HyWeb - Gazette

Der Newsletter von L-B-Systemtechnik GmbH (LBST) und dem Deutschen Wasserstoff-Verband (DWV) ·1. Quartal 2004 – 8. Jahrgang ã L-B-Systemtechnik GmbH

Reinhold Wurster: LBST Wasserstoff-Experte seit 1983 Werbung


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Gegendarstellung: "Propaganda gegen Wasserstoff" (DWV, 10.03.04)

 

EUCAR-CONCAWE-JRC-Bericht zu zukünftigen Automobilkraftstoffen und -antrieben (11.03.04)

"Abrupter Klimawandel": Studie für das US-Verteidigungsminsterium warnt vor schwerwiegenden Folgen für die nationale Sicherheit (11.03.04)

Netz von Wasserstofftankstellen für Kalifornien (10.03.04)

Air Liquide kauft Messer Griesheim (10.03.04)

Propaganda gegen Wasserstoff (10.03.04)

Hansestadt Hamburg: Wirtschaftliche Chancen durch Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Technologien (03.03.04)

AcceptH2: Erste Ergebnisse der Wasserstoff-Akzeptanzstudie (12.02.04)

 

Das aktuelle Zitat (11.02.04)

Europäische Wasserstoff und Brennstoffzellen Technologieplattform erfolgreich gestartet durch Romano Prodi am 20./21. Januar in Brüssel (11.02.04)

AFCG präsentiert Endbericht (10.02.04)

Europäische Kommission bittet um Expressions of Interest (10.02.04)

Energy Rich Japan Studie - 100% erneuerbare Energieversorgung in Japan bis 2100 (10.02.04)

FH-Amberg-Weiden: Brennstoffzellen Go-Kart gebaut (10.02.04)

Lehrbuch: Brennstoffzellentechnik (10.02.04)

Erster Dresdner Wasserstofftag (06.02.04)

 

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Interessante Projekte HyNet - the European Thematic Network on Hydrogen (englisch)

European Integrated Hydrogen Project - EIHP (englisch)

www.innovation-brennstoffzelle.de
Allgemeine Informationen zu den Themen Energie, Wasserstoff und Brennstoffzellen.
(Website des Bewag Innovationspark Brennstoffzelle, realisiert von HyWeb)

www.h2guide.de
Projektführer Wasserstoff vom Deutschen Wasserstoff-Verband.

Wasserstoff-Projekt am Flughafen München (H2MUC)


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Impressum

Redaktion Matthias Altmann, L-B-Systemtechnik GmbH (LBST), webmaster@HyWeb.de
Artikel AFH - Association Française de l'Hydrogène
DWV - Deutscher Wasserstoff-Verband (DWV)
MA - Matthias Altmann, LBST
VB - Volker Blandow, LBST
JS - Jörg Schindler, LBST
RW - Reinhold Wurster, LBST
PS - Patrick Schmidt, LBST
WW - Werner Weindorf, LBST
WZ - Werner Zittel, LBST
UB - Ulrich Bünger, LBST
LR- Lutz Reichelt, LBST
Anschrift siehe Impressum HyWeb

weitere Newsletter The Hydrogen & Fuel Cell Letter (in englisch)

Clean Fuels and Electric Vehicles Report (in englisch)

NHA Advocate (in englisch)

Fossile News Gazette Aktuelles über sich verknappende fossile Energieressourcen auf der Seite www.energiekrise.de

Monthly Technology Updates (in englisch) von Fuel Cells 2000

Fuel Cell Industry Report (in englisch)


 

 

Gegendarstellung: "Propaganda gegen Wasserstoff" (DWV, 10.03.04)
Gegendarstellung von Dr. Gerd Eisenbeiß, Forschungszentrum Jülich, Mitglied des Vorstandes (15.03.04):

"Es trifft nicht zu, dass ich mir eine Wasserstoff-Wirtschaft so vorstelle, dass man mit Strom Wasserstoff erzeugt etc., oder dass meine Äußerungen in BdW eine solche Interpretation zuließe. Richtig ist, dass ich Vorstellungen anderer kritisiere, die so denken. Richtig ist ferner, dass ich den Begriff 'Wasserstoff-Wirtschaft' als Fehlgriff bezeichne, weil das Wirtschaftssystem nicht nach einem Sekundärenergieträger benannt werden sollte; täte man das trotzdem, so müsste man auch für die fernere Zukunft von einer Strom-Wirtschaft sprechen. Richtig ist darüber hinaus, dass ich Wasserstoff erst dann als Beitrag zum Klimaschutz bezeichne, wenn er treibhausgasfrei erzeugt wird oder das zu schaffende Wasserstoff-System weniger Treibhausgase freisetzt, als ein alternativer Einsatz der verwendeten Primärenergien erlaubt. Diese Hürden sind sehr hoch, weil ihre Überwindung u.a. Kernenergie oder CO2-Sequestration voraussetzt. Deshalb bin ich für Forschung an den fehlenden Bausteinen, aber gegen teure Frühstarts in Infrastrukturen."

