HyWeb - Gazette
Der Newsletter von HyWeb und dem Deutschen Wasserstoff-Verband (DWV) · 1. Quartal 2002 6. Jahrgang ã L-B-Systemtechnik GmbH
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Solar-Wasserstoff-Kongress der Grünen fand großes Echo
HyWeb/DWV, 20.03.02: Rund 500 Besucher kamen am 1. und 2. März zum Kongress "Energien für morgen Vom Öl zum solaren Wasserstoff" der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen in Berlin. Zum Auftakt diskutierten Bundesaußenminister Joschka Fischer und Prof. Dr. Klaus Töpfer, Direktor des UN-Umweltprogramms.
"Meines Erachtens ist die Energiefrage der archimedische Punkt", sagte Fischer. "Ohne Nachhaltigkeit kein Frieden." Die Weichenstellung zwischen fossiler/nuklearer oder nachhaltiger Energie sei "das zentrale Thema, das in den kommenden Jahren auf uns zuläuft, national, europäisch, aber vor allem auch international. [...] Für mich ist entscheidend: wie schnell, mit welchem Erfolg werden wir in das Wasserstoffzeitalter einsteigen? Wie schnell, das wird auch von einer guten Politik abhängen. Wir müssen hier national und international die Weichen richtig stellen."
Neben Bundesumweltminister Jürgen Trittin und den Grünen Bundestagsabgeordneten Rezzo Schlauch (Fraktionsvorsitzender), Kerstin Müller (Fraktionsvorsitzende), Michaele Hustedt (energiepolitische Sprecherin), Albert Schmidt (verkehrspolitischer Sprecher) und Hans-Josef Fell (forschungspolitischer Sprecher) wurde die Diskussion insbesondere mit Vertretern aus Industrie (BMW, DaimlerChrysler, RWE, Siemens, Volkswagen etc.) und Verbänden (BEE, VCD, VDMA etc.) geführt.
Insgesamt bestand große Einigkeit darüber, dass langfristig Wasserstoff insbesondere aus erneuerbaren Energien hergestellt, der wünschenswerte Kraftstoff im Straßenverkehr ist, um Klimaschutzziele erreichen zu können und um unabhängig von knapper werdenden fossilen Ressourcen zu werden. Kontrovers diskutiert wurde die Frage, wie schnell eine Einführung erfolgen kann, und ob, und wenn ja welche, Zwischenschritte auf diesem Weg notwendig sind.
Allgemein wird erwartet, dass stationäre Brennstoffzellen auf der Basis von Erdgas um 2004/5 in den Markt eingeführt werden und sehr schnell konkurrenzfähig werden. Damit ist mit einer schnellen breiten Marktdurchdringung zu rechnen.
Die Reden der Vortragenden finden sich hier.
DWV/MA
Ziel der Europäischen Kommission: 20% alternative Kraftstoffe bis 2020
HyWeb, 20.03.02: Die Europäische Kommission hat Ende letzten Jahres einen Aktionsplan und zwei Richtlinienvorschläge zur Förderung der Verwendung alternativer Kraftstoffe angenommen, die mit der regulatorischen und steuerlichen Förderung von Biokraft- und -heizstoffen beginnen soll. Die Kommission ist der Ansicht, dass Kraftstoffe (etwa Ethanol) aus landwirtschaftlichen Rohstoffen (d.h. Biokraftstoffe) technologisch kurz- bis mittelfristig die besten Aussichten bieten. Im Aktionsplan wird eine Strategie skizziert, durch die eine 20%ige Substitution herkömmlicher Otto- und Dieselkraftstoffe durch alternative Kraftstoffe im Straßenverkehrssektor bis zum Jahr 2020 erreicht werden soll.Aus den Schlussforlgerungen geht hervor, dass nur drei Optionen einen Anteil von jeweils mehr als 5% am gesamten Kraftstoffverbrauch in den nächsten 20 Jahren erreichen können: bereits vorhandene Biokraftstoffe, mittelfristig Erdgas und langfristig Wasserstoff und Brennstoffzellen. Einer der Richtlinienvorschläge sieht die Festlegung eines Mindestanteils von Biokraftstoffen an allen ab 2005 verkauften Kraftstoffen vor, der zunächst 2% und im Jahr 2010 dann 5,75% betragen würde. Im zweiten Richtlinienvorschlag ist vorgesehen, dass die Mitgliedsstaaten einen ermäßigten Verbrauchssteuersatz auf reine oder zugesetzte Biokraft- und -heizstoffe anwenden können.
Der Verkehrssektor hängt inzwischen nahezu vollständig von Kraftstoffen auf Erdölbasis ab", sagte die für Verkehr und Energie zuständige Vizepräsidentin der Kommission, Loyola de Palacio. Der kohärente Aktionsplan für eine Strategie zugunsten alternativer Kraftstoffe wird diese übergroße Abhängigkeit angehen, die in der Europäischen Union sowohl unter dem Gesichtspunkt der Umwelt als auch dem der Versorgungssicherheit Anlass zu erheblicher Sorge gibt."
MA
Hessen auf dem Weg zur Wasserstoff-Initiative
DWV, 20.03.02: Hessische Firmen und Forscher, die sich mit Wasserstoff und Brennstoffzellen beschäftigen, wollen ein Netzwerk aufbauen, um die Technologie in Land zu fördern. Das war eines der Ergebnisse einer Veranstaltung, die am 6. März im Industriepark Höchst stattfand.Umweltminister Dietzel nahm daran teil und sicherte dem Projekt seine Unterstützung zu. In ähnlicher Weise äußerten sich Vertreter des Wirtschaftsministeriums. Finanzielle Zusagen machten allerdings beide nicht. Dietzel besichtigte die Brennstoffzellen-Anlage, die die Firma Infraserv Höchst im Industriepark betreibt sowie das Wasserstoffzentrum der Infraserv Höchst. Es stehen pro Jahr etwa 30 Millionen m3 Wasserstoff zur Verfügung. Ein kleiner Teil davon geht in das Brennstoffzellen-Blockheizkraftwerk, aber auch die Verwendung für andere Projekte ist denkbar. Welche das sein könnten, wollen Vertreter der interessierten Firmen in einer Arbeitsgruppe unter dem Dach des Deutschen Wasserstoff-Verbands entwerfen. Am 11. und 12. April findet in Wiesbaden ein "Brennstoffzellenforum Hessen" statt.
Hessen schließt sich mit diesem Schritt ähnlichen Entwicklungen in anderen Bundesländern an. Vergleichbare Initiativen gibt es in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und seit dem letzten Monat auch in Mecklenburg-Vorpommern.
DWV
Landes-Wasserstofforganisation in Mecklenburg-Vorpommern gegründet
DWV, 20.03.02: Eine Reihe von Firmen und Instituten in Mecklenburg-Vorpommern hat sich mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums zusammengetan, um die Wasserstoffenergie und die Brennstoffzelle im Land zu fördern. Der Verein "Wasserstofftechnologie-Initiative Mecklenburg-Vorpommern e.V." wurde am 20. Februar in Stralsund formell gegründet. Er will Grundlagen- und angewandte Forschung, Entwicklung, Politik und Produktion verzahnen und so den technologischen Fortschritt beschleunigen. Außerdem wird er Informationen über das Gebiet verbreiten.Wirtschaftsminister Otto Ebnet begrüßte die Gründung und will die Organisation mit Mitteln aus dem Zukunftsfonds Mecklenburg-Vorpommern und dem Förderprogramm seines Hauses zu unterstützen.
In Mecklenburg-Vorpommern fehlt eine industrielle Infrastruktur wie etwa in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen oder Hamburg, wo es schon vergleichbare Organisationen gibt. Es wird daher vermutlich andere Wege zur Nutzung des Wasserstoffs gehen als die genannten Länder. Eine gute Voraussetzung sind die umfangreichen Erfahrungen mit erneuerbaren Energien. Daraus ergibt sich für das Land eine Chance, den Weg anderer Regionen nicht wiederholen zu müssen, sondern mit der Technologie von morgen gleich "durchzustarten".
Die industriellen Gründungsmitglieder der Initiative sind die Energietechnik-Elektronik GmbH (Bentwisch), die GAT Gesellschaft für angewandte Technik (Greifswald), die MET Motoren- und Energietechnik GmbH (Rostock) und die Fertigung-Technologie GmbH (Hohen Luckow) sowie die ATI-Küste GmbH (Rostock-Greifswald). Die Wissenschaft wird durch die FH Stralsund, das Institut für Niedertemperatur-Plasmaphysik (Greifswald) und das Institut für Organische Katalyseforschung (Rostock) vertreten. Die FH Wismar und die Stadt Stralsund werden voraussichtlich in Kürze beitreten. Zum Vorsitzenden wurde Prof. Wolfgang Beckmann von der FH Stralsund gewählt.
