Wasserstoff - Gazette
Der Newsletter von HyWeb und dem Deutschen Wasserstoff-Verband (DWV)
Brennstoffzellen-Abkommen zwischen ECO und H Power (29.06.99)
Ford eröffnet Forschungszentrum in Aachen; Autos sollen "grün" werden; Brennstoffzellen-Prototyp P2000 erstmals in Europa (22.06.99)
Weltgesundheitsorganisation: Mehr Tote durch Abgase als durch Unfälle (22.06.99)
Proton Energy Systems - die "Wasserstoff aus dem Stromkabel"-Firma (22.06.99)
Wissenschafts-Pressekonferenz "Automobile Brennstoffzellenkur?" (07.06.99)
Honda kündigt die Produktion der ersten Brennstoffzellen-Autos für 2003 an (07.06.99)
Plug Power und Epyx demonstrieren mit Benzin betriebenes Brennstoffzellen-Stack (07.06.99)
Feldversuch mit kleinen stationären Brennstoffzellen in Oregon geplant (07.06.99)
Verband der regenerativen Energiewirtschaft gegründet (07.06.99)
Jahresbericht von Worldwatch: So geht's nicht weiter! (07.06.99)
Aluminium ist kein Ersatz für Wasserstoff und Brennstoffzellen (07.06.99)
Wie man Kohlendioxid nicht loswird (07.06.99)
Korrektur zu: Alstom Ballard GmbH baut Brennstoffzellenfabrik in Dresden (07.06.99)
Alstom Ballard GmbH baut Brennstoffzellenfabrik in Dresden (20.05.99)
BMW mit SOFC als Batterieersatz (20.05.99)
Southern California Gas investiert in Plug Power (20.05.99)
Brennstoffzellenbus mit flüssigem Wasserstoff läuft nächstes Jahr in Berlin (20.05.99)
US-Senator schlägt Steuerbegünstigung für alternative Kraftstoffe vor (20.05.99)
Amerikanische Firmen gründen Gemeinschaftsunternehmen für Elektrofahrzeuge in Deutschland (20.05.99)
München: Erste öffentliche Wasserstofftankstelle der Welt eröffnet (05.05.99)
General Motors und Toyota vereinbaren Zusammenarbeit bei "Autos der Zukunft" (04.05.99)
Honda sieht keine Zukunft für Batterieautos (04.05.99)
Die Zeit des billigen Öls geht bald zu Ende (13.04.99)
Weitere Projekte mit Brennstoffzellen für Wohnhäuser stehen vor der Tür (13.04.99)
Entsorgung von Brennstoffzellen wirft keine grundsätzlichen Probleme auf (13.04.99)
Studie zeigt hohe Akzeptanz von Kraftstoff Wasserstoff bei Bus-Fahrgästen (07.04.99)
Brennstoffzelle mit Luftzufuhr ohne Kompressor patentiert (06.04.99)
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Brennstoffzellen-Abkommen zwischen ECO und H Power
HyWeb, 29.06.99: Energy Co-Opertunity (ECO) aus Herndon, Virginia, USA, und H Power Corporation aus Belleville, New Jersey, USA, sind am 16. Juni eine Partnerschaft für die Einführung kleiner Haus- und Gewerbebrennstoffzellensysteme in ländlichen Strom-Kooperativen und ihrer Kunden eingegangen.
Die Absichtserklärung zwischen den beiden Partnern bedeutet eine erhebliche Investition von ECO in H Power als Teil einer langfristigen, strategischen Partnerschaft. Die Übereinkunft gibt den Stromkooperativen, die Mitglieder von ECO sind, das Recht, exklusiv Gebiete zu erwerben, in denen sie stationäre H Power-Brennstoffzellen verkaufen, vertreiben, verleasen, finanzieren und warten.
ECO, gegründet 1998, ist die nationale Energie-Kooperative in den USA. Sie wurde gegründet, um den Stromkooperativen Unterstützung beim Aufbau neuer kommerzieller Energiedienstleistungen zu geben.
H Power Corporation, gegründet 1989, ist ein führender Entwickler von PEM-Brennstoffzellen, Elektro- und Hybridfahrzeugen sowie von Wasserstoff-Erzeugungs, -Reinigungs- und Speichersystemen.
MA
Während my Urgroßfater ein Führer in der ersten industriellen Revolution war, möchte ich Ford Motor Company zu einem Führer der zweiten industriellen Revolution machen der Sauberen Revolution. [...]
Um seine Vision zu verwirklichen, erklärte Henry Ford, man könne jedes Auto bei ihm kaufen, solange es schwarz sei. Um meine Vision zu verwirklichen, erkläre ich, daß man bei mir jedes Auto kaufen kann, solange es grün ist."
William Clay Ford Jr., Vorstandsvorsitzender der Ford Motor Company, Ford Pressmitteilung, 15. Juni 1999 aus Anlaß der Eröffnung des neuen, 35 Mio US-$ teuren Ford Forschungszentrum in Aachen.
Übersetzung: LBST; siehe Ford unten
Ford eröffnet Forschungszentrum in Aachen; Autos sollen "grün" werden; Brennstoffzellen-Prototyp P2000 erstmals in Europa
DWV, 22.06.99: Ford-Chef William Clay (genannt "Bill") Ford Jr., ein Urenkel von Henry Ford, hat am 15. Juni in Aachen das neue Ford-Forschungszentrum der Bestimmung übergeben. 63 MDM wurden in die Einrichtung investiert. Unter den Gästen befanden sich Bundeskanzler Schröder und Nordrhein-Westfalens Regierungschef Clement. Schröder machte auch eine Probefahrt im Brennstoffzellen-Prototyp P2000, der dabei zum ersten Mal in Europa vorgestellt wurde (HyWeb, 04.02.99).
Ford rief bei dieser Gelegenheit eine "grüne Revolution" aus und stellte sich mit seinem Haus auch gleich an die Spitze der Bewegung. Sein Urgroßvater Henry Ford sei einer der Führer der ersten industriellen Revolution gewesen. Seine Vision, eine Technik zu schaffen, die gleichermaßen zum Wohl von Menschheit und Natur beitrage, sei aber in der Vergangenheit etwas aus den Augen verloren worden. Das habe sich geändert und werde sich noch stärker ändern. Die Ford Motor Company solle nun führend an der zweiten industriellen Revolution teilnehmen der "Sauberen Revolution". Die europäischen Regierungen forderte er auf, in der gesamten Europäischen Union die Regeln, Steuern und Vergünstigungen zu harmonisieren, um die schnelle Einführung umweltfreundlicher Fahrzeuge mit alternativen Treibstoffen zu unterstützen. Ford Jr. vergriff sich sogar an den Aussprüchen des Patriarchen: "Um seine Vision zu verwirklichen, hatte Henry Ford gesagt, die Kunden könnten jede Farbe haben, die sie wollten, so lange es Schwarz sei. Um meine Vision zu verwirklichen, erkläre ich, daß die Kunden jedes Auto haben können, das sie wollen, so lange es grün ist."
Der Bundeskanzler schien das gerne zu hören. "Die Botschaft mit den grünen Autos werde ich gerne an meinen Umweltminister weiterleiten." Der stehe dem Auto aber skeptisch gegenüber. "Ich habe da so meine Erfahrungen mit den Grünen". Ihm selbst jedenfalls schien die Probefahrt mit dem P2000 gefallen zu haben: "Was ich gerade gefahren habe, scheint eine echte Chance zu sein. Wir müssen uns wünschen, daß man mit der neuen Technik zurechtkommt." Seine Forderung an die Automobilindustrie und den Ford-Chef: "Es darf keine Technik für einige wenige werden, die sich ein Umweltauto leisten können."
Ford will noch in diesem Jahr das elektrische Kleinauto TH!NK in den europäischen Markt einführen. Die Typen Focus, Mondeo und Transit sollen ebenfalls noch in diesem Jahr in einer Version angeboten werden, die sowohl mit komprimiertem Erdgas als auch mit Flüssiggas (Propan) fahren kann.
