HyWeb - Gazette
Der Newsletter von HyWeb und dem Deutschen Wasserstoff-Verband (DWV) · 1. Quartal 2000 4. Jahrgang ã L-B-Systemtechnik GmbH
H-TEC präsentiert kompakten PEM-Elektrolyse-Stack auf Hannover Messe (31.03.00)
General Motors verlässt Global Climate Coalition (31.03.00)
Hamburg: Wasserstoff-Flotte vorgestellt (30.03.00)
Busprojekt in Chicago erfolgreich beendet (30.03.00)
DCH Technology präsentiert Brennstoffzelle auf Hannover Messe (30.03.00)
Messfehler bei H2-Speicherung in dotierten Kohlenstoff-Nanotubes (30.03.00)
California Air Resources Board verabschiedet neue Emissionsregeln für Busse (17.03.00)
Koreanische Automobilhersteller werden aktiv im Bereich Brennstoffzellen (17.03.00)
Tag der Brennstoffzelle in Bayern (16.03.00)
Förderung von Wasserstoff und Brennstoffzellen: Vergleich Deutschland - USA (14.03.00)
Texaco verlässt die Global Climate Coalition (07.03.00)
Investieren in Brennstoffzellen leicht gemacht (07.03.00)
Shell und ECD beenden Absichtserklärung über Metallhydrid-Speicher (28.02.00)
Die aktuellen Zitate (16.02.00)
Shell startet den internen CO2-Handel (16.02.00)
"CO2 dumping" illegal? (16.02.00)
California Fuel Cell Partnership integriert weitere Partner (16.02.00)
USA: Konzept für die Entwicklung einer Wasserstoff-Infrastruktur (16.02.00)
Linde übernimmt Messer Griesheim nicht, fusioniert mit AGA (16.02.00)
Energy Summit auf der Hannover Messe 2000 (16.02.00)
US-Werk von Mercedes-Benz installiert Schmelzkarbonat-Brennstoffzelle (16.02.00)
Plug Power übernimmt Reformer-Technologie von Gastec (16.02.00)
Der Wasserstoff wird Europäer: Europäischer Wasserstoff-Verband gegründet (04.02.00)
Verkehrswirtschaftliche Energiestrategie präsentiert Zwischenbilanz (01.02.00)
Norwegen: Die Wasserstoff-Gesellschaft -- eine nationale Machbarkeitsstudie (01.02.00)
NECAR 4 im Einsatz am Flughafen München (01.02.00)
Der Fall "Hindenburg": Der Wasserstoff ist unschuldig! (01.02.00)
Brennstoffzellenfieber bei Bill Gates (01.02.00)
Motorola präsentiert Mini-Brennstoffzelle für Handys (01.02.00)
Das aktuelle Zitat (18.01.00)
Bundesregierung unterstützt Forschung an Nanospeichern für Wasserstoff (18.01.00)
DaimlerChrysler verlässt Global Climate Coalition (18.01.00)
Delphi und Global Thermoelectric machen Fortschritte bei der Benzinreformierung (18.01.00)
Hydro-Quebec steigt ins Brennstoffzellengeschäft ein (18.01.00)
Gaz de France ist Partner in Projekt zur Erzeugung von Wasserstoff (in Amerika) (18.01.00)
Archiv
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H-TEC präsentiert kompakten PEM-Elektrolyse-Stack auf Hannover Messe
HyWeb, 31.03.00: H-Tec aus Lübeck hat auf der diesjährigen Hannover Messe vom 20. bis 25. März einen kleinen, kompakten PEM-Elektrolyse-Stack präsentiert. Bei einer Baugröße von nur 60 x 44 x 37 mm³ hat der Stack eine elektrische Leistungsuafnahme von 500 W und liefert rund 2 Nl/min oder 0,12 Nm³/h Wasserstoff (vorläufige Firmenangaben).
Foto: L-B-Systemtechnik GmbH
Neben Kleinelektrolyseuren sind Brennstoffzellen-Stacks im kleinen Leistungsbereich ein weiterer, aktueller Entwicklungsschwerpunkt.
H-TEC hat ein umfangreiches Angebot an Lehr- und Demonstrationssystemen zur Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie.
MA
General Motors verlässt Global Climate Coalition
HyWeb, 31.03.00: Auch General Motors hat die Global Climate Coalition verlassen, wie der Konzern am 15. März bekanntgab. Zuletzt hatten Texaco (HyWeb, 07.03.00) und DaimlerChrysler (HyWeb, 18.01.00) den Verband verlassen, der als Lobby gegen die Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz des Klimas gegründet worden war und sich hauptsächlich auf die Verhinderung des Kioto-Protokolls konzentriert.
MA
"Der Markt allein hätte nie die Kernenergie entwickelt."
Dr. Hans-Dieter Harig, Vorstandsvorsitzender der PreussenElektra AG, Energiegipfel auf der Hannover Messe 22. März 2000, zitiert nach Braunschweiger Zeitung, 23.03.00
Hamburg: Wasserstoff-Flotte vorgestellt
DWV, 30.03.00: Die Hamburger Wasserstoff-Flotte ist jetzt im vollen Umfang betriebsbereit (HyWeb, 19.01.99). Sechs Mercedes-Benz-Zubringerfahrzeuge namhafter Hamburger Unternehmen fahren im normalen Betrieb nahezu emissionsfrei mit Wasserstoff . Was die großen Autohersteller bisher nur in Form von Konzeptstudien zeigen, kann also in Hamburg schon im Verkehrsalltag besichtigt werden.
Foto: Hamburger Wasserstoff-AgenturAuf einer Veranstaltung der Wasserstoffgesellschaft Hamburg e.V. und der Handelskammer Hamburg am 27. März wurde ein Teil der Flotte der Öffentlichkeit vorgestellt. Gleichzeitig berichteten die Beteiligten über die bisherigen Betriebserfahrungen und die weiteren Ziele. Geleitet wurde das Symposium von Joachim Gretz, Vorsitzender der Wasserstoff-Gesellschaft Hamburg und Ehrenmitglied der kürzlich gegründeten European Hydrogen Association (EHA). Auch verwandte Projekte wie die auf dem Flughafen München und bei BMW, das Brennstoffzellen-Blockheizkraftwerk Bahrenfeld und Gedanken der DASA über Wasserstoff in der zivilen Luftfahrt werden vorgestellt. Zwischen Vertretern von BMW und DaimlerChrysler ergab sich eine lebhafte Diskussion über die Vorzüge von Brennstoffzelle und Verbrennungsmotor.
Am Rande der Veranstaltung verhandelten die Handelskammer und die Hamburger Wasserstoff-Gesellschaft mit Vertretern der Stadt Mailand und der italienischen Umweltbehörde ENEA. Die ENEA ist maßgeblich am Italienischen Wasserstoff-Forum beteiligt, einer dem Deutschen Wasserstoff-Verband vergleichbaren Organisation. Es wurde über Möglichkeiten gesprochen, im Mailand städtische Nutzfahrzeuge auf Wasserstoff umzurüsten und dabei die Erfahrungen von Hamburg zu nutzen.
DWV
Busprojekt in Chicago erfolgreich beendet
DWV, 30.03.00: Das Bus-Demonstrationsprojekt in Chicago ist nach zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen worden, wie die Projektpartner Ballard Power Systems, XCELLSIS Fuel Cell Engines Inc. und Chicago Transit Authority (CTA) auf einer Pressekonferenz am 23. März bekannt gaben (HyWeb, 10.10.97). Die Fahrzeuge hätten sich in der Tretmühle des Alltagsbetriebs bewährt, sowohl in der Sommerhitze als auch in der Winterkälte. Nach 50.000 km mit mehr als 100.000 Passagieren an Bord blieb nichts zurück als Wasserdampf.
Fahrer und Passagiere waren zufrieden. Die Fahrer lobten den ruhigen und leisen Lauf sowie die gute Beschleunigung ohne stinkende Abgase. Wie sie berichten, befanden sich unter den Fahrgästen auch Besucher der Stadt, die während ihres Aufenthalts in Chicago unbedingt einmal mit einem solchen Bus fahren wollten.
Der Nutzen für die Firmen bestand in der Sammlung von Erfahrungen, durch die es möglich war, die folgende Generation von Brennstoffzellen-Antrieben einfacher zu konstruieren, leichter zu warten und sie halb so schwer zu machen wie die der Busse in Chicago. Das parallele Projekt in Vancouver wird im Laufe dieses Jahres ebenfalls beendet werden. Zwischen 2000 und 2003 werden 25 bis 30 Busse im Rahmen der California Fuel Cell Partnership erprobt werden. Auch an ein größeres Demonstrationsprojekt in verschiedenen europäischen Städten ist gedacht, wie auf der Hannover Messe verlautete. Kaufen kann man die ersten Busse voraussichtlich etwa 2002 für einen Preis von knapp 1.700 kDM. Das ist mehr als für einen Dieselbus, und bei einem Mehrpreis wird es nach den Erwartungen von Ballard-Finanzchef Lancaster auch bleiben. Er nimmt an, dass die Dieselkonkurrenz wegen schärfer werdender Umweltauflagen aus dem Geschäft fliegen wird.
