HyWeb - Gazette

Der Newsletter von HyWeb und dem Deutschen Wasserstoff-Verband (DWV) ·1. Quartal 2003 – 7. Jahrgang ã L-B-Systemtechnik GmbH

LBST: 20 Jahre Strategie- und Technologieberatung Werbung


Kurzmeldungen (31.03.03)

Gemeinschaftsstand Wasserstoff + Brennstoffzellen präsentiert kundenorientierte Lösungen auf der HANNOVER MESSE ’03 (31.03.03)

Axane kündigt erste Serie portabler Brennstoffzellen-Generatoren an (31.03.03)

Hessische Internet-Plattform für Wasserstoff und Brennstoffzellen (31.03.03)

ZBT vergibt Reformer-Lizenz nach Korea (27.03.03)

Offizielle Inbetriebnahme der ersten SOFC-Brennstoffzellen zur Hausenergieversorgung im Freistaat Sachsen (26.03.03)

Wirtschaftsinitiative Wasserstoff Dresden (WWD) gegründet (26.03.03)

 

Neu in HyWeb (14.03.03)

Kurzmeldungen (14.03.03)

SFC: Docking station und Marathon-Koffer für Laptops (14.03.03)

Stuart Energy verkauft Wasserstofftankstelle nach Malmö (14.03.03)

GM: Erste Straßenzulassung für LH2-Auto in Japan (13.03.03)

Japan Hydrogen & Fuel Cell Demonstration Project gestartet (13.03.03)

DaimlerChrysler verleast Brennstoffzellenautos in Japan (13.03.03)

GM und Shell: gemeinsame Demonstration von Wasserstoff-Brennstoffzellenautos in Washington, D.C. (07.03.03)

LBST Analyse: Verflüssigung von Wasserstoff (28.02.03)

 

TÜV-Broschüre "Energiewelt Wasserstoff" (21.02.03)

Klimawandel: CO2-Emissionen in Deutschland und den USA rückläufig (20.02.03)

US EPA: erstes Wasserstoff-Brennstoffzellenauto zertifiziert (19.02.03)

GM: Fahrzeugtests mit 70 MPa Wasserstoff-Tank (19.02.03)

MCFC-Brennstoffzelle versorgt Michelinwerk mit Strom und Prozesswärme (19.02.03)

Plug Power: 121 Brennstoffzellensysteme im Jahr 2002 ausgeliefert (19.02.03)

Neue Entegris Bipolarplatten-Fertigung (19.02.03)

 

Bush startet 1,2 Milliarden Dollar Initiative für Wasserstoffautos (10.02.03)

Das aktuelle Zitat (10.02.03)

Buch: Einflussfaktoren auf den Markterfolg von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen (10.02.03)

TÜV eröffnet Wasserstoffmotor-Testzentrum in Garching (10.02.03)

Wasserstofftankstelle in Barth in Betrieb genommen (10.02.03)

Speicherung unter 700 bar (10.02.03)

Brennstoffzellen-Busprojekt in Japan (10.02.03)

Kleinbrennstoffzelle aus Herten (10.02.03)

 

LBST Analyse: Wasserstoffproduktion am Offshore Windpark (29.01.03)

Das aktuelle Zitat (24.01.03)

Ford U-Modell auf Detroit Motor Show präsentiert (24.01.03)

Toyota präsentiert Fine S auf Detroit Motor Show (24.01.03)

Daihatsu Brennstoffzellenfahrzeug erhält Straßenzulassung (24.01.03)

US Armee testet GM Hybridfahrzeug mit Brennstoffzellen-APU (24.01.03)

Nippon Oil testet Hausbrennstoffzellen mit LPG (24.01.03)

Mobile Wasserstoff-Betankungsanlage (24.01.03)

 

Wasserstoff-Brennstoffzellenauto entwickelt in Shanghai (17.01.03)

Hydrogenics übernimmt Greenlight Power Technologies (17.01.03)

IdaTech liefert Propan-Brennstoffzellensystem aus (17.01.03)

 

Stuart Energy erwirbt Vandenborre Technologies (09.01.03)

Klimawandel: Schwere Überschwemmungen und Stürme in Europa, Zyklon verwüstet Salomon Inseln (09.01.03)

 

 
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Interessante Projekte HyNet - the European Thematic Network on Hydrogen (englisch)

European Integrated Hydrogen Project - EIHP (englisch)

www.innovation-brennstoffzelle.de
Allgemeine Informationen zu den Themen Energie, Wasserstoff und Brennstoffzellen.
(Website des Bewag Innovationspark Brennstoffzelle, realisiert von HyWeb)

Übersicht deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellenprojekte (in englisch)

www.h2guide.de
Projektführer Wasserstoff vom Deutschen Wasserstoff-Verband.

Brennstoffzellenantrieb für städtische Nutzfahrzeuge – Bayerischer Brennstoffzellen-Bus

Wasserstoff-Projekt am Flughafen München (H2MUC)


Archiv


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Impressum

Redaktion Matthias Altmann, L-B-Systemtechnik GmbH (LBST), webmaster@HyWeb.de
Artikel AFH - Association Française de l'Hydrogène
DWV - Deutscher Wasserstoff-Verband (DWV)
MA - Matthias Altmann, LBST
VB - Volker Blandow, LBST
RW - Reinhold Wurster, LBST
WZ - Werner Zittel, LBST
UB - Ulrich Bünger, LBST
LR- Lutz Reichelt, LBST
Anschrift siehe Impressum HyWeb

weitere Newsletter The Hydrogen & Fuel Cell Letter (in englisch)

Clean Fuels and Electric Vehicles Report (in englisch)

NHA Advocate (in englisch)

Fossile News Gazette Aktuelles über sich verknappende fossile Energieressourcen auf der Seite www.energiekrise.de

Monthly Technology Updates (in englisch) von Fuel Cells 2000

Fuel Cell Industry Report (in englisch)


 

 

 

Kurzmeldungen

HyWeb, 31.03.03:

Hydrogenics Infrastruktur-Projekte erhalten Finanzierung der kanadischen Regierung: Hydrogenics Corporation erhält eine Förderung von CAN-$ 620.000 für zwei Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte im Bereich Wasserstoff-Infrastruktur. 1: Entwicklung einer Wasserstoff-Befülleinrichtung für einen Erdgasreformer, der Teil eines derzeit von Hydrogenics entwickelten stationären 50 kW Brennstoffzellengenerators ist. 2: Entwicklung von Elektrolyseurtechnologie für eine mobile Wasserstofftankstelle.

Samsung Electronics, Korea, startet Brennstoffzellen-Kooperation mit Dalian Institute of Chemical Physics (DICP), China, berichtet Fuel Cell Today am 24. März. Es sei beschlossen worden, dass Samsung und DICP ein gemeinsames Brennstoffzellen-Forschungslabor einrichten werden.

Japanische Firmen arbeiten gemeinsam an einheitlichen Standards für Mikro-Brennstoffzellen, berichtet Fuel Cell Today am 21. März. Mehrere Firmen, darunter Toshiba und Hitachi, arbeiteten an einheitlichen Standards für Brennstoffzellen für Notebooks, Handys und andere tragbare elektronische Geräte. Die Brennstoffzellen sollen alle mit Methanol betrieben werden.

FuelCell Energy und Los Angeles Department of Water and Power (LADWP) eröffnen Brennstoffzellenkraftwerk: Die offizielle Einweihung eines 250 kW DFC300A Schmelzkarbonat-Brennstoffzellenkraftwerks fand am 14. März am Hauptsitz der LADWP im Stadtzentrum von Los Angeles statt, wo das Kraftwerk jetzt arbeitet.

MA

 

 

 

Gemeinschaftsstand Wasserstoff + Brennstoffzellen präsentiert kundenorientierte Lösungen auf der HANNOVER MESSE ’03
HyWeb, 31.03.03: Während der jährlichen HANNOVER MESSE’03 vom 7.-12. April treffen sich auf dem Gemeinschaftsstand Wasserstoff + Brennstoffzellen (H2/FC) wieder einmal zahlreiche Experten dieses aufsteigenden Industriezweiges. Zum neunten Mal veranstaltet Arno A. Evers FAIR-PR diese größte internationale kommerzielle H2/FC Plattform in einem einmaligen Rahmen: Die HANNOVER MESSE mit insgesamt 7.000 Ausstellern und über 200.000 Fachbesuchern, bietet die Basis für Entscheider und Anwender aus verschiedenen Industriebereichen.

Aussteller aus 19 Ländern ermöglicht Networking auf anerkannter H2/FC Plattform; im Fokus sind optimierte Produkttechnologien und der Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur.

Internationaler Treffpunkt
Der Gemeinschaftsstand Wasserstoff + Brennstoffzellen, etabliert auf der Fachmesse „Energy“, präsentiert sich mit seinen fast 100 Ausstellern und Forumteilnehmern aus 19 Ländern in einzigartiger Zusammensetzung: Das Spektrum reicht von Global Players über mittelständische und kleine Betriebe bis zu wissenschaftlichen Instituten. Der Messebesucher erhält einen Einblick in das Potential von Wasserstoff und Brennstoffzellen, von R&D zur Anwendung. Zu den zehn Ländern, die traditionell bereits in der Vergangenheit ausstellten, nehmen erstmals auch Repräsentanten von Unternehmen aus Armenien, Island, Italien, Portugal, Spanien, Schweden, Israel, Süd Korea und Russland teil. Jeder Aussteller stellt seine neuesten Entwicklungen bei Materialien, Steuerung und Komponenten für H2/FC vor. Der Gemeinschaftsstand ist somit der international einmalige Treffpunkt der H2/FC Szene.

Ready - Steady - Go!
Eine Botschaft der Aussteller des Gemeinschaftsstandes in diesem Jahr ist deutlich: Sie wollen die Herausforderung annehmen, das gewonnene Wissen aus der Entwicklung von Prototypen für die Serienproduktion zu nutzen. Das Ziel: Zuverlässige Produkte für den Endverbraucher zu einem marktfähigen Preis anzubieten. Weitere Schwerpunkte des Gemeinschaftsstandes sind u.a. die Erhöhung der Produktkapazitäten, Flexibilität in der Anwendung und der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur.