Ford hat sich für die Markteinführung von Brennstoffzellenautos das gleiche Zeitziel gesetzt wie der Partner DaimlerChrysler, nämlich 2004. Dies erklärte Bill Ford jr. auf der Jahreshauptversammlung im Mai in Detroit. Die Ankündigung überraschte niemanden, war aber die erste ausdrückliche Festlegung der Konzernspitze in diesem Punkt. Auch in Aachen wurde die Jahreszahl wiederholt.
DWV; Fotos: Ford
Weltgesundheitsorganisation: Mehr Tote durch Abgase als durch Unfälle
HyWeb, 22.06.99: Wie die Süddeutsche Zeitung am 16.06.99 meldet, kosten nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO Autoabgase mehr Menschen das Leben als Verkehrsunfälle. Nirgendwo wird der Mensch Abgasen so stark ausgesetzt wie im Straßenverkehr, und die Belastung nimmt unerbittlich zu", sagte Carlos Dora von der WHO. Wir zahlen einen hohen Preis für die exzessive Zunahme des Straßenverkehrs mit unserem Geld und mit unserer Gesundheit." Die Studie wurde in Frankreich, Österreich und der Schweiz durchgeführt. Das wichtigste Ergebnis: Autoabgase verschmutzen die Luft in den drei Ländern so stark, daß jedes Jahr 21.000 Menschen vorzeitig an Herz- und Atemwegskrankheiten sterben. Zum Vergleich: Durch Verkehrsunfälle kommen in denselben Ländern jährlich knapp 10.000 Menschen um. Durch die Autoabgase erkranken der Studie zufolge auch jährlich 300.000 Kinder zusätzlich an Bronchitis.
Nach einer anderen Meldung der Süddeutschen Zeitung vom 14.06.99 sterben an Hauptverkehrsachsen statistisch gesehen doppelt so viele Menschen an Lungenkrebs wie in Ballungsräumen insgesamt.
Eine neue Studie der Umweltbehörde der Stadt Stockholm, Schweden, und dem Karolinska Forschungsinsitut" bestätigt dies, wie die tageszeitung am 2. Juni berichtet: Jeder zehnte Lungekrebsfall wird vom Verkehr verursacht. "Es besteht eine 40%ige Risikosteigerung für eine Krebserkrankung bei denen, die in besonders verkehrsdichten Wohngebieten wohnen oder gewohnt haben", so Fredrik Nyberg, Umweltmediziner am Karolinska Institut. Dieselabgase sind am gefährlichsten", so Professor Göran Pershagen, Leiter der Forschungsgruppe. Die Untersuchung ergab weiter, daß, wer am Arbeitsplatz alltäglich den Stoffen ausgesetzt ist, die Dieselmotoren freisetzen, ein um 70% erhöhtes Lungekrebsrisiko eingeht. Alarmierend ist in diesem Zusammenhang besonders, daß an allen untersuchten Arbeitsplätzen die Schadstoffkonzentrationen weit unter den geltenden Grenzwerten lagen.
MA
HyWeb, 22.06.99: Am 11. Juni haben Petro-Canada, Calgary, Ballard Power Systems, Burnaby und Methanex, Vancouver, alle Kanada, mitgeteilt, eine fünfjährige Zusammenarbeit vereinbart zu haben. Die drei Firmen werden zusammenarbeiten, um die Einführung eines kommerziell tragfähigen Vertriebsnetzes für Kraftstoffe für Brennstoffzellenautos vorzubereiten, das die erwartete Marktnachfrage befriedigen kann. Dies beinhaltet die Vorbereitung eines Pilotprojekts, das Versorgung und Vertrieb passender Kraftstoffe, unter anderem Methanol, beinhaltet. Die drei Firmen werden in Zusammenarbeit mit Autoherstellern einen Standort für das Pilotprojekt identifizieren und die notwendigen Technologien für die Kunden installieren.
Der kanadische Bundesminister für Natürliche Resourcen Ralph Goodale begrüßte das Engagement der drei Firmen mit made-in-Kanada"-Lösungen im Bereich alternative Kraftstoffe und Umweltschutz.
Methanex, nach eigenen Angaben weltweit größter Produzent von Methanol (siehe www.methanex.com), hat kützlich zwei seiner drei kanadischen Methanol-Produktionsanlagen in Medicine Hat, Alberta, geschlossen. Die erste Anlage mit einer Kapazität von 780 Tonnen pro Tag wurde Mitte 1997 geschlossen, am 16. März 1999 wurde die Schließung der zweiten Anlage mit einer Kapazität von 780 t/d bekanntgegeben. Die dritte Anlage mit einer Kapazität von 1645 t/d sowie die Anlage in Kitimat, British Columbia, Kanada mit einer Kapazität von 1400 t/d werden weiterhin produzieren. Gleichzeitig ist die neue, kostengünstige Produktionsanlage in Chile im Beginn der Inbetriebnahmephase. Die kürzlich geschlossene Anlage war unsere kleinste und älteste, und sie war die am wenigsten effiziente in der Umwandlung von Erdgas in Methanol. Der Markt für das Produkt dieser Fertigungsanlage war auch sehr weit entfernt von Medicine Hat. Diese Faktoren, zusammen mit der gegenwärtigen Situation niedriger Methanolpreise und steigenden Erdgaspreisen in Alberta haben dazu geführt, daß diese Anlage nicht mehr konkurrenzfähig war", sagt Pierre Choquette, Methanex Präsident und Vorstandsvorsitzender in der Pressemitteilung.
Petro-Canada ist Betreiber von Tankstellen in Kanada. Daneben ist Petro-Canada aktiv im Bereich alternativer Kraftstoffe als Partner in einem joint-venture zur Entwicklung des Kraftstoffs Ethanol auf Basis von Abfallprodukten aus der Land- und Forstwirtschaft (HyWeb, 01.12.97). Die Produktionsanlage wird derzeit gebaut. Wie auch immer der zukünftige Energiemix aussehen wird, Petro-Canada beabsichtigt, ein herausragender Lieferant von Kraftstoffen für die sich wandelnden Bedürfnisse der Kanadier zu bleiben", sagt Jim Stanford, Vorstandsvorsitzender von Petro-Canada.
Die Ankündigung folgt einer früheren Absichtserklärung zwischen Ballard und Methanex zur Förderung der Kommerzialisierung von Methanol Brennstoffzellen am 28. Juli 1997.
MA
Proton Energy Systems - die Wasserstoff aus dem Stromkabel"-Firma
HyWeb, 22.06.99: Proton Energy Systems aus Rocky Hill, Connecticut, USA, Entwickler von Protonen-Austauschmembran (PEM) Elektrolyseuren, die sich selbst die Wasserstoff aus dem Stromkabel"-Firma (Hydrogen By Wire) nennt, startet in die Kommerzialisierung seiner Entwicklungen (HyWeb, 29.05.98). Die kürzlich erschienene erste Ausgabe des firmeneigenen news letters The Hydrogen WIRE" (Das Wasserstoff-Kabel) enthält einige Beispiele dieser Kommerzialisierungsaktivitäten:
- Proton hat den Start des vierten PEM-Elektrolyseurs der sogenannten HOGEN 380 Serie mit einer Kapazität von 10 Nm³/h (380 Standardkubikfuß) in Tempe, Arizona, USA bei einem Kunden bekanntgegeben.
- Die dritte Einheit, ein HOGEN 300, wurde in Idaho Falls, USA, im April in Betrieb genommen.
- Protons Vermarktungsaktivitäten konzentrieren sich auf den Verkauf an industrielle Gaseversorger und vergleichbare Wiederverkäufer.
- Proton hat den TÜV Rheinland mit dem Audit für die ISO 9001-Zertifizierung ausgewählt, die bis Ende Oktober 1999 beendet sein soll.