DWV
Brennstoffzellenbus für Tokyo in Planung
HyWeb, 20.03.02: Das japanische Transportministerium (Ministry of Land, Infrastructure and Transport (MLIT)), die Stadtregierung von Tokyo und Toyota planen für 2003 den Einsatz eines Brennstoffzellenbusses im Linienbetrieb. Zu diesem Zweck soll eine Wasserstoff-Tankstelle errichtet werden. Der Bus wird derzeit von Toyota entwickelt; ein erster Bus-Prototyp wurde bereits im Juni letzten Jahres präsentiert.MA
Casio will 2004 Brennstoffzellen anbieten
HyWeb, 20.03.02: Die japanische Casio Computer Co Ltd hat bekannt gegeben, ab 2004 Brennstoffzellen anbzubieten. Die mit Methanol betriebenen Brennstoffzellen können nach Firmenangaben eine Laptop rund 20 Stunden lang versorgen, während ein typischer Lithium-Ionen-Akku vier bis fünf Stunden halte.Auch andere japanische Elektronik-Konzerne wie Toshiba Corp und Hitachi Ltd arbeiten intensiv an Brennstoffzellen, da die Nachfrage nach kleinen elektronischen Geräten wie Handys, PDAs und Digitalkameras steige.
Ein Casio-Sprecher nannte laut Medienberichten keinen Preis für die Brennstoffzellen. Er sagte, das Ziel sei es, die Brennstoffzellen durch Massenfertigung billiger als Lithium-Ionen-Akkus zu machen.
MA
H Power präsentiert portable Brennstoffzellen-Stromquelle EPAC-500
HyWeb, 20.03.02: H Power Corp. hat die vorkommerzielle Version des neuen EPAC(TM)-500 Brennstoffzellensystems präsentiert. Es kann sowohl als Stromquelle als auch als Notstromagregat in verschiedenen Anwendungen eingesetzt werden, unter anderem in der Telekommunikation.Das EPAC-500 ist eine 500 W Stromquelle in einem geschlossenen Gahäuse, das für den Einsatz in und außerhalb geschlossener Räume entwickelt wurde und primär für industrielle Kunden gedacht ist. Das Gerät kann in ein Standard-19-Zoll-Rack eingebaut werden und hat drei mögliche Ausgangsspannungen - 120 V Wechselspannung bei 60 Hz sowie 48 V geregelte oder ungeregelte Gleichspannung. EPAC-500 kann als nicht netzgekoppelte Stromquelle oder als Notstromaggregat eingesetzt werden, das bei Stromausfall selbsttätig anspringt. In der gegenwärtigen Entwicklungsstufe wird EPAC-500 mit Wasserstoff aus Standard-Druckflaschen versorgt.
Technische Daten finden sich auf der H Power homepage unter www.hpower.com.
MA
RWE gründet RWE Fuel Cells GmbH
HyWeb, 20.03.02: Das bisherige RWE Konzernprojekt Brennstoffzellen wird selbstständig: Der Name der Gesellschaft lautet RWE Fuel Cells GmbH. Die neue Gesellschaft wird ihren Sitz in Essen haben. Bereits mit Wirkung zum 05. März 2002 wurde sie in das dortige Handelsregister eingetragen.Zwei Geschäftsführer stehen an der Spitze der GmbH: Heinz Bergmann, bereits seit Frühjahr 2000 Leiter des RWE Konzernprojekts Brennstoffzellen und Dr. Michael Fübi, bisher Leiter der Unternehmensentwicklung der Babcock Borsig AG.
Das neue Unternehmen wird das Brennstoffzellen-Geschäft für die gesamte Wertschöpfungskette im RWE Konzern koordinieren und steuern. Hierzu gehört die Entwicklung und Vermarktung von Produkten, Systemen und Dienstleistungen auf Basis von Brennstoffzellen.
MA
EnBW sucht fortschrittliche Eigenheimbesitzer
DWV, 20.03.02: 25 Brennstoffzellenanlagen will EnBW in diesem Jahr installieren, bis Ende 2004 sollen es 55 werden. Jetzt sucht das Unternehmen Hausbesitzer, die sich eine davon in den Keller stellen lassen wollen. Da es sich bei diesen Anlagen noch nicht um ein Serienprodukt, sondern um unverkäufliche Vorserienanlagen handelt, wird die EnBW diese Brennstoffzellenanlagen auch betreiben, fernüberwachen und warten. Der Kunde bekommt die Wärme, die er für die Beheizung seiner Wohnung und das Warmwasser benötigt, von der EnBW über diese Anlage gestellt. Im Ergebnis trägt der Kunde damit kein technisches und auch kein finanzielles Risiko.DWV
Japan will die Regeln für Brennstoffzellen vereinfachen
DWV, 20.03.02: Japan will die für Brennstoffzellen geltenden Vorschriften ändern, um die Technologie zu fördern. Bisher können sie nur im Rahmen der Anforderungen für gewerbliche Anlagen eingesetzt werden, was mit allerlei technischem und Verwaltungsaufwand verbunden ist. Entsprechend der Entwicklung bei den Solaranlagen sollen jetzt kleine Anlagen von diesen Auflagen teilweise befreit werden. Premierminister Junichiro Koizumi sagte im Parlament, er wolle in drei Jahren Brennstoffzellen im praktischen stationären Betrieb sehen. Die Vereinfachung solle dazu beitragen, ohne dass die Sicherheit leidet.DWV
Gore bringt neue Membran-Elektroden-Einheit für stationäre PEM-Brennstoffzellen auf den Markt
HyWeb, 20.03.02: Gore Fuel Cell Technologies, eine Abteilung von W. L. Gore & Associates, Inc., hat vor Kurzem die Markteinführung der neuen PRIMEA® Serie 56 MEAs (Membran-Elektroden-Einheit) für stationäre PEM Brennstoffzellen bekannt gegeben.Beschleunigte Tests hätten laut Gore ergeben, dass dieses neue Produkt die langlebigste MEA sei, die für stationäre Anwendungen verfügbar sei. "Dies ist die vierte Produktinnovation in fünf Jahren,'' sagt John Mongan, Product Specialist.
MA
Siemens SOFC 1: e|cell Projekt in Hannover gestartet
HyWeb, 18.03.02: e|cell, das Brennstoffzellenprojekt Hanover, ist offiziell gestartet. Am 26. Februar 2002 haben die Stadtwerke Hannover, E.ON Energie und Siemens Power Generation in Hannover die Realisierung eines SOFC-Brennstoffzellenkraftwerks der 250-Kilowatt-Klasse vereinbart. Das Demonstrationsvorhaben e|cell ist der letzte Schritt für die ab 2003 durch Siemens Power Generation in den USA vorgesehene Serienfertigung.Das Brennstoffzellensystem e|cell wird im Sommer 2003 im Kraftwerk Herrenhausen installiert. Es wird von den Stadtwerken Hannover betrieben und Strom und Wärme liefern. Im Rahmen eines umfangreichen Forschungs- und Messprogramms wollen die Stadtwerke Hannover und E.ON Kraftwerke vor allem Erfahrungen mit dem Betrieb dieses Brennstoffzellenkraftwerks sammeln.
Die Investitionen für e|cell belaufen sich auf insgesamt 6,2 Millionen Euro. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Projekt e|cell mit rund 3 Millionen Euro, weitere rund 400.000 Euro gibt der Klimaschutzfond Hannover proKlima dazu.
Meilensteine
April 2002 Antrag auf Betriebsgenehmigung und sicherheitstechnische Vorprüfung
September 2002 Beginn der Bauarbeiten im Kraftwerk Herrenhausen
Mai 2003 Funktionsprüfung der SOFC im Herstellerwerk (Pittsburgh, USA)
Juni 2003 Auslieferung der Brennstoffzelle
Juli 2003 Inbetriebnahme der Anlage im Kraftwerk Herrenhausen
bis September 2003 Probebetrieb über 500 Betriebsstunden
bis Oktober 2004 Betriebsphase I: 8.000 Betriebsstunden in Grundlast
ab Oktober 2004 Betriebsphase II: Testfahrten in verschiedenen TeillastbereichenTechnische Daten
Max. elektrische Leistung 250 kW
Elektrische Nutzleistung 225 kW
Thermische Leistung 158 kW
Elektrischer Wirkungsgrad 47 %
Brennstoff Erdgas
Brennstoffnutzungsgrad bei KWK-Betrieb bis zu 80 %
Abgastemperatur 450 °C
Größe der Gesamtanlage (m) 3,0 x 2,6 x 14,6 (H x B x L)
Gewicht 32 t
Geräuschemission 65 dB(A) in 10 m Entfernung
Schadstoffemissionen (NOx, SOx, CO) < 1 mg/m 3 AbgasMA
Siemens SOFC 2: Projekt in Marbach um ein Jahr verzögert
HyWeb, 18.03.02: Der Start des 1 MW SOFC-Brennstoffzellen-Kraftwerks der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) in Marbach am Neckar verzögert sich um voraussichtlich ein Jahr. Die ursprünglich für Herbst 2003 vorgesehene Inbetriebnahme kann mangels einer notwendigen Mikrogasturbine nicht erfolgen. Trotz intensiver Bemühungen aller Beteiligten des amerikanisch-europäischen Pilotprojekts sei bislang auf dem Markt kein geeignetes Modell gefunden worden, das technisch und kommerziell den Anforderungen entspreche, teilte EnBW mit. Den Angaben zufolge soll die Turbine nun neu entwickelt werden. Sie wird benötigt, um die Brennstoffzelle mit erhöhtem Gasdruck zu betreiben und so den elektrischen Wirkungsgrad der Gesamtanlage auf rund 60% zu erhöhen.Das Projekt entsteht im Rahmen eines bilateralen Abkommens zwischen der EU und den USA. Partner sind neben der EnBW die Energieunternehmen Electricité de France (Aktionär der EnBW), Gaz de France und die Tiroler Wasserkraftwerke AG sowie der Hersteller Siemens. Unterstützt wird der Bau der Anlage mit Mitteln der Europäischen Kommission und der US-Regierung.