DWV
DCH Technology präsentiert Brennstoffzelle auf Hannover Messe
HyWeb, 30.03.00: DCH Technology aus Valencia, Kalifornien, USA, hat seine Enable PFC (Personal/Portable Fuel Cell) Brennstoffzelle auf dem Gemeinschaftsstand Wasserstoff & Brennstoffzelle der diesjährigen Hannover Messe vom 20. bis 25. März präsentiert.
Das mit reinem Wasserstoff zu betreibende Brennstoffzellengerät hat nach Herstellerangaben folgende technische Daten:
Leistung: 12 W Spannung: 12 V
Strom: 1 A
Gewicht: 635 g
Länge: 15 cm
Durchmesser: 6,4 cm
Wirkungsgrad: 50 bis 57%
Emissionen: reiner Wasserdampf
Enable PFC wird derzeit in einer kleinen Vorserie zu Testzwecken gefertigt, um von Anwenderfirmen begutachtet zu werden. DCH entwickelt auch ein größeres Brennstoffzellengerät mit 5 kW Leistung.
DCH hat kürzlich eine 100%ige Tochterfirma Enable Fuel Cell Corporation in Middleton, Wisconsin, USA, gegründet, die die Weiterentwicklung und Kommerzialisierung der Technologie betreiben wird.
MA
Messfehler bei H2-Speicherung in dotierten Kohlenstoff-Nanotubes
DWV, 30.03.00: Eine Forschergruppe aus Singapur berichtete im letzten Jahr Ergebnisse von Messungen an mehrwandigen Kohlenstoff-Nanotubes (CNT), die mit Kalium oder Lithium dotiert waren (HyWeb, 14.07.99). 14 bis 20 % Wasserstoff-Speicherfaktor gewichtsbezogen wurden bei Temperaturen bis zu 400 °C beobachtet. An der Universität Michigan sollten diese Werte reproduziert werden, aber das gelang erst, als der Wasserstoff mit Wasser verunreinigt wurde. Allem Anschein nach bilden die Metallteilchen mit dem Wasser Hydroxide, die für die gemessene Gewichtszunahme verantwortlich sind. Bei Messungen mit garantiert trockenem Wasserstoff ergaben sich sehr viel bescheidenere Werte in der Gegend von 2 %. (R. T. Yang, Carbon 38 (2000) 623-6)
DWV
California Air Resources Board verabschiedet neue Emissionsregeln für Busse
HyWeb, 17.03.00: Am 24. Februar hat das California Air Resources Board (ARB) ein neues Regelwerk verabschiedet, das die Luftverschmutzung in Kalifornien weiter reduzieren wird und das bestimmte Flottenbetrieber verpflichtet, in drei Jahren vollständig emissionfreie Busse einzusetzen (ZEB -- zero emission bus).
Das Regelwerk, das 2002 in Kraft tritt, betrifft ca. 8.500 Busse und 75 Betreiber in Kalifornien.
Große Busbetreiber mit mehr als 200 Bussen, die weiterhin vorwiegend Dieselbusse kaufen, müssen ab spätestens 2003 drei ZEBs einsetzen. Einige Busbetreiber setzen jetz schon batterieelektrische oder Brennstoffzellen-ZEBs ein.
Da die Busbeschaffung auf US-, staatlichem und lokalem Niveau stark öffentlich gefördert wird, geht das ARB davon aus, dass das neue Regelwerk keine negativen Auswirkungen auf den Busbetrieb hat.
Das ARB hat errechnet, dass die neuen Regeln im Jahr 2020 zu Emissionsreduktionen von 7 t pro Tag NOx und 12 t pro Tag Partikel führen werden.
Mehr Informationen sind in der Pressemitteilung (in englisch) und in "Urban Transit Bus Fleet Rule Requirements and Emission Standards" (pdf Format; in englisch) zu finden.
MA
Koreanische Automobilhersteller werden aktiv im Bereich Brennstoffzellen
HyWeb, 17.03.00: Parallel zum weltweiten Trend investieren jetzt auch koreanische Autohersteller in die Entwicklung von Brennstoffzellen, wie der Korean Herald am 7. Februar berichtet. Hyundai Motors und Tochter Kia Motors planen dieses Jahr ein Budget von rund 9 Mio US-$ (=EURO) für die Brennstoffzellenentwicklung ein (HyWeb, 21.12.99). Daewoo Motor startet ein F&E-Programm in Zusammenarbeit mit einer staatlichen Forschungseinrichtung. Auch wenn die Budgets klein sind im Vergleich zu denen anderer Autohersteller stellt dies eine deutliche Steigerung der Aktivitäten in Korea dar.
Hyundai Motor hat kürzlich eine Brennstoffzellen-Arbeitsgruppe in seinem F&E-Zentrum in Yongin südlich von Seoul eingerichtet. Ein Sprecher von Hyundai teilte mit, dass Hyundai im Jahr 2003 entscheiden wolle, ob Brennstoffzellen in Großserie selbst gefertigt würden oder von außen zugekauft werden sollten.
Prototypfahrzeuge von Hyundai und Daewoo werden für November 2000 erwartet.
Auch koreanische Ölfirmen, wie SK Corp. und LG-Caltex Oil, forcieren unter dem Druck, alternative Energien entwickeln zu müssen, eigene Brennstoffzellenentwicklungen, wie die Zeitung weiter berichtet.
Fast unbemerkt von der Welt fand im Oktober 1999 bereits das vierte gemeinsame italienisch-koreanische Brennstoffzellensymposium in Messina, Italien, statt.
MA
"Umweltfreundliche Autos werden bald keine Option mehr sein, sondern eine Notwendigkeit."
Mr. Fujio Cho, Präsident von Toyota Motor Corp., in einer Reuters Meldung, 14. Januar 2000
Tag der Brennstoffzelle in Bayern
HyWeb, 16.03.00 (Aktualisierung 14.04.00): Am 8. Mai findet im und am Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie der "Tag der Brennstoffzelle" statt.
Auch eine Weltpremiere wird es geben: Der gemeinsam von MAN, Siemens und Linde entwickelte Brennstoffzellenbus (Koordination: Ludwig-Bölkow Systemtechnik) wird erstmals der breiten Öffentlichkeit vorgestellt (siehe www.brennstoffzellenbus.de).
Außerdem werden zu sehen sein: Brennstoffzellenbus von Neoplan/Proton Motor Fuel Cell, Nebus und Necar 4 von DaimlerChrysler, P 2000 von Ford, 750hL von BMW, Brennstoffzellen-Zafira von Opel, MCFC Hot-Module von MTU. Weitere Ausstellungsbeiträge: Aral, ARGEMUC, Ballard Power Systems, Bayernwerk, EcoStar, ET GmbH, Fraunhofer ISE Freiburg, L-B-Systemtechnik, Linde, MAN, MTU, Proton Motor Fuel Cell Gmbh, Siemens, Studiengesellschaft Brennstoffzellen e.V., XCELLSiS.
Das Programm beinhaltet als Vortragende: Dr. Otto Wiesheu (Bayerischer Wirtschaftsminister), Dr. John Holmes (Senior Advisor of the California Air Resources Board), Firoz Rasul (Chairman of the Board of Directors and Chief Executive Officer of Ballard Power Systems), Prof. Ulrich Wagner (Koordinationsstelle WIBA), Prof. Peter Martin (Alstom), Dr.-Ing. Klaus Hassmann (Siemens AG), Jörg Demmler (Rhön-Klinikum AG), Dr. Ferdinand Panik (DaimlerChrysler), Dr. Erhard Schubert (Adam Opel AG), Dr.-Ing. Franz Dübel (Ford AG), Detlef Frank (BMW), Dr. Götz Heidelberg (Proton Motor Fuel Cell GmbH), Dr.-Ing. Karl-Viktor Schaller (MAN-Nutzfahrzeuge AG). Die Teilnahme am Vortragsprogramm ist auf geladene Gäste beschränkt.
Der Tag der Brennstoffzelle findet am Montag, den 8. Mai von 10 bis 18 Uhr im und am Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie, Prinzregentenstraße 28, in München statt.
Anreise: U4/U5 Haltestelle Lehel, Tram 17 Haltestelle Nationalmuseum/Haus der Kunst, Bus 53 Haltestelle Nationalmuseum/Haus der Kunst.
MA
Förderung von Wasserstoff und Brennstoffzellen: Vergleich Deutschland - USA
HyWeb, 14.03.00: Die Förderung von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bzw. seit 1.1.1999 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) nimmt seit Jahren stetig ab. Die Wasserstoffförderung hat 1991 ihren Höhepunkt erreicht und ist seitdem um knapp einen Faktor 20 gefallen. Die Brennstoffzellenförderung erreichte 1995 ihren Höhepunkt und ist seitdem um knapp 30% gefallen. Für 2000 ist eine Steigerung auf 8,5 Mio EURO (16,6 Mio DM) angekündigt, was knapp dem Niveau von 1995 entspricht (HyWeb, 21.12.99). Ausgaben des Verteidigungsministeriums sind dabei nicht berücksichtigt.
Der Vergleich mit den USA zeigt, dass dort die Förderung wesentlich höher ist. Die gilt auch, wenn man die Förderung pro Kopf der Bevölkerung vergleicht:
Mehr Informationen finden Sie hier.
