproblematik beschäftigten Bölkow. Gleichzeitig haben uns die Energiepreiskrisen der 70er Jahre unsere Abhängigkeit von den endlichen fossilen Energieträgern deutlich gemacht.
Bölkow hat dies als Herausforderung und große Zukunftsaufgabe an "die Ingenieure" begriffen, ihren Beitrag zur Lösung der Probleme zu leisten, da die von ihnen entwickelten Techniken ja die Probleme wesentlich mit verursacht haben.
Bölkows Sichtweisen sind vom langfristigen Denken in der Wehr- und in der Verkehrstechnik geprägt. Auch der Umbau unserer Energiewirtschaft ist eine Aufgabe für Jahrzehnte.
Auf Grund seiner Skepsis gegenüber der Kernenergie, die in eigenen Studien insbesondere zum schnellen Brüter in Kalkar bestätigt wurden, suchte Bölkow nach Lösungen, die nicht ihrerseits wieder unzumutbare Gefahren an anderer Stelle heraufbeschwören. So stieß er auf die Arbeiten von Dahlberg und Justi über die Vision einer solaren Energieversorgung der industrialisierten Länder durch den Import von Sonnenenergie aus dem Sonnengürtel der Erde.
Um diese Idee zu fördern und einer Umsetzung näher zu bringen, gründete er 1982 die Ludwig-Bölkow-Stiftung und die Vorläuferin der heutigen L-B-Systemtechnik GmbH.
In diesen Institutionen beschäftigte er sich ausführlich mit der Option einer solaren Versorgung der Welt, insbesondere auch mit der Vision einer Energiewirtschaft mit solarem Wasserstoff als wesentlichem Baustein neben verstärkter Energieeffizienz und dezentralen Versorgungsstrukturen.
In der Gesamtschau waren Bölkows Thesen 1982 sehr progressiv und die Einschätzungen und Auffassungen sind bis heute in den Grundzügen gleich geblieben.
Der Umbau der Energieversorgung auf erneuerbare Energien und größere Energieeffizienz hat begonnen. Und Wasserstoff wird, insbesondere als Fahrzeugkraftstoff, von multinationalen Großfirmen und innovativen Start-ups industriell zur Marktreife geführt. Die L-B-Systemtechnik unterstützt Industrie, Politik und Nicht-Regierungsorganisationen dabei mit Technologie- und Strategieberatung und fördert so die Umsetzung der Visionen von Ludwig Bölkow. Mehr Informationen über die L-B-Systemtechnik finden Sie im Internet unter www.lbst.de.
Mehr über das interessante Leben von Ludwig Bölkow erfährt man in seinen Memoiren, die unter anderem einen umfangreichen Energie-Teil beinhalten, in dem seine Vision einer auf erneuerbaren Energien basierenden Wasserstoff-Wirtschaft detailliert ausgeführt ist (Ludwig Bölkow "Der Zukunft verpflichtet Erinnerungen", Herbig, ISBN 3-7766-2145-1).
Eine detaillierte Zusammenstellung von Bölkows Thesen aus dem Jahr 1982 findet sich in der folgenden Literatur:
Ludwig Bölkow
Entscheidung für eine langfristige Energiepolitik
in Peutinger-Collegium
München, März 1982
Download: pdf-file (4,1 MB).MA
Celanese errichtet Fertigung für 200°C PEM-MEA
HyWeb, 25.07.02: Celanese Ventures, die Forschungseinheit der Celanese AG aus Deutschland, hat weltweit die erste Membran-Elektroden-Einheit (MEA) für Hochtemperatur-PEM-Brennstoffzellen entwickelt. Diese arbeitet zuverlässig bei Temperaturen bis zu 200° C.Vor dem Hintergrund der Marktentwicklung und der positiven Aussichten für die Celanese MEA entschloss sich das Unternehmen, eine Pilotanlage zur Herstellung von MEAs zu bauen. Diese wird am 2. September im Industriepark Frankfurt-Höchst in Betrieb genommen.