Für den Betrieb einer Brennstoffzelle wird Wasserstoff benötigt, der durch Prozessoren (Elektrolysegeräte oder Reformern) hergestellt werden kann. Auf dem H2/FC Gemeinschaftsstand präsentieren Hersteller von Prozessoren technologisch verfeinerte Systeme mit größeren Verarbeitungskapazitäten in der Wasserstoffherstellung. Das Unternehmen HydrogenSource aus den USA präsentiert den weltweit ersten freistehenden 5kW Reformer. Ein französischer Hersteller, N-GHY, zeigt Ergebnisse bezüglich seiner Reformertechnologien ohne Schadstoffausstoß. Einer der ausgestellten Reformer (IdaTech, USA) kann mit verschiedenen Kraftstoffen gespeist werden, wodurch erhebliche Kosteneinsparungen durch Multifunktionalität bei der Wasserstoffherstellung erreicht werden.

Bei freistehenden und integrierten Brennstoffzellensystemen wird der Trend zur Flexibilität fortgesetzt. Axane Fuel Cell Systems, Tochter des französischen Wasserstoffproduzenten AirLiquide und Hersteller von Brennstoffzellensystemen, zeigt multifunktionale modulare Konzepte für alle drei Anwendungen, portabel, stationär und/oder mobil. MTU setzt ihr Brennstoffzellensystem, HotModule, im operativen Einsatz bei der Reifenfabrik Michelin in Karlsruhe ein und wird in Hannover weitere Ergebnisse präsentieren.

Ein zentrales Thema auf dem diesjährigen H2/FC Gemeinschaftsstand ist der Ausbau der allgemeinen Wasserstoffinfrastruktur. Ein umfangreiches Versorgungssystem kann den Einsatz von Wasserstoff als Energieträger der Zukunft unterstützen. Portable, stationäre und mobile Anwendungen für den täglichen Gebrauch werden folgen. Vandenborre Hydrogensystems aus Belgien stellt Elektrolysegeräte her, die zur Errichtung dieser benötigten H2-Infrastruktur beitragen: Ab 2003 werden in Amsterdam, Barcelona und Stockholm mehrere Busse mit Wasserstoff aus diesen Elektrolysegeräten versorgt

Zu einer funktionsfähigen Infrastruktur gehören ebenfalls der Bereich der Systemprüfung, bei Tankstellenkonzepten und Tanks zum Transport und Lagerung von Wasserstoff. Die Firma ET EnergieTechnologie prüfen mit ihrem Hydrogen Laboratory die Tauglichkeit von Wasserstofftankstellen und Tanks für den Aufbau einer H2-Infrastruktur. Mehrere Aussteller (ZSW, Forschungszentrum Karlsruhe, Quintech, Electrochem) zeigen verbesserte Testsysteme für Brennstoffzellen und ihre Bestandteile.

Informationsaustausch leichtgemacht
Auf dem täglichen Forum, in der Mitte des Gemeinschaftsstandes, diskutieren Entscheider dieses erfolgsversprechenden Industriezweiges aktuelle Herausforderungen auf dem Weg zur Kommerzialisierung. Die Messebesucher haben die Möglichkeit mit eigenen Ideen zur Diskussion beizutragen, den H2/FC Perspektiven wird dadurch erhöhte Aufmerksamkeit zuteil. Die unterschiedlichen Themengebiete im Forum sind ein Magnet für VIP’s aus Politik und Wirtschaft, sowie für die zahlreichen Journalisten. Der Schlüssel zu neuen Ideen und Konzepten liegt jedoch auch im informellen Erfahrungsaustausch: Auf den täglich stattfindenden „Networking Evenings“ kommen die Aussteller des Gemeinschaftsstandes abends in entspannter Atmosphäre zusammen, neue Ideen und Partnerschaften können hier leicht entstehen. Zum ersten Mal findet dieses Jahr zeitgleich zur Messe die Konferenz „Excellence for Fuel Cells“, Fuel Cell Summit and Workshops vom 9. bis zum 11 April im Convention Center auf dem Messegelände statt. Veranstalter ist „Eyesforfuelcells“, London, UK.

Erfolg durch Erfahrung – live im Internet
Seit der HANNOVER MESSE’95 hat sich der Gemeinschaftsstand Wasserstoff + Brennstoffzellen zu einem wichtigen Bestandteil dieses aufsteigenden Industriezweiges etabliert. Veranstalter Arno A. Evers FAIR-PR, Starnberg, Deutschland, und sein Team schaffen diesen einmaligen Rahmen, der Synergien zwischen den Ausstellern ermöglicht. Eine Plattform entsteht nach dem Slogan: “Go to where the Market is.“

Aktuelle Informationen zum Gemeinschaftsstand, zu den Ausstellern, dem Forumprogramm und den VIP-Gästen finden Sie unter www.fair-pr.de .

Besuchen Sie auch die erste „reale“ virtuelle Messe der Welt, die wir am 6. April freischalten. Erleben Sie den Messekick als Messeklick. Navigieren Sie mit Ihrer eigenen Maus durch die Stände auf unserem virtuellen Marktplatz. – Lassen Sie sich überraschen: www.virtual-fair.com

MA

 

 

 

Axane kündigt erste Serie portabler Brennstoffzellen-Generatoren an
HyWeb, 31.03.03: Axane, eine 100%ige Tochter von Air Liquide, Frankreich, hat auf der Basis der erfolgreichen Nordpolarmission im Jahr 2002 mit dem POLAR PACTM Prototypen (HyWeb, 29.10.02) verstärkte Investitionen beschlossen: Noch dieses Jahr wird Axane eine erste Serie von portablen Brennstoffzellen-Generatoren auf der Basis des modularen EVOPACTM-Konzepts präsentieren. Mit diesem breiten Angebot für netzferne Anwendungen, Notstromsysteme, Haushaltsanwendungen und kleine Hybridfahrzeuge wird Axane dieses Jahr auf den Markt kommen. Das modulare EVOPACTM-Konzept ermöglicht Leistungen von 500 W bis 10 kW für verschiedene ANwendungen von kleinen stationären Anlagen oder Transportanwendungen bis zu portablen Generatoren.

Auf der Hannover Messe – Hall 13, Stand D66/5 - wird Axane ROLLER PACTM präsentieren, einen portablen 2 kW AC 230 V Stromgenerator mit einer Wasserstoff-betriebenen PEM-Brennstoffzelle. ROLLER PACTM ist das erste Beispiel des EVOPACTM-Konzepts und demonstriert die Integration einer Brennstoffzelle in einen tragbaren Generator.

MA

 

 

 

Hessische Internet-Plattform für Wasserstoff und Brennstoffzellen
HyWeb, 31.03.03: Die Technologie-Stiftung Hessen hat im Auftrag des Wirtschaftsministeriums eine Internet-Plattform für Unternehmen und Hochschulen eingerichtet, die auf dem Gebiet Wasserstoff oder Brennstoffzellen tätig sind. Die vom Deutschen Wasserstoffverband (DWV) betreute hessische Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative hat einen bedeutenden Anteil an dieser Aktivität. Sie finden die Website unter den Adressen www.wasserstoff-hessen.de oder www.brennstoffzelle-hessen.de.

MA

 

 

 

ZBT vergibt Reformer-Lizenz nach Korea
HyWeb, 27.03.03: Im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Zentrum für Brennstoffzellentechnik GmbH (ZBT) erwirbt die südkoreanische Clean Energy Technologies Inc. (CETI) die nicht-exklusiven Produktions- und Vermarktungsrechte der in Duisburg entwickelten Erdgasreformertechnologie.

Der am ZBT erreichte Stand der Reformertechnik repräsentiert das Ergebnis mehrjähriger Entwicklungen, die zum größten Teil auf Vorarbeiten an der Universität in Duisburg basieren.

Parallel zu den getroffenen Lizenzvereinbarungen wird das ZBT an CETI Reformerprototypen liefern, die von CETI in Brennstoffzellen-Gesamtsysteme integriert werden. Die koreanische Firma CETI konzentriert sich auf die Entwicklung von Brennstoffzellensystemen für portable und stationäre Anwendungen.

MA

 

 

 

Offizielle Inbetriebnahme der ersten SOFC-Brennstoffzellen zur Hausenergieversorgung im Freistaat Sachsen
HyWeb, 26.03.03: Der sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath nahm am 10. März die sachsenweit ersten SOFC-Brennstoffzellen zur Hausenergieversorgung in Taucha bei Leipzig, in Betrieb. In ein Mehrfamilien-Doppelhaus mit insgesamt 10 Wohneinheiten wurden zwei Aggregate HXS 1000 Premiere der Firma Sulzer Hexis AG eingebaut. In seiner Rede zur Eröffnung verwies Minister Flath auf die Notwendigkeit, in den nächsten Jahrzehnten schrittweise von fossilen Energieträgern unabhängig zu werden. Zwar würden die jetzt installierten Brennstoffzellenaggregate noch mit Erdgas betrieben, doch zukünftig werde sicher aus regenerativen Energiequellen erzeugter Wasserstoff für derartige Anwendungen genutzt werden. Bereits mit dem Einsatz von Erdgas als Energieträger seien aber erhebliche Emissionsreduzierungen möglich.

Das Vorhaben wurde vom sächsischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium im Rahmen des Projekts "Ökologische Modellstadt Taucha" gefördert.

LR/MA

 

 

 

Wirtschaftsinitiative Wasserstoff Dresden (WWD) gegründet
HyWeb, 26.03.03: Vertreter von in Dresden, Sachsen, ansässigen Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Verbänden haben gemeinsam mit der Stadtverwaltung Dresden die "Wirtschaftsinitiative Wasserstoff Dresden" ins Leben gerufen. Damit sollen Überlegungen des Geschäftsbereiches Wirtschaft der Stadtverwaltung Dresden, den Bereich Wasserstofftechnologien neben Mikroelektronik und Biotechnologie als dritte Leitbranche für den Wirtschaftsstandort Dresden zu etablieren, unterstützt werden. Weitere Informationen unter www.uzdresden.de/wwd/.