RW, MA
HyWeb, 00-03-07: Am 2. März hat die California Fuel Cell Partnership mitgeteilt, den Automobilhersteller Nissan als Partner und den Methanolhersteller und -vermarkter Methanex als assoziierten Partner aufgenommen zu haben (HyWeb, 16.02.00). Die ersten Demonstrationsfahrzeuge werden mit Wasserstoff als Kraftstoff betrieben. Der Firmenzusammenschluss beabsichtigt, danach die Machbarkeit flüssiger Kraftstoffe für Brennstoffzellenfahrzeuge wie Methanol und Benzin zu demonstrieren.
MA
Texaco verlässt die Global Climate Coalition
DWV, 07.03.00: Die Texaxo Inc. hat ihren Austritt aus der Global Climate Coalition (GCC) erklärt. Bei der GCC handelt es sich um eine industrielle Lobby, die mit gutem Geld und weniger guten Argumenten die Klimaschutz-Vereinbarungen von Kioto und andere Aktivitäten der gleichen Art bekämpft. Wie von Texaco verlautete, wolle man auf diesem Gebiet für sich selbst und auch durch andere Organisationen sprechen. Mit Texaco ist erstmals eine große amerikanische Ölfirma aus der Anti-Klimaschutz-Front der amerikanischen Industrie ausgebrochen. Um die Jahreswende hatten das bereits Ford und DaimlerChrysler getan, BP und Shell noch früher. Umweltschutzorganisationen äußerten sich höchst erfreut über die Entwicklung. Es wird erwartet, dass der Druck auf die verbleibenden Mitglieder (etwa Exxon, Chevron und General Motors) wachsen wird.
DWV
Investieren in Brennstoffzellen leicht gemacht
DWV, 07.03.00: Möchten Sie gerne Geld in Brennstoffzellen anlegen, wissen aber nicht genau, wie man das am besten macht? Lassen Sie die Profis ran. Die Schweizer Bank UBS hat die Anteile von acht Unternehmen aus diesem Marktsegment in einem Aktienkorb zusammengestellt. Das entsprechende Zertifikat (WKN: 935 193) hat eine Laufzeit bis zum März 2004 und wird an den Börsen von Düsseldorf, Frankfurt und Stuttgart notiert. 46 % des Korbinhalts entfallen auf Ballard-Aktien.
DWV
HyWeb, 01.03.00: Opel stellt das Brennstoffzellen-Auto auf Basis des Zafira auf dem Genfer Automobilsalon (2. - 12. März) erstmals einem breiten Publikum vor. Nach dem ersten Versuchsträger, vorgestellt auf dem Genfer Automobilsalon 1997 (HyWeb, 20.03.98), und einem fahrfähigen Prototypen auf Zafira-Basis anlässlich der Motorshow in Paris 1998 (HyWeb, 01.10.98), ist dies das erste Forschungsauto mit direkter Speicherung von Wasserstoff im Fahrzeug.
Laut Pressemitteilung vom 29. Februar besteht der Flüssigwasserstofftank aus einem zylinderförmigen Behälter mit einem Durchmesser von 400 mm und einem nutzbaren Speichervolumen von 75 l (entspricht rund 5 kg LH2). Der Tank ist im Innenraum unter der zweiten Sitzreihe und dem Gepäckabteil untergebracht, die um 30 bzw. 100 mm erhöht wurden.
Bild: Opel
Bei der Präsentation des Zafira in Genf betonte Richard Wagoner, Präsident von General Motors, die Kaltstartfähigkeiten des Zafira und die hohe Leistungsdichte des Brennstoffzellen-Stack. Die in diesem Fahrzeug eingesetzte Brennstoffzelle sei die 7. Generation von Stacks eigener Entwicklung. Sie habe eine um 15% höhere volumetrische Leistungsdichte als der nächste Konkurrent. Die Kaltstartfähigkeit sei gegenüber den vor rund sechs Monaten veröffentlichten Werten (HyWeb, 06.10.99) weiter verbessert worden. Die volle Brennstoffzellen-Leistung werde von einem Temperaturniveau von -20°C aus innerhalt von 30 Sekunden erreicht; bei Start von -30°C dauere es 60 Sekunden.
Strategische Allianzen mit starken Partnern wie dem japanischen Automobilhersteller Toyota sowie verschiedenen Mineralölunternehmen sollen der Entwicklung von alltagstauglicher Brennstoffzellen-Technologie zusätzlichen Schub verleihen, so die Pressemitteilung weiter. Zu den wichtigsten Zielen dieser Kooperationen gehören der Aufbau einer Infrastruktur, Kostensenkung sowie die Entwicklung einer leichteren und kompakteren Speichertechnologie für den Brennstoff der Zukunft. Und der heißt nach Ansicht von GAPC-Co-Direktor Dr. Erhard Schubert "eindeutig Wasserstoff, weil ein Antriebssystem mit Wasserstoff-Brennstoffzellen den optimalen Wirkungsgrad hat, bis auf Wasserdampf keinerlei Abgase erzeugt, nahezu geräuschlos fährt und zugleich ein hohes Maß an Fahrspaß bietet."
Opel hat eine eigene Internet homepage zu Brennstoffzellen unter www.opel-mobil.de/brennstoffzelle/pages/frames.htm eingerichtet.
MA
Shell und ECD beenden Absichtserklärung über Metallhydrid-Speicher
HyWeb, 28.02.00: Shell Hydrogen und Energy Conversion Devices (ECD) haben gemeinsam beschlossen, die im Juli 1999 unterzeichnete Absichtserklärung über ein mögliches joint venture zur Entwicklung und Kommerzialisierung der Metallhydrid-Speichertechnologie von ECD nicht fortzusetzen, wie Shell in einer Pressemitteilung am 25. Februar erklärte.
Beide Parteien seien sich einig, dass die Exklusivitätsklauseln der Absichtserklärung zu weitgehend seien angesichts des großen Feldes an Anwendungen, die derzeit von Automobil- und Ölfirmen in Betracht gezogen würden.
Shell Hydrogen werde Wasserstoff als zukünftigen Kraftstoff unterstützen und die Entwicklung von Metallhydridspeichern weiter verfolgen. ECD und Shell Hydrogen würden weiterhin Informationen über den Stand der Metallhydridspeicher austauschen, fährt die Pressemitteilung fort.
MA
Herr Raymond sagte, er glaube nicht, dass die Rohölpreise auf 40 US-$ pro Barrel steigen würden. Er sagte, die gegenwärtigen, hohen Rohölpreise "werden sicherlich nicht lange bleiben" wenn man berücksichtigt, dass die Kosten für das Finden und die Förderung von Öl durch technische Weiterentwicklungen fallen.
Lee Raymond, Vorstandsvorsitzender (chairman) von Exxon Mobil, in einem Interview mit der Financial Times, 15. Feb. 2000; Übersetzung: LBST
Der Minister sagte, die Ölpreise hätten immer noch nicht ihren "echten Wert" erreicht. "Ich glaube, Iran ist als Öl produzierendes Land nicht glücklich oder zufrieden mit diesem plötzlichen Anstieg der Ölpreise. Öl produzierende Länder sollten es nicht erlauben, dass dieses strategische Gut, das eine lebenswichtige Einkommensquelle darstellt, zu so unnatürlich niedrigen Preisen kommt wie wir es viele Jahre lang erlebt haben."
Mohammad Shariat Madari, Handelsminister von Iran, auf einer Pressekonferenz in Bangkok, Reuters, 15. Feb. 2000; Übersetzung: LBST
"Steigende Ölpreise haben keinen so starken Einfluss mehr auf die japanische Wirtschaft wie das früher der Fall war", sagte Herr Hayami. Er fügte hinzu, dass Japans hoher Handelsüberschuss und die Nutzung alternativer Energiequellen geholfen hätten, die Auswirkungen hoher Ölpreise abzumildern. Er fügte hinzu, dass steigende Ölpreise einen stärkeren Einfluss auf die US-amerikanische Wirtschaft haben könnten als auf die japanische, da das Handelsdefizit der USA einen Höchststand erreicht habe.
Masaru Hayami, Bank of Japan Governor, in einer Pressekonferenz, Reuters, 15. Feb. 2000; Übersetzung: LBST
Shell startet den internen CO2-Handel
HyWeb, 16.02.00: Die Royal Dutch/Shell-Gruppe hat ein internes System zum Emissionshandel eingeführt, wie das UmweltMagazin am 2. Februar berichtet. Einzelne Geschäftsbereiche können über eine Intranet-Website mit Emissionsrechten handeln. Die "Währung" sind Emissionseinheiten von 100 t Kohlendioxid bzw. der entsprechenden Menge Methan. Das System mit der Bezeichnung Shell Tradable Emission Permit System (STEPS) soll ein wichtiger Baustein für das Firmenziel sein, den Treibhausgasausstoß von Shell bis 2002 um 10% zu reduzieren (verglichen mit 1990). Mehr Informationen unter www.shell.com/steps .
MA
HyWeb, 16.02.00: Ob die von manchen als Klimaschutzmaßnahme vorgeschlagene Einbringung von CO2 ins Meer als das Einbringen von Industrieabfällen anzusehen ist, was nach der gegenwärtigen Rechtslage verboten wäre, wurde auf dem 21. Konsultativtreffen zum Londoner Übereinkommen von 1972 über die Verhütung der Meeresverschmutzung nur mit großer Zurückhaltung diskutiert, wie im EU-Rundschreiben des Deutschen Naturschutzrings in der 1. Ausgabe 2000 berichtet wird. Für die Einordnung als Industrieabfall haben sich Dänemark, Deutschland und Kanada ausgesprochen, gegensätzlicher Meinung waren Großbritannien, Japan, Norwegen, die USA, und andere.
