Wasserstoff - Gazette
Der Newsletter von HyWeb und dem Deutschen Wasserstoff-Verband (DWV)
I. Quartal 1999 3. Jahrgang ã L-B-Systemtechnik GmbH
DaimlerChrysler präsentiert Necar 4 (17.03.99)
Erdgashaus Machern wird nur mit Brennstoffzelle versorgt (17.03.99)
BMW baut erstes Serienauto der Welt mit Brennstoffzelle (08.03.99)
Financial Times Management Reports "Hydrogen power" and "Fuel Cells" (08.03.99)
Shell Hydrogen BV wird gegründet (17.02.99)
Kanada unterstützt Entwicklung von Elektrolyseur-Wasserstofftankstelle mit 5,8 Mio CAN-$ (17.02.99)
Graphit Nano-Faser-Speicher kommerzielles Produkt in drei Jahren (17.02.99)
BASF und dbb entwickeln Brennstoffzellenantrieb auf Methanolbasis (17.02.99)
General Electric vermarktet Plug Power Brennstoffzellen-Technologie (17.02.99)
Sächsischer Ideenwettbewerb prämiert drei Brennstoffzellen-Konzepte (04.02.99)
Osaka Gas Co. präsentiert Erdgasreformer für 1 kW Brennstoffzellen-BHKW (04.02.99)
Ford präsentiert P2000 Mittelklasse-PKW und P2000 SUV Konzept mit Brennstoffzellenantrieb (04.02.99)
Plug Power demonstriert Brennstoffzellensystem bei Ford Motor Co. (04.02.99)
DaimlerChrysler präsentiert Brennstoffzellen-Jeep-Konzept Commander (04.02.99)
PEM-Brennstoffzellen-Bus im Vereinigten Königreich (04.02.99)
Studie über die Brennstoffzellen-Allianzen in der Fahrzeugindustrie (20.01.99)
Erste europäische Wasserstoff-Tankstelle in Hamburg eröffnet (19.01.99)
Shell steigt in die Wasserstoff-Technologie ein (19.01.99)
Neoplan präsentiert Wasserstoffbus (19.01.99)
Mercedes-Benz Mexico testet NEBUS (19.01.99)
Brennstoffzellen in spanischer Sprache - pilas de combustible en lengua española (19.01.99)
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"Wir investieren in die Brennstoffzelle, weil wir in der nachhaltigen Mobilität eine Verpflichtung sehen und weil wir glauben, daß diese Investition sich auszahlt. Die Brennstoffzelle bietet das Potential, das attraktivste alternative Antriebssystem der Zukunft zu werden."
Jürgen Schrempp, DaimlerChrysler-Vorstand, Pressemitteilung DaimlerChrysler, 17.03.99
DaimlerChrysler präsentiert Necar 4
HyWeb, 17.03.99: DaimlerChrysler hat heute in Washington D.C., USA, Necar 4, das neue Brennstoffzellen-Prototypfahrzeug, vorgestellt. Necar 4 auf der Basis der A-Klasse erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von rund 145 km/h und kann mit einer Tankfüllung Flüssigwasserstoff bis zu 450 km weit fahren. Der Innenraum bietet für fünf Personen mit Gepäck ausreichend Platz.
Im Vergleich zu Necar 2, einem Van mit Druckwasserstoff-Speicherung, schrumpft das benötigte Volumen des Brennstoffzellensystems von 9 Liter pro Kilowatt auf 6 l/kW; die spezifische Masse sinkt um 15%.
Nach Aussagen von DaimlerChrysler eigne sich Necar 4 mit dem Flüssigwasserstoff-Speicher sehr gut für den Flottenverkehr und vor allem für Fuhrparks, die in einem regional begrenzten Gebiet operieren. Solche Autos könnten regelmäßig zu den gleichen Wasserstofftankstellen zurückkehren.
DaimlerChrysler arbeitet schon an der nächsten Generation Brennstoffzellenfahrzeuge, die, wie Necar 3, Methanol tanken und dieses im Fahrzeug in einem Reformer in Wasserstoff umwandeln. "Mit den beiden Konzepten Methanol und Wasserstoff verfolgt DaimlerChrysler zwei zukunftsträchtige Optionen für umweltverträgliche Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieben, die sich an unterschiedliche Kundenanforderungen anpassen lassen", so Dr. Ferdinand Panik, Leiter des Projekthauses Brennstoffzelle bei DaimlerChrysler.