MA
"Es wichtig, dass alle Amerikaner bei der Diskussion eines Energie-Gesetzes und eines Energie-Plans berücksichtigen, dass Amerika täglich mehr als [...] 10 Millionen Barrel Öl importiert, und die Menge steigt. [...] Jede vernünftige, umfassende Energiepolitik muss sowohl die Produktion erhöhen als auch den Verbrauch reduzieren."
George W. Bush, Präsident der USA, Reuters, 25. Februar 2002
UTC Fuel Cells unterzeichnet Entwicklungsabkommen mit Nissan
HyWeb, 28.02.02: UTC Fuel Cells, eine Tochter von United Technologies Corp., hat mitgeteilt, dass zwei Entwicklungsabkommen mit Nissan Motor Co. Ltd. über die Entwicklung von Brennstoffzellen und -komponenten für Autos unterzeichnet worden seien. Renault, Besitzer eines wesentlichen Anteils an Nissan, ist auch an den Entwicklungsarbeiten beteiligt (HyWeb, 05.12.00).Unter einem der beiden Abkommen wird UTC Fuel Cells Brennstoffzellen basierend auf der drucklosen PEM-Technologie von UTC zur Evaluierung an Nissan liefern.
Unter dem zweiten Abkommen werden UTC Fuel Cells, Nissan und Renault Komponenten für Brennstoffzellenfahrzeuge entwickeln.
MA
Ansaldo Fuel Cell SpA gebildet
HyWeb, 28.02.02: Ansaldo Fuel Cells SpA (AFCo), eine Tochter der italienischen Finmeccanica Gruppe, hat am 1. Dezember 2001 ihre Tätigkeit aufgenommen.AFCo wurde aus Ansaldo Ricerche ausgegliedert, einer hightech Engineering Firma, ehemals F&E Zentrum von Ansaldo, Italien. Die Brennstoffzellentechnologie, alle Patente, Rechte und das Personal wurden von dort übernommen.
AFCo konzentriert sich auf die Produktion und Kommerzialisierung von Brennstoffzellen, insbesondere Schmelzkarbonat-Brennstoffzellen-Kraftwerke (MCFC) im Bereich (0,1-30 MW).
MA
Toyota bringt nächstes Jahr Brennstoffzellen-Fahrzeuge auf den Markt
HyWeb, 28.02.02: Wie verschiedene Medien berichten, plant Toyota, nächstes Jahr die erste Kleinserie Brennstoffzellen-Pkw in der Region Tokyo, Japan, auf den Markt zu bringen. Die Autos sollen auf dem Prototypen FCHV4 basieren, der im Juni 2001 vorgestellt wurde (siehe www.h2cars.de). Die Fahrzeuge werden Druckwasserstoff tanken. Es wird angenommen, dass die ersten Kunden große Firmen und öffentliche Stellen sein werden. Das Fahrzeug soll rund 75.000 US-$ kosten.Auch Honda hat die ersten Brennstoffzellenfahrzeuge mit Druckwasserstoff für das nächste Jahr angekündigt.
MA
Japan eröffnet seine ersten beiden Wasserstofftankstellen
DWV, 26.02.02: Die beiden ersten Wasserstoff-Tankstellen Japans, die im Rahmen des Programms WE-NET errichtet wurden, sind fertig (HyWeb, 18.07.00). In Osaka wurde eine Anlage mit einem Erdgasreformer aufgebaut, beim Shikoku Research Institute in Takamatsu (ca. 200 km SW von Osaka) eine mit einem Elektrolyseur.Beide Tankstellen verfügen über ein duales Speichersystem: eines mit einem Speicherdruck von 250 bzw. 350 bar für die Versorgung von Fahrzeugen mit Drucktanks, ein anderes mit 7 bar für solche mit Metallhydrid-Speicher. Es sind 24 bis 30 Tankvorgänge pro Tag möglich, von denen jeder im Falle von Druckspeichern im Fahrzeug nur weniger als fünf Minuten dauert; bei Metallhydridspeichern sind es bis zu zehn Minuten.
Foto: ENAA
Die Tankstelle in Osaka wurde am 7. Februar eröffnet; in Takamatsu ist das am 28. Februar geplant. Etwa 150 Vertreter der Projektpartner, der Behörden und der Medien waren in Osaka anwesend; die großen Fernsehstationen berichteten darüber in ihren Abendnachrichten. Brennstoffzellenautos von Toyota, Honda, Nissan and Daihatsu wurden gezeigt. Man erwartet sich von diesen Veranstaltungen einen Impuls für die Wasserstoffnutzung in Japan. Jedenfalls war das Interesse in Osaka so groß, dass der Zutritt zu der Eröffnung begrenzt werden musste.
DWV
Stellenabbau bei Ballard
DWV, 26.02.02: Die Änderung der Firmenstruktur in der Zusammenarbeit mit DaimlerChrysler und Ford führt bei Ballard zu einem Abbau von Arbeitsplätzen. Betroffen sind 80 Stellen am Hauptsitz Vancouver und 140 bei der deutschen Tochter in Nabern. Firmensprecher Lancaster wies darauf hin, Ballard habe dann mit 1400 Mitarbeitern immer noch 600 mehr als vor sechs Monaten. Eine große Zahl der in Deutschland Betroffenen stammt von DaimlerChrysler und kann dorthin zurückkehren.DWV
Dänische Regierung plant drastische Kürzung der Ausgaben für erneuerbare Energien und Wasserstoff
HyWeb, 11.02.02: Am 29. Januar hat die neue liberal/konservative dänische Regierung den Haushaltsentwurf für 2002 und die folgenden Jahre präsentiert. Alle F&E-Programme, finanzielle Unterstützung, Arbeitsgruppen, Regierungsagenturen etc., die in den letzten 20 Jahren für die Entwicklung der erneuerbaren Energien entscheidend waren, sollen sofort ausgesetzt bzw. aufgelöst werden, wie das Folkecenter for renewable energy mitteilt. Die Regierung will das eingesparte Geld (rund 20 Mio Euro) für Krankenhäuser und Senioren ausgeben. Der Haushalt benötigt die Zustimmung des Parlaments, in dem die Regierung eine Mehrheit hat.Eine Konsequenz ist, dass Folkecenter und seine Schwesterorganisation, Forum for Energy and Development, ihre Unterstützung sofort vollständig verlieren. Aber auch alle nationalen Programme für Solarthermie, Biogas, Biomasse, Wasserstoff, Photovoltaik, Wellenenergie etc. sollen mit Wirkung zum 1. Januar dieses Jahres gestoppt werden. Auch die offshore Windparkprogramme wurden gestrichen, so dass die Stromversorger nicht länger verpflichtet sind, diese zu verfolgen. Es gibt keine öffentliche Förderung und keine Einspeisevergütung.
Offensichtliche Begründung für diese drastischen Maßnahmen ist die Befürchtung der neuen Regierung, die Energiepreise könnten durch ein weiteres Wachstum der erneuerbaren Energien zu stark steigen. Dänemark hat seine Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien erreicht. Daher plant die Regierung jetzt eine "Pause".
Mehr Informationen unter http://www.folkecenter.dk/presse/disaster_for_danish_RE.htm
MA
"Da die Regierung den Schwerpunkt auf Wasserstoff als den ultimativen Kraftstoff legt, wird die Debatte darum, ob wir Benzin, Methanol oder Wasserstoff einsetzen, weniger wichtig [...]. Das ermöglicht es den Herstellern, sich auf Wasserstoff zu konzentrieren, der der sauberste und effizienteste Kraftstoff ist."
Thaddeus Malesh, Brennstoffzellen-Experte, J.D. Power and Associates, AP, 18. January 2002
Bundestag beschließt KWK-Gesetz
HyWeb, 05.02.02: Nach langen Verhandlungen wurde am 25. Januar das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz im Deutschen Bundestag verabschiedet (HyWeb, 13.07.01). Das KWK-Gesetz ist ein wichtiger Baustein der Klimaschutzpolitik der deutschen Bundesregierung von SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Durch die vereinbarten Maßnahmen sollen bis 2010 schrittweise 23 Mio. t CO2 pro Jahr eingespart werden.Brennstoffzellen erhalten für den eingespeisten Strom zusätzlich zum marktüblichen Preis einen Bonus von 5,11 Cent/kWh für 10 Jahre. Der marktübliche Preis enthält eine Komponente "Vergütung für den Strom" und eine Komponente "Vergütung für die Nichtnutzung vorgelagerter Netze". Auch konventionelle KWK-Anlagen unter 50 kW erhalten einen Bonus. Bis Ende 2005 neu installierte Anlagen erhalten den gleichen Bonus wie Brennstoffzellen, Altanlagen und Anlagen zwischen 50 und 2000 kW bekommen niedrigere Bonus-Sätze.
Mehr Informationen unter www.bhkw-infozentrum.de.