LR/MA

 

 

 

Neu in HyWeb

"The prospects for a hydrogen economy based on renewable energy"

Artikel von Dr. Werner Zittel und Reinhold Wurster, L-B-Systemtechnik, im Bereich "Wissen" unter "Artikel/ Abstracts".

Download (pdf, 968 kB)

 

 

 

Kurzmeldungen

HyWeb, 14.03.03:

Zusammenarbeit zwischen Nissan und United Technologies: "Wir haben mit UTCFC (UTC Fuel Cells) eine Zusammenarbeit vereinbart. Wir haben noch nicht entschieden, ab wann wir UTCFC Brennstoffzellen in unseren Fahrzeugen einsetzen können", sagte eine Nissan-Sprecherin Anfang März.

U.S. Army präsentiert LKW mit Brennstoffzellen-APU: Die US-Armee (U.S. Army Tank-automotive and Armaments Command's National Automotive Center (NAC)) hat einen "Class 8 Freightliner truck" mit einem Prototypen einer 5 kW Brennstoffzellen-APU (auxiliary power unit -- Batterieersatz) präsentiert, die eine Ballard Brennstoffzelle enthält und einen Reformer, der flüssigen Kraftstoff in Wasserstoff umwandelt. Der Strom wird sowohl im Fahrzeug genutzt als auch für externe Geräte.

Astris Energi und CareAction gründen neue Firma für alkalische Brennstoffzellen: Astris Transportation Systems Inc. (ATSI) ist in Montreal, Quebec, Kanada, von Astris Energi Inc. (alkalische Brennstoffzellen-Technologie) und CareAction Inc. (Umrüstung von Vans für ältere Menschen und Behinderte) gegründet worden. ATSI wird nach eigenen Angaben in naher Zukunft mit der Installation der weltweit ersten automatischen Massenfertigung für alkalische Brennstoffzellen beginnen.

45 weitere Plug Power Brennstoffzellen für Long Island: Die Long Island Power Authority (LIPA) hat mitgeteilt, weitere 45 Plug Power Brennstoffzellen zur Installation in Long Island zu erwerben. Zum ersten Mal werden die Systeme bei Privatkunden der LIPA installiert.

MA

 

 

SFC: Docking station und Marathon-Koffer für Laptops
HyWeb, 14.03.03: Die Medion AG hat in einer Technologiekooperation mit der SFC Smart Fuel Cell AG (SFC) die Entwicklung einer neuartigen Stromversorgung für Notebooks und jegliche Art von mobilen Geräten auf Basis von Brennstoffzellen begonnen.

Der erste Schritt auf dem Weg zur vollständig integrierten Brennstoffzelle ist die "Energy Docking Station". Diese versorgt den Laptop mit einer einzigen Tankpatrone mindestens dreimal länger mit Strom als die eingebaute Batterie, das heißt zehn bis zwölf Stunden Dauerbetrieb sind nun möglich. Wenn der Brennstoff zur Neige geht, wird einfach die handliche Tankpatrone ausgetauscht - im Betrieb, ohne Unterbrechung.

Auf der CeBIT vom 12. bis 19. März 2003, Halle 2, Stand C48, stellt die Medion AG das innovative Konzept erstmalig der Öffentlichkeit vor.

conselsfc03.jpg (15046 Byte) Foto: SFC

Die CONSEL Kofferlösungen GmbH hat in Kooperation mit der SFC Smart Fuel Cell AG eine neue Mobile Office Lösung mit dem integrierten Brennstoffzellensystem "Smart Fuel Cell C25" entwickelt. Den "Marathon-Koffer" als mobilen Arbeitsplatz stellt CONSEL erstmals auf der CeBIT in Halle 2, Stand A43 der Öffentlichkeit vor.

Mit dem integrierten Brennstoffzellensystem von Smart Fuel Cell sind Laufzeitbeschränkungen kein Thema mehr: Eine Tankpatrone "Smart Fuel Cell M125" (Inhalt: 125 ml Methanol) liefert den Brennstoff für einen mindestens siebenstündigen Dauerbetrieb. Wer dann immer noch nicht müde ist, wechselt die handliche Tankpatrone in Sekundenschnelle aus - das Brennstoffzellensystem läuft dabei ohne Unterbrechung weiter. Der "Marathon-Koffer" sieht genügend Raum für bis zu sieben Ersatz-Tankpatronen vor, die dem Nutzer eine Betriebszeit von rund 50 Stunden ermöglichen.

Der "Marathon-Koffer" wird planmäßig ab 2004 erhältlich sein.

MA

 

 

 

 

Stuart Energy verkauft Wasserstofftankstelle nach Malmö
HyWeb, 14.03.03: Stuart Energy Systems Corporation, Kanada, hat eine Wasserstofftankstelle (Hydrogen Energy Station (HES)) an Sydkraft, Malmö, Schweden, verkauft. Sydkraft versorgt die Stadtbusse in Malmö mit Erdgas. Die Stuart Energy HES, die im Herbst 2003 bei Sydkraft installiert wird, produziert und komprimiert Wasserstoff und befüllt die Fahrzeuge mit reinem Wasserstoff oder mit Wasserstoff-Erdgas-Mischungen. Mischungen von 100% Wasserstoff bis 100% Erdgas sind möglich. Es werden 80 kg Wasserstoff pro Tag erzeugt.

Stuart enthüllte dieses HES erstmals Mitte Februar an seinem Hauptsitz in Mississauga, Ontario, Kanada.

Niedertarifstrom kann in Form von Wasserstoff gespeichert werden und anschließend bei Bedarf als Fahrzeugkraftstoff eingesetzt werden. Gleichzeitig ist das HES ein Notstromaggregat, kann Stromnetzoptimierungen vornehmen oder der netzunabhängigen Stromversorgung dienen.

Das HES besteht aus fünf Modulen:

Laut einer Stuart Pressemitteilung sichert ein Patent Stuart Energy exklusive Rechte zur Entwicklung und Kommerzialiserung von Tankstellen auf der Basis von Elektrolyseuren, die Daten mit der Anwendung austauschen.

MA

 

 

 

GM: Erste Straßenzulassung für LH2-Auto in Japan
HyWeb, 13.03.03: Am 10. März hat die japanische Regierung General Motors die erste Straßenzulassung für ein mit flüssigem Wasserstoff betriebenes Auto erteilt.

Die Zulassung für GM/ Opels HydroGen3 wurde vom japanischen "Ministry for Land, Infrastructure and Transport" erteilt. HydroGen3 erhielt ebenfalls die erste Zulassung für einen LH2-Fahrzeugtank vom japanischen "High Pressure Gas Safety Institute of Japan (KHK)".

MA

 

 

 

Japan Hydrogen & Fuel Cell Demonstration Project gestartet
HyWeb, 13.03.03: Am 11. März wurde der erste japanische Erprobungsstützpunkt für Brennstoffzellen-Fahrzeuge feierlich eröffnet. In dem Projekt haben sich fünf Automobilhersteller (DaimlerChrysler, General Motors, Honda, Nissan and Toyota) und weitere Firmen aus der Energiewirtschaft zusammengeschlossen haben, um Brennstoffzellenfahrzeuge und die dazu benötigte Kraftstoffinfrastruktur im Alltagsbetrieb zu erproben. Dieses "Japan Hydrogen & Fuel Cell Demonstration Project" (JHFC -- www.jhfc.jp) wird von der japanischen Regierung gefördert und hat zum Ziel, durch enge Zusammenarbeit der Industrie, der Wissenschaft und der Behörden die Marktreife dieser Technologie weiter vor
anzutreiben.

Die JHFC-Einrichtungen bieten für die Fahrzeugerprobung hervorragende Rahmenbedingungen, denn es stehen sowohl Werkstätten als auch ein Informationszentrum zur Verfügung.

Die erste von fünf Wasserstoff-Tankstellen für die Brennstoffzellenautos hat in Yokohama, Japan, einen Tag später den Betrieb aufgenommen.

MA

 

 

 

DaimlerChrysler verleast Brennstoffzellenautos in Japan
HyWeb, 13.03.03: DaimlerChrysler AG plant, ab der zweiten Hälfte dieses Jahres Brennstoffzellenautos in Japan zu verleasen.

fcelljapan03.jpg (22225 Byte) Foto: DaimlerChrysler

Geplant ist, 2003 und 2004 bis zu 10 Fahrzeuge in Japan zu verleasen, sagte Dr. Andreas Truckenbrodt, bei DaimlerChrysler verantwortlich für Alternative Antriebe, in einer Pressekonferenz anlässlich der Eröffnung des "Japan Hydrogen & Fuel Cell Demonstration Project" (JHFC). DaimlerChryslers japanischer Partner Mitsubishi wird voraussichtlich eine unterstützende Rolle übernehmen, sagte Hans Tempel, Präsident von DaimlerChrysler Japan Holding , Ltd. DaimlerChrysler beabsichtigt, dieses und nächstes Jahr 60 Brennstoffzellen A-Klasse-Fahrzeuge in Europa, den USA, Japan und Singapur an Kunden zu geben (HyWeb, 29.10.02).

Letzte Woche hat DaimlerChrysler vom japanischen "Ministry for Land Infrastructure and Transport" die Straßenzulassung für den "F-cell" auf der Basis der A-Klasse erhalten.

MA

 

 

 

GM und Shell: gemeinsame Demonstration von Wasserstoff-Brennstoffzellenautos in Washington, D.C.
HyWeb, 07.03.03: General Motors Corp. und Shell Hydrogen arbeiten gemeinsam an einem Demonstrationprojekt in Washington, D.C., USA, wie sie am 5. März mitgeteilt haben.

Die Shell-Wasserstofftankstelle wird im Oktober betriebsbereit sein, die Brennstoffzellenfahrzeuge von GM werden bereits im Mai in Washington eintreffen und später die Shell-Tankstelle für die Fahrzeugflotte nutzen. Die sechst Demonstratoren sind HydroGen3 Vans auf der Basis des Opel Zafira.