Gleichzeitig werde weiterhin in einer Forschungskooperation mit Shell die Möglichkeit überprüft, Benzin für den Brennstoffzellenantrieb nutzbar zu machen. Dieser Prozeß habe jedoch verglichen mit Methanol mehr Emissionen und eine geringere Effizienz. Gegenüber dem Benzin für den Verbrennungsmotor könne für den Brennstoffzellenantrieb jedoch nur ein spezielles, wesentlich reineres Benzin verwendet werden, welches heute noch nicht an deutschen Tankstellen verfügbar sei, so die DaimlerChrysler-Pressemitteilung.
MA
Erdgashaus Machern wird nur mit Brennstoffzelle versorgt
DWV, 17.03.99: Am 3. März wurde das "Erdgashaus" der Verbundnetz Gas AG (VNG) in der nahe Leipzig gelegenen Stadt vom Stromnetz abgekoppelt. Die vierköpfige Familie Ringel wird für die nächsten 6 Monate ausschließlich durch eine Brennstoffzelle im Keller mit Strom versorgt. Sachsens Wirtschaftsminister Schommer äußerte dabei: "Wir stehen am Beginn eines neuen Jahrhunderts. Unsere Welt ändert sich. Sachsen braucht Investitionen und Innovationen, um im Wettbewerb bestehen zu können. Dies ist für mich ein wichtiger Schritt, diese Technologie voranzutreiben." Nur durch solche Projekte ließen sich Erfahrungen gewinnen. "Die Initiative der VNG gibt damit richtungweisende Impulse für eine breite Markteinführung."
Bereits seit drei Jahren steckt die VNG jährlich rund drei Millionen Mark in das gemeinsam mit dem Institut für Kältetechnik in Dresden realisierte dezentrale Energiekonzept, bei dem der gesamte Energiebedarf eines Einfamilienhauses ausschließlich auf Erdgasbasis abgedeckt wird. In fünf Jahren wollen die Kooperationspartner das Brennstoffzellen-System zur Marktreife führen. Erst einmal zur Serienreife geführt könnte das kleine Kraftpaket, daß Strom und Wärme bei Bedarf auch Kälte erzeugen kann, um die 5000 Mark kosten, kalkuliert die VNG.
Familie Ringel rechnet für das halbe Jahr des Versuchs mit etwas mehr Besuch als sonst. Schon während der in Leipzig stattfindenden Umweltmesse "Terratec" ging es los. Sie meinen allerdings, daß das auch nicht strapaziöser sein kann als die Phase des Ein- und Umbaus.
(Siehe auch Wasserstoff-Spiegel 4/98 "Für's Häusle" und 6/98 "Revolution im Heizungskeller" sowie HyWeb, 04.12.98)
DWV
"Am Ende wird die Industrie gezwungen sein, auf ein elektrisches Fahrzeug umzusteigen, das entweder mit Batterie oder Brennstoffzelle angetrieben wird. Wir stehen vor einer globalen Energiekrise. Ich weiß, daß Sie dies schon öfter gehört haben, aber dieses Mal ist es Realität. Es mag in 30 Jahren eintreffen oder es trifft uns früher, aber es gibt keinen Weg, um es zu vermeiden."
Hiroyuki Yoshino, President of Honda Motor Co., Hydrogen & Fuel Cell Letter, Dezember 1998, Übersetzung: LBST
BMW baut erstes Serienauto der Welt mit Brennstoffzelle
HyWeb, 08.03.99: BMW wird der erste Automobilhersteller sein, der eine Brennstoffzelle zur Stromerzeugung im Fahrzeug in Kleinserie in Verkehr bringen wird, wie BMW in einer Pressemitteilung am 25. Februar bekanntgab. Bereits im kommenden Jahr wird eine Reihe wasserstoffbetriebener Limousinen der BMW 7er Reihe im Rahmen des weltweiten EXPO 2000 Projekts "Clean Energy" damit ausgerüstet. Danach könnte der 7er mit Brennstoffzelle für den Kunden auf den Markt kommen.