MA
dbb und Shell haben Prototyp eines Multi-Fuel-Prozessor für Brennstoffzellenantriebe entwickelt
HyWeb, 16.02.00: dbb Fuel Cell Engines, eine Tochtergesellschaft der DaimlerChrysler AG, und Shell Hydrogen haben gemeinsam einen Benzinreformer entwickelt, der Wasserstoff aus Benzin erzeugt und später einmal zum Antrieb von Brennstoffzellen genutzt werden könnte, wie beide Firmen in einer Pressemitteilung heute bekannt gegeben haben.
Dieser erste Prototyp ist noch stationär aufgebaut, aber schon relativ kompakt und hat eine Leistung von 50 kW. Er ist das Ergebnis einer 18 Monate dauernden Forschungskooperation beider Unternehmen (HyWeb, 20.08.98). Entscheidend für die schnelle Entwicklung war das Know-how bei DaimlerChrysler bei Brennstoffzellensystemen und die Einbringung des von Shell patentierten CPO-Verfahren (Catalytic Partial Oxidation). Während einer ausgiebigen Testphase in Nabern bei Stuttgart arbeitete der Reformer laut Pressemitteilung auch unter dynamischen Bedingungen gut.
"Wir sind mit der Entwicklungszeit in diesem Projekt sehr zufrieden," sagte Prof. Ferdinand Panik, Leiter des Projekthauses Brennstoffzelle der DaimlerChrysler AG. "Der Reformer ist ein gutes Beispiel für die universelle Einsatzmöglichkeit der Brennstoffzellentechnik. Wegen der zu erwartenden hohen Kosten bei einer Industrialisierung der Benzinreformierung werden wir diese Technik im Auge behalten, während wir die schon weiter entwickelte Methanolreformierung mit Hochdruck vorantreiben."
Die Entwicklungsphase endet am 28. Februar 2000. Jede Seite wird danach eigenständig weiter an der Kommerzialisierung der Brennstoffzellentechnik arbeiten. Die enge Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen in der "California Fuel Cell Partnership" und im "Island-Projekt" wird aktiv fortgesetzt, wie die beiden Firmen verlautbarten.
MA
California Fuel Cell Partnership integriert weitere Partner
HyWeb, 16.02.00: Die California Fuel Cell Partnership integriert weitere Partner in das Team (HyWeb, 18.01.00).
Das US-Energieministerium (US Department of Energy -- DOE, www.ott.doe.gov) kommt hinzu. Es wird mithelfen bei der Identifizierung und Lösung von technischen und Infrastruktur-Problemen, die Barrieren bei der Einführung von Brennstoffzellen-Autos und -Bussen sein könnten. Das DOE hilft auch bei der Sicherstellung der notwendigen Ressourcen. Für das DOE ist der Bereiche Energieeffizienz und erneuerbare Energien (Office of Energy Efficiency and Renewable Energy) in die California Fuel Cell Partnership involviert.
Des weiteren sind assoziierte Partner, das sind Partner, die spezifische Fähigkeiten einbringen im Bereich Kraftstoff, Fahrzeug und Busdemonstrationsaktivitäten, dazugekommen.
Air Products and Chemicals, Inc., Linde AG und Praxair werden die Energie-Partner bei der Wasserstoff-Infrastruktur unterstützen.
Weitere assoziierte Partner sind der Alameda-Contra Costa Transit District, der 700 Busse in der San Francisco Bay Area betreibt, und die SunLine Transit Agency, die eine Flotte von 50 Bussen mit alternativen Kraftstoffen in der Gegend von Palm Springs in Kalifornien betreibt (HyWeb, 21.12.99). Die Busbetreiber wurden aufgenommen, um die Busse in der ersten Phase des Bus-Demonstrationsprogramms der California Fuel Cell Partnership zu betreiben. In diesem Rahmen werden beide nächstes Jahr je zwei Brennstoffzellenbusse in ihren regulären Betrieb integrieren und auf ihren Linien betreiben. Bis zum Jahr 2003 sollen insgesamt bis zu 20 Brennstoffzellenbusse im Rahmen der Partnerschaft eingesetzt werden.
MA
USA: Konzept für die Entwicklung einer Wasserstoff-Infrastruktur
HyWeb, 16.02.00: In den USA ist ein Konzept für die Entwicklung einer Wasserstoff-Infrastruktur erarbeitet worden (blueprint for hydrogen fuel infrastructure development). Das 8-seitige Papier kann unter www.eren.doe.gov/hydrogen eingesehen werden. Kommentare sind erwünscht; ein Formular ist auf der Internet-Seite verfügbar.
Das Konzeptpapier basiert auf einem im Oktober 1999 veranstalteten Workshop. Der Workshop, der vom US-amerikanischen Energieministerium (Department of Energy), dem California Air Resources Board und der California Energy Commission finanziert wurde, stellte die Frage: "Was muss getan werden, um, heute beginnend, eine Wasserstoff-Betankungsinfrastruktur aufzubauen, damit die Infrastruktur für Fahrzeuge mit an Bord gespeichertem Wasserstoff zur Verfügung steht, wenn diese Wasserstofffahrzeuge in 3-5 Jahren marktreif sind?"
Das Schlüsselergebnis des Workshop ist ermutigend, so das Konzept: "Es gibt keine technischen Hinderungsgründe, die der sofortigen Implementierung einer Wasserstoff-Infrastruktur für Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeuge widersprechen. Es ist natürlich notwendig, weitere Entwicklungsarbeiten durchzuführen und Regelwerke zu erarbeiten sowie andere institutionelle Aspekte zu berücksichtigen, aber grundsätzlich sind die benötigten Technologien verfügbar."
"Die Empfehlung, eine gemeinsame Aktivität von Regierung und Industrie zu initiiern, die einen konkreten Handlungsplan für den kommerziellen Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur entwickelt, ist wahrscheinlich das Schlüsselergebnis des Workshop." Das Konzept stellt einen 5-Jahres-Plan vor, der die notwendigen Aktivitäten beschreibt. Das Energieministerium hat aus den Teilnehmern am Workshop ein Kernteam gegründet, das das Konzept bestätigen soll und die gemeinsamen Aktivitäten von Regierung und Industrie leiten soll, um die anstehenden Aufgaben und den Zeitplan umzusetzen. Die erste Aufgabe des Kernteams wird es sein, zu jeder der beschriebenen Aufgaben einen detaillierten Arbeitplan zu erstellen.
Das Konzept und der 5-Jahres-Plan werden periodisch überarbeitet, insbesondere wenn wichtige Kommentare eintreffen.
MA
Linde übernimmt Messer Griesheim nicht, fusioniert mit AGA
HyWeb, 16.02.00: Die Linde AG wird das Industriegase-Unternehmen Messer Griesheim nun doch nicht übernehmen (HyWeb, 27.08.99). Wie die Süddeutsche Zeitung am 10. Februar berichtet, hätten Linde und die beiden Anteilseigner von Messer, die Aventis-Tochter Hoechst (66,7% Anteil an Messer) und die Messer-Familie (33,3%) gemeinsam die Gespräche beendet. Die Europäische Kommission, die jetzt die Fusion von Linde mit der schwedischen AGA genehmigt hat, hätte die beabsichtigte Übernahme von Messer durch Linde voraussichtlich untersagt oder so erheblich Auflagen gemacht, dass diese für beide Seiten nicht akzeptabel gewesen wären, hieß es zur Begründung.
Linde rückt nach eigenen Angaben nach der Fusion mit AGA zum viertgrößten Gase-Anbieter der Welt mit 18.000 Mitarbeitern auf.
MA
Energy Summit auf der Hannover Messe 2000
HyWeb, 16.02.00: Erstmals findet auf der HANNOVER MESSE 2000 (HyWeb, 06.10.99) ein Energie-Gipfel zu dem Thema: "Ausstieg aus der Kernenergie - wo steigen wir ein?" statt. Am 22. und 23. März diskutieren im Tagungs-Centrum Messe (TCM) auf dem Messegelände Hannover insgesamt 21 hochkarätige Referenten aus Politik, Wirtschaft und Forschung über die Themen Energiepolitik, Energiewirtschaft und den Einstieg in eine Wasserstoffwirtschaft.
Ort: Hannover, Messegelände, Congress Center (TCM)
Datum: 22. bis 23. März 2000
Themen: Energiepolitik, Energiewirtschaft, Einführung von WasserstoffProgramm:
22. März 2000, 10:00 h mit internationalen Gästen wie Dr. Amory B. Lovins, President, Rocky Mountain Institute, Snowmass, CO, USA, Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Vorstandsmitglied der Deutschen Shell AG, Hamburg.
23. März 2000, 10:00 h: On the way to a Hydrogen Economy - full steam ahead! Fuel Cells in everyday use. Mit
- Firoz Rasul, CEO Ballard Power Systems Corp., Burnaby, BC, Canada,
- Prof. Dr. Ferdinand Panik, Chef des Brennstoffzellenhauses bei DaimlerChrysler AG, Nabern,
- H. Frank Gibbard, CEO H Power Corp., Belleville, NJ, USA,
- Dr. Hugo Vandenborre, Managing Director, Hydrogen Systems N.V. Belgien,
- Reinhold Wurster, Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH, Projekt-Manager Wasserstoff, Ottobrunn,
- Marcus A. B. Nurdin, Managing Director World Fuel Cell Council e.V.,
- Peer Krogsgaard, BTM Consult ApS, Linkoping, Dänemark,
- Georg Salvamoser, Geschäftsführer, Solar-Fabrik GmbH, Freiburg.