MA
Lombardei plant ein Verkaufsverbot für Benzin- und Diesel-PKW
HyWeb, 05.05.02: Die Lombardei im Norden Italiens, eine der führenden Industrieregionen Europas, plant ein Verkaufsverbot für Benzin- und Diesel-PKW. Dies soll Teil eines ambitionierten Luftreinhalteprogramms sein, das der Präsident der Region verkündet hat, berichtet der Guardian.Nach zwei Monaten anhaltender Smog-Situationen fordert Roberto Formigoni die Autohersteller auf, innerhalb von drei Jahren "grüne" Fahrzeuge anzubieten. Sein Ziel ist es, die katastrophale Situation durch verschärfte Anforderungen an saubere, private PKW zu verbessern. Dabei sollen die konventionellen Kraftstoffe durch Strom, Erdgas und Wasserstoff ersetzt werden.
"Ich möchte ein Datum festlegen, das so nah wie möglich ist, und ich denke, der erste Januar 2005 wäre angemessen. Ich habe ein deutliches Signal ausgesandt: Automobilhersteller, lasst es krachen", sagte Formigoni dem Guardian.
Die Hauptstadt Mailand und andere norditalienische Städte waren in der jüngsten Vergangenheit gezwungen, den Straßenverkehr am Wochenende zu verbieten und unter der Woche einzuschränken. Die Luftverschmutzung überschritt die gesetzlichen Grenzwerte über längere Zeit um den Faktor fünf.
MA
Erste französisch-deutsche Brennstoffzellen-Konferenz
HyWeb, 05.02.02: Der französische Brennstoffzellen-Verband "Club PAC" organisiert in Kooperation mit dem "Französischen Nationalen Brennstoffzellennetzwerk" die France - Deutschland Fuel Cell Conference 2002, "Materials, Engineering, Systems, Applications", in Forbach (Frankreich) - Saarbrücken (Deutschland) am 7.-10. Oktober 2002. Das wird die erste französisch-deutsche Veranstaltung zu Brennstoffzellen, Brennstoffzellensystemen und Brennstoffzellenanwendungen sein. Begleitend wird es eine Ausstellung geben.Ziel der Veranstaltung ist zum Einen, technische und wissenschaftliche Ergebnisse über Brennstoffzellen-Materialien, -Stacks, -Systeme und -Anwendungen zu präsentieren, und zum Anderen, einen internationalen wissenschaftlichen Austausch zu initiieren zwischen Laboratorien, Brennstoffzellen-Herstellern, Komponenten-Herstellern und industriellen Endnutzern.
Autoren, die ihre Ergebnisse präsentieren möchten, müssen bis 6. April einen Abstract (250 Wörter, in englischer Sprache) an FDFuelCell2002@clubpac.net einreichen. Mehr Informationen finden sich unter www.clubpac.net.
Mehr Konferenzen,Workshops, Ausstellungen und Messen zu Wasserstoff und Brennstoffzellen finden sich im HyWeb event calendar.
MA
Schweizer und Chinesischer Wasserstoff-Verband
HyWeb, 05.02.02: In der Schweiz und in China wurden Wasserstoff-Verbände gegründet.Am 23. November wurde in Villigen (Schweiz) der Verein Hydropole" gegründet. Er soll sich in der Schweiz für die Förderung des Energieträgers Wasserstoff und der Brennstoffzelle einsetzen und wird dabei vom Bundesamt für Energie unterstützt. Hydropole wird Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft über die Möglichkeiten und Chancen der neuen Technologie informieren. Dazu sollen Kontakte zu nationalen und internationalen Organisationen geknüpft werden, auch zur European Hydrogen Association (EHA). Es ist auch geplant, Dienstleistungen und Fachwissen kommerziell anzubieten. Im siebenköpfigen Vorstand sind Vertreter aus Industrie und Forschung vertreten. Der Sitz der gemeinnützigen Organisation ist in Monthey. Hydropole präsentiert sich im Internet unter www.myteam.ch/hydropole.
Die Chinese Association for Hydrogen Energy hat deerzeit 34 Mitglieder aus Wissenschaft und Industrie. Mehr Informationen finden sich unter hydrogen.newenergy.org.cn.
DWV/MA
Kleinserienproduktion von portablem Kleinbrennstoffzellen bei SFC
HyWeb, 05.02.02: Ende Januar hat die Smart Fuel Cell GmbH (SFC) mit der Fertigung der ersten Kleinserie ihres portablen Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Systems begonnen.Die ersten Kunden für dieses Produkt stammen aus den Bereichen Verkehrstechnik, Umwelttechnik, Camping und Freizeit. Sie werden zunächst das SFC-System in breit angelegten Feldtests auf seine Alltagstauglichkeit hin prüfen. Für dieses Jahr ist eine Kleinserie von 1000 Stück geplant. Ab Mitte 2002 wird das System frei verkäuflich sein.
Aus einem weltweiten Netz von Zulieferern und Entwicklungspartnern bezieht SFC die Komponenten, um in der Fertigungshalle in Brunnthal bei München ihr patentiertes Brennstoffzellensystem zu montieren.
Das Produkt ist mit einem austauschbaren Methanol-Tank ausgestattet, der in Verbindung mit dem SFC-System 2,5 kWh elektrischer Energie bereitstellt. Die Ausgangsleistung beträgt bis zu 100 Watt. Durch die Betriebsbereitschaft von tiefen Minusgraden bis plus 40° Celsius sei das System bestens für den Einsatz als Stand-alone-Energiequelle auch in ungeschützter Umgebung geeignet.
MA
Toshiba präsentiert Brennstoffzelle für PDA
HyWeb, 05.02.02: Toshiba Corp., Japan, hat den Betrieb seines "personal digital assistant" (PDA), "Genio e," mit einer Brennstoffzelle bei einer Präsentation in seinen Räumen in Oume am 30. Januar demonstriert. Die Direkt-Methanol-Brennstoffzelle, die mit einem Methanol-Wasser-Gemisch betrieben wird, hat eine Dauerleistung von 3-5 W und eine Spitzenleistung von 8 W. Die Abmessungen der Brennstoffzelle sind 127 mm x 105 mm x 25 mm.Nach AUssagen von Toshiba kann die Brennstoffzelle weiter miniaturisiert werden durch die Optimierung der Zellstruktur und der Peripherie. Das Gewicht des Prototypen beträgt 500 g, eine weitere Gewichtsreduktion auf 200 g soll durch den Einsatz leichterer Materialien möglich sein.
MA
Fuel Cell Technologies liefert SOFC Hausenergieversorgungssysteme nach Stockholm
HyWeb, 05.02.02: Fuel Cell Technologies Ltd. aus Kanada hat eine internationale Ausschreibung zur Lieferung und Installation von drei SOFC-Systemen für ein fortschrittliches umweltfreundliches Wohngebiet, das derzeit in Stockholm, Schweden, entwickelt wird, gewonnen.Die Installation von FCT ist Teil eines neuen Wohngebiets in Stockholm, in dem 8.000 Wohneinheiten geplant werden. Der Großteild er Energieversorgung soll auf der Basis erneuerbarer Energien erfolgen. Dazu gehören auch die drei mit Biogas betriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-Systeme auf der Basis von Festoxid-Brennstoffzellen. Das Wohngebiet soll Vorzeigecharakter haben und als ökologisches Anschauungsobjekt für Planer und Architekten dienen.
Dies ist FCTs erste Lieferung seines 5 kW SOFC-Systems nach Europa. Die Anlagen produzieren Strom und Wärme für Warmwasserbereitung und Raumwärme.
MA
"Die Industrieländer müssen sich die regenerativen Energien zu Eigen machen, um große Stückzahlen und das Wissen zur Senkung der Kosten erneuerbarer Energie zu generieren."
Mark Moody-Stuart, Co-Vorsitzender der Task Force Erneuerbare Energien der G8, ehemals Vorstandsvorsitzender von Royal Dutch/Shell, World Environment News, 21. Januar 2002
HYNET Kick-off für das europäische Thematische Netzwerk "Wasserstoff"
HyWeb, 30.01.02: Am 19. Dezember 2001 war es nach einem Jahr der Antragsphase endlich soweit: die 12 Antragsteller BMW (D), bp (UK), CSIC (E), Linde (D), Messer Griesheim (D), Norsk Hydro (N), Raufoss (N), Shell Hydrogen (NL), TÜV Nord (D), TÜV Süddeutschland (D) und Vandenborre Technologies (B) erhielten unter der Koordination der L-B-Systemtechnik (D), Dr. Ulrich Bünger, den Zuschlag, ein Thematisches Netzwerk Wasserstoff (HYNET) durchzuführen.Das drei Jahre dauernde Projekt, das vom Forschungsdirektorat der Europäischen Kommission zu 100% gefördert wird, hat zum Ziel
- die EC in der Strategiefindung für die Fördermaßnahmen zur Wasserstoffenergie im 6. Rahmenprogramm für Forschung, Entwicklung und Demonstrationsprojekte, das Ende 2002 beginnen wird, zu unterstützen. Dazu soll HYNET auf Einladung der EC durch ein ausgewogenes Meinungsbild, das sich auf Interessen möglichst vieler europäischer Unternehmen, Länderregierungen, Institute und anderer Organisationen stützt, beitragen,
- eine EU-weite Wasserstoff-Expertendatenbank einzurichten (wer macht was),
- Elemente einer business-to-business Plattform zu realisieren, die einen Austausch kommerzieller Komponenten und Dienstleistungen aus dem Umfeld der Wasserstoffenergietechnologie insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen aber auch für Forschungsinstitute europaweit verstärken soll und
- eine breite Information der Öffentlichkeit über diese Aktivitäten mit Hilfe des Internets zu erreichen und sich am internationalen Wasserstoff-Netzwerk zu beteiligen.