Aufgabe der Brennstoffzelleneinheit ist die Versorgung des Bordnetzes mit elektrischer Energie. Für den Fahrzeugantrieb sieht BMW auch bei Wasserstoffbetrieb nach wie vor die überwiegenden Vorteile im Verbrennungsmotor. Die kompakte Brennstoffzelle nimmt im 7er lediglich den Platz eines konventionellen Bleiakkumulators ein. Die sogenannte Brennstoffzellen-APU (Auxiliary Power Unit) übernimmt die Versorgung aller konventionellen Verbraucher. Neue Funktionen wie die Standklimatisierung werden möglich, ohne laufenden Motor und völlig frei von Emissionen.
Als Partner und Brennstoffzellenlieferant hat sich BMW die US-amerikanische International Fuel Cells (IFC), eine Tochtergesellschaft der United Technologies Corporation (UTC), ausgewählt.
Die IFC-Brennstoffzelle weist nach BMW-Aussagen gegenüber anderen Systemen zwei wesentliche Vorteile auf:
- Erstens benötigt sie keine aufwendige Hochdruckversorgung. Dadurch ist ihr Gesamtwirkungsgrad höher als bei anderen Systemen, zudem reduzieren sich Bauaufwand und Kosten.
- Zweitens verfügt sie über einen geschlossenen, weitgehend verlustlosen Wasserkreislauf. Damit erübrigt sich der zusätzliche Wassertank, der sonst zur notwendigen Feuchtigkeitsversorgung der Zellen mitgeführt werden muß.
MA
Financial Times Management Reports "Hydrogen power" und "Fuel Cells"
HyWeb, 08.03.99: In ihrer Reihe Management Reports hat die Financial Times zwei Berichte über Wasserstoff (Hydrogen Power - The commercial future of the 'ultimate fuel') und Brennstoffzellen (Fuel Cells - Clean power, clean transport, clean future) veröffentlicht. David Hart, der Autor der beiden Berichte, ist ein international anerkannter Experte auf diesem Gebiet vom Imperial College, London. Ausilio Bauen, Koautor des Brennstoffzellen-Berichts, arbeitet am King's College in London.
Die zwei Berichte geben einen breiten Überblick über Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologien, ihre Geschichte, den gegnwärtigen Entwicklungsstand, die wirtschaftlichen Potentiale und die Umweltvorteile. Sie sind ein guter Einstieg für Nicht-Spezialisten in dem Gebiet, die daran interessiert sind, diese potentiell riesigen Märkte zu verstehen. Ohne den Leser durch endlose Zahlenkolonnen zu verwirren, ermöglichen qualitative Einschätzungen und Beschreibungen das Verständnis des Energieträgers Wasserstoff und der Schlüsseltechnologie Brennstoffzelle. Die Berichte sind zum Lesen gedacht, zum Verständnis der grundlegenden Qualitäten dieser Konzepte, der Zusammenhänge mit anderen Technologien und Märkten und der politischen Dimensionen. In diesem Sinn ist das Fehlen quantitativer Informationen, das Fehlen von Zahlen, ein Vorteil. Auf der anderen Seite stellt dies auch die Beschränkung der beiden Berichte dar: Sie können nicht Grundlage einer Firmenentscheidungen sein und liefern keine Basisdaten für eigene Abschätzungen; sie können nur neue Erkenntnisse ermöglichen und die Grundlage für eine Entscheidung bilden, das Gebiet näher und quantitativer zu betrachten.
Die Einschätzungen und Schlußfolgerungen der Autoren sind zuverlässig und sollten im wesentlichen von der Mehrheit der Experten in diesem Bereich geteilt werden. Abweichende Einschätzungen wird es nur zu Details geben, so daß die beiden Berichte als hochwertige Einführung in das Konzept der Wasserstoff-Energiewirtschaft und die Schlüsseltechnologie Brennstoffzelle empfohlen werden können. Nichtsdestoweniger können auch Experten noch das eine oder andere Neue daraus lernen.
MA
Die beiden Berichte können bestellt werden bei:
FT Energy
Maple House
149 Tottenham Court Road
London
W1P 9LL
Tel. +44/171/8962241
Fax +44/171/8962275Der Brennstoffzellen-Bericht kostet £395/US-$632.
Der Wasserstoff-Bericht kostet £195/US-$312.