Moderator: Ulrich Walter, Team Arno A. Evers FAIR-PR, Starnberg.
HANNOVER MESSE 2000 -- Die größte Industriemesse der Welt
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- Über 800 Energy" Aussteller
- Gemeinschaftsstände Wasserstoff und Brennstoffzellen seit 1995
- zwei Gemeinschaftsstände Wasserstoff und Brennstoffzellen in diesem Jahr:
- Technologie in Halle 18: 20 Aussteller
- Produkte und Dienstleistungen Hall 8: 13 Aussteller.MA
US-Werk von Mercedes-Benz installiert Schmelzkarbonat-Brennstoffzelle
DWV, 16.02.2000: Bei den Begriffen "DaimlerChrysler" und "Brennstoffzelle" denkt man zwar zunächst an Autos mit PEM-Zellen, aber auch MTU Friedrichshafen gehört zum Konzern. Dort entwickelt man gemeinsam mit dem amerikanischen Partner FuelCell Energy eine Schmelzkarbonat-Brennstoffzelle für den stationären Einsatz. Ein Muster davon ist vor kurzer Zeit im Heizwerk der Universität Bielefeld in Betrieb gegangen (HyWeb, 04.12.98). Ein weiteres soll demnächst bei Mercedes-Benz U.S. International, dem US-Ableger der Konzernmutter, im Werk Tuscaloosa (Alabama) arbeiten. In einem Jahr soll das Projekt im Umfang von 2 M$ in Betrieb gehen. Auf der Energieseite werden der Stromriese Southern Company und der Regionalversorger Alabama Power Company sowie die Alabama Municipal Electric Authority mitwirken. Es ist eine Laufzeit von mindestens einem Jahr geplant.
DWV
Plug Power übernimmt Reformer-Technologie von Gastec
DWV/HyWeb, 16.02.00: Der amerikanische Brennstoffzellenhersteller Plug Power hat mit der niederländischen Firma Gastec eine Vereinbarung über eine weitgehende Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Brennstoffaufbereitung für Brennstoffzellen geschlossen. Plug Power kauft das gesamte geistige Eigentum von Gastec auf diesem Gebiet für Systeme bis 100 kW und übernimmt 15 Angestellte, um eine eigene Vertretung in den Niederlanden zu gründen. Zu der Transaktion im Umfang von 20 M$ gehört auch eine strategische Partnerschaft bei weiterer Forschung und Entwicklung.
Plug Power verkündete außerdem, eine PEM Brennstoffzelle erfolgreich 10.000 STunden betrieben zu haben. Zu Beginn des Jahres teilte die Firma mit, 52 komplette Brennstoffzellensysteme fertiggestellt zu haben. 37 dieser Systeme werden mit Erdgas betrieben, 15 mit "simuliertem Brennstoff". Ein Teil der Anlagen wird in den Test-Llabors von Plug Power betrieben werden, der Rest wird außerhalb im Probebetrieb eingesetzt, wie Plug Power in einer Pressemitteilung verlautbarte.
DWV/MA
Der Wasserstoff wird Europäer: Europäischer Wasserstoff-Verband gegründet
DWV, 04.02.00: Am 25. Januar wurde in Brüssel die Gründung der European Hydrogen Association (EHA) beschlossen. Sie soll in erster Linie ein Zusammenschluss der nationalen Wasserstofforganisationen Europas sein und als europäischer Dachverband die Vertretung der Wasserstofftechnologie und der Brennstoffzelle gegenüber Öffentlichkeit, Fachwelt und Politik übernehmen. Aber auch für Firmen und Einzelpersonen aus anderen europäischen und aus außereuropäischen Ländern besteht die Möglichkeit zur Mitgliedschaft. Rechtlich wird die EHA ein Verein nach belgischem Recht mit Sitz in Brüssel sein. Die Formalitäten zur gesetzlichen Eintragung werden in Kürze abgeschlossen sein.
Gründungsmitglieder waren die in Europa schon bestehenden Verbände aus Norwegen, Deutschland, Italien, Schweden und Frankreich. Dazu kommen eine Person aus der Schweiz, die Niederländische Energie- und Umweltagentur (NOVEM) und Shell Hydrogen B.V. (Amsterdam).
Der Vorstand besteht aus: R. Ewald (DWV, Vorsitzender), J.-P. Godon (Frankreich, Vizepräsident), G. P. Tartaglia (Italien, Sekretär), Ch. Morén (Schweden, Schatzmeister) sowie fünf weiteren Fachleuten aus Norwegen, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden.
Zum Ehrenmitglied wurde Joachim Gretz (DWV) ernannt. Damit wurde er dafür ausgezeichnet, dass er jahrelang als Mitglied des Forschungszentrums der Europäischen Kommission in Ispra an maßgeblicher Stelle in Projekten zur Förderung der Wasserstofftechnologie beteiligt war. Das bekannteste davon war das EQHHPP (Euro-Québec Hydro-Hydrogen Pilot Project), das zwar in der vorgesehenen Form nicht weiter geführt wird, aber wichtige Anstöße für das ganze Feld geliefert hat.
Die EHA soll auf europäischer Ebene Aufgaben übernehmen, die die nationalen Verbände nicht oder nicht so gut leisten können. Das gilt besonders für die Bündelung der Kontakte zu den Gremien der EU und zu europäischen Ländern, die bisher keinen eigenen Verband haben. Gleichzeitig will die EHA die Gründung von nationalen Wasserstoff-Vereinigungen in solchen Ländern fördern. In den nächsten Monaten ist mit der Gründung von solchen Organisationen in Island und den Niederlanden zu rechnen.
Der erste Anlauf zur Schaffung eines europäischen Wasserstoffverbandes war schon im Januar 1996 unternommen worden. Treibende Kraft war der im vergangenen Sommer verstorbene Abraham Bahbout, der als Nachfolger von Joachim Gretz in Ispra die Wasserstoff-Projekte der Kommission dirigierte, vor allem das EQHHPP. Während jedoch die damals angestrebte einheitliche und umfassende Organisation auf vielerlei Schwierigkeiten und Widerstände stieß, ist die jetzt gewählte föderalistische Struktur allgemein begrüßt worden.
DWV
"Die VES ist von grundlegender Bedeutung für die Zukunft der Energieversorgung im Straßenverkehr. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen hält die Initiative Verkehrswirtschaftliche Energiestrategie für eine der wichtigsten Initiativen dieser Legislaturperiode im Verkehrssektor."
Reinhard Klimmt, deutscher Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Pressemitteilung des Ministeriums, 19. Januar 2000
Verkehrswirtschaftliche Energiestrategie präsentiert Zwischenbilanz
HyWeb, 01.02.00: Die Verkehrswirtschaftliche Energiestrategie (HyWeb, 13.05.98) hat am 19. Januar in Berlin eine Zwischenbilanz gezogen und der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Verkehrswirtschaftliche Energiestrategie (VES) ist eine gemeinsame Initiative der Automobilunternehmen BMW, DaimlerChrysler, MAN und VW, der Energieunternehmen Aral, RWE und Shell sowie der Bundesregierung, vertreten durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen.
Ziel der Verkehrswirtschaftliche Energiestrategie ist es, sich auf einen oder maximal zwei nach technischen, ökonomischen und ökologischen Kriterien geeigneten, alternativen Kraftstoffen für Personen- und Nutzfahrzeuge zu verständigen. Dieser Kraftstoff soll
- möglichst unabhängig von Erdöl sein,
- in großem Maßstab aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt werden können,
- die Emission von Schadstoffen und CO2 in der gesamten Energiekette weiter reduzieren und
- für ein breites Spektrum von Antriebsystemen einsetzbar sein (z. B. Verbrennungsmotoren, Brennstoffzellen).
Von den untersuchten Kraftstoffen sind noch drei im Rennen: Erdgas (flüssig), Methanol und Wasserstoff (flüssig). Details der bisherigen Arbeiten wurden nicht veröffentlicht. Gleichzeitig wurde die Entwicklung einer gemeinsamen Strategie für eine breite und flächendeckende Markteinführung eines oder zweier zukünftiger Kraftstoffe sowie der dafür notwendigen politischen Rahmenbedingungen eingeleitet.
DaimlerChrysler sieht als zukünftige Kraftstoffe insbesondere Methanol und Wasserstoff. Erdgas sei für Brennstoffzellenfahrzeuge weniger geeignet und entspreche als fossiler Kraftstoff weniger dem umweltpolitischen Ziel eines nachhaltigen Wirtschaftens. DaimlerChrysler will sich dafür einsetzen, dass die Zukunfstkraftstoffe zu einem größtmöglichen Teil aus regenerativen Ressourcen hergestellt werden. Der Konzern drängt darauf, dass die Meinungsbildung über die bestgeeigneten Alternativkraftstoffe in diesem Sommer abgeschlossen wird.