Zu diesem Zweck sollen jährliche Strategieberichte an die EC verfasst werden, die im Rahmen der Facharbeit thematischer Arbeitsgruppen entwickelt werden. Des weiteren wird eine Internetseite mit einem öffentlich zugänglichem und einem internen Bereich eingerichtet, die wesentliche Merkmale des bereits etablierten und international bekannten Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Informations-Systems HyWeb nutzt.
Die Organisation von HYNET sieht ein Board für strategische Entscheidungen und die direkte Kommunikation mit der EU in inhaltlichen Fragen, ein Sekretariat, das die fachlichen und allgemeine Angelegenheiten koordiniert, und zunächst fünf thematische Arbeitsgruppen vor. Die Koordination des Vorhabens obliegt der L-B-Systemtechnik und das HYNET-Sekretariat wird in Ottobrunn eingerichtet. Die thematischen Arbeitsgruppen, die sich aus interessierten Vertretern aus Industrie, Politik, Instituten und anderen europaweiten Organisationen zusammensetzen sollen, treffen sich im Mittel zwei Mal im Jahr zu den Themen Wasserstoff-Infrastruktur, Wasserstoff-Verwendung, Sicherheit und Zulassungsfragen, Sozioökonomische Aspekte und Öffentlichkeitsarbeit.
Mit HYNET wird angestrebt, über das industrielle Engagement eine Signalwirkung auf die Länderregierungen auszuüben und damit einen dynamischen Entwicklungsprozess für eine verstärkte Förderung von Wasserstoff als Energieträger unter Beteiligung einer Vielfalt von Interessengruppen einzuleiten.
In Zukunft werden unter www.hynet.info Informationen über HYNET zu finden sein.
UB
CUTE-Project: Europäische Kommission gewährt 18,5 Mio Euro für Wasserstoff-Brennstoffzellenbus-Demonstration
HyWeb, 30.01.02: Ende Dezember hat die Europäische Kommission 18,5 Mio Euro für das CUTE-Projekt (Clean Urban Transport for Europe - umweltverträglicher Nahverkehr für Europa; HyWeb, 26.03.01) von DaimlerChrysler, den Busbetreibern von neun europäischen Staädten sowie Energie- und Infrastruktur-Partnern gewährt.Mit Hilfe der Fördermittel der Europäischen Union wird dieses Brenstoffzellenbus-Projekt der weltweit erste Großflottenversuch sein. Die Generaldirektion Energie und Verkehr der Europäischen Kommission hat für dieses Demonstrationsprojekt eine der bislang höchsten Mittelausstattungen vorgesehen.
Die Brennstoffzellenbusse werden in den folgenden Städten eingesetzt werden: Amsterdam (Niederlande), Barcelona (Spanien), Hamburg (Deutschland), London (Vereinigtes Königreich), Luxemburg, Madrid (Spanien), Porto (Portugal), Stockholm (Schweden) und Stuttgart (Deutschland).
Die Fertigung der Busse erfolgt durch die EvoBus GmbH, die Auslieferung an die Städte ist für das Jahr 2003 geplant. Die Busse werden Bussen mit herkömmlichem Dieselantrieb vergleichbar sein und Platz für bis zu 70 Fahrgäste bieten.
Den Busbetreibern, die weltweit Pionierarbeit leisten werden, bietet sich die Gelegenheit, mit dieser innovativen Technologie in einem frühen Stadium Erfahrungen sowohl hinsichtlich der Fahrzeuge als auch der Infrastruktur zu sammeln. Die Busbetreiber werden Tankstellen für gasförmigen Wasserstoff bauen. Die Brennstoffhersteller wirken am Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur als Partner mit, und einige von ihnen werden die Tankstellen später selbst betreiben, um praktische Erfahrung im Umgang mit alternativen Kraftstoffen zu bekommen. Der Wasserstoff wird im Wege verschiedener Verfahren hergestellt werden, um Daten für einen Effizienzvergleich zu erhalten.
MA
Magna Steyr entwickelt LH2-Tanks für BMW zur Serienreife
HyWeb, 30.01.02: Die BMW Group und Magna Steyr haben während des CleanEnergy Partner Forums 2001 Ende letzten Jahres in München einen "Letter of Intent" für die Entwicklung und Lieferung eines Wasserstofftanks für den neuen 7er BMW unterzeichnet.In der ersten Projektphase wird auf beiden Seiten - BMW Group und Magna Steyr - eine Gruppe von Experten in enger Abstimmung tätig sein. Ziel der Zusammenarbeit ist die Weiterentwicklung der bislang in Handarbeit gefertigten Tanks zur Serienreife.
Als Automobilzulieferer hat Magna Steyr Erfahrung in der Serienfertigung, insbesondere auch im Bereich Tanksysteme. Auf der anderen Seite besteht Erfahrung in der Wasserstoff-Kryotechnik aus der Entwicklung und Lieferung der Treibstoffleitungen der Trägerraketen Ariane 4 und 5.
"Der Weg in die Wasserstoffgesellschaft ist unumkehrbar", sagte Dr. Burkhard Göschel, Entwicklungsvorstand der BMW AG am Rande der Unterzeichnung.
MA
Chrysler: Natriumverbindungen als chemische Wasserstoffspeicher
DWV, 30.01.02: DaimlerChrysler testet derzeit bei Chrysler in den USA einen Versuchswagen auf Basis eines Chrysler-Modells, der mit dem Wasserstoff nach Maß-System der amerikanischen Firma Millennium Cell ausgerüstet ist. Im Tank befindet sich Natriumborhydrid. Man gewinnt es aus Borax (Na2B4O7), einer gängigen und preisgünstigen Chemikalie. In einem relativ einfachen Verfahren reagiert es mit Wasser und setzt sehr reinen Wasserstoff frei, genau das also, was die PEM-Zelle braucht. Übrig bleiben Wasser und Borax. Mit einer Tankfüllung kommt das Fahrzeug fast 500 km weit, und die Tanks sind keine Druckbehälter mit den damit verbundenen Gewichts- und Platzproblemen. Das Fahrzeug hört auf den passenden Namen Natrium.Das wichtigste technische Problem beim Wasserstoffauto ist nach wie vor, eine den Kohlenwasserstoffen vergleichbare Energiedichte im Tank zu erzielen. Neben Wasserstoff selbst wird auch mit wasserstoffhaltigen Chemikalien experimentiert, so etwa Methanol, Benzin oder eben dem oben erwähnten Verfahren.
DWV
Mit der Brennstoffzelle über die Alpen
DWV, 30.01.02: Das Paul Scherrer Institut (PSI) im schweizerischen Würenlingen und die ETH Zürich haben zusammen mit verschiedenen anderen Technologiefirmen einen Personenwagen vom Typ Volkswagen Bora auf Wasserstoff und Brennstoffzelle umgerüstet. Wir wollten damit das Potenzial aufzeigen, nicht nur im Labor, sondern in der Realität des Straßenverkehrs, sagt Projektleiter Philipp Dietrich. Das ist gelungen, denn Mitte Januar rollte das Auto über den Simplonpass. Bremsenergie wird in Superkondensatoren gespeichert; das trägt dazu bei, dass der Wirkungsgrad des Wagens besser ist als bei einem Benzinauto, das bei gleicher Effizienz nur 3 l Benzin brauchen würde. Mit einer Dauerleistung von nur 28 kW kommt das 1950 kg schwere Testmodell in nur 15 s aus dem Stand auf 100 km/h. Die Spitze liegt bei Tempo 115. Eine Tankladung reicht im Flachland für 100 bis 150 km.Alle Wasserstoff- und Brennstoffzellenautos im Internet: www.h2cars.de
DWV
Bundesumweltminister Trittin übernimmt Schirmherrschaft für Wasserstoff Expo
HyWeb, 30.01.02: Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) wird auch 2002 wieder die Schirmherrschaft für die "Wasserstoff Expo" übernehmen (www.h2expo.com). Die Wasserstoff Expo findet vom 10. bis 12. Oktober 2002 zum zweiten Mal in Hamburg auf dem Messegelände statt.Internationale Unternehmen und Forschungseinrichtungen zeigen, wie die klimaverträgliche Versorgung mit Energie und Mobilität aussehen kann. Ziel der Wasserstoff Expo ist es, ein Informations- und Kontaktforum für Anbieter und Nachfrager von H2-Technologien zu schaffen und so den Weg für einen enormen Wachstumsmarkt zu eben.
MA
Plug Power liefert 132 Brennstoffzellensysteme im Jahr 2001
HyWeb, 30.01.02: Im Lauf des letzten Jahres hat Plug Power 132 Brennstoffzellensysteme ausgeliefert, darunter 131 5kW-Systeme auf der Basis von Erdgas und ein 50kW-Prototyp auf der Basis von reinem Wasserstoff. Die 131 Systeme beinhalten auch zwei Kraft-Wärme-gekoppelte Systeme sowie vier an Vaillant gelieferte Kraft-Wärme-gekoppelte Untersysteme zur Integration in Brennstoffzellen-Heizgeräte.Im vierten Quartal 2001 wurden folgende 81 Systeme ausgelifert:
- 50 Systeme an die Long Island Power Authority, insgesamt 75 im gesamten Jahr.