Das Zentrum der Partnerschaft wird eine "real-life" Demonstration von Wasserstoff-Brennstoffzellenautos und zugehöriger Betankungsinfrastruktur in Region von  Washington, D.C., USA, für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren sein. Dies beinhaltet die Wasserstoffzapfsäule an einer Shell-Tankstelle, der ersten, die in eine konventionelle Tankstelle integriert ist.

Das Demonstrationsvorhaben ist die Basis der Partnerschaft zwischen GM und Shell, die sich auf drei Schwerpunkte konzentrieren werden:

MA

 

 

 

LBST Analyse

Verflüssigung von Wasserstoff
HyWeb, 28.02.03: James Dewar gelang zum ersten Mal die Verflüssigung von Wasserstoff. Am 12. Mai 1898 meldete er die Erzeugung von etwa 20 cm3 flüssigen Wasserstoffs (LH2 ) und bestimmte die Siedetemperatur zu 20K (-253°C). Zur Vorkühlung verwendete er flüssige Luft, mit der er den auf 18 MPa verdichteten Wasserstoff zunächst auf eine Temperatur von -205°C brachte, um ihn dann mit Hilfe des Joule-Thomson-Effekts durch Drosselung auf Verflüssigungstemperatur zu bringen.

Zunächst war dieser Temperaturbereich im wesentlichen für Physiker von Interesse, die auf der Suche nach dem absoluten Nullpunkt in immer tiefere Temperaturzonen vordrangen. Alle bis 1950 gebauten Verflüssiger hatten Laborgröße und nutzten durchgängig den ursprünglichen Prozess.

Der entscheidende Schritt für die großtechnische Verflüssigung von Wasserstoff wurde durch die Experimente bei der US Air Force und der NACA (Vorgängerin der NASA) getan, die Wasserstoff als Raketentreibstoff vorsahen. Wasserstoff ist der ideale Raumfahrttreibstoff, da er pro Gewichtseinheit die höchste Energiedichte aufweist. Im Rahmen des Apollo-Programms wurden die ersten großen Verflüssigungsanlagen gebaut, die noch Jahrzehnte nach Beendigung des Programms den kompletten LH2-Bedarf Nordamerikas decken konnten. Die Weltraum-Projekte anderer Nationen und der kommerzielle Bedarf an LH2 – der den Bedarf für Weltraum-Technik bereits seit ca. 1973 übertrifft – hat zu weiteren Verflüssigerkapazitäten geführt.

Wasserstoffverflüssiger gibt es in Nordamerika, Westeuropa, Russland, Japan sowie in französisch Guyana, Indien und China. Im wesentlichen wird der verflüssigte Wasserstoff als Liefergas und als Treibstoff für die Raumfahrt verwendet. Als Fahrzeug-Kraftstoff kommt flüssiger Wasserstoff bisher lediglich in wenigen Versuchsfahrzeugen zum Einsatz.

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Derzeit bekannte installierte Wasserstoffverflüssigungs-Kapazitäten Grafik: LBST

Die kommerziellen Verflüssiger haben Produktionskapazitäten von bis zu rund 40 Tagestonnen. Die europäischen Verflüssiger haben Kapazitäten von 10 (Frankreich), 5 (Niederlande) und 4,4 Tagestonnen (Deutschland). Im Rahmen des japanischen WE-NET Programms wurde eine Konzeptstudie für einen Wasserstoffverflüssiger mit einer Kapazität von 300 t/d erstellt.

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Wasserstoffverflüssiger der Firma Linde in Ingolstadt. Foto: Linde

Gründe für die Belieferung mit flüssigem Wasserstoff sind neben den niedrigeren Transportkosten bei größeren Entfernungen ein geringerer Platzbedarf für die Speicherung im Vergleich zu gasförmigem Wasserstoff und eine durch den Verflüssigungsprozess vorgegebene hohe Reinheit.

Prinzipiell gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten der Kälteerzeugung, aber nur wenige sind geeignet, um die tiefen Temperaturen, die zur Verflüssigung von Wasserstoff erforderlich sind, zu erreichen.

Bis heute bedient man sich der isentropen Entspannung und der Entspannung unter Ausnutzung des Joule-Thomson Effekts, die einzeln oder in Kombination in den heutigen kommerziellen Verflüssigern eingesetzt werden. In der Regel wird das Wasserstoffgas mit flüssigem Stickstoff vorgekühlt. Die magnetokalorische Verflüssigung, von der man sich einen energetisch günstigeren Prozess erhofft, steckt noch in der Entwicklungsphase; ein Durchbruch dieser Technologie ist derzeit nicht absehbar.

Sowohl der Energieaufwand als auch die Kosten der Wasserstoffverflüssigung hängen stark von der Größe der Anlage ab. Gegenüber den heutigen Verflüssigern sind Kostenreduktionen durch größere Anlagen und deutliche Reduktionen des Energieaufwands durch technischen Fortschritt möglich. Für die H2-Verflüssigung kann bei fortschrittlichen großen Anlagen (>40 t LH2 pro Tag) ein Strombedarf von etwa 0,24 bis 0,21 kWh/kWhLH2 erreicht werden.

MA

 

 

 

TÜV-Broschüre "Energiewelt Wasserstoff"
HyWeb, 21.02.03: Der TÜV Süddeutschland hat die 106-seitige Broschüre "Energiewelt Wasserstoff" vorgestellt. Sie gibt einen Überblick über alle Bereiche von Wasserstoff und Brennstoffzellen, von der Produktion über die Speicherung und die Infrastruktur bis zur Nutzung. 40 deutsche und internationale Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Projekte stellen die unterschiedlichen Bereiche und ihre Produkte und Dienstleistungen verständlich und informativ dar.

Die Broschüre stellt einen hervorragenden Einstieg in die Materie dar und gibt einen Überblick über die Vielfalt der technischen und konzeptionellen Optionen, über den Stand der Technik und über die Perspektiven. Auch wenn man nicht alle dargestellten Meinungen teilen muss, ist die facettenreiche Darstellung äußerst gelungen und lesenswert.

"Energiewelt Wasserstoff" kann unter www.energiewelt-wasserstoff.de für 4,50 Euro bestellt werden. Die einzelnen Kapitel der Broschüre liegen dort auch als pdf zum Herunterladen bereit.

MA

 

 

 

Klimawandel: CO2-Emissionen in Deutschland und den USA rückläufig
HyWeb, 20.02.03: Im Jahr 2002 sind die Kohlendioxidemissionen in Deutschland um etwa 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dies hat Germanwatch auf der Grundlage der von der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen vorgelegten Zahlen zum Primärenergieverbrauch in Deutschland errechnet. (siehe Pressemittung vom 28. Januar 2003 unter www.germanwatch.org/pubpress/p030128a.htm). Im Jahr 2001 sind die CO2-Emissionen der USA gegenüber 2000 um 1,2 Prozent gesunken. Dies ergab eine Analyse der Informationsbehörde des amerikanischen Energieministeriums. Die Zusammenfassung der Analyse kann unter www.eia.doe.gov/oiaf/1605/ggrpt/summary/index.html eingesehen werden. Angaben für 2002 liegen noch nicht vor. Jedoch geht die Energieinformationsbehörde davon aus, dass künftig bis zum Jahr 2020 die Emissionen um jährlich 1,5% steigen werden. Eine eigene Abschätzung unter Benutzung der Daten bis Oktober 2002 deutet jedoch darauf hin, dass auch im Jahr 2002 die CO2-Emissionen wiederum niedriger als im Jahr 2001 ausfallen werden.

Damit zeichnet sich ab, dass in beiden Staaten die Emissionen seit 2000 rückläufig sind. Dies ist übrigens das Jahr mit der bisher höchsten Weltölförderung. Die mit den damals hohen Öl- und (v.a. in den USA auch) Gaspreisen einhergehenden Turbulenzen haben über wirtschaftliche Rückkopplungen den gesamten Energieverbrauch tangiert.

Im Einzelnen: In Deutschland ging der verkehrsbedingte Energieeinsatz bereits im dritten Jahr in Folge zurück. Die Heizölnachfrage war deutlich geringer als 2001, da damals die Lager weitgehend aufgefüllt wurden – und mit dem Zeitpunkt des Kaufs wird in den Bilanzen auch die Emission identifiziert. Letztlich sorgte auch die schwache konjunkturelle Entwicklung kaum für einen Energieverbrauchsanstieg. Dass der Emissionsrückgang nicht stärker ausfiel, lag am gestiegenen Braunkohleeinsatz, der um 1,8% gegenüber 2001 zunahm.

In den USA lagen die Gründe für den CO2-Rückgang im Jahr 2001 vor allem in einem Rückgang des Wirtschaftswachstums (laut US Department of Energy um -3.5%), einem ungewöhnlich warmen Winter sowie hohen Strompreisen, die zur Stromeinsparung anregten. Mit –7 Prozent fiel der Rückgang des Gaseinsatzes dort am stärksten aus. Die Hälfte des Erdgases wird in den USA in der Industrie eingesetzt, ein Viertel in privaten Haushalten, und der Rest zu etwa gleich großem Anteil im Kleingewerbe und der Stromerzeugung.

WZ/MA

 

 

 

US EPA: erstes Wasserstoff-Brennstoffzellenauto zertifiziert
HyWeb, 19.02.03: Die Environmental Protection Agency (EPA) der USA hat die erste Zertifizierung des Kraftstoffverbrauchs und der Emissionen eines "U.S. hydrogen fuel cell zero emission vehicle" (Wasserstoff-Brennstoffzellen-Nullemissionsfahrzeug nach US-Definition) bekannt gegeben.

EPAs Laor in Ann Arbor ist die erste nationale Einrichtung in den USA, die Brennstoffzellenfahrzeuge bezüglich Kraftstoffverbrauch und Emissionen testen und zertifizieren kann. Der Honda FCX aus dem Jahr 2003 wurde jetzt als erstes Fahrzeug zertifiziert. Jedes Fahrzeug, das in den USA verkauft werden soll, muss von der EPA bezüglich der Einhaltung aller Emissionsstandards zertifiziert werden.