VW erklärte, dass es keinen Sinn mache, kurzfristig spezielle Fahrzeugkonzepte und Infrastrukturen aufzubauen. Solange für die Zukunft noch nicht klar sei, ob und mit welchem Kraftstoff die Brennstoffzelle den Durchbruch zu einem wettbewerbsfähigen Produkt schaffen könne, sollten bei den strategischen Überlegungen im Rahmen der VES sowohl ein spezielles Benzin (VW nennt es Fuel Cell Gasoline) als auch Waserstoff gleichermaßen geprüft werden.
MA
Norwegen: Die Wasserstoff-Gesellschaft -- eine nationale Machbarkeitsstudie
HyWeb, 01.02.00: Mit der Absicht, Möglichkeiten und Herausforderungen in dem Themenbereich "Wasserstoff als Energieträger", wird derzeit eine nationale Machbarkeitsstudie in Norwegen durchgeführt. Im folgenden eine kurze Beschreibung der Aktivität aus Norwegen:
Es wird erwartet, dass Wasserstoff in einer zukünftigen Energiewirtschaft eine große Rolle spielen wird. Um die technologischen Anforderungen zu erfüllen, müssen die Fähigkeiten und Kompetenzen verbessert werden und, wenn Norwegen seine Rolle als führende Energienation behaupten will, müssen wir bestimmte Marktsegmente identifizieren und uns darauf konzentrieren. Diese Studie ist eine Zusammearbeit von zwei privaten Forschungsinstituten und zwei Universitäten. Vier Institute repräsentieren im wesentlichen die Wasserstoffforschung in Norwegen. Aktuelle Forschung umfasst verschiedene Aspekte im Bereich Produktion, Speicherung, Transport, Verteilung und Nutzung von Wasserstoff.
Der Endbericht wird eine Beschreibung der Kompetenzen in Norwegen und in anderen Ländern enthalten. Außerdem werden verschiedene Energie-Szenarien, die berücksichtigen, wie technologische und soziale Veränderungen die zukünftige Entwicklung beeinflussen werden. Schließlich werden Empfehlungen erarbeitet bezüglich der Forschung in drei Bereichen:
- Wie kann die Gesellschaft vorbereitet werden auf den Wandel von einer Energiewirtschaft auf der Basis von fossilem Wasserstoff hin zu einer regenerativen Basis?
- In welchen Bereichen sollten die Forschungsanstrengungen verstärkt werden, um neue Wasserstoff-Technologien für die norwegische Industrie zu entwickeln (vom Technologie-"push" zum Marktnachfrage)?
- Wie können wir die verschiedenen Qualifikationsanforderungen in Bildung, Forschung und Entwicklung erfüllen, wenn verschiedene Märkte beginnen, spezifisches Wissen im Bereich Wasserstoff zu erfordern?
Für die Studie notwendiges Material wird durch nationale und internationale Kontakte und durch zwei Workshops zusammengetragen. Der erste Workshop hat am 20./21. Januar stattgefunden. Gemeinsame, nationale F&E-Projekte zwischen Industrie und Forschung werden im Rahmen dieser Aktivität definiert.
Mehr Informationen sind in norwegischer Sprache unter http://www.energy.sintef.no/Hydrogen/ zu finden (einige Vorträge aus dem 1. Workshop sind auch in englischer Sprache verfügbar).
MA
NECAR 4 im Einsatz am Flughafen München
HyWeb, 01.02.00: DaimlerChryslers Brennstoffzellenfahrzeug NECAR 4 (HyWeb, 17.03.99) ist vom 31. Januar bis zum 19. Februar 2000 im Einsatz auf dem Vorfeld des Münchner Flughafens, wie das Unternehmen am 26. Januar mitteilte. Dieser erste betriebliche Einsatz des Erprobungsfahrzeugs NECAR 4 entstand durch eine Zusammenarbeit der DaimlerChrysler AG und der Flughafen München GmbH mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Technologie.
(Foto DaimlerChrysler)
Der Flughafen München wird NECAR 4 als Transportfahrzeug auf dem Vorfeld und für VIP- und Lotsen-Fahrten nutzen. Der Einsatz bietet für die Ingenieure von DaimlerChrysler die Chance, Erkenntnisse beispielsweise zum Fahrverhalten oder zur Zuverlässigkeit mit NECAR 4 in der Praxis zu sammeln. Außerdem sind die Erfahrungen der Benutzer eine wichtige Rückmeldung für die Ingenieure im Entwicklungsprozess.
Im Mai 1999 war die erste öffentliche Flüssigwasserstofftankstelle Tankstelle im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts von 13 Unternehmen mit Förderung des Freistaates Bayern eröffnet worden (HyWeb, 05.05.99). Ziel des Wasserstoffprojekts am Flughafen München ist es, die Wasserstofftechnologie unter Alltagsbedingungen zu erproben. Projektpartner BMW betreibt seit Eröffnung der Tankstelle CleanEnergy BMW-Fahrzeuge der 7er-Reihe. Mehr als 10.000 km legte das Shuttle-Fahrzeug seitdem mit 500 VIPs im und am Flughafen zurück, wie BMW am 21. Januar mitteilte.
Der NECAR 4 wird durch eine robotergesteuerte Anlage mit Flüssigwasserstoff betankt (Foto DaimlerChrysler) Das CleanEnergy Flüssigwasserstoff-BMW-Fahrzeug der 7er-Reihe an der Tankstelle am Flughafen München; im Hintergrund Necar 4 (Foto BMW) Der NECAR 4 vor der ARAL-Tankstelle am Flughafen München (Foto DaimlerChrysler) Während des Vorfeldeinsatzes wird NECAR 4 an dieser Tankstelle durch eine robotergesteuerte Anlage mit flüssigem Wasserstoff betankt.
MA
Der Fall "Hindenburg": Der Wasserstoff ist unschuldig!
DWV, 01.02.00: Was passierte eigentlich genau im Jahre 1937 in Lakehurst mit dem Luftschiff "Hindenburg"? War das Auftriebsgas Wasserstoff schuld am Tod von 36 Menschen? Und beweist das, dass Wasserstoff zwar sauber und erneuerbar, aber eben auch immens gefährlich ist?
In letzter Zeit gab es verschiedene Berichte darüber, dass dem nicht so ist. Eine besondere Rolle dabei spielten Untersuchungen des ehemaligen NASA-Mitarbeiters Addison Bain. Bain und ein Sicherheitsfachmann des Deutschen Wasserstoff-Verbandes (DWV) haben in einer gemeinsamen Veröffentlichung erstmals in deutscher Sprache umfassend Ursachen und Hintergründe des Unglücks erläutert. Dabei werden auch Fragen erörtert wie etwa, warum kein Helium verwendet wurde oder seit wann man die wahren Ursachen kannte.
Kurz gesagt: Der Ausbruch des Feuers hatte mit dem Wasserstoff nichts zu tun, sondern vielmehr mit den Eigenschaften des Anstrichs der Außenhülle des Luftschiffs in Verbindung mit den bei der Landung in Lakehurst herrschenden Wetterbedingungen.
Der Artikel liegt auf dem Internetserver des DWV unter der Adresse http://www.dwv-info.de/pm/pm_00hb.htm und kann auch als PDF-Datei geladen werden.
DWV
Brennstoffzellenfieber bei Bill Gates
DWV, 01.02.00: Mehrere schwere Fälle von Brennstoffzellenfieber haben Beobachter der Finanzmärkte in der letzten Zeit diagnostiziert. Besonders markant war der Einstieg des Microsoft-Gründers Bill Gates mit einem Anteil von 5 % bei der Firma Avista Labs. Diese Firma macht auch andere Sachen, aber weithin wird angenommen, dass die Investition von Gates dem Brennstoffzellensektor gilt.
Ein Finanzfachmann sagte, Brennstoffzellen könnten nach dem Internet und der Biotechnologie der nächste große Wachstumsmarkt sein. Diese Aktivitäten würden auf einen riesigen Markt zielen, denn die Energiewirtschaft sei einer der größten Wirtschaftszweige der Welt. Der Kurs der Avista-Aktie stieg jedenfalls im Laufe des Januar um 30 %. Aber auch Plug Power legte um 22 % zu, ohne dass die Firma irgend eine aufregende Neuigkeit veröffentlicht hätte. (Reuters, 21. Januar 2000)
DWV
Ballard-Neuigkeiten: neuer Stack, Fertigung, Hausenergieversorgung, tragbare Brennstoffzellen
HyWeb, 00-02-01: Im January hat Ballard eine Reihe interessanter Neuigkeiten veröffentlicht:
Am 9. Januar hat Ballard seine neueste Generation von Brennstoffzellen-Stacks, den Mark 900, präsentiert. Der neue Stack wird in die Ballard Mark 900-Reihe von Brennstoffzellen-Modulen integriert. Im Mark 900 kommen kostegünstige Materialien zum Einsatz und er ist für die Produktion in sehr großen Stückzahlen wie sie in der Automobilindustrie üblich sind entwickelt worden. Nach Aussagen von Ballard ist der Mark 900 der leistungsstärkste und kompakteste bisher öffentlich präsentierte PEM-Brennstoffzellen-Stack der Welt.
Nach zwei Bloomberg-Berichten vom 9. und 10. Januar baut Ballard eine Brennstoffzellen-Fertigung nahe Vancouver, British Columbia, Kanada, auf, die die Produktion im September aufnehmen soll. Die 17 Millionen US-$ (=EURO) Fabrik schafft rund 100 Arbeitsplätze. Nähere Informationen sind bisher nicht veröffentlicht. Ballard plant außerdem den Bau einer 350 Millionen US-$ Fertigung in zwei Jahren, die in der Endausbaustufe Brennstoffzellen für 300.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren soll. Standort soll Nordamerika sein.