- Proton zielt auf den weltweiten Einsatz der HOGEN PEM Wasserstoffproduktionseinheiten und hat sich entschieden, die Einheiten nach der CE-Norm (Europäische Sicherheits-Zertifizierung) zu fertigen. Proton erwartet, die Lieferung der Einheiten mit CE-Zertifikat zum 1. Januar 2000 zu beginnen.
MA
Wissenschafts-Pressekonferenz "Automobile Brennstoffzellenkur?"
HyWeb, 07.06.99: Am 11. Mai fand in Bonn die Wissenschafts-Pressekonferenz zum Thema "Automobile Brennstoffzellenkur?" statt. Statements zum Thema wurden abgegeben von Prof. Dr. Andreas Troge und Reinhard Kolke, Umweltbundesamt (UBA), Gert Lottsiepen, Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) und Jörg Schindler, Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST).
Die Statements kurz zusammengefaßt:
UBA:
- Die durch den kalifornischen ULEV- und den EURO 4 Standard für Benzin-PKW erreichbare Reduktion der direkten EMissionen reicht aus, um die notwendigen Luftqualitätsziele in Deutschland zu erreichen.
- Das mit Wasserstoff aus regenerativ erzeugtem Strom betriebene Brennstoffzellenfahrzeug weist im Vergleich zu allen anderen Fahrzeugtypen die beste Emissionsbilanz (Kohlendioxid und Schadstoffe) auf.
- Nach den bisherigen Berechnungen des UBA zur Kosten-Nutzen-Analyse zeichent sich ab, daß Emissionsminderungen und Ressourcenschutz wesentlich kostengünstiger durch verbrauchsoptimierte Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mit niedrigsten Abgasemissionen realisiert werden können als durch Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb.
- Das Konzept der Brennstoffzelle im Straßenverkehr wird derzeit aus Umweltsicht als nicht kosteneffizient betrachtet.
- Der Einsatz der Brennstoffzelle im stationären Bereich wird als aussichtsreich angesehen.
VCD:
- Der Brennstoffzellenantrieb kommt frühestens in fünf bis zehn Jahren auf den Markt, also erst dann, wenn die herkömmliche Abgasreinigungstechnologie in Serienfahrzeugen ausreicht, um die Luftqualitätsziele zu erreichen.
- Der Wasserstoff wird zunächst überwiegend aus fossilen Energieträgern wie z.B. Erdgas stammen. Ob Brennstoffzellenfahrzeuge in der Gesamtbilanz einen CO2-Vorteil gegenüber verbrauchsoptimierten herkömmlichen Antrieben erreichen, ist zweifelhaft.
- Unabhängig davon, ob die Brennstoffzelle in 5, 10 oder 20 Jahren auf den Markt kommt, ist eine Verbrauchsreduzierung bei herkömmlichen Antrieben unabdingbar.
- Die effektivste Maßnahme zur Verringerung der verkehrsbedingten Luftschadstoffemissionen ist immer noch die Verkehrsvermeidung bzw. die Verlagerung auf die Verkehrsmittel des Umweltverbundes: zu Fuß gehen, Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel.
- Die Umweltziele können durch eine Verkehrswende kostengünstiger erreicht werden als durch die Förderung neuer Fahrzeugantriebe, deren Gesamt-Ökobilanz zweifelhaft ist.
LBST:
- Der Kraftstoff Wasserstoff öffnet den Verkehrssektor für erneuerbare Energien.
- Brennstoffzellen stationär oder mobil einzusetzen ist die falsche Alternative. Beide Anwendungdsfelder müssen erschlossen werden.
- Wasserstoff-Antriebssysteme mit Verbrennungsmotor erlauben einen Betrieb mit lokalen Emissionen, die beinahe null sind. Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieben sind Nullemissionsfahrzeuge.
- Antriebe mit Brennstoffzellentechnologie und Wasserstoff sind ideale Partner in einer Verbindung von höchster Effizienz und größter Sauberkeit. Bereits nach nur wenigen Jahren Entwicklungszeit ist die Effizienz von Brennstoffzellenantrieben signifikant höher als die von Dieselantrieben.
- Wasserstoff ist ein Sekundärenergieträger, der in vielfältiger Weise sowohl aus fossilen wie aus regenerativen Primärenergiequellen erzeugt werden kann.
- Damit kann mittel- und langfristig ein nachhaltiger Beitrag geleistet werden, CO2 im Verkehr zu reduzieren und langfristig zu eliminieren.
- Es gibt keine prinzipiellen Gründe, die zu der Vermutung Anlaß geben, daß Brennstoffzellenantriebe die für eine Durchsetzung auf dem Markt notwendigen Kostenziele nicht erreicht werden.
- Wie sauber ist sauber genug? Regionale Märkte mit Ausstrahlung auf den Rest der Welt (wie Kalifornien, das de facto weltweite Maßstäbe setzen wird) haben sich bereits auf die Forderung nach Nullemissionsfahrzeugen festgelegt. Die Automobilindustrie muß und wird sich auf diese Forderung einstellen.
- Erneuerbare Energien im Verkehr sind nicht nur aus Emissions- und Klimaschutzgründen mittel- und langfristig notwendig, sondern auch aus Gründen der Verfügbarkeit fossiler Energiequellen.
Hier finden Sie die vollständigen Statements des UBA, des VCD und der LBST.
MA
Honda kündigt die Produktion der ersten Brennstoffzellen-Autos für 2003 an
HyWeb, 07.06.99: Nach einer Bloomberg-Notiz vom 5. Juni und einer Calstart News Note vom 2. Februar hat Honda Motor Co. angekündigt, 50 bis 60 Mrd. Yen (400 bis 480 Mio Euro) für die Markteinführung von Brennstoffzellen-Autos im Jahr 2003 auszugeben. Ein erster Prototyp wird für nächstes Jahr erwartet (HyWeb, 04.05.99).
Japans drittgrößter Autohersteller plant, ab 2003 jährlich 300 Brennstoffzellen-Autos für den japanischen und den US-amerikanischen Markt zu produzieren, sagt Takeo Fukui, Geschäftsführer des Forschungs- und Entwicklungsbereichs. Das Auto, das auf dem EV Plus Auto basiert, wird von Brennstoffzellen angetrieben, die nach Aussagen von Honda leichter und kleiner sind als die derzeit von Ballard angebotenen. Hondas Antriebssystem beinhaltet einen Methanol-Reformer, der den flüssigen Kraftstoff in Wasserstoff umwandelt.
"Brennstoffzellen-Fahrzeuge werden Benzin-Autos in den nächsten 20 bis 30 Jahren überholen", sagte Fukui.
Honda mit Firmensitz in Tokyo arbeitet nach Fukuis Aussage mit drei Firmen bei der Entwicklung der Brennstoffzellen zusammen. Während Methanol als sicherer und verfügbarer Kraftstoff eingeschätzt werde, könnten existierende Benzin-Tanks durch den hohen Wassergehalt rosten, Methanol austreten lassen und das Grundwasser verschmutzen.
"Wenn Tankstellen Methanol nicht speichern dürfen, können wir auf reinen Wasserstoff umschalten", sagte Fukui.
MA
Plug Power und Epyx demonstrieren mit Benzin betriebenes Brennstoffzellen-Stack
HyWeb, 07.06.99: Laut einer Plug Power Pressemitteilung vom 20. Mai haben Plug Power und Epyx einen Brennstoffzellen-Stack in Kombination mit einem Benzinreformer im Rahemn eines vom DoE (Department of Energy) geförderten Vorhabens demonstriert. Die Effizienz habe die Etappenzielwerte auf dem Weg zu einer Gesamtsystem-Effizienz von 40% erreicht.
Am Ende des Programms werden Plug Power und Epyx einen vollständig integrierten Brennstoffzellen-Fahrzeugantrieb liefern. Benzin wird als der am schwierigsten zu reformierende Kraftstoff betrachtet. Die gegenwärtigen Tests wurden mit schwefelarmem Benzin durchgeführt. Während der nächsten Wochen sollen Tests mit reformiertem Benzin (California Ohase II reformulated gasoline), Ethanol, Methanol, M-85 und Erdgas durchgeführt werden.