Neues Gemeinschaftsunternehmen will die erste "Wasserstoffwirtschaft" der Welt in Island schaffen
HyWeb, 18.02.99: Am 17. Februar unterzeichnete das isländische Konsortium Vistorka hf. (EcoEnergy Ltd.) zusammen mit DaimlerChrysler, Norsk Hydro und der Royal Dutch/Shell-Gruppe in Reykjavik ein Kooperationsabkommen über die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens "Icelandic Hydrogen and Fuel Cell Company Ltd.". Das neue Unternehmen hat den Auftrag, zu untersuchen, inwieweit fossile Brennstoffe in Island durch Wasserstoff als Energieträger abgelöst werden können. Damit würde in Island die erste "Wasserstoffwirtschaft" der Welt entstehen.
An dem Gemeinschaftsunternehmen mit einem Eigenkapital von 1 Mio. Dollar sind DaimlerChrysler, Norsk Hydro und Shell jeweils mit 16,33% beteiligt. Es wird verschiedene Anwendungsfälle für die Verwendung von Wasserstoff-Brennstoffzellen und Wasserstoffträgern untersuchen. Einer der ersten könnte ein Omnibusdienst mit wasserstoff- bzw. brennstoffzellengetriebenen Fahrzeugen in Reykjavik sein. Weitere Projekte könnten im Zeitraum 2000 bis 2002 beginnen.
Ziel des Unternehemens ist die Umstellungdes öffentlichen und des privaten Transportsektors einschließlich der Fischerboote. Auch Arbeiten zur effizienten Produktion, Lagerung und Verteilung von Wasserstoff und Wasserstoffträgern werden ausgeführt.
MA
"Anfang des Jahrhunderts haben wir Öl für Petroleumlampen hergestellt. Wo wären wir, wenn sich das Auto nicht entwickelt hätte? In Zukunft werden wir Methanol, Wasserstoff und andere alternative Kraftstoffe produzieren."
Dr. Ramon Espino, Director of Corporate Research bei Exxon, in FT Automotive Environment Analyst, Issue 48, January 1999, Übersetzung: LBST
Shell Hydrogen BV wird gegründet
HyWeb, 17.02.99: Royal Dutch/Shell erklärte am 8. Februar die Ernennung eines Vorstandsvorsitzenden für den Aufbau und die Leitung eines neuen Geschäftszweigs unter dem Namen Shell Hydrogen BV. Donald Huberts wird seinen Posten am 22. Februar antreten; die Firma wird zu Beginn in den Niederlanden angesiedelt sein.
Shell Hydrogen wurde gegründet, um die großen Möglichkeiten in Technologie, Infrastruktur und Anwendungen zu nutzen, die aus der Kommerzialisierung der Brennstoffzelle entstehen. Schzlüsselprojekte werden im Laufe des Jahres angekündigt.
Shell kündigte außerdem an, in Zusammenarbeit mit den Hamburgischen Electricitäts-Werken in Hamburg "grünen" Strom zu vermarkten.
MA
Kanada unterstützt Entwicklung von Elektrolyseur-Wasserstofftankstelle mit 5,8 Mio CAN-$
HyWeb, 17.02.99: Auf der 9. Jahrestagung des kanadischen Wasserstoffverbands am 8. Februar teilte der kanadische Minister für Natürliche Resourcen Ralph Goodale mit, daß die kanadische Regierung 5,8 Mio CAN-$ in ein 17,7 Mio CAN-$ Projekt investiert, in dem Elektrolyseur-Wasserstofftankstellen für Brennstoffzellenbusse weiterentwickelt werden. Auf der Tagung wurde eine solche Tankstelle offiziell eingeweiht, die seit Ende Oktober drei Brennstoffzellenbusse von Ballard versorgt (siehe HyWeb, 14.12.98). Die Investition, die Stuart Energy Systems aus Toronto, Kanada, zugute kommt, muß vollständig zurückgezahlt werden.
MA
Graphit Nano-Faser-Speicher kommerzielles Produkt in drei Jahren
HyWeb, 17.02.99: Am 09.02.99 teilte Nelly Rodriguez anläßlich ihres Vortrags auf der 9. Jahrestagung des kanadischen Wasserstoffverbands mit, daß sie davon ausgehe, daß GNF-Speicher in etwa drei Jahren als kommerzielles Produkt verfügbar seien (siehe HyWeb, 18.12.98).
Die von ihr angebotenen Sommerschulen geben Experten die Möglichkeit, GNF-Speicher kennenzulernen und eigene Experimente durchzuführen.