- 21 Systeme an die New York State Energy Research and Development Authority, insgesamt 44 im gesamten Jahr.
- Zwei 5kW Kraft-Wärme-gekoppelte Systeme an Kubota Corporation in Japan.
- Drei Kraft-Wärme-gekoppelte Subsysteme an Vaillant GmbH zur Integration in Brennstoffzellen-Heizgeräte für Feldtests in Nordrhein-Westfalen.
- Zwei Systeme an DTE Energy Technologies. Diese Brennstoffzellen werden das Batterie-Notstromsystem unterstützen.
- Ein 50kW mit Wasserstoff betriebenes System an Air Products and Chemicals, Inc. zur Installation in eine Wasserstoff-Tankstelle in Las Vegas, Nevada, USA.
- Zwei Systeme an einen Gasversorger in, New York, USA.
MA
Global Thermoelectric Inc. und Bonneville Power Administration planen strategische Allianz
HyWeb, 30.01.02: Global Thermoelectric Inc. (Calgary, Kanada) und Bonneville Power Administration (Portland, Oregon, USA) haben eine Absichtserklärung ("Memorandum of Understanding" - MOU) unterzeichnet. Ziel ist eine strategische Partnerschaft für die Entwicklung, die Evaluierung und den Vertrieb der Festoxid-Brennstoffzellen-Produkte (SOFC) von Global.Bonneville wird voraussichtlich drei Global SOFC-Systeme zu Gesamtkosten von 240.000 US-$ für Feldtests im Jahr 2003 erwerben. Das MoU sieht außerdem vor, dass Kundendaten gesammelt und zwischen den beiden Firmen ausgetauscht werden, um die Systeme an die Kundenbedürfnisse anzupassen.
MA
Shell Hydrogen, Mitsubishi, Johnson Matthey gründen Brennstoffzellen Venture Capital Firma
HyWeb, 30.01.02: Mitsubishi Corp., Johnson Matthey PLC und Shell Hydrogen, haben eine Venture Capital Firma gegründet, die auf Brennstoffzellen und Wasserstoff-Technologien spezialisiert ist, berichtet AP (siehe auch HyWeb, 12.09.01).Conduit Ventures Ltd. will ein Fondskapital von 100 Mio US-$ sammeln mit ersten Einlagen von Shell, Mitsubishi und Johnson Matthey. Conduit Ventures wird in Firmen investieren, die Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Technologien entwickelt haben und weiteres Kapital für den Verkauf und die Weiterentwicklung benötigen. Firmensitz wird London sein, die Investitionen sollen hauptsächlich in Europa, Kanada und den USA getätigt werden. Investiert werden sollen 1 bis 10 Mio US-$ Beträge in mittlere private Firmen.
MA
China kündigt Investitionen in die Entwicklung von Brennstoffzellen für Autos an
HyWeb, 30.01.02: Chinesisch Wissenschaftler haben ein dreijähriges Entwicklungsprogramm über Brennstoffzellen für mobile Anwendungen begonnen berichtet Xinhua News Agency. Nach Aussagen der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, der obersten Wissenschafts-Institution in China, wird erwartet, dass der Staat mehr als 100 Mio Yuan (12 Mio US-$) in die Entwicklung von PEM-Brennstoffzellen im Rahmen des High-Tech Entwicklungs-Programms investieren wird.Wissenschaftler des CAS Dalian Institute of Chemical Physics konzentrieren ihre Forschung und Entwicklung auf Brennstoffzellensysteme mit einer Leistung von 75 und 150 kW.
MA
Scooters India entwickelt Brennstoffzellen-Scooter
HyWeb, 30.01.02: Die staatliche Scooters India Ltd arbeitet an einem emissionsfreien Fahrzeug auf Brennstoffzellenbasis, das im Jahr 2003 auf dem Markt angeboten werden soll, berichtet Asia Pulse. Der Prototyp soll nächstes Jahr präsentiert werden. Scooters India wird in dem Projekt vom Ministerium nicht-konventionelle Energiequellen unterstützt. Das neue emissionsfreie Fahrzeug wird mit einem anfänglichen Budget von 400-500 Mio Rupien (8-10 Mio US-$) entwickelt.Scooters India wird Ende dieses Jahres zwei Batterie-elektrische Dreirad-Fahrzeuge auf den Markt bringen.
MA
Nahrhafter Wasserstoff für Mikroorganismen
DWV, 30.01.02: Verhältnisse wie auf einem anderen Planeten fanden amerikanische Forscher in einer fast 60 °C heißen hydrothermalen Quelle 200 m tief in der Erde im US Bundesstaat Idaho. Dort leben Mikroorganismen, die weder organische Kohlenstoffverbindungen noch andere durch die Photosynthese erzeugte Stoffe benötigen. Alles, was die Mikroben brauchen, kommt aus dem Innern der Erde: Molekularer Wasserstoff entsteht durch chemische Reaktionen zwischen hydrothermalen Fluiden und Vulkangestein, und Kohlendioxid wird ebenfalls anorganisch erzeugt. Die Mikrobengemeinschaften verarbeiten diese Stoffe zu Methan und Wasser. Spekulationen um ähnlich funktionierendes Leben auf dem Mars oder anderswo erhalten durch diese Entdeckung neue Nahrung. (F. H. Chapelle u. a., Nature 415 (2002) 312-5)DWV
"Wir wollen beim alternativen Antrieb auch mit den anderen Automobilherstellern zusammenarbeiten. Wir haben ein gemeinsames Ziel, das heißt Zero Emission Vehicle. Und beide denkbare Lösungen, das Elektroauto mit Strom aus einer Brennstoffzelle wie auch unser Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, haben das Wichtigste gemeinsam: Wasserstoff als Energie."
Dr. Burkhard Göschel, Vorstand für Entwicklung und Einkauf der BMW AG, Pressemitteilung 08.11.2001
Unerwarteter Erfolg der Wasserstoff-Konferenz "Hydrogen Age of Asia"
HyWeb, 21.01.02: Am 27./28. November 2001 fand eine eigens für die Förderung der Einführung von Wasserstoff als Energieträger konzipierte Konferenz in Tokio statt. Wenn das Ziel auch zunächst darin bestand, eine größere Anhängerschaft für das Thema in Japan zu gewinnen, war das Interesse unerwartet groß, so dass zum Schluss mehr als 500 hauptsächlich japanische Teilnehmer aus Industrie, Politik und Forschung gezählt wurden. Dieses war umso erstaunlicher, da ebenfalls in Tokio parallel eine weitere Veranstaltung zu brennstoffzellenbetriebenen Elektrofahrzeugen stattfand und eine Anzahl eingeladener Experten aus den USA auf Grund der Reisebeschränkungen nicht anreisen konnte.Die Konferenz blieb in Europa und den USA fast unbemerkt. Sie entwickelte sich aus den bereits seit einigen Jahren von Prof. Hirata vom Shibaura Institute of Technology und weiteren Experten verfolgten Überlegungen zur frühzeitigen Ertüchtigung eines geplanten Erdgaspipeline-Transportnetzes, das Japan via Mongolei, China und Korea mit russischem Erdgas versorgen soll, für den späteren Wasserstoff-Ferntransport.
Auf Grund der intensivierten Bemühungen um die Einführung von Wasserstoffenergie durch Politik, Industrie und Forschung in Japan mündete die Konferenz jedoch in dem Beschluss eines 8-köpfigen Experten-Panels, einen neuen japanischen Wasserstoffverband zu gründen. Im Gegensatz zum bereits bestehenden japanischen Wasserstoffverband, dem Prof. Ohta voransteht, soll die neue Gruppierung sich um die Kommerzialisierung, insbesondere jedoch die Schaffung einer Wasserstoff-Infrastruktur, bemühen. Im Panel unter Leitung von Prof. Hirata, einem einflussreichen renommierten japanischen Wissenschaftler, waren internationale Vertreter aus Industrie und Wissenschaft (Mr. Okano/WE-NET, Mr. Hansen/GM-Japan, Mr. Nakamura/Toyota, Mr. Frank/BMW, Prof. Ichikawa/Hokkaido University, Dr. Bünger/L-B-Systemtechnik, Mr. Honda/Osaka Gas, siehe Abbildung von links).
Neben interessanten Vorträgen über einzelne technologische Entwicklungen (Fortschritte bei der Sicherheit von Composite-Hochdruckspeichern, PEM-Elektrolyse, Transport erneuerbarer Energien über weite Entfernungen etc.) wurden auch Demonstrationsvorhaben und strategische Entwicklungen von einem international besetzten Kreis von Vortragenden vorgestellt. Unter anderem verwies Trygve Riis vom norwegischen Forschungsministerium, der die H2-Working Group der International Energy Agency vertrat, darauf hin, dass dieses Gremium unterbesetzt sei und die (Wieder-)Teilnahme einiger Länder, insbesondere Deutschlands, willkommen sei.