MA
Berlin bekommt Brennstoffzellen-Doppeldecker
HyWeb, 25.07.02: Ende 2003 sollen zwei Brennstoffzellen-Doppeldeckerbusse in Berlin in den Linienbetrieb gehen. Volvo wird die Busse bauen, die Brennstoffzellen werden von Proton Motor, einer Schwesterfirma von Magnetmotor in Starnberg, geliefert. Magnetmotor liefert auch die Radnabenelektromotoren, die den Volvo Bus antreiben werden. Nachdem sich der MAN Brennstoffzellenbus für Berlin aufgrund von technischen Schwierigkeiten weiter verzögert, hoffen die Berliner Verkehrsbetriebe BVG nun auf zwei für Berlin typische Doppeldeckerbusse mit Brennstoffzellenantrieb.Die Doppeldeckbusse der neuen Generation (die BVG kauft neben den Brennstoffzellenbussen auch welche mit konventionellem Antrieb) sind klimatisiert und rund 13,5 Meter lang - ungefähr 1,80 Meter länger als heute. 120 bis 130 Menschen sollen mitfahren können, die meisten von ihnen im Sitzen. Heutige Doppeldecker können durchschnittlich 95 Reisende befördern. Weil die neuen Busse größer sind, erhalten sie auch eine Achse mehr. Damit kauft die BVG erstmals seit 50 Jahren wieder Dreiachser-Doppeldecker.
VB/MA
Shell baut Wasserstofftankstelle in Tokio
HyWeb, 25.07.02: Für die erste der fünf geplanten Wasserstofftankstellen im Raum Tokio hat sich mit Showa Shell, einer fünfzigprozentigen Tochter der Royal Dutch Shell, ein gewichtiger Partner gefunden. Shell Hydrogen wird zusätzlich technologisches Know-How beisteuern. Die Tankstelle, die 2003 in Betrieb gehen soll, wird einen Druck- und einen Flüssigwasserstoffpfad haben.BMW hat auf einem Technologieforum in Tokio seine Kooperationsbereitschaft signalisiert, an einer Vereinheitlichung der Betankungstechnologien mitzuwirken.
Die Tankstelle ist Teil des japanischen Demonstrationsprojekts für Brennstoffzellenfahrzeuge.
VB/MA
Japanisches Demonstrationsprojekt für Brennstoffzellenfahrzeuge
HyWeb, 25.07.02: Das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (Ministry of Economy, Trade and Industry - METI) steuert und fördert das Japanische Demonstrationsprojekt für Brennstoffzellenfahrzeuge (JHFC), das während der nächsten drei Jahre bis März 2005 durchgeführt wird. An dem Projekt nehmen DaimlerChrysler, GM, Honda, Nissan, Toyota und Energiefirmen teil. Ziel ist es, die Alltagstauglichkeit des Brennstoffzellenantriebs zu verbessern und Erfahrung mit dem Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur zu sammeln.Im Rahmen des Projekts soll auch die Öffentlichkeit über Brennstoffzellen und über den sauberen und sicheren Kraftstoff Wasserstoff informiert werden. Die teilnehmenden Firmen wollen die Daten aus dem Projekt auch für die Einführung von Regelwerken für Brennstoffzellen und Wasserstoff nutzen.
MA
Honda Brennstoffzellenauto erhält Zertifizierung in Kalifornien
HyWeb, 25.07.02: Der Honda FCX hat die Zertifizierung durch die kalifornischen und US-amerikanischen Behörden erhalten. Sowohl die U.S. Environmental Protection Agency (EPA) las auch das California Air Resources Board (CARB) haben dem mit Wasserstoff betriebenen Honda FCX die Einhaltung aller anwendbaren Standards zertifiziert. Der FCX wurde com CARB als "Zero Emission Vehicle (ZEV)" eingestuft, und von EPA als "Tier-2 Bin 1, National Low Emission Vehicle (NLEV)", der saubersten US-amerikanischen Klassifizierung. Der FCX wird auch alle anwendbaren Sicherheits- und Insassenschutzbestimmungen der USA einhalten.Honda wird Ende dieses Jahres ein Leasing-Programm in den USA und in Japan starten. In den nächsten zwei bis drei Jahren wird Honda 30 Brennstoffzellenautos in Kalifornien und der Region Tokyo verleasen. In diesen beiden Regionen wird eine begrenzte Wasserstoff-Betankungsinfrastruktur verfügbar sein.