Am 13. Januar gab Ballard bekannt, dass die Tochterfirma Ballard Generation Systems ein Abkommen mit Tokyo Gas, Ebara Ballard und Ebara Corporation unterzeichnet habe. Gegenstand ist die Entwicklung eines Erdgasreformers für 1-kW-Brennstoffzellensysteme für die Hausenergieversorgung für den Japanischen Markt. Die BHKWs stellen Strom und Wärme (für Raimwärme und Warmwasser) für Einfamilienhäuser und Appartments bereit. Ballard plant die Präsentation eines Prototypen, bevor ein kommerzielles Produkt eingeführt werden soll.
Am 16. Januar haben Ballard Power Systems und Coleman Powermate, Inc., eine Tochter der Sunbeam Corporation, gemeinsam bekanntgegeben, dass sie bei der Entwicklung von tragbaren und stand-by Brennstoffzellen-Geräten zusammenarbeiten. Als Teil der Zusammenarbeit werden die beiden Firmen 50 Prototypen für Feldtests bauen.
MA
Motorola präsentiert Mini-Brennstoffzelle für Handys
HyWeb, 01.02.00: Wissenschaftler der Motorola Labors und von Los Alamos National Laboratories haben eine neue Minibrennstoffzelle entwickelt, die elekltronische Geräte von Handys bis tragbare Kameras versorgen kann.
Die Energiedichte ist laut Pressemitteilung von Motorola vom 19. Januar zehn Mal so hoch wie bei herkömmlichen Akkus. Die neuen Brennstoffzellen sind etwa 2,5 x 2,5 cm² groß, weniger als 2,5 mm dick und werden mit Methanol betrieben. Methanol wird in einer Art Patrone zugeführt, die Tintenpatronen von Füllern ähnlich sehen. Die Brennstoffzelle ist luftatmend mit einem stark vereinfachten und miniaturisierten Design, das Luftkompressoren und Wärmetauscher überflüssig macht.
MA
"Ich würde über das Jahr 2020 hinaus im Fernverkehr nicht allein auf den Dieselmotor setzen."
Dr. Hartmut Marwitz, Leiter der Entwicklung des Geschäftsbereichs Lkw Europa von DaimlerChrysler, Truck Magazin, 17/99
Bundesregierung unterstützt Forschung an Nanospeichern für Wasserstoff
DWV/HyWeb, 18.01.00: Die Bundesregierung unterstützt mit 2 Millionen DM ein Verbundprojekt für die Erforschung der Speicherung von Wasserstoff in Kohlenstoff-Nanostrukturen. Gegenstand ist die Herstellung von Kohlenstoffmaterialien, die Untersuchung des Einflusses unterschiedlicher Vorbehandlungsmethoden und der komplexen Zusammenhänge zwischen den Materialeigenschaften und der Fähigkeit zur Speicherung von Wasserstoff. Die Mittel gehen an fünf Forschungsinstitute. Außerdem sind eine Reihe von Firmen an dem Projekt beteiligt.
In einer Pressemitteilung des Deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vom 12. Januar wird darauf verwiesen, dass in Deutschland bis zum Jahr 2005 trotz des bereits erreichten hohen Standards eine Minderung der Stickstoffoxide, Benzol und Dieselpartikel um ca. 70 % gegenüber dem heutigen Stand notwendig ist, um die von der Weltgesundheits-Organisation (WHO) und der EU definierten Luftqualitätsziele zu erreichen. Alternative Brennstoffe würden daher an Bedeutung gewinnen.
Wasserstoff habe den entscheidenden Vorteil gegenüber herkömmlichen Kraftstoffen, daß in der Nutzung in einer Brennstoffzelle, die den Strom für den elektrischen Antrieb des Fahrzeugs erzeugt, im wesentlichen Wasser als "Abgas" entstehe, so das BMBF.
Die leicht zugänglichen Erdölvorkommen würden voraussichtlich in wenigen Jahrzehnten erschöpft sein. Danach sei mit ansteigenden Preisen für Benzin und andere fossile Brennstoffe zu rechnen. Alternative Brennstoffe würden daher an Bedeutung gewinnen.
Ein zentrales und bisher ungelöstes Problem auf dem Weg zu einer Wasserstofftechnologie sei laut BMBF-Pressemitteilung die Speicherung des Gases im Fahrzeug. Bisherige Speichersysteme könnten die Anforderungen an Reichweite, Gewicht und Handhabbarkeit nicht erfüllen. Schichtartige Kohlenstoffmaterialien mit Abmessungen im Nanometermaßstab hätten in Laborexperimenten außergewöhnlich hohe Speicherfähigkeiten gezeigt.
Wie aus Teilnehmerkreisen verlautete, würde man zunächst versuchen, die bisher bekannten und als zuverlässig angesehenen Ergebnisse zu reproduzieren (Die von Rodriguez und Baker werden im Projekt nicht dazu gerechnet). Nach einer theoretischen Studie seien 14 % Speicherfaktor möglich. Als technisch realisierbar würden unter günstigen Umständen etwa 10 % angesehen. Damit könnte man einen Tank bauen, der einem Auto eine Reichweite von 500 km geben würde und doch nur um etwa 10 % größer wäre als ein herkömmlicher Benzintank für die selbe Reichweite. Wie schwer er wäre, lässt sich noch nicht sagen, weil die Untersuchungen im Rahmen des Projekts nur am Material selbst vorgenommen werden. Die Konstruktion eines Tanks gehört nicht dazu.
Weitere Informationen sind erhältlich bei:
VDI Technologiezentrum
Dr. Holger Hoffschulz
Physikalische Technologien
Postfach 10 11 39
D-40002 Düsseldorf
Tel. +49/211/6214-401
Fax +49/211/6214-484DWV/MA
DaimlerChrysler verlässt Global Climate Coalition
HyWeb, 18.01.00: Nachdem im Dezember bereits Ford aus dem Lobbyverband "Global Climate Coalition (GCC)" ausgetreten ist (HyWeb, 21.12.99), verkündete jetzt auch DaimlerChrysler seinen Austritt. In der taz vom 8./9. Januar wird der deutsche DaimlerChrysler-Umweltschutzbeauftragte Werner Pollmann damit zitiert, dass die Mitgliedschaft nicht zielführend sei und dass DaimlerChrysler den Klimaschutz sehr ernst nehme.
DaimlerChrysler hatte seine Mitgliedschaft in der GCC von Chrysler geerbt; Daimler-Benz war nicht Mirglied gewesen.
Die Global Climate Coalition ist ein Lobbyverband, der vor allem in den USA umfangreich Front gegen die Umsetzung der Klimaziele macht, die im Klimaschutzprotokoll von Kioto festgelegt sind. Derzeit sind u.a. noch die Mineralölkonzerne Exxon, Chevron und Texaco sowie General Motors als einziger Autokonzern Mitglied in der GCC.
MA
HyWeb, 18.01.00: Am 16. Dezember gab die California Fuel Cell Partnership (HyWeb, 06.10.99) bekannt, seinen Hauptsitz in Sacramento, Hauptstadt von Kalifornien, USA, zu installieren und dort Büro- und Werkstattgebäude zu errichten. Dort werden die Brennstoffzellenfahrzeuge ihren Betriebshof und eine Wasserstoff-Tankstelle haben. Eine fest installierte Kamera wird den täglichen Fortschritt der Bauarbeiten überwachen; die Bilder sollen auf der homepage des Projekts zu sehen sein.
Die Fahrzeugpartner DaimlerChrysler, Ford, Honda und Volkswagen werden Bereiche in den Werkstattgebäuden belegen, wo die Fahrzeuge untergebracht werden sowie Routineuntersuchungen, Reparaturen und Messungen durchgeführt werden können. Dort wird auch ein Rollenprüfstand installiert werden.
Die Energieversorgungspartner Arco, Shell und Texaco finanzieren gemeinsam die Errichtung einer Wasserstoff-Betankungsanlage für Flüssig- und Druckwasserstoff.
MA
HyWeb, 18.01.00: Am 11. Januar hat General Motors auf der North American International Auto Show in Detroit, Michigan, USA, sein neues Brennstoffzellenfahrzeug "Precept" vorgestellt. Das Fahrzeug hat einen Verbrauch von 2,2 l/100 km Benzinäquivalent. Der Precept hat einen Luftwiderstandsbeiwert von 0,163 und ist in allen Aspekten auf niedrigen Verbrauch optimiert.
Der Wasserstoffspeicher an Bord des Precept ist ein Hydridspeicher, der eine Reichweite von 800 km erlaubt. Es ist unklar, um welche Art von Hydridspeicher es sich handelt; in einer AP-Meldung vom 11. Januar ist die Rede von einem Gel-ähnlichen chemischen Hydrid, das in Tanks unter den Rücksitzen gespeichert werde. Der Precept hat einen 85 kW Elektromotor und einen 100 kW Brennstoffzellen-Stack mit 400 Zellen und einer Betriebsspannung von 260 bis 340 Volt.
Das Fahrzeug soll bis Ende des Jahres voll fahrtüchtig sein und dann in rund 9 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h haben.