MA

 

 

 

GM: Fahrzeugtests mit 70 MPa Wasserstoff-Tank
HyWeb, 19.02.03: General Motors
hat die Reichweite seiner Druckwasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeuge durch die weltweit ersten erfolgreichen Fahrzeugtests mit 70 MPa (700 bar) Druckwasserstoff-Speichersystemenerhöht (HyWeb, 18.12.02).

Im Vergleich zu einem gleich großen 35 MPa System erhöht die neue 70 MPa Tanktechnologie die Reichweite von GMs HydroGen3 um 60% bis 70%. Nach eigener Aussage ist GM der erste Automobilhersteller, der einen 70 MPa Tank in einem Brennstoffzellenauto erfolgreich testet und ist damit den öffentlich angekündigten Zielen anderer Hersteller um ein Jahr voraus.

Das GM-System, das aus zwei Carbonfaserverbundtanks besteht, wurde letztes Jahr vom TÜV auf der Basis europäischer und amerikanischer Standards und Normen zertifiziert. Zusätzlich wurde das System nach den vom European Integrated Hydrogen Project (EIHP) vorgeschlagenen Entwurf für einheitliche Regelwerke validiert.

Das 70 MPa Wasserstoff-Speichersystem wurde in Zusammenarbeit mit GMs strategischem Brennstoffzellen-Allianzpartner QUANTUM Fuel System Technology Worldwide, Inc., aus Irvine, Kalifornien, USA, entwickelt.

MA

 

 

 

MCFC-Brennstoffzelle versorgt Michelinwerk mit Strom und Prozesswärme
HyWeb, 19.02.03: Die Michelin Reifenwerke in Karlsruhe haben eine von der DaimlerChrysler Tochter MTU Friedrichshafen gelieferte Schmelzkarbonat-Brennstoffzelle (MCFC) in Betrieb genommen (HyWeb, 05.10.01). Das „Hot Module“ hat eine elektrische Leistung von 250 kW und liefert zusätzlich 180 kW thermische Leistung in Form von 200°C heißem Dampf. Der Dampf wird im Werk zur Vulkanisation von Reifen verwendet. Betrieben wird die Brennstoffzelle mit Erdgas. Da Michelin im Dreischichtbetrieb produziert, kann die Brennstoffzelle optimal im Grundlastbetrieb laufen.

michelin2003.jpg (19562 Byte)

Das Betreiberkonsortium bestehend aus Michelin, EnBW, Stadtwerke Karlsruhe sowie MTU CFC Solutions, hat für das 3,6 Millionen Euro teure Projekt eine 50% Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit erhalten.

VB/MA

 

 

 

Plug Power: 121 Brennstoffzellensysteme im Jahr 2002 ausgeliefert
HyWeb, 19.02.03: Plug Power hat im Lauf des Jahres 2002 121 Brennstoffzellensysteme ausgeliefert. Diese Flotte hat rund 1,6 Millionen Kilowattstunden Strom produziert (HyWeb, 30.01.02). Die Systeme wurden an über 30 Kundenstandorten installiert und in Betrieb gesetzt. Dies beinhaltet 19 US-Bundesstaaten, Japan, Deutschland und Brasilien. Die Systeme produzieren Strom für Forschungszentren, Geschäftsgebäude, Mehrfamilienhäuser, sieben Militärbasen, zwei Kraftwerke von Stromversorgern, zwei Wohnheime, eine Feuerwehrstation, drei Nationale US-Forschungszentren und vier Universitäten hat Plug Power in einer Presseerklärung mitgeteilt.

Einige dieser Systeme wurden an alte Kunden wie die Long Island Power Authority (LIPA), Kubota, Marubeni, die US-Armee, die US-Navy und DTE Energy Technologies. Andere wurden an neue Kunden geliefert. Dadurch wurde die Zahl der Plug Power Kunden von 9 auf 30 erhöht.

Die Pressemitteilung erklärt weiter, dass Plug Power die weltweit größte Einzelflotte an PEM-Brennstoffzellen bei LIPA betreibt. Außerdem hat Plug Power Systeme bei LIPA-Kunden im Liefergebiet der LIPA installiert.

MA

 

 

 

Neue Entegris Bipolarplatten-Fertigung
HyWeb, 19.02.03: Ende Januar hat Entegris, Inc. mit Sitz in Chaska, Minnesota, USA, die Eröffnung einer neuen Fertigung von Composit-Bipolarplatten in Chaska bekannt gegeben. In der neuen Fertigung werden Bipolar- und Monopolarplatten für Brennstoffzellenanwendungen hergestellt. Entegris' Brennstoffzellenkomponenten und -dienstleistungen sollen Brennstoffzellenentwicklern helfen, durch neue Materialien und Entegris' Fertigungs-Know-how Verunreinigungen in den Griff zu bekommen, die Zuverlässigkeit zu erhöhen und die Kosten zu reduzieren.

Entegris-Produkte und -Dienstleistungen schützen und transportieren die kritischen Materialien, die die Basis für die führenden Technologien sind. Entegris bezeichnet sich als "materials integrity management company", die Produkte und Dienstleistungen für Produktion bis Anwendung in den Bereichen Halbleiter, Datenspeicher, chemische Verarbeitung, Pharma, Brennstoffzellen und anderen Schlüsseltechnologie-Industrien weltweit anbietet. Entegris hat Fertigungsstätten in den USA, Deutschland, Japan und Malaysia.

MA

 

 

 

 

Bush startet 1,2 Milliarden Dollar Initiative für Wasserstoffautos
HyWeb, 10.02.03: In seiner Ansprache zur Lage der Nation am 28. Januar hat US-Präsident Bush eine 1,2 Mrd. US-$ FreedomCAR and Fuel Initiative für die Entwicklung von marktfähigen Wasserstoff-Brennstoffzellenautos verkündet. Im Rahmen der Initiative werden 720 Mio US-$ an zusätzlichen Fördergeldern für die nächsten fünf Jahre angekündigt zur Entwicklung von Technologien und Infrastruktur zur Produktion, Speicherung und zum Vertrieb von Wasserstoff für Brennstoffzellenautos und Stromerzeugung. Zusammen mit der im Januar 2002 gestarteten FreedomCAR-Initiative schlägt Bush Förderungen in Höhe von 1,7 Mrd. US-$ über die nächsten fünf Jahre vor, um Wasserstoff-Brennstoffzellenautos, Wasserstoff-Infrastruktur und innovative Automobiltechnologien zu entwickeln.

Ziel der Initiative ist es, dass um das Jahr 2018 Wasserstoff-Brennstoffzellenautos kommerziell verfügbar sind.

"Heute abend schlage ich eine Forschungsförderung von 1,2 Milliarden US-$ vor, so dass Amerika die Welt in der Entwicklung von sauberen Wasserstoffautos anführen kann."

"Eine simple chemische Reaktion zwischen Wasserstoff und Sauerstoff produziert Energie, die zum Antrieb eines Autos ohne Abgase außer Wasserdampf genutzt werden kann. Mit einer neuen nationalen Strategie werden unsere Wissenschaftler und Ingenieure Hürden überwinden und diese Autos aus den Laboratorien in den Verkaufsraum bringen, so dass das erste Auto eines heute geborenen Babys emissionsfrei mit Wasserstoff angetrieben wird. Unterstützen Sie mich in dieser Initiative, um unsere Luft deutlich sauberer zu machen und unser Land deutlich unabhängiger von ausländischen Energiequellen." - US-Präsident Bush, Rede zur Lage der Nation, 28. January 2003.

Nähere Informationen finden sich unter www.eere.energy.gov/freedomfuel .

In einer Rede in Washington, D.C. am 6. Februar gab Bush nähere Erläuterungen zu den Vorteilen von Wasserstoff und Brennstoffzellen sowie zu den noch zu lösenden Aufgaben.

"Und diese Initiative hat viele Vorteile, die ich der amerikanischen Bevölkerung erklären möchte. Erstens kann Wasserstoff aus heimischen Energiequellen erzeugt werden - anfänglich Erdgas; nach und nach auch aus Biomasse, Ethanol, sauberer Kohle oder Kernenergie. Das ist wichtig. Wenn du etwas selbst produzieren kannst, bist du weniger abhängig davon, dass jemand anders es produziert." Später ging Bush näher auf die Kernfusion als vielversprechende Strom- und Wasserstoffquelle ein. Er machte allerdings keine Hehl daraus, dass er nicht wisse, ob die Kernfusion jemals kostengünstig Energie bereitstellen könne.

Bush fuhr fort mit der Vorstellung weiterer Vorteile des Wasserstoff: "Wasserstoff ist auch sauber in der Anwendung. Autos, die mit Wasserstoff betrieben werden, produzieren nur Wasser, keine Abgase. Wenn wir die Autoabgase abschaffen macht das offensicht unsere Luft gesünder. Der Energieträger Wasserstoff wird die Klimagasemissionen drastisch reduzieren. Dadurch kann Amerika die Führungrolle beim Kampf gegen die Langfristherausforderung des globalen Klimawandels übernehmen."

Anschließend diskutierte Präsident Bush die noch zu überwindenden Hindernisse: "Es gibt Hindernisse, die wir überwinden müssen. Ich würde diese Initiative nicht vorschlagen, wenn ich nicht glaubte, dass wir diese Hindernisse überwinden können. Wir müssen Wasserstoff weithin verfügbar machen, und wir müssen Wasserstoff effizient und kostengünstig produzieren. [...] Wir müssen die Kosten der Brennstoffzellen reduzieren, so dass die Autos konkurrenzfähig werden [...]. Wir müssen die Kapazität der Wasserstoffspeicher erhöhen."

"Und wir werden die Infrastruktur errichten, um den Wasserstoff zu den Verbrauchern zu bringen. Es gibt nichts schlimmeres, als ein Auto zu entwicklen und es gibt keinen Ort, an dem man den Kraftstoff finden kann. Die Menschen werden nicht viele Autos kaufen, wenn sie sie nicht betanken können."