Die Pressemitteilung ließ offen, welchen Fortschritt man gegenüber der Demonstration eines vergleichbaren Systems im Oktober 1997 (HyWeb, 22.10.97) erzielt hat. Es fehlte auch jeder Hinweis daruf, ob das System in stationären Betriebszuständen gelaufen ist, oder die volle Dynamik eines Fahrzyklus durchlaufen wurde.
MA
Feldversuch mit kleinen stationären Brennstoffzellen in Oregon geplant
DWV, 07.06.99: Die Bonneville Power Administration (USA-Portland, Oregon) will ab dem Herbst 110 Brennstoffzellen (3 kWel) von der Firma Northwest Power Systems kaufen und zehn davon in einem Alphatest einsetzen. Die übrigen 100 sind für einen Betatest gedacht. Diese Einheiten sollen 30 k$ kosten, aber bei größerem Produktionsvolumen soll der Preis auf 10 k$ sinken. Die Ergebnisse von Vorversuchen in den letzten zwei Jahren waren so gut, daß die Firma jetzt an die größeren Stückzahlen herangeht.
DWV
Verband der regenerativen Energiewirtschaft gegründet
DWV, 07.06.99: Acht Unternehmen aus der Branche der regenerativen Energien haben in Berlin den Verband für regenerative Energiewirtschaft (VREW) gegründet, wie die Frankfurter Rundschau am 25. Mai meldete. Unter den Gründungsmitgliedern sind unter anderem die WRE Wasserkraft und Regenerative Energieentwicklung AG in Bad Homburg, die Freiburger Solarstrom AG und die Hamburger Ökostrom Handels AG. Die Mitgliedschaft steht Unternehmen offen, die regenerative Energien erzeugen, handeln oder vertreiben. Bis zum Ende des Jahres 2005 werden auch noch Mitglieder geduldet, in deren Energiemix maximal 50 Prozent Strom aus gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen enthalten ist, sofern diese Anlagen einen Wirkungsgrad von mindestens 75 Prozent erreichen. Von 2006 an aber sind nur noch Unternehmen zugelassen, die sich auf regenerative Energien beschränken.
DWV
Jahresbericht von Worldwatch: So geht's nicht weiter!
DWV, 07.06.99: Das Worldwatch-Institut hat in seinem Jahresbericht die beispiellose globale Erwärmung als eine der wichtigsten Umweltgefahren ausgemacht. 1998 sei es wärmer gewesen als je zuvor in diesem Jahrhundert. Das sei eine der Ursache für zahlreiche Naturkatastrophen des vergangenen Jahres. Weltweit seien 300 Millionen Menschen von solchen Ereignissen zumindest vorübergehend aus ihren Wohnungen vertrieben worden, und der Gesamtschaden betrage 170 GDM. Der Hurrikan "Mitch" sei mit 11.000 Toten der schlimmste der letzten 200 Jahre gewesen.
Ganz allgemein stellt der Bericht fest, daß der Mensch den Ast absägt, auf dem er sitzt, wenn er mit den bisherigen wirtschaftlichen Methoden ins 21. Jahrhundert geht. Es sei ein Umschwung zu dauerhaftem Wirtschaften erforderlich, der in seinem Ausmaß nicht hinter der industriellen Revolution zurückstehen dürfe. Das 21. Jahrhundert müsse sich vom 20. so stark unterscheiden wie dieses vom 19.
DWV
Aluminium ist kein Ersatz für Wasserstoff und Brennstoffzellen
DWV, 07.06.99: Eine seriöse Ökobilanz für alternative Treibstoffe und Antriebe berücksichtigt den Energieaufwand bei deren Herstellung und die damit verbundenen Emissionen. Skeptiker versuchen unter Hinweis darauf immer wieder, Wasserstoff und Brennstoffzellen schlechtzurechnen und behaupten, den gleichen ökologischen Gewinn könne man mit weiteren Verbrauchsminderungen bei konventionellen Verbrennungsmotoren erreichen. Geringeren Verbrauch würde man durch leichtere Fahrzeuge erreichen, und dies durch den ausgiebigen Einsatz von Aluminium.
Eine neue Studie des Massachussets Institute of Technology (MIT) setzt ein großes Fragezeichen hinter diese Rechnung. Die Forscher haben den Energieaufwand für die Aluminiumproduktion mit den Werten für Stahl verglichen. Er führt zu einer etwa 10mal so hohen CO2-Emission pro Masse Metall. Ein Aluminium-Ultraleichtauto müßte man daher etwa 35 Jahre länger fahren als ein konventionelles, um diese Emissionen durch geringeren Verbrauch wieder auszugleichen. Beim Einsatz von noch emissionsärmeren Antrieben würden es noch mehr. Die Verwendung von Aluminium im großen Maß würde demnach das CO2-Problem verschärfen, nicht lösen.
Diese im Auftrag der Stahlindustrie durchgeführte Studie löste eine heftige Reaktion seitens der Aluminiumindustrie aus, wobei aber der sachliche Inhalt nicht in Frage gestellt wurde.
DWV
Wie man Kohlendioxid nicht loswird
DWV, 07.06.99: Als Lösung des Kohlendioxid-Problems wird manchmal vorgeschlagen, das Gas bei seiner Entstehung abzutrennen und dann in kondensierter Form zu vergraben oder im Meer zu versenken. Flüssiges CO2 ist schwerer als Wasser und sollte in geeigneten Tiefen am Meeresboden liegenbleiben, umgeben von einer Hydratschicht. Neuere Experimente in Tiefen zwischen 350 und 3600 m dämpfen diese Hoffnung merklich. In geringeren Tiefen löste sich das Hydrat innerhalb weniger Sekunden im Wasser auf, und das Gas wurde wieder frei. Nur in der Tiefsee hindern die Kälte und der Wasserdruck das Gas daran, wieder aufzusteigen. Bei Tiefen ab 3600 m andererseits bildete das verflüssigte Gas mit dem Wasser statt des bekannten Hydrats eine bisher unbekannte Form davon, die nicht so stabil und kompakt ist. Eine dauerhafte Verbindung mit dem Meeresboden fand nicht statt. Im Licht dieser Experimente erscheint eine dauerhafte Lagerung von Kohlendioxid im Meer nicht realistisch. Auch unter ökologischen Gesichtspunkten ist das Verfahren fraglich, weil das Gas den Säuregrad des Wassers verändert und weil bei der Bildung des Hydrats Salz und Wärme freiwerden. Ob die empfindlichen Ökosysteme der Tiefsee das verkraften, ist eine völlig ungeklärte Frage.
Wir kommen also wohl nicht darum herum, schon die Entstehung von CO2 zu verhindern, wenn wir unsere Atmosphäre schützen wollen. Es einfach zu verbuddeln, wie es kleine Kätzchen mit ihren Hinterlassenschaften tun, ist keine dem Menschen angemessene Lösung.
(P. G. Brewer, G. Friedrich, E. T. Peltzer, F. M. Orr: "Direct Experiments on Ocean Disposal of Fossil Fuel CO2", Science 284 (1999) 943-5; siehe auch http://www.mbari.org/ghgases/deep/release.htm)
DWV
Korrektur zu: Alstom Ballard GmbH baut Brennstoffzellenfabrik in Dresden
Am 25. Mai erhielt die Wasserstoff-Gazette einen Kommentar zum Artikel "Alstom Ballard GmbH baut Brennstoffzellenfabrik in Dresden" (20.05.99) per E-mail von John Bugge, Energy Development, Norwegen, Vertreiber von Zevco alkalischen Brennstoffzellen:
"I las, daß Alstom Ballard GmbH 'Europas erste Brennstoffzellen-Fabrik' errichten werde. Dies ist nicht der Fall, Zevco produziert schon seit einiger Zeit alkalische Brennstoffzellen und wird seine Produktionskapazitäten mit einer neuen Produktionslinie diesen Sommer erweitern. Bitte schauen Sie unter www.zevco.co.uk für weitere interessante Details."