MA
BASF und dbb entwickeln Brennstoffzellenantrieb auf Methanolbasis
HyWeb, 17.02.99: Die BASF AG, Ludwigshafen, und die dbb fuel cell engines GmbH, Stuttgart, haben vereinbart, ihre Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Markteinführung eines Kraftfahrzeug-Brennstoffzellenantriebs auf der Basis von Methanol zu vertiefen. Wie BASF am 3. Februar bekanntgab, wurde ein entsprechender Entwicklungs- und Kooperationsvertrag unterzeichet. Danach werden beide Partner ein neuartiges, katalytisches System für die Wasserdampfreformierung von Methanol entwickeln, das in der Lage ist, den für Brennstoffzellen notwendigen Wasserstoff aus Methanol zu erzeugen. Zwischen beiden Firmen bestehen seit längerem enge Kontakte auf diesem Gebiet. BASF und dbb sind vor diesem Hintergrund zuversichtlich, daß 2004 der erste Serien-PKW mit der von ihnen entwickelten Technologie auf den Markt kommen wird.
MA
General Electric vermarktet Plug Power Brennstoffzellen-Technologie
HyWeb, 17.02.99: GE Power Systems gab am 11. Februar bekannt, daß sie die Brennstoffzellentechnologie von Plug Power aus Latham, New York, USA vermarkten werde (siehe HyWeb, 22.06.98). Die Tochterfirma von General Electric erklärte, daß das gemeinsame Unternehmen mit Plug Power plant, im Jahr 2001 Systeme für Einfamiloienhäuser zu Preisen von 7.500 bis 10.000 US-$ anzubieten. Preisreduktionen von 3.500 US-$ bei Massenproduktion seien wahrscheinlich, so daß Stromgestehungskosten von sieben bis zehn Cent pro Kilowattstunde erreicht werden.
GE Power Systems wird gemeinsdam mit Plug Power die Firma GE Fuel Cell Systems für die weltweite Vermarktung von Brennstoffzellen gründen.
MA
"Stellen Sie sich vor, jeder Haushalt hat eine kühlschrankgroße Brennstoffzelle im Keller, mit der Strom und Wärme produziert wird."
Werner Müller, Bundeswirtschaftsminister, am 15. Januar 1999 in Detmold, zitiert nach der Neuen Westfälischen Zeitung, 16.01.1999
Sächsischer Ideenwettbewerb prämiert drei Brennstoffzellen-Konzepte
HyWeb, 04.02.99: Staatssekretär Dr. Dieter Reinfried vom sächsischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium hat heute in Dresden die Sieger im Ideenwettbewerb "Innovative Wärmeversorgung für die Zwick'sche Siedlung in der Ökologischen Modellstadt Taucha" ausgezeichnet.
Unter den 42 Beiträgen kamen der der Hamburger HEW Contract (in Bietergemeinschaft mit der Consulectra und der Firma RCI aus Dresden) und der des Leipziger Ingenieurbüros Jochen Döhler auf den ersten Platz (weitere Plätze wurden nicht vergeben). Beide sehen ein Blockheizkraftwerk mit einer phosphorsauren Brennstoffzelle vor, das die Grundlast an Wärme und Strom deckt. Bedarfsspitzen an Strom sollen aus dem städtischen Netz und an Wärme durch moderne Gasbrennwertkessel gedeckt werden. Dazu kommen weitere innovative Elemente im Sinne der Ausschreibung. Ein Sonderpreis ging an die Planungsgruppe M+M AG (Böblingen/Dresden), die eine dezentrale Versorgung von jeweils 6 Wohnungen mit neuartigen Festoxidzellen der Schweizer Firma Sulzer Hexis vorgeschlagen hatte. Alle drei Brennstoffzellen-Konzepte beruhen auf der Nutzung von Erdgas.
In der Zwick'schen Siedlung, einer Wohnanlage aus den 30er Jahren in dem nahe Leipzig gelegenen Taucha, sollen die 1500 mit Braunkohle geheizten Einzelöfen nach und nach durch ein innovatives und umweltfreundliches System ersetzt werden. Im vergangenen Mai hatte das Dresdener Umweltministerium dazu einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben, dessen Sieger heute prämiert wurden.