MA
Welt-Wasserstoff-Konferenz großer Erfolg
HyWeb, 25.07.02: Mehr als 1000 Experten aus aller Welt machten die 14. Welt-Wasserstoff-Konferenz im kanadischen Montreal am 9. bis 13. Juni zu einem großen Erfolg. Die Teilnehmer aus Industrie, Forschung und Finanzwelt kamen vor allem aus Europa (200), Japan (150), den USA (250) und Kanada (350). Parallel zur Konferenz zogen eine Ausstellung und insbesondere die BMW Wasserstoff-PKW auf ihrer CleanEnergy World Tour 2002 viele Besucher an.MA
Brennstoffzellenzentrum Ulm
DWV, 24.07.02: Das ZSW (Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg) hat am 21. Mai in Ulm ein neues Brennstoffzellen-Testzentrum Ulm (BTU) der Bestimmung übergeben. Darin werden Leistungs- und Lebensdauer-Tests mit Brennstoffzellen im Bereich von 0,1 bis 100 kW durchgeführt. Das neue Zentrum wird für Kunden aller Art Messungen an Brennstoffzellen vornehmen und diese Systeme auch bewerten.In einem zweiten Schritt wird ein Ausbildungszentrum für die Brennstoffzellen-Technik aufgebaut. Mit den Arbeiten soll im Herbst begonnen werden. Eine Bauzeit von zwei Jahren ist eingeplant. Am 11. Juli 2002 wurde dazu der Verein Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle Ulm (WBzU) gegründet. Seine Aufgabe ist die Durchführung von Weiter- und Ausbildungsprogrammen für Interessenten aus Handwerk, Industrie und Hochschule. Die Angebote sind insbesondere für Ausbilder, Lehrer oder sonstige Multiplikatoren vorgesehen. Außerdem können sich Öffentlichkeit sowie Vertreter von Politik, Wirtschaft und Presse am WBzU über die neue Technik der Brennstoffzelle und deren Anwenderpotentiale herstellerneutral informieren. Das Vorhaben wird mit 3,3 M durch das Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg sowie weiteren 1,5 M durch den Bund (BMWI) gefördert.
DWV
Weniger Verluste bei der Wasserstoff-Verflüssigung
DWV, 24.07.02: Die Speicherung von Wasserstoff in flüssiger Form bietet viele Vorteile und einen großen Nachteil: Abkühlung und Verflüssigung kosten Energie. Rein physikalisch sind es pro kg etwa 14 MJ (knapp 4 kWh), aber als praktischer Wert haben sich 10 kWh (36 MJ) eingebürgert. Das ist keine Kleinigkeit im Vergleich zu den 33 kWh (120 MJ), die aus 1 kg Wasserstoff gewonnen werden können. Neuere Untersuchungen an der TU Dresden zeigen Potentiale zur Reduzierung. Vor allem die Wahl eines Helium-Neon-Gemischs als Kältemittel sowie weitere Verbesserungen können den Aufwand pro kg auf 7 kWh (25 MJ) drücken. Je nach den Einzelheiten der Anlage sind noch weitere Verbesserungen möglich.DWV
Rekordtank von Quantum
DWV, 24.07.02: Einen Weltrekord in der Speicherdichte für Wasserstoffgas-Druckbehälter meldet die Quantum Fuel Systems Technologies Worldwide Inc. Bei einem Behälter aus faserverstärktem Kunststoff wurde unter einem Druck von 350 bar wurde das Leergewicht so gesenkt, dass ein gewichtsbezogener Beladungsfaktor von 13 % erzielt werden konnte. Das US-Energieministerium fordert in seinem Programm Freedom Car einen Faktor von 6 %, allerdings in Kombination mit weiteren Forderungen auf dem Gebiet von Kosten und Lebensdauer.DWV
Wind-Wasserstoff-Tankstelle in Kalifornien
DWV, 24.07.02: Der kalifornische South Coast Air Quality Management District erstellt eine Wasserstoff-Tankstelle, deren Primärenergie Wind ist. Nutznießer werden die California Fuel Cell Partnership und das Verkehrsunternehmen Sunline Transit Agency sein. Diese Firma stellt auch das Gelände zur Verfügung. Die Windturbinen stammen von Wintec Energy, der Elektrolyseur von Stuart und der Speicher (Gas unter maximal 420 bar) von Quantum.DWV