Alstom Ballard GmbH baut Brennstoffzellenfabrik in Dresden
HyWeb, 20.05.99: Wie Alstom in einer Pressemitteilung vom 18. Dezember 1998 bekanntgab, wird Alstom 25 mio Euro in den Aufbau von Europas erster Brennstoffzellenfabrik in Dresden, Sachsen, investieren. Die Investition folgt einer Anfang 1998 zwischen Alstom und Ballard Generation Systems, Kanada, geschlossenen Vereinbarung zur Gründung der gemeinsamen Tochterfirma Alstom Ballard GmbH.
Die 250 kWe Brennstoffzellen-Systeme, die in Dresden gefertigt werden sollen, werden in der dezentralen Strom- und Wärmeproduktion in 1 bis 10 MW Kraftwerken eingesetzt. Die Anlagen werden in Europa und der ehemaligen Sovietunion vermarktet.
Nach Aussagen von Alstom wird erwartet, daß der Markt für kleine, dezentrale Kraftwerke in den nächgsten Jahren stark wachsen wird. Dies wird mit der Liberalisierung des Strom- und Gassektors begründet.
Die ersten vier Systeme sollen in diesem und dem nächsten Jahr in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Belgien in Betrieb gehen (HyWeb, 07.08.98).
MA
BMW mit SOFC als Batterieersatz
HyWeb, 20.05.99: Nach eigenen Angaben entwickelt BMW in Zusammenarbeit mit Delphi Automotive Systems eine SOFC (solid oxide fuel cell - Festoxid-Brennstoffzelle [hochtemperatur]) zur Bordstromversorgung. In einem Reformer wird bei 800°C Benzin in ein wasserstoffreiches Gas umgewandel, das in der SOFC verstromt wird. Als Vorteile gegenüber der PEM-Brennstoffzelle wird von BMW angeführt, daß die SOFC weniger empfindlich gegen Verunreinigungen im Reformierungsprozeß sei und daß die SOFC keine Edelmetall-Elektroden benötige. Bis zur Serienreife werden nach BMW-Einschätzung noch 5 Jahre vergehen. Für den Fahrzeugantrieb überwiegen aus Sicht von BMW die Vorteile des Verbrennungsmotors (HyWeb, 08.03.99).
MA
Southern California Gas investiert in Plug Power
HyWeb, 18.05.99: Am 20. April hat Southern California Gas Co., Tochterunternehmen von Sempra Energy und nach eigenen Angaben größter Gasversorger der USA, bekanntgegeben, 7,5 Mio US-$ in Plug Power aus Latham, New York, USA, Entwickler von PEM-Brennstoffzellen für die Hasuenergieversorgung, zu investieren (HyWeb, 17.02.99).
MA
Brennstoffzellenbus mit flüssigem Wasserstoff läuft nächstes Jahr in Berlin
DWV, 20.05.99: Der erste Brennstoffzellenbus der Welt im regulären Liniendienst, der mit flüssigem Wasserstoff betankt wird, soll im kommendem Jahr in Berlin bei den Berliner Verkehrs-Betrieben (BVG) fahren. Zur Eröffnung der Expo 2000 im Juni soll er zwischen dem Bahnhof Zoologischer Garten und dem Flughafen Tegel verkehren. Wirtschaftsstaatssekretär Dieter Ernst sagte auf einer Pressekonferenz am 12. Mai anläßlich der Konzeptvorstellung, mit diesem Nullemissions-Fahrzeug könne Berlin die Schadstoffbelastung der Luft deutlich reduzieren. Das Projekt setze neue Maßstäbe für umweltfreundlichen Nahverkehr.
Nach neunmonatigem Einsatz in Berlin wird der Bus für je drei Monate auch in Kopenhagen und Lissabon verkehren, um die Auswirkungen unterschiedlicher Klima- und Geländeeinflüsse auf das Fahrzeug untersuchen zu können. Ein Standort für die Wasserstofftankstelle in Berlin wird zur Zeit in Zusammenarbeit mit den Mineralölgesellschaften ausgewählt. Sie soll in einen normalen Tankstellenbetrieb mit dem üblichen Serviceangebot integriert werden.
Der Bus kommt von MAN, die PEM-Zelle von de Nora, integriert zum Brennstoffzellen-System von Air Liquide. Die 350 l flüssiger Wasserstoff werden in zwei Behältern auf dem Dach mitgeführt.
DWV
US-Senator schlägt Steuerbegünstigung für alternative Kraftstoffe vor
DWV, 20.05.99: Orrin Hatch, republikanischer Senator aus Utah, hat im US-Kongreß eine Gesetzesvorlage eingebracht, nach der der Kauf alternativer Kraftstoffe (Erdgas, Methanol, Wasserstoff und Elektrizität) und Fahrzeuge und die dazugehörige Infrastruktur steuerlich begünstigt werden sollen, wie die Zeitung Deseret News in ihrer heutigen Ausgabe meldet. Der Betrag soll etwa 0,12 Euro/l für Kraftstoff ausmachen (wie hier die unterschiedlichen Energiedichten unberücksichtigt bleiben, ist unklar), 10 % bis zu maximal 4000 $ auf den Kaufpreis eines Fahrzeugs dafür und weitere 5000 $ für den Kauf eines Elektrofahrzeugs mit mehr als 160 km Reichweite sowie 100.000 $ für Bau und Einrichtung entsprechender Tankstellen.
Nach Hatchs Worten ist in Utah der Autoverkehr für 87 % der CO-Emissionen verantwortlich und für die meisten Ozonbildner. Die Autos aufzugeben halte er aber für unpraktisch. Die Lösung sei eine Bewegung hin zu alternativen Kraftstoffen. Die Verbraucher würden sich aber nie dafür interessieren, wenn nicht auch eine starke Infrastruktur entwickelt werde.
DWV
Amerikanische Firmen gründen Gemeinschaftsunternehmen für Elektrofahrzeuge in Deutschland
DWV, 20.05.99: Die drei amerikanischen Firmen Energy Conversion Devices (ECD), EV Global Motors und Unique Mobility haben ein Gemeinschaftsunternehmen namens Unique Mobility Europa GmbH mit Sitz bei Leipzig gegründet. ECD ist Spezialist für Batterien, EV Global Motors ist eine von dem ehemaligen Detroit-Manager Lee Iacocca gegründete Firma für leichte Elektrofahrzeuge, und Unique Mobility liefert Elektroantriebe. Zweck der neuen Firma sind Herstellung und Vertrieb von batterieelektrischen, hybridelektrischen und Brennstoffzellenfahrzeugen weltweit. Das erste Produkt soll gemäß einer Pressemitteilung ein kleiner batteriebetriebener Lieferwagen in Leichtbauweise sein, der über bestimmte Volkswagen-Händler vertrieben werden soll.
DWV
Die erste Wasserstofftankstelle der Welt wurde in München eröffnet
HyWeb, 05.05.99: Dr. Otto Wiesheu, Bayerischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Technologie, hat heute offiziell die weltweit erste öffentliche Tankstelle für Flüssigwasserstoff einem zweijährigem Pilotbetrieb übergeben. Die Tankstelle mit Standort am Münchner Flughafen ist Bestandteil des Wasserstoff-Demonstrationsprojektes H2MUC, in dem zunächst ein PKW sowie drei Vorfeldbusse auf Wasserstoffantrieb umgerüstet wurden. Um ein möglichst breites Spektrum von Wasserstofftechnologien erproben und demonstrieren zu können, werden verschiedene Erzeugungspfade, Speichersysteme und Betankungseinrichtungen nebeneinander betrieben. So fährt der PKW mit Flüssigwasserstoff und wird robotisch betankt, während die Busse manuell ihre Druckgasspeicher nachfüllen. Produktionsseitig wird der gasförmige Wasserstoff mittels Elektrolyse direkt an der Tankstelle erzeugt und in Druckflaschen und einem Metallhydridtank gespeichert. Der Flüssigwasserstoff wird aus dem Verflüssiger in Ingolstadt per Tankwagen angeliefert und einem Speicher mit Superisolation zugeführt.