UB/MA
"Energien für morgen - vom Öl zum solaren Wasserstoff" am 1. und 2. März 2002 in Berlin
HyWeb, 21.01.02: Der ursprünglich für Herbst letzten Jahres angekündigte Wasserstoffkongress der Grünen-Bundestagsfraktion findet jetzt am 1. und 2. März in Berlin im Rathaus Schönefeld statt. U.a. werden Dr. Klaus Töpfer und Joschka Fischer als Redner erwartet. Geplant ist ein Dialog zwischen Wirtschaft, Verbänden, Politik und Gesellschaft. Themen sind stationäre und mobile Anwendungen von Wasserstoff.Anmelden kann man sich unter: wasserstoffkongress@gruene-fraktion.de. Für Rückfragen steht Andreas Rade, Fraktionsreferent, unter andreas.rade@gruene-fraktion.de. Mehr Informationen unter www.gruene-fraktion.de/rsvgn/rs_rubrik/0,,61,00.htm, das Programm im pdf-Format: http://www.gruene-fraktion.de/service/020301wasserstoffkongress.pdf.
VB/MA
Toyota gründet neues Zentrum zur Brennstoffzellenentwicklung
Hyweb, 21.01.02: Toyota fasst zum ersten Januar 2002 seine Brennstoffzellenaktivitäten in einem neuen Entwicklungszentrum in Nagoya zusammen, das die Konzernaktivitäten bündeln soll. Die bisher über den Konzern verteilten Aktivitäten sollen dadurch strategisch besser zusammenarbeiten. Das Zentrum wird zunächst 450 Mitarbeiter haben und in die Bereiche Entwicklung, Fertigung und Planung aufgegliedert sein.VB/MA
PSA und H Power starten gemeinsames Entwicklungsabkommen
HyWeb, 21.01.02: H Power Corp., USA, hat am 3. Januar 2002 bekannt gegeben, dass zusammen mit PSA Peugeot Citroen, Frankreich, ein gemeinsames Entwicklungsabkommen unterzeichnet wurde, um Brennstoffzellen für leichte Nutzfahrzeuge zu entwickeln. Die 7 kW Aggregate werden als "range extender" eingesetzt, d.h. sie dienen in Batteriefahrzeugen der Vergrößerung der Reichweite.H Power erwartet von diesem Abkommen einen Umsatz von mindestens 2 Millionen US-$ über drei Jahre. Auf der Basis der erzielten Ergebnisse wollen beide Firmen weitere Anwendungsgebiete für Brennstoffzellen eruieren. Im ersten Jahr wird H Power 1 Million US-$ für die Entwicklung und Lieferung von zwei Brennstoffzellengenerationen erhalten.
MA
Sanyo und Samsung beschließen Kooperation im Bereich Hausbrennstoffzellen
HyWeb, 21.01.02: Die japanische Firma Sanyo und der koreanische Elektronikkonzern Samsung haben die gemeinsame Entwicklung von Hausbrennstoffzellen beschlossen berichten Nachrichtenagenturen; eine offizielle Stellungnahme der Firmen steht noch aus. Ziel der Zusammenarbeit sei die schnelle und kostengünstige Entwicklung eines marktreifen Brennstoffzellensystems. Der Zusammenschluss erfolgte auch vor dem Hintergrund zunehmenden Konkurrenzdrucks in Japan. Partner von Sanyo ist Osaka Gas. Samsung ist Spezialist für Fertigungstechnik und soll an der Verkleinerung der Technologie sowie an der Massenfertigung arbeiten. Fast alle japanischen Anbieter von Hausbrennstoffzellen wollen ihre Systeme in 2-3 Jahren auf dem Markt haben.Das Potenzial in Asien ist riesig, da in vielen asiatischen Ländern die elektrische Warmwasserbereitung dominiert. Japan dagegen verfügt über ein sehr gut ausgebautes Erdgasnetz über das praktisch die gesamte Wärmeversorgung privater Haushalte gedeckt wird.
VB/MA
Vaillant Brennstoffzellen-Heizgeräte sind startklar für Feldtests
HyWeb, 21.01.02: Drei Jahre nach dem Start seines nach eigener Einschätzung wichtigsten mittelfristigen Zukunftsprojekts hat Vaillant bei der Entwicklung seines Brennstoffzellen-Heizgeräts (BZH) den ersten bedeutenden Meilenstein auf dem Weg zur Marktreife erreicht: Mit der ersten CE-Zertifizierung eines BZH in Europa überhaupt ist das Vaillant-Gerät jetzt startklar für die ersten Feldtests.Die Vaillant BZHs, die mit gemeinsam von Vaillant und dem US-amerikanischen Brennstoffzellenunternehmen Plug Power entwickelten Brennstoffzellen ausgerüstet sind, haben inzwischen mit kumuliert ca. 300.000 System-Betriebsstunden in den Labors in Deutschland, den USA und den Niederlanden sowie ersten Feldtestanlagen in den USA eine hohe Reife erlangt. Noch im Januar sind bereits erste Feldtestergebnisse zu erwarten.
MA
EWE startet Brennstoffzellen-Praxistest
HyWeb, 21.01.02: Der regionale Energieversorger EWE AG will Brennstoffzellen-Heizgeräte in der Praxis testen berichtet dpa. Dafür sollen nach den Angaben von Vorstand Werner Brinker bis 2003 insgesamt 155 Anlagen einer Vorserie bei Kunden im Gebiet zwischen Ems, Weser und Elbe installiert werden (HyWeb, 08.11.01). Mit der Serienreife der neuen Technologie rechnet die EWE von 2005 an. Die EWE arbeitet bei Einführung der neuen Technologie mit dem schweizerischen Anlagen-Hersteller Sulzer Hexis AG zusammen. Der Konzern hat Anfang Januar die EU-Zulassung für seine Brennstoffzellen-Systeme erhalten.Bis 2015 könnten mit der Brennstoffzelle etwa zehn Prozent des Strombedarfs in Deutschland gedeckt werden, so ein Ausblick des Unternehmens. Wirtschaftlich lohnend sollen die Haushalts-Kraftwerke schon zwischen 2005 und 2007 sein.
MA
Ballard, Tokyo Gas und Ebara bauen Zusammenarbeit aus
HyWeb, 21.01.02: Ballard Generation Systems, Tokyo Gas, Ebara Ballard und Ebara Corporation haben ein 3-Jahres-Abkommen zur Kommerzialisierung von 1 kW Brennstoffzellen-Heizsystemen auf der Basis von Ballard PEM-Brennstoffzellen und Reformertechnologie von Tokyo Gas abgeschlossen.Außerdem haben Ballard Generation Systems und Ebara Ballard ein Patent-Lizenzabkommen mit Tokyo Gas zur weltweiten Lizenznahme der Reformertechnologie für PEM-Brennstoffzellensystemen unterzeichnet.
MA
H2fuel entwickelt Membran-Technologie zur Wasserstoff-Reinigung
HyWeb, 21.01.02: H2fuel, LLC, eine 70%ige Tochter von Avista Labs, Tochter von Avista Corporation aus Spokane, Washington, USA, entwickelt Technologien zur Wasserstoffreinigung und -extraktion. Die neue Technologie auf Membranbasis eliminiert Kohlendioxid und Kohlenmonoxid aus Mischgasen, die bei der Reformierung von Erdgas oder Flüssiggas entstehen. Dabei wird nahezu reiner Wasserstoff z.B. für Brennstoffzellenanwendungen produziert.H2fuel aus Mt. Prospect, Illinois, USA, erwartet, dass diese Membrantechnologie kostengünstiger ist als andere Reinigungsmethoden.
MA
Lecksuchgerät für Wasserstoff
HyWeb, 21.01.02: Sensistor Technologies GmbH, Deutschland, bietet mit dem neuen H2000 ein handliches Wasserstoff-Lecksuchgerät an für die industrielle Lecksuche und Dichtheitsprüfung. Weltweit ist die von Sensistor entwickelte Lecksuchmethode, die Wasserstoff bzw. ein günstiges Wasserstoffgasgemisch als Spurengas verwendet, bereits in den unterschiedlichsten Branchen und Bereichen im Einsatz, unter anderem für die Lecksuche bei Produktion und Betrieb von Brennstoffzellen und Wasserstoff-Fahrzeugen.
MA
Natural Resources Defense Council und Union of Concerned Scientists fordern die Markteinführung von Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeugen
HyWeb, 21.01.02: In ihrer neuen Studie "Ending America's Oil Dependence" ("Beendigung von Amerikas Ölabhängigkeit") präsentieren das Natural Resources Defense Council und die Union of Concerned Scientists einen Aktionsplan, um die Ölabhängigkeit zu verringern. Neben der Forderung nach verbrauchsärmeren Autos, Hybridantrieben, steigendem Anteil erneuerbarer Kraftstoffe wie z.B. Ethanol und der Förderung von "smart growth" im Gegensatz zu unkontrolliertem Ausufern der Vorstädte enthält der Plan die Forderung nach einer massiven Markteinführung von Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeugen.MA
EIHP: UNECE/GRPE ad hoc Working Group eingerichtet
HyWeb, 14.01.02: Die Arbeit im Rahmen des European Integrated Hydrogen Project (www.eihp.org), die zur Etablierung von Regelwerken für Wasserstoff-Straßenfahrzeuge führen sollen, haben zur Gründung einer ad hoc Arbeitsgruppe "Hydrogen Vehicles Onboard Storage Systems" der UNECE/GRPE (United Nations Economic Commission for Europe www.unece.org / Working Party on Pollution and Energy) geführt. Hauptaufgabe dieser Arbeitsgruppe ist es, zu einem Konsens über die Regelwerksentwürfe für Flüssigwasserstoff- und Druckwasserstoffspeicherung im Straßenfahrzeug zu kommen, damit diese dann an die GRPE weiter geleitet werden können, um bei der ECE als neue Regelwerke eingereicht zu werden.Da internationale Regelwerke bisher fehlen betrqachtet es die Gruppe als wesentlich, neue rechtliche Anforderungen zu entwickeln, um die notwendigen Sicherheitsstandards zu gewährleisten. Die existierenden nationalen Anforderungen und Standards seien nicht ausreichend, um Wasserstofffahrzeuge zuzulassen.