Baubeginn in Barth
DWV, 24.07.02: Auf dem Gelände der Kläranlage des vorpommerschen Ostseestädtchens Barth tat Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Wolfgang Methling am 10. Juli den ersten Spatenstich für das Projekt Wasserstoff-Bus. Etwa zehn abwechslungsreiche Jahre an Planung und Vorbereitung sind vergangen, die er als abenteuerliche Zeit bezeichnete. Der Wasserstoff ist eigentlich ein Nebenprodukt der Sauerstofferzeugung für die Kläranlage. Mit Unterstützung der FH Stralsund entschlossen sich die Stadt und ein örtliches Busunternehmen, auch gleich umweltfreundlichen Verkehr zu demonstrieren. Der Elektrolyseur, der beide Gase produziert, läuft mit Sonnenenergie. Finanziert wird das Projekt mit 50 % vom Bund, 40 % vom Land und 10 % von der Stadt Barth. Minister Methling sieht vor seinem geistigen Auge schon eine wasserstoffbetriebene Lok von Usedom bis Prerow übers Land fahren.DWV
"Wir haben eine klare Vorstellung, wo heute der Wasserstoff herkommen soll, nämlich aus Erdgas und Kohle, und woher in Zukunft, nämlich aus Kernenergie und erneuerbaren Energien. [Der Übergang zu Wasserstoff] ist kein schneller Prozess, aber wir werden über das kommende Jahrzehnt große Fortschritte machen."
Bill Parks, associate deputy assistant secretary des Office of Power Technologies im US-Department of Energy, Future Car Congress 2002, United Press International, 4. Juni 2002
Toyota verleast erste BZ-Autos dieses Jahr
HyWeb, 04.07.02: Toyota Motor Corporation (TMC) hat am 1. Juli bekannt gegeben, früher als bisher geplant gegen Ende dieses Jahres die ersten Brennstoffzellen-PKW mit Hybridantrieb in Japan und den USA in Kundenhand zu geben. Der vorgezogene Termin reflektiert die erfolgreichen Tests des FCHV-4 über ein Jahr auf öffentlichen Straßen in Japan und den USA, und die Tatsache, dass TMC die gesellschaftliche Erwartung nach sauberen Antrieben ernst nimmt.Das zu vermarktende Modell wird eine Weiterentwicklung des FCHV-4 mit Leistungsmerkmalen, die konventionellen Fahrzeugen gleichen (Zuverlässigkeit, Reichweite, Funktionalität etc.). Andere Aspekte wie Kostenreduktionen, Frost und weitere Verbesserungen der Fahreigentschaften müssen weiter verbessert werden. Daher werden die Fahrzeuge auf Leasingbasis an Regierungsorganisationen, Forschungseinrichtungen und Energieversorger gegeben. TMC wird die etwa 20 Fahrzeuge unter noch festzulegenden Bedingungen in Regionen abgeben, in denen die Versorgung mit Wasserstoff und der Service der Fahrzeuge gesichert sind.
TMC hat im Juni 2001 mit den Straßentests des FCHV-4 in Japan und im Juli 2001 in den USA begonnen. 7 Fahrzeuge dieses Typs haben insgesamt 110,000 km zurückgelegt (öffentlich und auf Teststrecken) und haben wesentliche Fortschritte in der Kommerzialisierung der Technologie erbracht. TMC wird die Tests weiterführen.
Es ist die Überzeugung von TMC, dass diese Test-Vermarktung von BZ-PKW die Entwicklung von Standards und Infrastrukturen für die weitere Verbreitung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen sowie die gesellschaftliche Akzeptanz von Wasserstoff als Kraftstoff wesentlich unterstützten wird. TMC erwartet die breite Kommerzialisierung von Brennstoffzellen nicht vor 2010. Voraussetzung ist die Etablierung der angesprochenen Standards und Infrastrukturen sowie eine breite gesellschaftliche Basis für den Kraftstoff Wasserstoff.