Byron McCormick, zusammen mit Dr. Erhard Schubert Chef des Global Alternative Propulsion Center von GM, sagte, Brennstoffzellen seien im Jahr 2004 produktionsreif, es seien jedoch noch größere Anstrengungen im Bereich Tankstellen und Infrastruktur notwendig. Er unterstrich, dass GM Brennstoffzellen-Fahrzeuge in Großserien produzieren wolle.
Gleichzeitig gab GM bekannt, die Produktion seines Batteriefahrzeugs EV1 einzustellen. Der Grund hierfür sei die mangelnde Nachfrage.
MA
Delphi und Global Thermoelectric machen Fortschritte bei der Benzinreformierung
DWV/HyWeb, 18.01.00: Delphi Automotive Systems und Global Thermoelectric Inc. gaben am 22. Dezember bekannt, dass sie erfolgreich ein integriertes System mit einer Festoxid-Brennstoffzelle erprobt haben, das mit Autobenzin läuft. Zu dem System gehört ein neuer Benzinreformer, der von Delphi konstruiert und gebaut wurde, sowie ein Festoxidstack mit Komponenten von Global. Der Delphi-Reformer macht aus dem Benzin ein Gas, das direkt in den Stack eingespeist wird.
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SOFC-Stack von Global Thermoelectric bei Arbeitstemperatur (Foto: Global Thermoelectric)
Obwohl es nicht ausdrücklich erwähnt wird, liegt es nahe, dass die Entwicklung im Zusammenhang mit dem gemeinsamen Projekt mit BMW zu sehen ist (HyWeb, 20.05.99). Dessen Ziel ist die Schaffung eines Systems aus einem Benzinreformer und einer Festoxidzelle, das die elektrischen Geräte eines Autos versorgen kann.
Wie der Hydrogen & Fuel Cell Letter im September 1997 berichtete, ist Global Thermoelectric damals eine Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich eingegangen, um deren planare SOFC-Technologie zu kommerzialisieren. Global hatte damals angekündigt, in etwa zwei Jahren einen 1-10 kW Prototypen zu haben.
DWV/MA
Hydro-Quebec steigt ins Brennstoffzellengeschäft ein
DWV, 18.01.00: Hydro-Quebec Capitech Inc., eine 1998 gegründete Tochter von Hydro-Quebec, hat eine Minderheitsbeteiligung im Wert von 6 M$ an dem Brennstoffzellenhersteller H Power Corporation (Belleville, New Jersey, USA) erworben. Capitechs Mutter Hydro-Quebec ist Besitzer und Betreiber der großen Wasserkraftwerke in Québec, deren Energie auch in Form von Wasserstoff vermarktet werden soll. H Power ist seinerseits durch seine Tochter H Power Canada auch in Québec vertreten.
DWV
Gaz de France ist Partner in Projekt zur Erzeugung von Wasserstoff (in Amerika)
DWV, 18.01.00: Der französische Erdgaslieferant Gaz de France will zusammen mit der kalifornischen Firma Hydrogen Burner Technology (HBT) ein marktfähiges stationäres Erzeugungssystem für Wasserstoff entwickeln. Dadurch sollen die Entwicklung einer Infrastruktur beschleunigt und die Akzeptanz bei den Verbrauchern verbessert werden. Nutzer in diesem Fall wird die SunLine Transit Agency sein, das regionale Verkehrsunternehmen für das Gebiet von Palm Springs. In einem Feldversuch sollen Wasserstoffbusse und die dazu gehörige Infrastruktur erprobt und demonstriert werden.
DWV
In der Reihe wHydrogen (why hydrogen -- warum Wasserstoff) werden in unregelmäßiger Folge verschiedene Themen an Hand aktueller Ereignisse aufgegriffen.
HyWeb, 18.01.00: Am 26.12.1999 jagte der Sturm "Lothar" über Frankreich, die Schweiz, Süddeutschland, Österreich, Belgien und Nordspanien hinweg. "Lothar" war der stärkste Sturm in Mitteleuropa seit Beginn der Wettermessungen. Er verursachte Schäden an Häusern, in Wäldern und am Stromversorgungssystem, rund 100 Menschen starben. 1.150 Hochspannungsmasten und 25.000 Masten der Orstnetze wurden zerstört.
In Frankreich waren zeitweise mehr als 3 Millionen Menschen ohne Strom, selbst eine Woche nach dem Sturm waren noch immer 500.000 Haushalte ohne Stromversorgung. Rund drei Wochen nach Lothar wurden in Frankreich die letzten Kunden wieder mit Strom versorgt, viele allerdings mit kleinen Dieselgeneratoren.
Electricité de France, der staatliche Stromversorger, teilte mit, dass die Reparaturarbeiten noch drei Jahre in Anspruch nehmen würden, bis das Leitungsnetz wieder so leiustungsfähig sei wie vor dem Sturm. Unterschiedlichen Quellen zufolge belaufen sich die Schäden auf 5 bis 17 Miliarden Franc (0,6 bis 2,5 Milliarden EURO). Laut Spiegel war die EdF nicht versichert.
Vor allem in dünn besiedelten, ländlichen Gegenden haben sich notgedrungen wieder dezentrale Techniken etabliert: Holz, Kerzen, kleine Dieselgeneratoren. Wer ans Gasnetz angeschlossen ist und noch mit Gas kocht und heizt, ist im Vorteil.
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Jahr 2000: Die Energiekrise ist vorbei !
Nach Erdöl braucht man sich nur noch zu bücken
(HyWeb, 21.12.99)Nach Feuerholz braucht man sich nur noch zu bücken Nach Strom braucht man sich nur noch zu bücken Alles Gute !!! Eissturm in Québec
Im Januar 1998 brach die Stromversorgung weiter Teile der kanadischen Provinz Québec zusammen. Eisregen war an den Stromleitungen gefroren, die unter der Last rissen, und an -masten, die einknickten. Mehr als 1.000 Hochspannungsmasten und 30.000 hölzerne Strommasten wurden zerstört. Fast 1,4 Millionen Menschen in Quénec und 230.000 in der Nachbarprovinz Ontario waren bei Frostgraden zeitweise ohne Stromversorgung, in vielen Gemeinden war die Stromversorgung auch nach einer Woche noch nicht wieder hergestellt. Selbst einen Monat nach dem Eissturm waren immer noch 700.000 Menschen ohne Stromversorgung. Rund 100.000 Menschen mussten evakuiert werden
Wirtschaftliche Verluste in Montreal und Ottawa wurden auf 585 Millionen CAN-$ bzw. 114 Millionen CAN-$ geschätzt. Bis Juni 1998 wurden mehr als 600.000 Schäden bei Versicherungen eingereicht mit einer Gesamtsumme von über 1 Milliarde CAN-$ (rund 700 Millionen EURO).
Eine gute Übersicht findet sich bei CNEWS unter www.canoe.ca/CNEWSIceStorm/home.html (in englischer Sprache). Fotos sind zu finden unter http://hometown.aol.com/badice98/expo/icestormExpostionThumbnail.html .
Dezentrale Energieversorgung: Wasserstoff, Brennstoffzellen, erneuerbare Energien
Am Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme wurde über mehrere Jahre das Konzept des "Energieautarken Solarhauses 2000" entwickelt und zwischen September 1991 und Oktober 1992 in Freiburg, Deutschland, realisiert. Berücksichtigt wurden Solararchitektur, thermische Solarkollektoren, transparente Wärmedämmung, Photovoltaik, Batteriespeicherung, Wasserstoffspeicherung und Strom- und Wasserstoffanwendungstechnologien. In der ersten Betriebsphase von mehreren Jahren wurde der gesamte Energiebedarf aus Solarstrahlung gedeckt ohne jegliche Verbindung nach oder Versorgung von Außen.
Das Energienutzungskonzept sieht die direkte Nutzung des Solarstroms bei Sonnenschein vor. Überschussstrom wird in Bleibatterien gespeichert. Sobald die Batterien voll sind, wird in einer Membranelektrolyse Wasserstoff und Sauerstoff produziert und bei 3 MPa gespeichert. Der Wasserstoffspeicher ist ein Saisonspeichger mit einer Periode von einem Jahr. Im Winter wird der Wasserstoff in einer Brennstoffzelle in Strom oder in katalytischen Brennern in einem Herd oder einer Luftheizung in Wärme umgewandelt. Das Batteriesystem deckt Stromspitzen ab, die von der Brennstoffzelle nicht abgedeckt werden können. Der katalytische Herd ersetzt den Elektroherd, wenn die Sonne nicht scheint.
Foto: Das energieautakre Solarhaus mit dem Wasserstoffspeicher im Vordergrund; Foto: ISE
Kommerzialisierung
Derzeit werden intensiv Brennstoffzellensysteme für Ein- und Mehrfamilienhäuser entwickelt. Dabei werden verschiedene Konzepte entwickelt:
autarke, d.h. netzunabhängige Stromversorgung;
Kraft-Wärme-Kopplung, d.h. kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung, mit Anbindung an das öffentliche Stromnetz.
Diese Systeme werden mit unterschiedlichen fossilen Brennstoffen betrieben, z.B. Erdgas oder leichtem Heizöl.
Aber es gibt auch weitere Entwicklungen von Stromspeichersystemen für Wind- oder Solaranlagen wie im oben beschriebenen energieautarken Solarhaus in Freiburg (HyWeb, 24.2.98).
MA