Weitere Informationen zum Projekt sowie offizieller Pressetext und Rede von Dr. Otto Wiesheu
VB
Mike Bowlin, chief executive von Atlantic Richfield Co., Muttergesellschaft des Mineralölkonzerns Arco, wurde am 27. April in den Detroit News mit der Aussage zitiert, daß die Tage des Verbrennungsmotors gezählt seien. Die Zukunft, sagte Bowlin, liegt in der Brennstoffzelle.
Übersetzung: LBST; siehe California Fuel Cell Partnership unten
"California Fuel Cell Partnership" Demonstrationsprojekt mit 50 Brennstoffzellen-Fahrzeugen
HyWeb, 04.05.99: Bis zum Jahr 2001 plant DaimlerChrysler in Kalifornien fünf Brennstoffzellenfahrzeuge zu testen, wie das Unternehmen am 20. April mitteilte. Das Unternehmen handelt im Rahmen einer bislang einzigartigen, neu gegründeten Partnerschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Praxistauglichkeit von Brennstoffzellenfahrzeugen als alternatives Antriebskonzept zu untersuchen.
Gemeinsam mit den amerikanischen Regierungsbehörden California Air Resources Board (CARB) und der California Energy Commission, sowie dem Brennstoffzellenhersteller Ballard Power Systems, dem Automobilunternehmen Ford Motor Company und den Energielieferanten ARCO, Shell und Texaco hat DaimlerChrysler die "California Fuel Cell Partnership - kalifornische Partnerschaft für Brennstoffzellenfahrzeuge", gegründet, um die automobile Anwendung der Brennstoffzellentechnologie zu testen.
"Zum ersten Mal arbeitet die Ölindustrie zusammen mit Automobilherstellern, um Brennstoffzellenfahrzeuge unter alltäglichen Fahrbedingungen zu testen," sagt Robert Eaton, Vorstandsvorsitzender von DaimlerChrysler.
Die "California Fuel Cell Partnership" hat sich vorgenommen, zwischen 2000 und 2003 insgesamt rund 50 Brennstoffzellenautos und -busse in Betrieb zu nehmen. DaimlerChrysler und Ford planen bis 2003 jeweils 15 Brennstoffzellenautos zu dem Projekt beizusteuern. Um die rund 20 Brennstoffzellenbusse zu testen, werden die Partner mit kalifornischen Verkehrsbetrieben zusammenarbeiten. Ballard wird die Brennstoffzellen zu den Fahrzeugen liefern.
Zusätzlich zu dem Flottenversuch mit Brennstoffzellenfahrzeugen unter alltäglichen Betriebsbedingungen werden die Partner Fragen der Kraftstoffinfrastruktur klären und damit beginnen, den kalifornischen Markt auf die neue Technologie vorzubereiten. Die beteiligten Energieunternehmen werden für das Projekt verschiedene Kraftstoffe bereitstellen, darunter Wasserstoff, Methanol und möglicherweise eine umweltfreundlichere Form von Benzin. DaimlerChrysler untersucht die Anwendung all dieser Kraftstoffe für die Brennstoffzellentechnologie und hat bereits funktionsfähige, mit Wasserstoff und Methanol betriebene Brennstoffzellenfahrzeuge gezeigt.
"Mit NECAR 4 haben wir bewiesen, daß Brennstoffzellenfahrzeuge technisch realisierbar sind", sagte Dr. Ferdinand Panik, Leiter des Projekthauses Brennstoffzelle bei DaimlerChrysler. "Bislang fehlte jedoch die Unterstützung der Kraftstoffindustrie ebenso wie von Regierungspartnern, um die Fragen der Kraftstoffversorgung zu klären." Die Mitglieder der "California Fuel Cell Partnership" fordern auch noch weitere Automobilhersteller und Energielieferanten auf, sich dem gemeinsamen Projekt anzuschließen.
MA
General Motors und Toyota vereinbaren Zusammenarbeit bei "Autos der Zukunft"
HyWeb, 04.05.99: Wie General Motors und Toyota am 19. April bekanntgaben, wurde zwischen den beiden Firmen eine fünfjährige Zusammenarbeit zur Beschleunigung der Entwicklung von Fahrzeugen mit neuen Antriebskonzepten für das 21. Jahrhundert beschlossen.
Die Firmen haben mehr als ein Duzend Projekte in diesem Bereich identifiziert, an denen potentiell mehrere Hundert Ingenieure gemeinsam arbeiten werden.
Die Entwicklungszusammenarbeit beinhaltet:
- Eine gemeinsame Kollektion von Elektroantriebs- und Steuerungskomponenten für zukünftige batterieelektrische, hybrid-elektrische und Brennstoffzellen-Fahrzeuge.
- Batterien und Batterie-Testprozeduren, Fahrzeug-Sicherheitsanforderungen, und Fortsetzung der Arbeiten an fortschrittlichen induktiven Ladesystemen für Batteriefahrzeuge.
- Antriebsstrang- und Steuersysteme für die nächste Generation von Hybrid-Fahrzeugen.
- Zukünftiges System Design, Kraftstoff-Auswahl und -Weiterbehandlung als Voraussetzung für die Produktion von Brennstoffzellenfahrzeugen.
Die Firmen betonten, daß alle Technologien entwickelt werden müßten, da die Zukunft fortschgrittlicher Antriebskonzepte derzeit unklar sei.
"Wenn wir Fahrzeuge mit fortschrittlichen, umweltfreundlichen Technologien zur Alltagsreife bringen wollen und wir wollen, daß diese Fahrzeuge eine breite Akzeptanz finden, müssen wir drei Elemente vereinen: innovative Technologie, geringe Kosten und eine angemessene Infrastruktur," sagte Akihiro Wada, Executive Vice President von Toyota. "Wenn eines dieser Elemente fehlt, werden wir nicht in der Lage sein, zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen."
MA
Honda sieht keine Zukunft für Batterieautos
DWV, 04.05.99: Honda hat nach einem Meldung der Los Angeles Times vom 29. April die Arbeiten an der Entwicklung von Batterieautos eingestellt, weil diese Linie für ihre Kosten nicht genug kommerzielle Zukunft hat. Der Typ EV Plus gebe als Forschungsplattform nichts mehr her, sei aber beim Käufer nicht angekommen. Die meisten Nutzer wären Firmen und Behörden in Kalifornien gewesen, die so ihre gesetzlichen Auflagen zur Emissionsverminderung erfüllen wollten. In den letzten drei Jahren sind in den gesamten USA weniger als 2400 Elektrofahrzeuge (Nutzfahrzeuge und PKW zusammen) verkauft oder geleast worden, die meisten in Kalifornien. Die Entwicklungsanstrengungen werden sich gemäß dem Zeitungsbericht jetzt auf Brennstoffzellen richten. Fachleute sehen die Entscheidung als bedeutsames Signal an.
DWV
"Unsere Investition ist Teil von BP Amocos generellem Ziel, der Solarenergie zu einem steigenden Beitrag zum Energiemix des 21. Jahrhunderts zu verhelfen. Dies ist im Einklang mit unserer Zielsetzung, unseren Kunden schrittweise sauberere Kraftstoffe mit geringer werdenden Auswirkungen auf die Umwelt anzubieten."