"Die neue Anstrengung, die wir mit Hilfe des Kongresses unternehmen, besteht darin, ein System zur Produktion und Verteilung von Wasserstoff aufzubauen, so dass man die Autos bequem betanken kann, wenn sie zur Verfügung stehen. Das ist ein großes Projekt, da [...] wir Jahre alte Gewohnheiten ändern werden und Jahre alte Infrastrukturen durch moderne werden ersetzt müssen."

MA

 

 

 

Das aktuelle Zitat

"Einzig Dr. Markus Hölzle (BASF AG), Helmut Geipel (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) und Prof. Dr. Karl Homann (Ludwig-Maximilians-Universität München) sprachen sich grundsätzlich und explizit gegen eine Förderung alternativer Kraftstoffe durch die Politik aus. Nach ihrer Ansicht muss sich eine neue Technologie auch ohne Förderung auf dem Markt durchsetzen können. Außerdem sei es noch zu früh im Entwicklungsprozess, so dass möglicherweise viel Geld in eine Fehlentscheidung investiert würde."

Ulrich Lossen et al., Einflussfaktoren auf den Markterfolg von wasserstoffbetriebenen Fahrzeuge, expert verlag, 2003, ISBN 3-8169-2174-4, Seite 25 (siehe auch HyWeb, 10.02.03)

 

 

 

Buch: Einflussfaktoren auf den Markterfolg von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen
HyWeb, 10.02.03: Vier Absolventinnen und Absolventen der Bayerischen Eliteakademie haben die Einflussfaktoren auf den Markterfolg wasserstoffbetriebener Fahrzeuge untersucht und ihre Ergebnisse jetzt in einem Buch veröffentlicht. Dabei haben sie zum Einen hochrangige Vertreter aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit (inklusive Politik) interviewt. Zum Anderen wurde eine Internetumfrage durchgeführt (unter anderem von HyWeb unterstützt), an der 417 Personen teilnahmen. Die Arbeit baut auf früheren Arbeiten des Instituts für Mobilitätsforschung sowie der L-B-Systemtechnik und der Ludwig-Maximilians-Universität München (siehe www.HyWeb.de/akzepth2) auf und wurde von BMW unterstützt.

Sowohl die qualitative Analyse der Interviews (siehe z.B. "Das aktuelle Zitat") als auch die quantitative Analyse der Internetbefragung ergaben höchst interessante Ergebnisse, die teilweise intuitive Erwartungen bestätigen, sie teilweise aber auch deutlich widerlegen. Bestätigt wurde zum Beispiel die hohe Preissensibilität potenzieller Käufer/ Nutzer von Wasserstofffahrzeugen. Die Bereitschaft der Befragten, beim Kauf des Fahrzeugs oder beim Kraftstoff Mehrkosten zu akzeptieren, ist äußerst gering. Widerlegt wurde andereseits die Vermutung, dass Sicherheitsbedenken eine merkliche Rolle bei der Beurteilung von Wasserstofftechnologien in der Bevölkerung spielen. Damit bestätigt diese Untersuchung, die nicht als repräsentativ gelten kann, da die Gruppe der "jungen, männlichen Akademiker" dominant vertreten ist, die bereits erwähnten früheren Untersuchungen, die bei anderen Zielgruppen zur gleichen Erkenntnis gekommen waren.

Die insgesamt durchschnittlich hohe Gesamtakzeptanz des Produkts "Wasserstofffahrzeug" durch potenzielle Fahrzeugkäufer wird zusätzlich zur hohen Preissensibilität durch einen äußerst überraschendes Teilergebnis negativ beeinflusst: Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die Befragten weder einen persönlichen noch einen signifikanten gesellschaftlichen Nutzen in der Einführung von Wasserstofffahrzeugen sehen!

Ob es sich bei diesem Ergebnis um einen Schwachpunkt der Untersuchung, z.B. durch falsche Fragestellung, oder um eine verifizierbare Tatsache handelt, sollten zukünftige Untersuchungen zeigen.

Insgesamt ist das Buch äußerst lesenswert! Die Fakten sind fundiert und systematisch aufbereitet, die Interpretationen zurückhaltend und lassen Raum für eigene Einschätzungen, die einzelnen Teile der Untersuchung bauen gut aufeinander auf. Sicherlich wird jeder Leser neue Erkenntnisse gewinnen und neue Dimensionen der Thematik kennenlernen.

Ulrich Lossen et al., Einflussfaktoren auf den Markterfolg von wasserstoffbetriebenen Fahrzeuge, expert verlag, 2003, ISBN 3-8169-2174-4, 28 Euro

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MA

 

 

 

TÜV eröffnet Wasserstoffmotor-Testzentrum in Garching
HyWeb, 10.02.03: Am 31. Januar nahm die TÜV Automotive GmbH, Gruppe TÜV Süddeutschland, in Garching bei München eines der modernsten Testcenter für Fahrzeug-Motoren und -Antriebsstränge offiziell in Betrieb.

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Wasserstoffmotoren-Teststand; Foto: LBST

Mit diesem Motoren- & Antriebsstrang-Testcenter verfügt die TÜV Automotive GmbH als einziger Anbieter in Deutschland über zwei Prüfstände, die für einen Motorbetrieb mit Wasserstoff ausgelegt sind. "Das Testzentrum besitzt eine einzigartige Wasserstoff-Infrastruktur für Untersuchungen an alternativen Motoren- und Antriebskonzepten. Damit haben wir Weichen für die Wasserstofftechnologie der Zukunft gestellt", so Dr.-Ing. Peter Hupfer, der Vorsitzende des Vorstandes.

Im neuen Motoren- & Antriebsstrang-Testcenter können H2-Verbrennungsmotoren mit einer Leistung von bis zu 340 kW untersucht werden. Für Testläufe stehen dazu in einem Kryogentank 25.000 Liter Flüssigwasserstoff bereit. Diese Wasserstoffmenge ermöglicht kundenspezifische Dauerläufe im Mehrschichtbetrieb. Für den jederzeit sicheren Betrieb wurde für die Prüfstände und das Gebäude eine umfangreiche Sicherheitsmatrix ausgearbeitet. Aufgrund des hohen Sicherheitsstandards sind die Prüfstände auch für Tests an Brennstoffzellen bzw. Brennstoffzellenantrieben geeignet.

MA

 

 

 

Wasserstofftankstelle in Barth in Betrieb genommen
HyWeb, 10.02.03: Proton Energy Systems (USA) hat einen PEM Wasserstoffelektrolyseur vom Typ HOGEN® 380 für ein Demonstrations- und Wirtschaftsentwicklungsprojekt an die Wasserstoff Initiative Vorpommern in die Ostseestadt Barth geliefert und in Betrieb genommen (HyWeb, 24.07.02).

barthd.jpg (35941 Byte) Foto: Proton Energy Systems

Damit hat Proton Energy Systems insgesamt fast 80 dieser Systeme ausgeliefert. Die Tankstelle wird einen Brennstoffzellenbus mit Wasserstoff versorgen. Dieser Neoplan Bus wird in Zusammenarbeit mit der FH Strahlsund von Proton Motor, Starnberg, mit Brennstoffzelle und Antriebseinheit ausgerüstet. In der Nähe der Tankstelle befindet sich eine 97 kW Fotovoltaikanlage, die Strom in das örtliche Netz einspeist. Der Sauerstoff aus der Elektrolyse wird auf 6 MPa (60 bar) verdichtet und gespeichert. Er wird in der touristischen Sommersaison dazu verwendet, die Leistungsfähigkeit der örtlichen Kläranlage zu steigern. Der Bus soll im Sommer den Testbetrieb in Barth aufnehmen. Zusammen mit der PV Anlage wird damit ein komplett CO2-freier Betrieb des Busses demonstriert.

VB/MA

 

 

 

Speicherung unter 700 bar
DWV, 10.02.03: Unter dem Namen Hydrogen 700 Project wollen führende Autohersteller die Technik der Speicherung von Wasserstoffgas im Fahrzeug unter 700 bar weiter voran treiben. Zu den Autofirmen gehören DaimlerChrysler, Ford, Hyundai, Nissan, PSA Peugeot-Citroën und Toyota. Koordiniert wird das Projekt von der kanadischen Powertech Labs of Canada (HyWeb, 05.12.02) zusammen mit Kokan Drum (Japan). Vorgesehen ist ein Testprogramm, dessen Ergebnisse als Grundlage für die internationale Normung und Regelsetzung (ISO TC 197, EIHP) für solche Speichersysteme dienen sollen. Während die Speicherung von Gas unter Drücken bis 350 bar beim Erdgas schon Routine ist, stellt der Sprung auf das Doppelte eine technische Herausforderung dar. Andererseits verbessert man dadurch die Energiedichte im Tank. Das Projekt soll dazu beitragen, die Technik einheitlich in die Branche einzuführen.

DWV

 

 

 

Brennstoffzellen-Busprojekt in Japan
DWV, 10.02.03: Toyota will zusammen mit seiner Tochterfirma Hino Motors Ltd. an einem Busversuch teilnehmen, in dessen Rahmen Linienbusse auf den Straßen von Tokio verkehren werden (HyWeb, 20.03.02). Sie wollen der Stadtverwaltung die Fahrzeuge zur Verfügung stellen, die ab dem Sommer im normalen Betrieb verkehren sollen. Es sollen Daten über Beschleunigung, Verbrauch und andere Betriebseigenschaften gesammelt werden.