 

 

EUCAR-CONCAWE-JRC-Bericht zu zukünftigen Automobilkraftstoffen und -antrieben
HyWeb, 11.03.04: EUCAR - the European Council for Automotive R&D und CONCAWE - the oil companies' European association for environment, health and safety in refining and distribution haben zusammen mit dem Joint Research Centre der Europäischen Kommission, Institute for Environment and Sustainability, in Ispra, Italien, den detaillierten, umfassenden Bericht "Well-to-Wheels analysis of future automotive fuels and powertrains in the European context" veröffentlicht.

Wissenschaftliche Berater waren das Institut Français du Pétrole, Paris, Frankreich, für die Fahrzeugsimulation (Tank-to-Wheel) und L-B-Systemtechnik, Ottobrunn, Deutschland, für die Kraftstoffanalyse (Well-to-Tank).

EUCAR , CONCAWE und JRC haben gemeinsam eine Analyse der Well-to-Wheel-Energieverbräuche und -Treibhausgasemissionen für eine große Zahl potentieller, zukünftiger Automobilkraftstoffe und Antriebsoptionen durchgeführt. Die Zielsetzungen für die Studie waren:

Die Ergebnisse der Studie dienten als wissenschaftliche Basis für den Bericht der Alternative Fuels Contact Group (HyWeb, 10-02.04).

Der vollständige Bericht ist verfügbar unter http://ies.jrc.cec.eu.int/Download/eh/31.

MA

 

 

"Abrupter Klimawandel": Studie für das US-Verteidigungsminsterium warnt vor schwerwiegenden Folgen für die nationale Sicherheit
HyWeb, 11.03.04: "Zielsetzung dieser Studie ist es, das undenkbare zu denken — die Grenzen des gegenwärtigen Wissens über Klimaveränderungen zu erweitern, um die möglichen Konsequenzen für die nationale Sicherheit der USA besser zu verstehen. [...] Wir haben eine Klimaveränderungsszenario entwickelt, das, auch wenn es nicht das wahrscheinlichste ist, plausibel ist und Bedrohungen für die nationale Sicherheit der USA beinhaltet, die unverzüglich berücksicht werden sollten."

Der öffentliche Bericht "An Abrupt Climate Change Scenario and Its Implications for United States National Security" wurde von Global Business Network (GBN) im Auftrag des US-Verteidigungsdministeriums erstellt.

Die Klimafoschung liefert Hinweise darauf, dass die graduelle Klimaveränderung der letzten Jahrzehnte zu einer relativ abrupten Abschwächung des Golfstroms führen könnte. Das Szenario des GBN-Berichts folgt den Charakteristika eines vor etwa 8.200 Jahren vorgekommenen Klimawandels.

Dieses abrupte Klimawandel-Szenario wird durch folgende Bedingungen charakterisiert:

Der Bericht untersucht, wie ein solcher, abrupter Klimawandel möglicherweise die geopolitische Situation destabilisieren und zu kleineren Zwischenfällen bis zu Kriegen in Folge von Ressourcenverknappungen wie den Folgenden führen könnte:

  1. Nahrungsmittel-Knappheit durch rückläufige Nettoproduktion in der weltweiten Landwirtschaft.
  2. Rückläufige Verfügbarkeit und Qualität von Wasser in Schlüsselregionen verursacht durch veränderte Niederschlagsstrukturen, die häufigere Überflutungen und Trockenheiten verursachen.
  3. Unterbrochene Energieversorgung durch Eisberge und stärkere Stürme.

Diese Bericht legt nahe, dass die Risiken eines abrupten Klimawandels, auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür unbekannt und möglicherweise eher klein sein mag, auf Grund der düsteren Konsequenzen über eine wissenschaftliche Debatte hinaus zu einem Gegenstand der Nationalen Sicherheits-Debatte gemacht werden sollten.

Der vollständige Bericht findet sich hier.