In einem Faltblatt sind die Beiträge der drei Preisträger vorgestellt. Das Faltblatt kann bezogen werden über:
Sachsenwerbung Formulardruck GmbH
Dornblöthstraße 14
D-01277 Dresden
Tel. 0351/31840-10
Fax 0351/31840-11MA
Osaka Gas Co. präsentiert Erdgasreformer für 1 kW Brennstoffzellen-BHKW
HyWeb, 04.02.99: Osaka Gas Co. aus Japan hat im Januar einen Erdgasreformer präsentiert, der ein wasserstoffreiches Gas für ein 1 kW Brennstoffzellen-BHKW liefert. Der Reformer soll nur halb so groß sein wie bisherige Systeme. Der Testbetrieb eines solchen Brennstoffzellen-BHKW in einem Einfamilienhaus soll im Februar starten; Feldtests beginnen dieses Jahr. Osaka hofft, das Reformer-Brennstoffzellen-System im Jahr 2005 für einen Zielpreis von 4.400 US-$ (500,000 Yen) zu vermarkten.
MA
Ford präsentiert P2000 Mittelklasse-PKW und P2000 SUV Konzept mit Brennstoffzellenantrieb
HyWeb, 04.02.99: Anfang Januar hat Ford sein P2000 Programm, das einen Mittelklassewagen und ein Geländewagen-Konzeptmit Brennstoffzellenantrieb beinhaltet, auf der Detroit International Motor Show präsentiert.
"Ein Brennstoffzellenantrieb mit Wasserstoffspeicherung im Fahrzeug ist ein vielversprechendes Konzept für ein Null-Emissions-Fahrzeug mit wettbewerbsfähiger Leistung und Reichweite," sagt Bill Powers, Vizepräsident Forschung. "Brennstoffzellen haben mehrere Vorteile gegenüber Batterien, die derzeit Reichweiten- und Lebensdauerprobleme haben. Wasserstoff auf der anderen Seite ist eine erneuerbare Resource."
Laut Ford-Pressemitteilung zum P2000-PKW haben Forscher festegstellt, daß Wasserstoff bei Sicherheitsfragen vorteilhaft gegenüber anderen Kraftstoffen wie Benzin, LGP oder Erdgas abschneidet. Studien zeigen auch, daß Wasserstoff konkurrenzfähig zu Benzin auf der Basis der gefahrenen Kilometer ist, sofern der Wasserstoff in kleinen, in Serie produzierten Erdgasreformern oder Elektrolyseuren hergestellt wird.
In einer weiteren Ford-Pressemitteilung zum P2000 SUV (sport utility vehicle - Geländewagen) stellt Ford fest, daß "der extrem effizeinte Brennstoffzellenantrieb den bequemen Einsatz von Methanol als Kraftstoff erlaubt, der im Fahrzeug in Wasserstoff umgewandelt wird."
MA
Plug Power demonstriert Brennstoffzellensystem bei Ford Motor Co.
HyWeb, 04.02.99: Am 28. Januar hat Plug Power aus Latham, New York, USA, sein PEM-Brennstoffzellen-Antriebssystem bei Ford Motor Co. präsentiert. Dies ist Teil des gemeinsamen 2,8 Mio US-$ Programms von Plug Power und Ford. Wesentliche Förderung wurde vom U.S Energieministerium gestellt.
MA
DaimlerChrysler präsentiert Brennstoffzellen-Jeep-Konzept Commander
HyWeb, 04.02.99: Ende Dezember hat DaimlerChrysler das Konzeptfahrzeug Jeep Commander auf der Los Angeles Auto Show präsentiert. Der Commander hat einen elektrischen Antriebsstrang, der Brennstoffzellenantrieb ist allerdings noch nicht einsatzfähig. Bisher kommt die elektrische Leistung aus einer Batterie. DaimlerCHrysler plant, bis Ende 1999 einen einsatzbereiten Commander mit Brennstoffzellen-Hybridantrieb und Methanol-Speicherung zu haben.
MA
PEM-Brennstoffzellen-Bus im Vereinigten Königreich
HyWeb, 04.02.99: Nach einem Bericht in der Februar 1999 Ausgabe des New Review hat der Minister für Energie und Industrie John Battle mitgeteilt, daß das Handels- und Industrieministerium des Vereinigten Königreichs Entwicklung, Bau und Test eines PEM Brennstoffzellen-Busses mit Methanolspeicherung fördern werde. Die Gesamtkosten des von Robert Wright and Sons Ltd. geführten Projekts werden auf 3,85 Millionen Pfund geschätzt, von denen 50% vom Ministerium übernommen werden.