DWV

 

 

 

Kleinbrennstoffzelle aus Herten
DWV, 10.02.03: Eine Mini-Brennstoffzelle mit 50 W Leistung auf Wasserstoffbasis stellte die Firma Masterflex (www.masterflex.de) im nordrhein-westfälischen Herten vor. Das Unternehmen hat ist auf Entwicklung und Verarbeitung von Spezialkunststoffen spezialisiert und ist im Bereich von High-Tech-Schlauchsystemen für Industrie und Medizintechnik tätig. Das Know-how nutzt man jetzt für die Herstellung von Brennstoffzellen-Systemen, wobei der Einsatz von neuartigen Materialien zu einer deutlichen Kostenreduzierung führen soll. Dieses Projekt unterstützte das Düsseldorfer Energieministerium über die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW mit rund 580 k€. Nach Einschätzung von Experten werde in diesem Marktsegment für die Brennstoffzellenanwendung als erstes die Grenze zur Wirtschaftlichkeit überschritten, da der weltweite Bedarf für Brennstoffzellen sehr groß sei, die den Betrieb von Laptops, Druckern oder Handys unabhängig von Akkus und vom Stromnetz möglich machen. Der Serienstart wird bei Masterflex in zwei Jahren erwartet. Bis dahin soll auch die Frage gelöst sein, wie die Tanks wieder aufgeladen werden sollen. NRW-Energieminister Horstmann sagte dazu, er wolle bei hoch-innovativen Themen wie der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie den Technologietransfer beschleunigen helfen. „Dies bildet die Grundlage dafür, dass auch in der mittelständischen Industrie ... innovative Produkte entstehen und marktfähig werden, die die Chance bieten, Arbeitsplätze zu erhalten und neue zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen“.

DWV

 

 

 

LBST Analyse

Wasserstoffproduktion am Offshore Windpark
HyWeb: 29.01.03: Offshore Windparks sind die Zukunft der Windkraft in Deutschland. Die Planungen laufen auf Hochtouren, die erste Genehmigung ist erteilt. Neben vielen noch zu lösenden Detailproblemen stellt sich eine grundsätzliche Frage: Wie kann diese enorme elektrische Leistung in das schwach ausgebaute Stromnetz an der deutschen Nordseeküste eingespeist werden? Ist der notwendige Ausbau des Netzes überhaupt machbar? Immerhin ist es das erklärte Ziel des Bundesumweltministeriums, die offshore Windkraft so stark auszubauen, dass die installierte Leistung etwa einem Drittel der heute in Deutschland existierenden Kraftwerksleistung entspricht.

Zusätzlich stellt sich die Frage, ob es keine kostengünstigere Alternative zur elektrischen Anbindung des offshore Windparks an das Festlandsnetz gibt. In einer ersten Analyse der technischen Machbarkeit und des groben Kostenrahmens hat die LBST diese Frage im Auftrag von GEO Gesellschaft für Energie und Ökologie mbH, dem Entwickler des größten derzeit geplanten offshore Windparks in der deutschen Nordsee, untersucht.

Gegenstand der Untersuchung ist also die Wasserstoffproduktion am offshore Windpark selbst mit anschließendem Transport des Wasserstoffs an Land und der weiteren Vermarktung. Der Wasserstoff lässt sich prinzipiell an Land wieder in Strom umwandeln. Dies ist aber auf Grund der Umwandlungsverluste nur in besonderen Situationen energetisch und ökonomisch sinnvoll. Vielmehr wird der Wasserstoff andere Märkte bedienen, insbesondere den sich derzeit entwickelnden Wasserstoff-Kraftstoffmarkt für Brennstoffzellenfahrzeuge oder Autos mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor.

Auf einer offshore Plattform, wie sie standardmäßig in der Erdöl- und Erdgasförderung eingesetzt werden, wird in einer großen Elektrolyseanlage Strom in Wasserstoff umgewandelt. Das benötigte Wasser wird durch Umkehrosmose aus Meerwasser gewonnen. Der Wasserstoff wird entweder in einer Pipeline als Gas an Land transportiert oder auf der Plattform durch Abkühlung verflüssigt und anschließend per Schiff zu einem Hafen transportiert.

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Konzept einer offshore Elektrolyseplattform (Grafik: LBST)

Die Analyse der technischen Machbarkeit hat gezeigt, dass beide Varianten realisierbar sind. Allerdings ist eine Wasserstoffpipeline leichter zu realisieren als der Schiffstransport des Flüssigwasserstoffs. Die notwendigen Weiterentwicklungen heute verfügbarer Technologie und das Entwicklungsrisiko sind geringer im Fall der Pipeline (siehe auch LBST-Analyse 18.12.02) als im Fall der Verflüssigung und des Schiffstransports. Auch die grobe Kostenanalyse hat gezeigt, dass die Pipeline-Variante günstiger ist.

In einem offshore Windpark mit einer installierten elektrischen Leistung von 400 MW können pro Jahr zwischen 23.000 (Flüssigwasserstoff) und 27.000 Tonnen (gasförmiger) Wasserstoff produziert werden. Zum Vergleich: Will man im Jahr 2010 nur 2,5% des in Deutschland verbrauchten Kraftstoffs durch Wasserstoff ersetzen wie es die Verkehrswirtschaftliche Energiestrategie (VES) in einem Szenario betrachtet, so würden jährlich etwa 500.000 t Wasserstoff benötigt.

Durch die Produktion von Wasserstoff wird den offshore Windparks also eine großer neuer Markt eröffnet. Und gleichzeitig bietet sie eine elegante Möglichkeit, das Problem der zu geringen Stromnetzkapazitäten zu umgehen.

Weitere Informationen unter "Artikel/ Abstracts" im Bereich "Wissen".

MA

 

 

 

Das aktuelle Zitat

"Die Wasserstoff-Pläne der Bush-Administration zielen unter anderem darauf ab, die todgeweihte Kernenerie-Industrie wiederzubeleben.

Das ist zu erwarten von einer Administration der Kernenergieenthusiasten. Aber es änderet nichts an der Tatsache, dass es wirtschaftlich nicht attraktiv ist, neue Kernkraftwerke zu errichten. Es mag Ihnen aufgefallen sein, dass auf der Konferenz 'Sustaining the Nuclear Revival' ('die nukleare Renaissance verlängern') der American Nuclear Society keine Investoren aufgetaucht sind, und es gibt sehr gute Gründe dafür. Es gibt mindestens drei weithin verfügbare Technologien, die Kernkraftwerke mindestens um den Faktor drei bis fünf in den Kosten schlagen. Und weitere sind im Kommen. Soweit zur Zukunftstechnologie, die von der Zeit überholt wurde."

Amory B. Lovins, Rocky Mountain Institute, E Magazine, January-February 2003

 

 

 

Ford U-Modell auf Detroit Motor Show präsentiert
HyWeb, 24.01.03: Mit dem U-Modell hat Ford seine Vision der Zukunft präsentiert: der weltweit erste turbogeladene Wasserstoffmotor (2,3 l Hubraum), elektrischer Hybridantrieb, "grüne" Materialien und Herstellungsprozesse. Für Ford ist dies das "T-Modell" des 21. Jahrhunderts.

fordu2003.jpg (22741 Byte) Foto: Ford

Das U-Modell ist sparsamer als vergleichbare Benziner (5,2 l/100 km Benzinäquivalent) und hat eine Reichweite von 480 km und ist dabei nahezu emissionsfrei. Der Antrieb besteht aus Fords modularem Hybridantrieb, der die Fertigung des Hybridantriebs vereinfacht und gleichzeitig den Verbrauch senkt. Der Wasserstoff wird gasförmig in Unterflur-Drucktanks der Firma Dynetek bei einem Druck von 70 MPa (700 bar) gespeichert. Quantum liefert das Gaseinspritzsystem. Der Elektromotor dient auch als kleines Schwungrad, Starter-Generator-Einheit und erlaubt Bremsenergierückgewinnung.

Neben weiteren fortschrittlichen Konzepten und Technologien wurde beim U-Modell auf ökologische Materialien und Herstellungsprozesse Wert gelegt. Diese wurde so entwickelt, dass die Materialien zum größten Teil wiederverwertet werden, wie Ford auf seiner amerikanischen Internetseite betont.

www.h2cars.de - alle Wasserstoff- und Brennstoffzellenfahrzeuge

MA

 

 

 

Toyota präsentiert Fine S auf Detroit Motor Show
HyWeb, 24.01.03: Kurz nach Auslieferung der ersten Leasingfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb präsentierte Toyota jetzt auf der Detroit Motor Show ein neues Konzeptfahrzeug. Laut Toyota stellt das Fahrzeug erst den Beginn einer ganzen Reihe von geplanten neuen Fahrzeugen dar. Der Antrieb (Brennstoffzellenhybrid) als Basiselement ist dabei jeweils identisch und läßt sich durch einen sehr modularen Aufbau leicht in weitere Fahrzeuge integrieren.

toyotafines2003.jpg (19247 Byte)

Die Features des „Fine S“ lassen sich in etwa mit denen des GM Hywire vergleichen. Eine Basis mit vier radnahen Motoren soll für ein optimales Fahrverhalten sorgen. Weitere Daten zum Fahrzeug sollen in Kürze folgen.

www.h2cars.de - alle Wasserstoff- und Brennstoffzellenfahrzeuge

VB/MA

 

 

 

Daihatsu Brennstoffzellenfahrzeug erhält Straßenzulassung
HyWeb, 24.01.03: Mit dem Daihatsu MOVE FCV-K2 erhält ein weiteres Brennstoffzellenfahrzeug die Betriebserlaubnis für Japans Straßen. Der Daihatsu unterscheidet sich von der Konkurrenz vor allem in der Größe des Fahrzeugs, denn mit dem MOVE ist erstmals ein echter Kleinwagen mit Brennstoffzelle unterwegs.

daihatsu2003.jpg (20739 Byte)

Der als Hybridfahrzeug ausgelegte MOVE verfügt trotz seiner geringen Baugröße über eine Bremsenergierückgewinnung. Diese speist, ebenso wie die Brennstoffzelle, in eine Nickel-Metallhydrid Batterie ein. Das Fahrzeug besitzt einen Wasserstoff-Drucktank und kommt mit einer Füllung etwa 120 km weit, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 105 km/h.