MA

 

 

Netz von Wasserstofftankstellen für Kalifornien
DWV, 10.03.04: An jeder kalifornischen Autobahn solle im Abstand von höchstens 20 Meilen eine Wasserstofftankstelle entstehen, hatte Arnold Schwarzenegger im Wahlkampf um das Amt des Gouverneurs von Kalifornien versprochen. Noch in diesem Halbjahr sollen konkrete Pläne vorliegen, wie das geschehen kann. Wie der von Schwarzenegger neu ernannte Chef der California Environmental Protection Agency sagte, liefe das auf ein Netz von 200 Tankstellen hinaus, was bei 300,000-500,00 $ pro Station Gesamtkosten von der Größenordnung 100 Mio $ verursachen würde. Immerhin 28 Tankstellen seien schon da oder in der Planung. Außerdem hofft der Staat auf Bundeshilfe. Der Abstand von 20 Meilen würde für die Mehrheit der Bevölkerung mindestens eine Tankstelle erreichbar machen. Für die ländlichen Gebiete müsse man andere Lösungen finden, berichtet der Hydrogen & Fuel Cell Letter im Januar 2004 (hier finden Sie den vollständigen Artikel in englischer Sprache).

Während Schwarzenegger mit der Forcierung des Kraftstoffs Wasserstoff durchaus auf einer Linie mit seinem Parteifreund im Weißen Haus liegt, ist das bei der Frage der Wasserstofferzeugung keineswegs so. Bush will den Wasserstoff mittels Kohle, Gas oder Kernkraft erzeugen lassen, Schwarzenegger mit Hilfe der erneuerbaren Energien.

DWV

 

 

Air Liquide kauft Messer Griesheim
DWV, 10.03.04: Der französische Industriegasekonzern Air Liquide übernimmt die deutsche Firma Messer Griesheim. Der Handel hat einen Umfang von knapp 2,7 Mrd. € und betrifft die Messer-Geschäfte in Deutschland, Großbritannien und den USA. Die Transaktion solle nach Genehmigung der zuständigen Behörden voraussichtlich Mitte 2004 abgeschlossen werden. Teile von Messer Griesheim wird Air Liquide wegen Auflagen der Wettbewerbsbehörden wohl wieder verkaufen müssen.

DWV

 

 

Propaganda gegen Wasserstoff
DWV, 10.03.04: In der März-Nummer von bild der wissenschaft erschien ein Artikel über Wasserstoff-Energietechnologie, der auf dem Titelblatt mit „Streit um die Wasserstoffwelt — Wie eine Lobby sie durchpeitschen will“ sehr reißerisch angekündigt wird. Die Schlagzeile steht auf dem gleichen Niveau wie der Artikel insgesamt, also tief unter dem, was man von bild der wissenschaft eigentlich erwarten darf. Die Möglichkeiten der Wasserstofftechnologie werden schlechtgeredet und schlechtgerechnet, wobei auch vor völlig falschen Zahlen nicht zurückgeschreckt wird. So wird die Weltjahresproduktion von Wasserstoff mit 600 Mio. Nm3 angegeben, während es in Deutschland schon 950 Mio. Nm3 sind.

Als kritische „Energiefachleute“ werden die Herren Eisenbeiß (FZ Jülich) und Bossel (Schweiz) zitiert, die seit Jahren jeweils eine Privatfehde gegen den Wasserstoff führen. Eisenbeiß stellt sich die Wasserstoff-Wirtschaft so vor, dass man mit Strom Wasserstoff erzeugt und aus ihm, etwa in Brennstoffzellen, wieder Strom macht. Wie er mit solch schlichten Vorstellungen als „Fachmann“ durchgeht, bleibt unklar. Merkwürdig ist, dass er als Vorstandsmitglied des Forschungszentrums Jülich den Wasserstoff ablehnt, obwohl die Institute eben dieses Zentrums zu den führenden einschlägigen Forschungseinrichtungen Deutschlands zählen und das Zentrum selbst Mitglied im DWV ist.

Selbst Vorstandsmitglieder des DWV werden zitiert, wobei ihre Zitate aus dem Zusammenhang gerissen, sinnentstellend verdreht oder gar ins Gegenteil verkehrt werden. Der Artikel enthält eine solche Menge von Unwahrheiten, Verdrehungen, Verfälschungen und Dummheiten dass es langweilig und fruchtlos wäre, alles einzeln zu widerlegen. Auf jeden Fall ist er ein Schlag ins Gesicht aller seriösen Forscher, Forschungsinstitute, Landes- und nationalen Initiativen, die sich mit großer Seriosität um saubere Energiequellen und Wasserstoff als Energieträger bemühen. Der Artikel sagt über die Autoren und ihre Absichten mehr aus als über die Chancen und Probleme des Energieträgers Wasserstoff.