MA
Stationäre Brennstoffzellen von Toyota
HyWeb, 04.07.02: Ab 2005 will Toyota stationäre Brennstoffzellensysteme anbieten. Nach General Motors plant nun auch Toyota seine mobile Brennstoffzellentechnologie zusätzlich in stationären Anlagen zu vermarkten. Neben Synergieeffekten, die zu weiteren Kostenreduktionen bei der Stackfertigung führen sollen, sieht Toyota darin ein lohnendes zukünftiges Geschäftsfeld. Über ein Partnerunternehmen sollen die Systeme über sogenannte Toyota "Home Shops" vertrieben werden.Derzeit werden verschiedene Prototypen bei Toyota getestet. U.a. plant man ein Hybridsystem in Verbindung mit einer Solaranlage.
VB
Opel-Veranstaltung zur Markteinführung von BZ-Fahrzeugen in Berlin
HyWeb, 04.07.02: Am 25. Juni hat Opel in seiner Berliner Repräsentanz zusammen mit der L-B-Systemtechnik der Öffentlichkeit die Ergebnisse seiner aufwändigen Analyse von Kraftstoffpfaden und Antriebskonzepten vorgestellt (HyWeb, 28.05.02; Ergebnisse unter www.lbst.de/gm-wtw).
Am besten schneiden Brennstoffzellen-Fahrzeuge mit Wasserstoff als Kraftstoff ab. Optimal ist die Bilanz, wenn der Wasserstoff aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird wie Windkraft, Solarenergie oder Biomasse. Dann entstehen keinerlei Treibhausgas-Emissionen.
Opel erwartet, dass Brennstoffzellenautos gegen 2010 technisch serienreif sein werden. Mittlerweile arbeiten bei Opel und General Motors weltweit mehr als 500 Ingenieure und Wissenschaftler am Brennstoffzellenantrieb. Opel und GM engagieren sich darüber hinaus in zahlreichen Initiativen zum Aufbau der Wasserstoff-Wirtschaft wie zum Beispiel der "Verkehrswirtschaftlichen Energie Strategie" (VES), der "California Fuel Cell Partnership" (CaFCP), der "Kyogikai-Initiative" in Japan, dem "European Integrated Hydrogen Project" (EIHP, www.eihp.org) und der angekündigten "Clean Energy Partnership Berlin" (CEP; HyWeb, 04.06.02).
Rick Wagoner, CEO und President von General Motors hat die Zielsetzung des weltgrößten Automobilherstellers folgendermaßen formuliert: "Wir haben die Vision einer zukünftigen Wasserstoff-Wirtschaft als Grundlage für eine weltweite nachhaltige Mobilität. Eine Welt, in der Fahrzeuge mit erneuerbaren Energien angetrieben werden und in Umweltdiskussionen keine Rolle mehr spielen."
MA
Dynetek testet 82.5 MPa Wasserstoff-Drucktank
HyWeb, 04.07.02: Dynetek hat den weltweit ersten 82,5 MPa (825 bar) Wasserstoff-Drucktank für den Einsatz in 70 MPa Wasserstofftankstellen erfolgreich getestet. Der Tank barst bei 213.2 MPa.
Druckzylinder nach Bersttest (Foto: Dynetek)
MA
Yellowstone Nationalpark installiert H Power Brennstoffzelle
HyWeb, 04.07.02: H Power Corp. (USA) hat im Yellowstone Nationalpark in Wyoming, USA, ein 4,5 kW Brennstoffzellen-BHKW installiert. Durchgeführt wurde die Installation von Fall River Rural Electric Cooperative of Ashton, Idaho, Mitgliedund Mitinhaber von Energy Co-Opportunity, Inc. (ECO), H Powers Vermarktungspartner. Das Projekt ist Teil der "Greening of Yellowstone" Initiative des Nationalparks, die die Emissionsreduktion und den effizienten Umgang mit Energie zum Ziel hat.Die H Power Anlage wird an dem am stärksten frequentierten westlichen Eingang zum Nationalpark in West Yellowstone, Montana, installiert, den jährlich rund 1 Million Besucher nutzen. Die Anlage wird mit Flüssiggas betrieben und liefert Strom für die Ticketkiosks sowie für Licht, Kommunikation und Computer für ein Büro. Die Wärme wird zur Raumheizung genutzt.
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