Unter deutscher Schirmherrschaft enthält die Arbeitsgruppe Mitglieder aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, den Niederlanden und der Russischen Förderation sowie von ISO (International Organization for Standardization), CLEPA (European Association of Automotive Suppliers), OICA (The International Organization of Motor Vehicle Manufacturers) und EIHP.
Mehr Informationen finden sich im speziellen Abschnitt der EIHP Internet homepage unter www.eihp.org/unece.
MA/RW
Wasserstoff in der hessischen Chemieindustrie
DWV, 14.01.02: Seit Juli 2001 läuft im Industriepark Frankfurt-Höchst Strom ein Brennstoffzellen-BHKW der Infraserv Höchst. Basis ist eine phosphorsaure ONSI-Zelle, die mit Wasserstoff versorgt wird und die im Dauerbetrieb 200 kWel und 220 kWth abgibt. Wenn die Pilotphase von einem Jahr abgeschlossen ist, soll das BHKW die Produktion eines im Industriepark angesiedelten Unternehmens mit Strom und Wärme versorgen. Bei Bedarf kann mit Hilfe einer Absorptionskälteanlage auch Kälte erzeugt werden.Der Wasserstoff wird als Koppelprodukt aus einem chemischen Produktionsprozess erzeugt. Der hohen Verfügbarkeit von Wasserstoff im Industriepark sind weitere Projekte der Infraserv zu verdanken: derzeit ist eine Wasserstoff-Trailerabfüllanlage im Bau. Außerdem gibt es Pläne, den Standort zum ersten Wasserstoffzentrum für Hessen aufzubauen. Es soll eine Plattform entstehen, in der alle hessischen Wasserstoffaktivitäten gebündelt werden können.
DWV
Autozulieferer Webasto geht in Brennstoffzellentechnik
DWV, 14.01.02: Der Auto-Zulieferer Webasto baut in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) eine Wasserstoff-Forschungsabteilung auf. Nach Angaben des Schweriner Wirtschaftsministeriums sollen bei der Webasto Thermosysteme GmbH bis zu 80 Wissenschaftler und Ingenieure unter anderem an der Entwicklung von Brennstoffzellen für Autoheizungen arbeiten. Das Land unterstützt das mit einem Millionenbetrag aus seinem Zukunftsfonds.DWV
Honda setzt auf Wasserstoff
DWV, 14.01.02: Honda hat beschlossen, sich bei der Entwicklung von Brennstoffzellenautos auf reinen Wasserstoff als Treibstoff zu konzentrieren. Bisher hatte die Firma außerdem noch die Reformierung von Methanol an Bord untersucht. Das sei aber langfristig unwirtschaftlich, weil es technisch zu kompliziert sei. Ein Gastank mit 350 bar maximalem Betriebsdruck sei das Optimum hinsichtlich Technik und Marktfähigkeit. Auch ein hochrangiger Ford-Mann äußerte sich kürzlich ähnlich, während General Motors und andere weiterhin auch die Reformierung von flüssigen Kraftstoffen verfolgen.DWV
Zetek geht in Konkurs
DWV, 14.01.02: Der britisch-belgische Brennstoffzellenhersteller Zevco ist Anfang November in Konkurs gegangen. Auch die deutsche Tochter Zetek-Power GmbH aus Köln-Porz hat vorläufige Insolvenz angemeldet. Zetek-Power-Geschäftsführer Claude Rivoire erklärte, sonst wäre das Porzer Werk in die Konkursmasse übergegangen. Jetzt sucht Rivoire auf eigene Faust nach Investoren für die Produktionsanlage in Porz und will sie als unabhängige Gesellschaft betreiben. Er ist weiterhin von der Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens überzeugt. Auch Insolvenzverwalter Andreas Amelung sagte, die in Porz produzierten Brennstoffzellen würden funktionieren, und Kunden gebe es auch. Um die Firma zu retten, will er zunächst Aufträge hereinholen und die Finanzierung sicherstellen. Außerdem will er über Europa verstreute Abteilungen nach Porz holen: Marketing war bislang in London angesiedelt, Rechnungen wurden von Holland aus verschickt, Forschungsabteilungen gibt es in Belgien, Frankreich sowie Russland, und in Belgien ist eine weitere Produktionslinie.DWV
"Seit Jahrhunderten leben und entwickeln wir uns in einer auf Kohlenstoff basierenden Wirtschaft. Energiequellen wie Kohle und Öl haben eine Wirtschaftsweise auf der Basis der Pferdestärke abgelöst. Ich nehme an, dass unsere Kohlenstoffwirtschaft ebenso abgelöst werden wird, vielleicht, durch Wasserstoff."
Spencer Abraham, Energieminister der USA, The Hydrogen & Fuel Cell Letter Dezember 2001
US Regierung verkündet Forschungsoffensive "Freedom Car"
HyWeb, 10.01.02: Gestern, am 09.01.2002, haben die drei großen amerikanischen Automobilhersteller Ford, General Motors und DaimlerChrysler zusammen mit der US Regierung ein Forschungsprogramm mit dem Titel "Freedom Car" angekündigt. Darin sollen Brennstoffzellenfahrzeuge sowie eine Wasserstoff-Infrastruktur entwickelt und realisiert werden. Das Programm sei nicht als kurzfristige Initiative sondern als Langzeitprogramm über mehrere Jahrzehnte zu verstehen, erklärte US Energieminister Spencer Abraham auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. Den Zeithorizont erklärte er u.a. mit der Aufgabe, in den USA 50-70.000 Tankstellen auf Wasserstoff umzurüsten. Laut Abraham sollen erste Effekte aber bereits in wenigen Jahren spürbar werden. Das Ziel sei es, effiziente Autos anzubieten, um somit die Abhängigkeit der USA von Importöl zu reduzieren. Ein Zusatzeffekt sei die Verbesserung der Luftqualität, vor allem in Großstädten."Das Langzeit-Ergebnis dieser gemeinsamen Anstrengung werden Fahrzeuge sein, die effizienter sind, billiger im Betrieb, abgasfrei und wettbewerbsfähig", sagte Abraham. "Die Spritschlucker werden Vergangenheit sein."
Über das finanzielle Volumen oder genauere Ziele wurden noch keine Aussagen gemacht, die Budgetierung von Forschungsvorhaben wird in den nächsten Wochen entschieden. Obwohl man von der US Regierung einiges "Säbelrasseln" in schwierigen Situationen gewohnt ist, muss man die Ankündigung durchaus ernst nehmen, darüber waren sich Analysten in den USA weitgehend einig. Eine Allianz aus der gesamten Autoindustrie und der US Regierung mit erheblicher Laufzeit und ehrgeizigen Zielen ist in dieser Form ein Novum.
VB/MA
GM erfindet das Auto neu
HyWeb, 10.01.02: "AUTOnomy" ist die offizielle Bezeichnung der Antwort auf die Frage, wie ein Auto aussehen würde, würde man es heute erst erfinden. Gestellt und beantwortet hat diese Frage General Motors, größter Automobilhersteller der Welt. Auf der Detroit Motor Show wurde das Konzeptfahrzeug am Montag vorgestellt. AUTOnomy ist aber nicht - wie so oft - ein Konzept für ein einzelnes Fahrzeug sondern für eine völlig neue Fahrzeuggeneration.
Als Fahrzeugbasis dient ein überdimensionales "Skateboard", ausgestattet mit einem Brennstoffzellensystem und vier radnahen 25 kW Elektromotoren. Auf diese Basis lassen sich verschiedene Karosserien montieren, je nach Wunsch des Kunden. Die Übertragung der Fahrbefehle und der Lenkung an die "Basis" erfolgt elektronisch, es gibt also keine mechanische Verbindung zwischen Basis und Karosserie. Dies ist zwar nicht neu, aber konsequent realisiert. Bis Herbst 2002 soll das 140 PS starke Konzept fahrfähig sein. Basierend auf der Grundidee lassen sich viele neue Konzepte entwickeln. So soll die Fahrzeugbasis äußerst langlebig entwickelt werden. Je nach verändertem Geschmack oder neuen Anforderungen lässt sich die Basis mit einer neuen Karosserie ausstatten, etwa vom Sportwagen zum Familienauto. Hersteller könnten ihr gesamtes Fahrzeugprogramm auf 2-3 Fahrzeugbasen stellen. Die 100 kW Elektromotoren entsprechen in Ihrer Leistung, verglichen mit einem Verbrennungsmotor, einem weit stärkeren Motor als den rechnerischen 140 PS, da Elektromotoren ihr maximales Drehmoment im Stand entwickeln.
AUTOnomy wird wohl auch Bestandteil des "Freedom Car" Programms der US Regierung und zielt nicht nur dem Namen nach in Richtung Unabhängigkeit Unabhängigkeit von Ölimporten.
VB/MA