DWV

 

 

Hansestadt Hamburg: Wirtschaftliche Chancen durch Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Technologien
HyWeb, 03.03.04: Im Rahmen einer Pressekonferenz erhielt Senator Rehaag, Präses der Behörde für Umwelt und Gesundheit der Hansestadt Hamburg, aus der Hand von Jörg Schindler (Geschäftsführer der L-B-Systemtechnik) ein Gutachten über die wirtschaftlichen Chancen Hamburgs auf dem Sektor der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie.

Die Pressekonferenz fand im Vorfeld eines Wasserstoff Workshops statt, zu dem die Behörde für Umwelt und Gesundheit und die HEW - Hamburgische Electricitäts-Werke (Vattenfall Europe) gemeinsam eingeladen hatten. Mehr als 30 Vertreter aus den Bereichen Industrie, Dienstleistung, Hochschulen und Behörden diskutierten über zukünftige Aktivitäten.

L-B-Systemtechnik wurde von der Behörde für Umwelt und Gesundheit im Juni 2003 mit der Erstellung des Gutachtens betraut. Hauptaufgabe der Studie ist es, die wirtschaftlichen Chancen deutlich zu machen, die sich aus Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Technologien für Hamburg eröffnen. Dazu werden in der Studie zunächst mögliche Anwendungen und ihre Technologien dargestellt, um ein besseres Verständnis für das Themenfeld und seine Bedeutung zu schaffen. Parallel dazu wurden Interviews geführt mit zahlreichen Akteuren der unterschiedlichsten Institutionen aus Wirtschaft, Behörde, Forschung und Hochschule. Diese Gespräche und Recherchen ergaben ein umfassendes Bild der in Hamburg vorhandenen Kompetenzen und laufenden Aktivitäten, aus dem mögliche Handlungsfelder abgeleitet werden konnten.


Offizielle Übergabe der Studie an Senator Rehaag (2. von links), Präses der Behörde für Umwelt und Gesundheit der Hansestadt Hamburg, aus der Hand von Jörg Schindler (LBST, 2. von rechts) im Rahmen einer Pressekonferenz; links Dr. Dietrich Graf (Vorstand der HEW), rechts Günther Kwaschnik (Vorstand der HEW) (Foto: Patrick Schmidt)

Das Gutachten wurde im Januar 2004 abgeschlossen. Das vollständige Gutachten kann von den Internetseiten der Behörde für Umwelt und Gesundheit heruntergeladen werden

www.hycity.de

oder von der LBST-Homepage unter www.lbst.de/h2hamburg.

PS

 

 

AcceptH2: Erste Ergebnisse der Wasserstoff-Akzeptanzstudie
HyWeb, 12.02.04: Im Rahmen des AcceptH2-Projekts wurden vor dem Start von Demonstrationseinsätzen von Wasserstoffbussen Befragungen in London, Großbritannien, Luxemburg und Perth, Australien, durchgeführt. Befragt wurden zufällig ausgewählte Personen nach ihrer Wahrnehmung von Wasserstoff und ihrer Bereitschaft, für die Benutzung von sauberen Wasserstoffbussen höhere Fahrpreise in Kauf zu nehmen. Erste vorläufige Resultate dieser "vorher" Befragungen wurden auf dem Internationalen Deutschen Wasserstoff Energietag 2004 in Essen am 11. Februar 2004 präsentiert.

Vorläufige Ergebnisse der "Vorher" Befragungen in London, Luxemburg und Perth sind:

Manuscript (80 kB) und Vortragsfolien (340 kB) der Präsentation in Essen stehen in englischer Sprache zum Herunterladen bereit.

Projektdetails finden sich unter www.accepth2.com. Der europäische Teil des Projekts wird gefördert von der Europäischen Kommission.

MA

 

 

Das aktuelle Zitat

"Wie die anderen Mitglieder des (Advisory) Council auch bin ich hier als Person, bringe aber auch meine professionelle Erfahrung als CEO von Shell Hydrogen ein. Mein Engagement bleibt das gleiche: die Show auf den Weg zu bringen und Wasserstoff und Brennstoffzellen Realität werden zu lassen in Europa. Ich spreche hier für alle 35 Mitglieder des Council, die alle wesentlichen Interessensvertreter auf diesem Gebiet repräsentieren und eine umfangreiche Expertise umfassen.