Sir John Browne, Chief Executive von BP Amoco, BP Amoco Pressemitteilung zur Übernahme der Photovoltaik-Firma Solarex am 06.04.1999, Übersetzung: LBST
Die Zeit des billigen Öls geht bald zu Ende
HyWeb, 13.04.99: Das Problem der Begrenztheit der fossilen Energievorräte hat augenblicklich in der Öffentlichkeit keine Konjunktur. Politik, Industrie, Presse und Umweltgruppen sind sich erstaunlich einig, daß es zwar prinzipiell ein Ressourcenproblem gibt, daß dieses aber für die nächsten Jahrzehnte und möglicherweise auch Generationen kein wirklich reales Problem darstelle. Obwohl der Club of Rome die Öffentlichkeit Anfang der 70er Jahre für das Thema sensibilisiert hatte und die Welt dann zwei Ölkrisen erlebte, die jedoch innerhalb weniger Jahre überwunden werden konnten, ist heute fast überall das Gefühl verbreitet, daß das Problem nicht aktuell sei und keine große Aufmerksamkeit verdiene. ...
Lesen Sie den ausführlichen Artikel unter www.HyWeb.de/oelkrise.
MA/WZ
Weitere Projekte mit Brennstoffzellen für Wohnhäuser stehen vor der Tür
DWV, 13.04.99: Nachdem seit Anfang März in Machern erstmals in Deutschland ein Einfamilienhaus von einer Brennstoffzelle mit Strom und Wärme versorgt wird (siehe HyWeb, 17.03.99), werden Anlagen der gleichen Art bald in zwei weiteren Projekten in Hamburg und Ludwigshafen erprobt werden. Die Häuser werden allerdings nicht autark sein. Die Zellen kommen wie die in Machern von der Firma Analytic Power (Boston, USA) und werden von der Hamburg Gas Consult, einer Tochter der Hamburger Gaswerke, geliefert und gewartet.
In Wilstorf (Hamburg-Harburg) soll ab Juni eine Zelle in drei zusammenhängende Wohnhäuser mit zusammen 38 Wohneinheiten eingebaut werden. Die Häuser unterscheiden sich erheblich in Bezug auf ihre Wärmedämmung, sind aber sonst baugleich. Dadurch können Erfahrungen über das Verhalten der Zelle als Komponente eines Gesamtsystems gesammelt werden. In einer zweijährigen Versuchsphase sollen Daten gesammelt werden, die dazu beitragen, mittelfristig die Kosten für eine serielle Fertigung von Brennstoffzellen dem Niveau einer modernen Heizungsanlage von ca. 10 kDM anzugleichen. Eine Serienfertigung wird für das Jahr 2002 angestrebt. Ein Sprecher der Hamburger Gaswerke sagte: "Ziel muß es sein, daß wir in fünf bis sechs Jahren eine Technologie haben, die in den Kosten einer ganz normalen Öl- oder Fernwärmeheizung vergleichbar ist."
Etwas Vergleichbares planen das Kasseler Erdgasunternehmen WINGAS, die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) und das Wohnungsbauunternehmen der BASF Aktiengesellschaft, GEWOGE, in Ludwigshafen. Im Brunckviertel wollen sie im Frühjahr 2000 eine Anlage installieren, die mit 3 kWel und 8 kWth ein Haus mit neun Familien versorgen soll. Das Haus wird zusätzlich mit einer besonderen Wärmedämmung ausgestattet. Es wird nicht autark sein. Für das gesamte Projekt sind Investitionen in Höhe von rund 0,5 MDM vorgesehen. Nach Inbetriebsetzung der Anlage erfolgt eine dreijährige Meß- und Auswertungsphase. Es ist vorgesehen, daß eine Hochschule das Projekt wissenschaftlich begleitet; welche das sein wird, ist noch nicht entschieden.
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Entsorgung von Brennstoffzellen wirft keine grundsätzlichen Probleme auf
DWV, 13.04.99: Selbst die fortschrittlichsten Anlagen werden alt. Was macht man mit einer Brennstoffzelle nach Ablauf ihrer Lebenszeit? Erstmals in Deutschland stellte sich diese Frage am Beispiel einer phosphorsauren ONSI-Zelle vom verbreiteten Typ PC 25A, die ein Jahr bei der Thyssengas und vier Jahre bei den Stadtwerken Düren gestanden hatte. Sie wurde modellhaft nach den Regeln des Kreislaufwirtschaftsgesetzes demontiert und beseitigt, wobei außerdem die Uni Duisburg unter Leitung von DWV-Mitglied Prof. Ledjeff-Hey die Komponenten genau untersuchte.
Der relativ große Leistungsverlust war in erster Linie auf Ammoniakeinträge in die Gasaufbereitung zurückzuführen, die dem Hochtemperaturshiftkatalysator geschadet hatten; Grund war der mit 11 % recht hohe Stickstoffanteil des Dürener Erdgases. Weitere Ursachen waren Säureverlust aus dem Zellstapel und An- und Abschaltungen. Dagegen waren die Katalysatoren des Reformers und des Niedertemperaturshifts noch in gutem Zustand. Bei der Entsorgung konnten durch die Rückgewinnung des Platins (etwa 1 kg) und das weitgehende Recycling der anderen Materialien die Kosten gedeckt werden.
(Siehe G. Wismann, K. Ledjeff-Hey, F. Mahlendorf, W. Schieke: "Post-Mortem-Anlyse und Entsorgung einer phosphorsauren Brennstoffzellenanlage PC 25A", Gaswärme International 48 (1999) 195-200)
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Gemeinschaftsstand Wasserstoff-Technologien / Brennstoffzellen auf der HANNOVER MESSE 99, Halle 18 OG, Stand J04, 19. - 24. April 1999
Statement des Veranstalters (12.04.99)
Der fünfte Gemeinschaftsstand Wasserstoff-Technologien / Brennstoffzellen auf der HANNOVER MESSE ´99 zeigt anschauliche Beispiele mobiler und stationärer Anwendungen des Energieträgers der Zukunft. Auf 250 m2 präsentieren 24 internationale Aussteller aus fünf Ländern den neuesten Stand der Technik und ihre Perspektiven rund um die Wasserstoff-Technologien. Vor allem die Brennstoffzellen beginnen schon heute die Energietechnik und -wirtschaft zu verändern.
Der Gemeinschaftsstand ist auf der größten Industriemesse der Welt die ideale Plattform, um die vielen heute schon realisierten Einsatzmöglichkeiten und das große industrielle Potential der Wasserstoff-Technologien für die unmittelbare Zukunft zu veranschaulichen. Messebesuchern und Medienvertretern bietet sich die einmalige Chance mit Forschern, Entwicklern, Physikern sowie Werkstoff-Fachleuten zu diskutieren und sich über die Exponate zu informieren. Gleichzeitig fördert das offene Standkonzept den Kontakt der Aussteller untereinander. Hier haben sich bereits zwei Joint-Venture-Gruppen innerhalb der Aussteller entwickelt.
Ein integriertes Forum-Programm mit 32 Referenten aus sieben Ländern ergänzt das Informations-Angebot des Gemeinschaftsstandes. In moderierten Kurzvortägen erläutern Experten ihre Messeneuheiten. Fachbesucher und Laien erhalten glei-chermaßen einen aktuellen Überblick.
Mit Wasserstoff und Brennstoffzellen kann man bereits heute heizen, kühlen, fahren, fliegen, ja sogar rechnen - dabei Energie sparen und vor allem die Umwelt entlasten. Sowohl Klein- und mittelständische Betriebe als auch internationale Großunternehmen und namhafte Forschungsinstitute zeigen sich auf dem Gemeinschaftsstand Seite an Seite.
Es ist zu wünschen, daß aus den vorhandenen Prototypen nun endlich die fällige Serienproduktion folgt - die Zeit ist reif dafür!
Arno A. Evers
Das Forum-Programm
Zeit
Montag 19.04.
Dienstag 20.04.
Mittwoch 21.04.
Donnerstag 22.04.
Freitag 23.04.