Es soll ein 12 m Bus werdenmit einer elektrischen Antriebsleistung von 175 kWe und einer Brennstoffzellenleistung von 50 kWe. Johnson Matthey wird auf der Basis des HotSpot™ Reformers und der Demonox™ Kohlenmonoxid-Reinigungstechnologie einen fortschrittlichen Methanolreformer entwickeln und bauen. Alstom Transport SA wird den elektrischen Antriebsstrang entwickeln auf der Basis ihrer Onix™ Niederflurachse. Die Brennstoffzellen-Stacks werden ausgeschrieben. Der Test des Busses ist für das Jahr 2001 geplant.
MA
HyWeb, 04.02.99: Georgetown University und Nova Bus Inc., USA, kündigen auf der Nova Bus Internet home page den ersten, kommerziell verfügbaren, 12-m-Brennstoffzellenbus mit Flüssigkraftstoff an.
Der Bus besitzt eine 100 kW phosphorsaure Brennstoffzelle (PAFC) und Nickel-Cadmium-Batterien. Der Kraftstoff Methanol verleiht dem Bus eine Reichweite von 350 km. In den zweiten Bus im Georgetown Fuel Cell Bus Project wird eine PEM-Brennstoffzelle integriert. Das Programm wird von der Federal Transit Administration gefördert und von der Georgetown University verwaltet.
MA
Studie über die Brennstoffzellen-Allianzen in der Fahrzeugindustrie
HyWeb, 20.01.99: Kanehira Maruo, ein Forscher aus Göteborg, Schweden, hat jetzt eine Studie über die Brennstoffzellen-Allianzen in der Fahrzeugindustrie veröffentlicht. Eine Zusammenfassung findet sich auf der Internet home page des Schwedischen Wasserstoff-Verbands unter http://www.h2forum.org/reports/alliancs.html. Die Studie soll in Schweden für rund 20 Euro verkauft werden.
MA
Erste europäische Wasserstoff-Tankstelle in Hamburg eröffnet
DWV, 19.01.99: Hamburgs Regierungschef Ortwin Runde hat am 12. Januar in der Hansestadt die erste private Wasserstoff-Tankstelle Europas der Bestimmung übergeben. Zu Ehren des Pioniers der Wasserstofftechnologie in Deutschland erhielt sie den Namen "Ludwig-Bölkow-Wasserstoff-Tankstelle". Auch das erste von vorerst sechs Fahrzeugen, die hier versorgt werden sollen, wurde in Betrieb genommen. Bevor Runde auf dem Gelände der Hamburger Gaswerke in Tiefstack das Fahrzeug betankte, hob er die Bedeutung hervor, die die neue Technologie für die Sicherung der Zukunftsfähigkeit Hamburgs auch unter den Bedingungen der Globalisierung habe. Hier werde auf beispielhafte Weise der Ausgleich zwischen Ökologie und Ökonomie verwirklicht.
Michael Otto, Chef des Otto-Versands, zu dessen Tochterunternehmen die an dem Projekt beteiligte Spedition Hermes gehört, wandte sich bei der Veranstaltung gegen eine kurzfristige Betrachtung der Gewinne und Verluste durch umweltschützende Maßnahmen. Nur Unternehmer, die ganzheitlich bilanzierten und sich der Verantwortung vor Gesellschaft und Umwelt bewußt seien, könnten langfristig erfolgreich sein.
Die Tankstelle liefert den Treibstoff für bisher sechs Lieferfahrzeuge namhafter Hamburger Firmen: die Spedition Hermes, die Hamburgischen Electricitäts-Werke (HEW), die Hamburger Gaswerke, die Hamburger Sparkasse, die Hamburger Hochbahn und die Spedition Hoyer. Ebenfalls beteiligt sind AGA Gas, die Fahrzeugwerkstätten Falkenried, die Hamburgische Landesbank, Mannesmann Demag, der TÜV Nord und die Deutsche Shell. Die Federführung in dem Vorhaben liegt bei der Hamburger Wasserstoffagentur GmbH, einer Tochter der Hamburger Wasserstoff-Gesellschaft. Öffentliche Mittel wurden nicht in Anspruch genommen.