Wie Sie alle wissen, wurde unser gemensames Ziel formuliert als 'die Entwicklung und Einführung von konkurrenzfähigen, weltklasse Wasserstoff- und Brennstoffzellen basierten Energiesystemen und Komponententechnologien aus Europa für Anwendungen im Verkehr und in der stationären und portablen Energieversorgung zu erleichtern und zu beschleunigen'.

Damit wurde der Mund sehr voll genommen, das ist ein komplexes Streben. Aber wir stehen nicht unter der Illusion, dass das irgendetwas anderes ist als eine hochkomplexe und gewaltige Aufgabe. Wir müssen nur schauen, wie zahlreich und unterschiedlich die Personen sind, die hier sitzen und die Aufgabe sehen!

Sicher, es wäre sehr einfach, sich von der Komplexität überwältigen zu lassen und zu versagen. Aber wir schulden es uns selbst, unseren Kindern und unseren Enkeln, nicht zu versagen. Denn wir wissen, wir haben das Potenzial, einen Beitrag zu einem besseren Europa zu leisten - nicht nur vage irgendwann in einer fernen Zukunft, sondern hier und jetzt."

Jeremy Bentham, CEO Shell Hydrogen, Chairman of the Advisory Council of the European Hydrogen and Fuel Cell Technology Platform, "Mission Possible - It's time to bring hydrogen to the market", General Assembly Meeting, Brussels, 20. Januar 2004

 

 

Europäische Wasserstoff und Brennstoffzellen Technologieplattform erfolgreich gestartet durch Romano Prodi am 20./21. Januar in Brüssel
HyWeb, 11.02.04: Im Namen seiner Kollegen, der Kommissare Philippe Busquin (Generaldirektion Forschung) und Loyola de Palacio (Generaldirektion Energie und Transport), hat der Präsident der Europäischen Kommission Romano Prodi die Europäische Wasserstoff und Brennstoffzellen Technologieplattform gestartet.

Die Konferenz war eine Folge des letztjährigen Visionsberichts Wasserstoff und Brennstoffzellen, der von einer großen Zahl europäischer Interessensvertreter aus Industrie und Forschung erstellt worden war und der Öffentlichkeit in einer Konferenz im Juni 2003 präsentiert worden war (HyWeb, 01.07.03).

Die Idee ist, eine Plattform zu etablieren, die als Basis für die Entwicklung einer europäischen Forschungs- und Umsetzungsstrategie dient. Ein spezielles Element ist die Einbbindung der Mitgliedsstaaten, um die fragmentierte Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Landschaft in Europa zu überwinden.

Die Dokumente der Konferenz finden sich hier.

Hintergrundinformationen zur Plattform finden sich hier. Die Liste der Mitglieder des Advisory Council findet sich hier.

UB/VB/MA

 

 

AFCG präsentiert Endbericht
HyWeb, 10.02.04: Die Europäische Kommission hat, nach Ihrer Kommunikation zu alternativen Kraftstoffen im Jahr 2001, 2002 eine Kontaktgruppe der wichtigsten Interessenvertreter ("Alternative Fuels Contact Group" - AFCG) ins Leben gerufen, die die Kommission zum technischen und wirtschaftlichen Status sowie zu den Entwicklungen im Bereich alternativer Kraftstoffe für den Straßenverkehr beraten sollte. Der Schwerpunkt lag auf Erdgas und Wasserstoff und auf Maßnahmen, mit denen die Kommission ihre Nutzung unterstützen könnte. Topic Groups zu Erdgas und Wasserstoff und eine Arbeitsgruppe zu biomassebasierten, flüssigen Kraftstoffen ("Biomass-to-Liquids fuels") haben diese alternativen Kraftstoffe untersucht. Die AFCG hat im März 2003 einen Zwischenbericht präsentiert und hat jetzt den Endbericht veröffentlicht, der eine Basis bildet für eine detailliertere Strategie für diese Kraftstoffe. Der Bericht kann unter http://europa.eu.int/comm/energy_transport/en/envir_alternative_fuels_en.html heruntergeladen werden.

MA

 

 

Europäische Kommission bittet um Expressions of Interest
HyWeb, 10.02.04: Die Europäische Kommission fordert auf zur Einreichung von Expressions of Interest (EoI) in Zusammenhang mit dem 6. Forschungsrahmenprogramm, Thematic Priority 6.1.ii: Sustainable Energy Systems - research activities having an impact in the medium and longer term. Abgabeschluss für EoIs ist 19. März 2004, 17:00 (Brüsseler Ortszeit).