Der in Kooperation mit Toyota entwickelte MOVE soll nach einer ausgiebigen Testphase so schnell wie möglich auf den Markt kommen. Der Testbetrieb beginnt laut Daihatsu bereits in den nächsten Tagen.

www.h2cars.de - alle Wasserstoff- und Brennstoffzellenfahrzeuge

VB/MA

 

 

 

US Armee testet GM Hybridfahrzeug mit Brennstoffzellen-APU
HyWeb, 24.01.03: Die US Streitkräfte testen derzeit ein gemeinsam mit General Motors entwickeltes dieselelektrisches Armeefahrzeug mit zusätzlicher Brennstoffzelle. Hydrogenics, Kanada, ist weiterer Technologiepartner. Als Basis für den Hybrid dient ein Chevrolet Silverado, ein Fahrzeugtyp, von dem die US Armee etwa 30.000 Stück pro Jahr kauft und das für den "Heavy-Duty" Einsatz konfiguriert ist.

Ein Armeesprecher betonte, dass die Armee teilweise bis zu 100 Dollar pro Gallone (etwa 3,8 Liter) aufwenden muss, um die Fahrzeuge mit Treibstoff zu versorgen. Könnte der Verbrauch reduziert werden, ließen sich Millionen einsparen.

Die Armee sieht weitere Vorteile im Einbau einer Brennstoffzelle: Bei bestimmten Einsätzen kann das Fahrzeug nur durch die Brennstoffzelle und die Batterie angetrieben werden und ist damit für Wärmekameras weitgehend unsichtbar und zudem extrem leise. Ein weiterer Nutzen ist, dass jedes Fahrzeug einen Stromgenerator an Bord hätte und damit zur elektrischen Energieversorgung an jedem beliebigen Ort einsetzbar ist.

General Motors sieht ein großes Potenzial zur Kostenreduktion - auch für den zivilen Sektor - wenn Brennstoffzelleneinheiten in derart hohen Stückzahlen gefertigt würden. Auch Konkurrent DaimlerChrysler hat ein vergleichbares Fahrzeug mit Brennstoffzellen-APU entwickelt.

VB/MA

 

 

 

Nippon Oil testet Hausbrennstoffzellen mit LPG
HyWeb, 24.01.03: Der Energiekonzern Nippon Oil (früher Nippon Mitsubishi Oil) hat bereits für März 2003 die Installation und Inbetriebnahme von sechs Hausbrennstoffzellen in Japan angekündigt. Ab April sollen dann 100 weitere Systeme installiert werden (Testbetrieb bis 2005). Danach sollen die Systeme kommerziell angeboten werden. Das 1 kW (elektrisch) PEM Aggregat basiert auf einer Gemeinschaftsentwicklung von NiSource, USA, und Ishikawajima-Harima, Japan. Die Partnerschaft nennt sich Mosaic Energy. Die LPG Reformertechnologie ist eine japanische Entwicklung. In Japan hat die Partnerschaft bereits Fertigungskapazitäten aufgebaut. Sollten alle Tests erfolgreich verlaufen, sollen die Systeme auch in den USA zum Einsatz kommen. Die japanische Regierung hat unabhängig von dieser Entwicklung Feldtests von Hausbrennstoffzellen in insgesamt 12 verschiedenen Regionen des Landes angekündigt. Ab 2005 werden kommerziell verfügbare Systeme erwartet.

VB/MA

 

 

 

Mobile Wasserstoff-Betankungsanlage
HyWeb, 24.01.03: Vandenborre Hydrogen Systems hat einen H2 IGEN® Elektrolyse-Wasserstoffgenerator zur Integration in eine mobile Wasserstoff-Betankungsanlage an Quantum Fuel Systems Technology Worldwide, Irvine, Kalifornien, USA, geliefert.

Die Betankungsanlage hat ein spezielles technisches Design zur Lieferung von Wasserstoff bei sehr hohem Druck. Quantum hat die Anlage an einen ungenannten Kunden ausgeliefert.

MA

 

 

 

Wasserstoff-Brennstoffzellenauto entwickelt in Shanghai
HyWeb, 17.01.03: Shanghai Fuel Cell Vehicle Powertrain Co., unter der Führung der Tongji Universität, der Shanghai Automotive Industry Corp. und verschiedenen Abteilungen der Stadt, hat im Lauf eines Jahres mit Hilfe einer Förderung von 37,9 Millionen Yuan (4,6 Mio Euro) durch die chinesische Regierung ein Wasserstoff-Brennstoffzellenauto entwickelt. Das Projekt ist eins der 12 nationalen Schlüsselprojekte des 10. Fünfjahresplans (2001-2005). Shanghais Vizebürgermeister machte auf dem Gelände der Tongji Universität eine Testfahrt mit dem Chao Yue I ("Übertreffen") genannten Auto.

Das Auto baut auf einem Santana 2000 auf und hat eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h.

Die chinesische Regierung hat weitere 10 Mio Euro zur Weiterentwicklung der Technologie bis 2004 angeboten. Die Forscher hoffen, im Lauf der nächsten 7 bis 8 Jahre eine Massenproduktion von Wasserstoffautos beginnen zu können.

"Hinter den westlichen Ländern haben wir im konventionellen Autobau 20 Jahre Rückstand, aber bei Wasserstoffautos liegen wir nur fünf Jahre zurück", sagte Sun Zechang, Vizedirektor des Clean Energy Automotive Engineering Center an der Tongji Universität.

MA

 

 

 

Hydrogenics übernimmt Greenlight Power Technologies
HyWeb, 17.01.03: Hydrogenics Corporation, Toronto, Kanada, hat die Übernahme seines schärfsten Konkurrenten Greenlight Power Technologies, Inc., Burnaby, Kanada, in einer etwa 19 Mio US-$ teuren Transaktion bekannt gegeben. Die Übernahme erlaubt Hydrogenics nach eigenen Angaben, seine weltweit führende Position im Bereich von Brennstoffzellen-Testanlagen auszubauen und seinen Bereich der Brennstoffzellenprodukte auszubauen. Die Zusammenführung der beiden größten Anbieter von Brennstoffzellen-Testequipment und zugehörigen Dienstleistungen verdoppelt Hydrogenics Marktvolumen im Testbereich. Im Rahmen der Übernahme werden Greenlight Aktienbesitzer rund 2,25 Mio US-$ und etwa 4,3 Mio Hydrogenics-Aktien (etwa 8% der frei im Umlauf befindlichen Aktien) erhalten.

MA

 

 

 

 

IdaTech liefert Propan-Brennstoffzellensystem aus
HyWeb, 17.01.03: IdaTech, Bend, Oregon, USA, hat eine komplettes mit Propan (wesentlicher Bestandteil von LPG - Flüssiggas) betriebenes Brennstoffzellensystem an das Propane Education and Research Council ausgeliefert. Die Lieferung ist Teil des Förderprograms des Councils, mit dem die Entwicklung sauberer und effizienter Propannutzungstechnologien unterstützt wird. Ziel des Programms ist die Entwicklung von Kraft-Wärme-gekoppelten Brennstoffzellensystemen, die mit kommerziell verfügbarem Propan betrieben werden.

Das Brennstoffzellensystem basiert auf IdaTechs FCS 1200(TM) Plattform und enthält einen Reformer, der das Propan in 99,9% reinen Wasserstoff umwandelt. Das vollständig integrierte kompakte System beinhaltet außerdem ein Ballard Nexa(TM) Brennstoffzellenmodul, die notwendige Anlagensteuerung und Nebenaggregate.

MA

 

 

 

Stuart Energy erwirbt Vandenborre Technologies
HyWeb, 09.01.03: Stuart Energy Systems Corporation, Kanada, hat mitgeteilt, dass sie eine Vereinbarung getroffen habe, Vandenborre Technologies NV, Belgien, das auch unter dem Namen Vandenborre Hydrogen Systems Geschäfte tätigt, zu erwerben. Sofern das Vorhaben die Zustimmung der Aktionäre und Behörden findet, zahlt Stuart Energy ca. 9,9 Millionen kanadische Dollar in Cash und 7,3 Millionen in Stammaktien von Stuart Energy. Der Gesamtwert der Transaktion, derzeit auf 28 Millionen kanadische Dollar (18 Mio Euro) geschätzt, wird durch den Aktienpreis der Stuart Energy Aktie am Tag des Vertragsabschlusses bestimmt.

Die beiden Firmen glauben, dass das fusionierte Unternehmen zum unbestrittenen, weltweit führenden Anbieter von elektrolysebasierten Onsite-Wasserstoff-Infrastrukturlösungen für die Branchen Stromerzeugung, Fahrzeugkraftstoff und industrielle Technik werde.

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Klimawandel: Schwere Überschwemmungen und Stürme in Europa, Zyklon verwüstet Salomon Inseln
HyWeb, 09.01.03: Schwere Überschwemmungen und Stürme haben Belgien, Frankreich, Deutschland Portugal, Schweiz, Spanien und die Tschechische Republik Anfang des neuen Jahrs heimgesucht. Deutschland erlebt seit 1995 fast jedes Jahr ein Rekordhochwasser an einem der großen Flüsse Rhein, Donau, Elbe, Oder.

Während der Jahrhundertüberschwemmung an der Elbe letztes Jahr zögerten Klimaexperten, dies als ein klares Zeichen der Klimaerwärmung zu deuten, da die wissenschaftlichen Klimamodelle nicht detailliert genug seien, um regional Effekte mit ausreichender Präzision darzustellen.

Im Gegensatz dazu veröffentlichte die Münchner Rückversicherung, die weltweit größte Rückversicherung, ihre neueste Statistik der Naturkatastrophen, insbesondere Stürme und Überschwemmungen. Der Bericht zeigt eine klare Entwicklung zu immer stärkeren und häufigeren Wetterextremen sowie den entsprechenden wirtschaftlichen Schäden. 2002 war zusammen mit 1998 das wärmste Jahr seit es Temperaturaufzeichnung gibt.

Auf der anderen Seite der Erde wurden die zwei Salomoninseln Tikopia und Anuta von einem Zyklon mit maximalen Windgeschwindigkeiten von 300 km/h regelrecht weggeblasen. Alle Bäume und alle Gebäude wurden zerstört. Ein Teil der Bevölkerung hat in Erdhöhlen überlebt. Die Hilfeleistung erweist sich als schwierig, da auf den Inseln keine Flugzeuge landen können.

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