11.00 Uhr
Vorstellung
Projektleitungs-Team
Eröffnung
Dr. Fritz Vahrenholt
Vorstandsmitglied
Deutsche Shell AG
Hamburg
Neue Impulse für die Wasserstoff-Energietechnologie
Prof. Dr. Ulrich Wagner
wiba - Koordinationsstelle der Wasserstoff-Initiative Bayern
Wasserstoff -
Aktuelle Entwicklungen
Reinhold Wurster
L-B-Systemtechnik GmbH
Hydrogen by Water Electrolysis
Andres Cloumann
NORSK HYDRO
ELECTROLYSERS AS
Norway
12.00 Uhr
BMW-Wasserstoff-Forschungsfahrzeug
Ragna Nordheimer
BMW AG,
Verkehr und Umwelt
Wasserstoff auf der Brücke zum Solarzeitalter
Dr.-Ing. Gerd Eisenbeiss
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
Einsatz der Wasserstoff-technologie in der Kunden-belieferung des Otto Versand
Dr. Michael Arretz
Otto Versand Hamburg
Stand und Chancen der Brennstoffzellentechnologie
Dr. Detlef Stolten
Forschungszentrum
Jülich GmbH
Lehr- und Demonstrationssysteme
Uwe Küter
H-TEC Wasserstoff-Energie-Systeme GmbH
13.00 Uhr
The London millennium-taxi will clean the air
Eddy de Geeter
ZEVCO bvba, Belgium
Large Scale
LH2 Transport
Dr. Zoher Meratla
President
CDS Research Ltd., Canada
Bayerischer Brennstoff-zellen-Bus; M. Altmann
L-B-Systemtechnik GmbH;
D. Sillat Linde AG; C. Gruber MAN Nutzfahrzeuge AG
Brennstoffzellen-BHKW für 1.500 Wohnungen in Taucha
Jochen Döhler
Ingenieurbüro
Jochen Döhler
EUHYFIS: Ein Tankstellen-system von der Elektrolyse bis zur Tanksäule
Dr. Robert Steinberger-Wilckens, PLANET
14.00 Uhr
N.N.
Mannesmann Pilotentwicklungs-gesellschaft mbH
Leben und Lernen
mit Wasserstoff
Dr. Matthias Bronold
heliocentris GmbH
Luftgekühlte
PEM-Brennstoffzellen
Andreas Schiegl
PROTON MOTOR
Fuel Cell GmbH
Wasserstoffgewinnung
aus Biomasse und
fossilen Reststoffen
Dr. Heinz-Jürgen Mühlen,
Dr. Thomas-Michael Sonntag
Elektrolytische
Wasserstoff-Erzeugung
vor Ort
Rolf Brand
GHW
15.00 Uhr
Innovative Energiesysteme - Komponenten einer zukünftigen Energiewirtschaft
Dr. Gerald Newi
CONSULECTRA GmbH
Emissionsarme Energiebereitstellung
Prof. Dr. Rolf Theenhaus
Vorstandsmitglied, Forschungs-zentrum Jülich GmbH
Wasserstoff aus Propan
Dr. Angelika Heinzel
Fraunhofer Institut Solare Energiesysteme (ISE)
Wasserstoff in der Energiewirtschaft
Dr. Oliver Weinmann
Hamburgische Electricitäts-werke AG (HEW)
Hydrogen:
Zero Emission Fuel
Dr. Hugo Vandenborre
Hydrogen Systems N.V. Belgium
16.00 Uhr
Wasserstoff - Partner für erneuerbare Energien
Dr. Rolf Ewald, Vorstands-vorsitzender Deutscher Wasserstoff-Verband e.V.
Kohlenstoffkomponenten
für PEMFC
Dr. Victor Trapp
SGL TECHNIK GmbH
Fuel Cell Power Bag" zur schadstoffreien portablen Stromversorgung
Dr. Bernd Rohland
ZSW
Metallhydridspeicher -
Stand der Entwicklung
Lutz Fischer
GfE Metalle und
Materialien GmbH
Mit Wasserstoff aus Solarenergie die
Zukunft gestalten
Simeon Noa
SAF - Solair Afric, Cameron
"Die Kombination des Energieträgers Wasserstoff mit der Brennstoffzelle ist die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Das wird eine Revolution. [...]
Als 1922 die erste Tankstelle in Deutschland öffnete, hat auch niemand daran geglaubt, daß Benzin einmal eine so große Rolle spielen wird. Heute ist es ähnlich: Wir stehen wieder vor dem Aufbruch in ein neues Zeitalter."
Fritz Vahrenholt, Vorstand der Deutschen Shell, Berliner Zeitung, 18.03.99
Studie zeigt hohe Akzeptanz von Kraftstoff Wasserstoff bei Bus-Fahrgästen
HyWeb, 07.04.99: Eine deutliche Zustimmung zum Einsatz von Wasserstoff als Kraftstoff im Verkehr ergab eine jetzt veröffentlichte Untersuchung der L-B-Systemtechnik GmbH, Ottobrunn. Die Fahrgastbefragung wurde im Herbst 1997 in München im weltweit ersten im Linienverkehr eingesetzten Wasserstoff-Stadtbus in Zusammenarbeit mit Ludwig Maximilain Universität, München, durchgeführt.
Deutlich sprechen sich die Befragten für einen verstärkten Einsatz von Wasserstoff im öffentlichen Verkehr aus. Auf einer Skala von einem Punkt (strikte Ablehnung) bis fünf Punkten (volle Zustimmung) befürworten die Wasserstoffbus-Fahrgäste den Wasserstoffeinsatz mit im Durchschnitt 4,5 Punkten und unterstützen den Ausbau der Wasserstoff-Nutzung gar mit 4,9 Punkten.
Zu Beginn der weltweit ersten Befragung dieser Art wurden die Fahrgäste im Alter von 14 bis 92 Jahren gebeten, alles zu nennen, was ihnen spontan zu "Wasserstoff" einfällt. Fast die Hälfte der Nennungen, genau 39,5%, heben die Umweltvorteile des Einsatzes von Wasserstoff im Verkehr hervor. Die spontane Erwähnung von möglichen Gefahren ist mit 5,3% gering.
Eine parallele Befragung von SchülerInnen der Jahrgangsstufen 11 und 12 ergab ein sehr ähnliches Bild, allerdings erhöht der direkte Kontakt der Busfahrgäste mit der Wasserstoff-Technologie die Akzeptanz von Wasserstoff.
Sowohl die Busfahrgäste als auch die befragten SchülerInnen zeigen großes Interesse an weiteren Informationen zu dem sauberen Kraftstoff Wasserstoff. Neben den traditionellen Informationsquellen wird insbesondere das Internet von den Jugendlichen als Möglichkeit gesehen, sich über die neuen Technologien zu informieren.
Die komplette Studie "Die Akzeptanz von Wasserstofftechnologien" ist unter www.HyWeb.de/akzepth2 zu finden.
MA
Brennstoffzelle mit Luftzufuhr ohne Kompressor patentiert
DWV, 06.04.99: Das Schatz Energy Reseach Center der Humboldt State University hat ein Patent auf eine PEM-Brennstoffzelle erhalten (US-Patent Nr. 5879826). Die Besonderheit daran ist ein System der Zuführung von Wasserstoff und Luft, das mit geringen Überdrücken von weniger als 35 kPa (350 mbar) auskommt. Dadurch entfällt insbesondere der Luftkompressor, der bei vielen herkömmlichen Ausführungen einen erheblichen Teil der von der Zelle produzierten Energie verzehrt. Es ist nur ein vergleichsweise einfaches Gebläse erforderlich. Dadurch steigt der Wirkungsgrad. Bei von einer unabhängigen Stelle kürzlich vorgenommenen Vergleichsmessungen soll die Neuentwicklung nach Angaben des Zentrums zwei andere kommerziell erhältliche Modelle klar hinter sich gelassen haben. Schatz-Forschungsdirektor Peter Lehman erhofft sich eine leichtere Kommerzialisierung der Technik.
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