Der Wasserstoff wird zur Zeit von der Chemieindustrie in Hamburg und Umgebung bezogen. In der nächsten Phase soll er aus Island kommen, wo er per Elektrolyse aus emissionsfreier Wasserkraft gewonnen wird (HyWeb, 12.12.97, Wasserstoff-Spiegel 6/97).
DWV
Shell steigt in die Wasserstoff-Technologie ein
HyWeb, 19.01.99: Die Royal Dutch / Shell Gruppe will in die Entwicklung der Wasserstoff-Technologien investieren, um sich langfristig eine führende Postition im Wasserstoffgeschäft zu sichern. Noch in diesem Jahr soll eine Gesellschaft gegründet werden, die sich ausschließlich mit Wasserstoff beschäftigt.
Auch die Deutsche Shell AG engagiert sich in diesem Bereich. Erste Aktivität ist die Beteiligung am Projekt WEIT - Wasserstoff-Energie Island Transfer, im Rahmen dessen jetzt die erste öffentliche Wasserstofftankstelle Europas eröffnet wurde (siehe HyWeb, 19.01.99).
Die Shell-Gruppe wird sowohl im Bereich der Wasserstofferzeugung als auch beim Aufbau einer Versorgungsinfrastruktur sowie in der Anwendungstechnik Beiträge leisten, um diesem neuen Energieträger langfristig einen gleichberechtigten Platz neben den konventionellen Energieformen zu verschaffen. Eine in einer kürzlich herausgegebenen Pressemitteilung erwähnte Aktivität ist die Entwicklung von Graphit-Nanofaser- und anderen Wasserstoffspeichertechnologien.
Fritz Vahrenholt, Vorstandsmitglied der Deutschen Shell AG, hat bereits im November einen Solarpfennig auf fossile Energien vorgeschlagen, um die Einführung erneuerbarer Energien zu flankieren. Nach einem Shell-Szenario wird der Weltenergieverbrauch um 2050 zu rund 50% aus erneuerbaren Energien gedeckt. Die Hälfte davon wird in Form von Wasserstoff gespeichert und zum Verbraucher transportiert.
MA
Neoplan präsentiert Wasserstoffbus
HyWeb, 19.01.99: Ende November letzten Jahres hat der deutsche Bushersteller Neoplan einen Wasserstoffbus präsentiert, der im Rahmen des Wasserstoffprojektes am Münchener Flughafen eingesetzt werden wird. Der Bus wird durch einen Wasserstoff-Verbrennungsmotor angetrieben. Bei dieser Gelegenheit kündigte Neoplan auch die Errichtung einer Wasserstofftankstelle an. Mittelfristig plant Neoplan die Wasserstofferzeugung aus erneuerbaren Energien, wahrscheinlich Biomasse, am Standort Pilsting in Niederbayern. Neoplan arbeitet auch an Brennstoffzellenbussen.
MA
Mercedes-Benz Mexico testet NEBUS
HyWeb, 19.01.99: Ende November letzten Jahres kündigte Mercedes-Benz Mexico den Test von NEBUS, dem Brennstoffzellenbus von DaimlerChrysler, in Mexiko Stadt an. Der Bus soll auch in Brasilien getestet werden.
Alejandro Encinas, Umweltminister von Mexiko Stadt, teilte Reportern mit, die Hauptstadt könne 2010 beginnen, die neuen Busse zu kaufen. Dies kann die schlechte Luftqualität in Mexiko Stadt verbessern helfen (siehe http://www.imeca.com.mx/indice.html für einen guten Überblick über die Luftqualitätssituation in Mexiko Stadt in englischer Sprache [auch verfügbar in spanisch]; siehe auch die Internet home page des Umweltministeriums von Mexiko Stadt unter http://www.df.gob.mx/sma/index.html in spanischer Sprache).
MA
Brennstoffzellen in spanischer Sprache - pilas de combustible en lengua española
HyWeb, 99-01-19: Informationen über Brennstoffzellen bietet Fuel Cells 2000 unter http://www.iie.org.mx/mproquim/fc2000sp.htm in spanischer Sprache.
El sitio web de Fuel Cells 2000 da informaciones sobra las pilas de combustible en lengua española en la dirección http://www.iie.org.mx/mproquim/fc2000sp.htm .
MA