Mehr Details finden sich auf der CORDIS web-site unter: www.cordis.lu/eoi/sustdev-energy

MA

 

Energy Rich Japan Studie - 100% erneuerbare Energieversorgung in Japan bis 2100
HyWeb, 10.02.04: Das deutsche Institute for Sustainable Solutions and Innovations (ISUSI) hat die Studie "Energy Rich Japan" veröffentlicht, erstellt in Zusammenarbeit mit EUTech, Deutschland, Institute for Sustainable Energy Policies (ISEP), Japan, und Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Deutschland im Auftrag von Greenpeace.

In der "Energy Rich Japan" (ERJ) Studie wurde untersucht, wie der Energiebedarf Japans verringert und durch ein nachhaltiges Energiesystem zu 100% aus heimischen, erneuerbaren Energien gedeckt werden kann. Aufgezeigt wird dies durch ein Nachfragemodell, ein Versorgungsmodell und eine Simulation des elektrischen Systems.

Sechs Szenarien - Variationen des Basisszenarios, Szenario Eins - der Bedarfsdeckung werden in der Studie entwickelt. Alle sechs erlauben die 100% erneuerbare Versorgung Japans mit unterschiedlich hohen Importanteilen. Bis 2050 könnte Japan schon zu 50% erneuerbar versorgt werden. Das Beispiel Japan zeigt, dass die Vision einer sauberen, grünen, energiereichen Zukunft nicht nur möglich, sondern auch global machbar ist.

Mehr Informationen finden sich unter www.energyrichjapan.info (in deutsch, englisch und japanisch).

MA

 

 

FH-Amberg-Weiden: Brennstoffzellen Go-Kart gebaut
HyWeb, 10.02.04: Im Rahmen der Studienarbeit „Konstruktion und Entwicklung“ haben Studierende im 5. Semester des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen der Fachhochschule Amberg-Weiden, Bayern, in nur 90 Tagen einen Prototyp eines Karts mit Brennstoffzellenantrieb entwickelt.

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Der zweifache Rallye-Weltmeisters Walter Röhrl im AREION

Basierend auf einer Konzeptstudie wurden die Komponenten des Systems konzipiert, entwickelt, konstruiert, gefertigt und montiert. Auch die Elektro- und Motorsteuerung wurden geplant, programmiert und getestet. In der Institutswerkstatt wurden die einzelnen Komponenten gefertigt, optimiert und angepasst.

MA

 

 

Lehrbuch: Brennstoffzellentechnik
HyWeb, 10.02.04: Dr. Peter Kurzweil, Chemie-Professor an der Fachhochschule Amberg-Weiden, ist Autor des im Oktober 2003 neu erschienenen Lehrbuchs "Brennstoffzellentechnik".

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Kurzweil hat an der TU München Chemie studiert und setzte seinen Schwerpunkt auf die Elektrochemie. Beim Raumfahrtkonzern Dornier in Friedrichshafen gehörte er später zu den Pionieren der wiederentdeckten Technologie. Dort war Kurzweil unmittelbar dabei, als die Brennstoffzelle 1994 zum zukunftsträchtigen Energiewandler im Fahrzeugbereich wurde. Kurzweil hat schon mit allen Brennstoffzellentypen gearbeitet.

MA

 

 

Erster Dresdner Wasserstofftag
HyWeb, 06.02.04: Am 5. Mai 2004 findet in Dresden der 1. Dresdner Wasserstofftag statt. Veranstalter ist das Umweltzentrum Dresden in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden und dem Deutschen Wasserstoffverband im Auftrag der "Wirtschaftsinitiative Wasserstoff Dresden (WWD)" (HyWeb, 26.03.03).

Mit dieser Veranstaltung will die im vergangenen Jahr gegründete WWD Verwaltung, Wirtschaft und die interessierte Öffentlichkeit im Freistaat Sachsen über Potentiale der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien, bisherige strategische Entwicklungen und abzusehende politische Rahmenbedingungen seitens der EU informieren sowie weiterführende Aktivitäten, insbesondere mit Blick auf mögliche Chancen für die einheimische Wirtschaft, initiieren.

Das detaillierte Programm der Veranstaltung sowie organisatorische Hinweise sind ab Ende Februar unter www.uzdresden.de/wwd abrufbar.

LR